Yankee&Kraut geht ab, das Demolition Can DDH DIPA ist da!

Demolition Can – der Name ist hier Programm

Wer auf kreative Biere und aufregende internationale Bierstile steht, ist bei Yankee&Kraut immer gut beraten. Doch nun wird richtig dick aufgetragen. Das Demolition Can steht den bisherigen Bieren der Brauerei in nichts nach und hat  dazu noch den besonderen Kniff mit an Bord:

Der verwendete Cryohopfen, sprich angereicherte und damit hoch konzentrierte Hopfenpellets, bietet hohe Alpha-, Betasäure- und Hopfenölanteile. Er kann dank seiner extra Power sparsamer dosiert werden und gibt trotzdem richtig Gas.

Was dabei herauskommt wenn konzentrierter Hopfen auf noch konzentriertere Brauer trifft werde ich Euch nun verraten. Wohl bekomms!

Biervorstellung Yankee&kraut – Demolition Can DDH DIPA

Yankee&Kraut – Demolition Can DDH DIPA

Bierstil:  India Pale Ale (Double)

Zutaten: Wasser, Pilsnermalz, Hafermalz, Weizenmalz, Hopfen (Citra Cryo und Idaho 7 Cryo), Hefe

Alkohol: 8,0 %

IBU: o.A.

 

Beschreibung des Bieres:

Auch eine schöne Dose kann entzücken - die des Demolition Can DDH DIPA von Yankee und Kraut auf jeden Fall!
Auch eine schöne Dose kann entzücken – die des Demolition Can DDH DIPA von Yankee & Kraut auf jeden Fall!

Optischer Eindruck:

„Wow, ist das trüb!“ – so mein erster Gedanke beim Einschenken. Der weiße und feinporige Schaum krönt das Bier würdig und relativ stabil. Seine strohgelbe und, wie bereits erwähnt, intensiv getrübte Farbe erinnert zu allererst an Saft. Vom Gegenteil wird mich bestimmt der Geruch überzeugen, wir werden sehen…

Geruch:

Und siehe da, das Demolition Can trägt im Duft intensiv fruchtige Aromen von tropischen Früchten, Zitrusfrucht, Ananas, Mango, Maracuja und Grapefruit. Das ist eine wirkliche Wucht, die auf mich einwirkt, von der ich mich auch nur schwer lösen kann. Die Vorfreude auf den ersten Schluck steigt immens!

Geschmack:

Achtung anschnallen, es geht los… anregend prickelt das Bier auf der Zunge, weich schmiegt es sich an den Gaumen und explodiert gleich mit seiner Fruchtigkeit. Zitrus, Grapefruit, Mango, Maracuja und wunderbare Ananasaromen bilden ein Geschmacksbild zum Niederknien. Da ist Wumms drin, tropisch, exotisch und ‚in your Face‘.

Schön hazy und richtig lecker, das DDH DIPA Demolition Can
Schön hazy und richtig lecker!
Mein Fazit:

Ein klasse NEIPA mit 8 Prozent Alkohol, die sich gut verstecken, einer tropisch-fruchtigen Aromatik vom Feinsten und einer komplexen Vielfalt auf der Zunge. Sehr gelungen! Prost.

Yankee und Kraut - das Demolition Can Double IPA mit Aussicht
Yankee&Kraut Demolition Can with a View

Die Website der Brauerei findet Ihr hier.

Hier gehts zu einem weiteren Biertest von Yankee & Kraut

Buchvorstellung: „111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss“ von Martin Droschke

111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss – Das Buch von Martin Droschke

Vom Suchen und Finden der besten Biergärten…Die Bierliteratur von und mit Martin Droschke ist mir bereits seit seinen mit Norbert Krines veröffentlichten Werken ein Begriff und treuer Begleiter, wenn es um die besten und spannendsten Biere Frankens und Deutschlands geht. Hier habe ich mir schon so manche Empfehlung und, beim Lesen, eine schöne Portion guter Laune abgeholt.

Nun war ich also schon sehr auf sein neuestes Solo-Projekt „111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss“, erschienen im Emons Verlag, gespannt. Dieses habe ich, lieberweise, direkt bei Erscheinen per Post bekommen. Herzlichen Dank dafür!

111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss - das Cover
111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss – das Cover

Schon beim in der Hand halten und angucken macht das Buch bereits Durst und Wanderlust. Ich liebe es ein kühles Bier im Biergarten zu genießen, doch kenne ich bei weitem nicht jeden und bin so immer für Tipps und Input dankbar. Da kam dieses Buch, zur Nach-Corona Zeit, die sich so langsam anbahnt, doch genau recht.

So sehr mich das Cover des Buchs mit Schäufele und Kloß hungrig gemacht hat, so interessiert und aufmerksam habe ich es dann auch verschlungen, nicht im wortwörtlichen Sinne natürlich.

111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss - die Rückseite
111 Fränkische Biergärten die man gesehen haben muss – die Rückseite
Die Aussen-Biertempel der Neuzeit – ein Genuss zum lesen

Ob es mich denn genauso gefesselt und, ob seines Informationsgehalts und seiner Schreibweise, unterhalten hat wie die bisherigen Bücher, welche mit und von Martins bereits erschienen sind? Definitiv!

Das Buch glänzt mit spannenden Geschichten und Hintergründen, die mir so bislang nicht bekannt oder bewusst waren. Es öffnet die Augen für die schönen Plätze unter der Sonne Frankens und weiß daneben auch noch zum Schmunzeln zu bringen. So mag ich das.

111 Fränkische Biergärten, in so vielen war ich bisher noch nicht. Aber allein davon zu lesen steigert die Lust mich in die Bahn oder auf das Rad zu schwingen doch ungemein.

Klassiker und Insidertipps – von allem etwas!

Von Klassikern der Biergartenkultur Frankens, wie dem Spezi Keller in Bamberg, dem Roppelt Keller oder Kathi Bräu bis hin zu wahrhaften Insider- und Geheimtipps ist hier alles vertreten. So habe ich zum Beispiel noch nie von einem Bierautomat mit dazugehörigem überdachtem Mini-Biergarten nähe Emskirchen gehört, obwohl dieser sich in der Nähe meines Elternhauses befindet.

Der Bierautomat mit Dixie Klo
Der Bierautomat mit Dixie Klo

Von einigen Biergärten wie dem Storchenkeller in Altmain, dem Bähr-Keller Schönbrunn oder dem Waizendorfer Kellerbetrieb Stegaurach habe ich auch noch nie etwas gehört. Schade, aber das hat sich nun ja geändert.

Unterhaltsam oder informativ – warum nicht beides?

Toll sind ebenso die vielen Infos bezüglich der Öffnungszeiten, Ausstattung, Besonderheiten und Lösungen bei Schlechtwetter, die jedem Biergarten im Buch zur Seite gestellt werden. Auch ist jeweils immer ein Tipp für eine alternative Lokalität in der Nähe mit dabei, das lädt zu Wanderungen oder Radtouren ein! Somit haben es nicht nur die besagten 111 ins Buch geschafft, sondern noch eine ganze Menge mehr. Puh, Herausforderung akzeptiert!

Alle Infos und Beschreibungen sind dabei nicht als trockener Juristentext verfasst, sie unterhalten und bleiben im Kopf. Damit hat man, auch wenn das Buch mal zuhause liegt, immer mal eine Idee im Kopf wo man in entspannter und schöner Atmosphäre am jeweiligen Aufenthaltsort ein gutes Bier trinken kann.

Neben den Anekdoten und Hintergrundinfos lebt das Buch auch von seinen lebendigen Beschreibungen der jeweiligen Standorte. Das nimmt einen, im wahrsten Sinne, mit und man spürt wie es wohl an diesem und jenem Ort sein wird, wenn man diesen aufsucht. Echtes Biergarten-Feeling für zuhause praktisch.

Na wenn das nicht Appetit macht?
Na wenn das nicht Appetit macht?
Freude am schreiben, die man förmlich spüren kann

Auch nimmt man es dem Autor ab, dass er bei der Recherche und der Gestaltung des Buches Freude hatte. Alles ist liebevoll aufbereitet, mit hübschen Fotos garniert und mit Herz zusammengestellt. Vom kleinen 10-Mann Garten bis zu größeren und allseits bekannten Institutionen ist für Jeden etwas dabei. Man kann sehen und gesehen werden, die Aussicht genießen oder hat schlicht und einfach seine Ruhe beim Genuss des guten Gerstensafts und der passenden  Speise. Ja, auch auf das Essen vor Ort wird kurz eingegangen, eine gute Grundlage ist schließlich das A und O.

Durst macht es auch!
Durst macht es auch!

Zum Schluss Enthält das Buch auch noch eine übersichtliche Landkarte mit Markierung der Objekte der Biergierde.

Fazit

Ein Buch, welches für mich gleichzeitig Unterhaltung ist und Reiseführer sein wird. An all die schönen Orte in Franken, in denen man den Herrgott einen guten Mann sein lassen kann. Das Buch wird mich mit dorthin begleiten. Ich kann es nur empfehlen.

 

 

Meine Buchvorstellung zum Gemeinschaftswerk „111 deutsche Craftbiere, die man getrunken haben muss“ von Droschke/Krines gibt es übrigens hier zu lesen.

Zur Verlags-Internetseite geht es hier entlang.

Brauerei & Gasthof Zwanzger – Kreativ und lecker, 3 neue Biere vorgestellt

Kreativ und fränkisch – Christian Zwanzger traut sich was

Es gibt viele Brauereien im Frankenland, doch so kreativ wie es bei Christian Zwanzger in seiner gleichnamigen Brauerei & Gasthof Zwanzger, neben seinem Standardsortiment, zugeht, das macht ihm so schnell niemand nach.

Ständig hat er neue spannende Ideen und setzt diese, im kleinen Rahmen  limitiert auf nur wenige Flaschen, welche es in ausgewählten Läden und seiner Brauerei zu kaufen gibt, um.

Zurzeit versendet er seine Biere übrigens sogar, es lohnt sich immer mal auf der Website und in seinem Online-Shop vorbeizugucken.

Die drei nun von mir im Folgenden vorgestellten Biere sind relativ neu und daher wollte ich sie Euch nicht vorenthalten. Vor allem, da sie eben nicht nur neu sondern auch lecker sind… aber lest nun gern selbst. Viel Spaß!

 

Brauerei & Gasthof Zwanzger – Eismann (kaltgehopftes Lager)

Bierstil: Lager

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Caramel), Hopfen (Polaris, Ariana), Hefe

Alkohol: 4,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Brauerei & Gasthof Zwanzger - Eismann kaltgehopftes Lager (with a View)
Brauerei & Gasthof Zwanzger – Eismann kaltgehopftes Lager (with a View)

Optischer Eindruck:

Beim Einschenken fällt mein Blick sofort auf das strahlende Strohgelb des Lagers. Sein Schaum ist feinporig und weiß und thront mittelfest über dem naturtrüben Bier.

Geruch:

Der Duft des Bieres trägt frische Minz- und Eisbonbonnoten, aber auch kräuterige Aromen sind dabei. Dazu kommen Grapefruit- und Zitrusanklänge sowie eine Prise Toffee.

Antrunk:

Im Antrunk prickelt das Bier auf der Zunge. Sofort bemerkbar machen sich seine fruchtige Zitrus- und erfrischende Minzaromatik. Doch das vielschichtige Bier kann mehr. Es weist zudem noch Grapefruit, leicht malzige Noten und Anklänge von Cassis und Beerenfrüchten auf.

Nachtrunk:

Brauerei & Gasthof Zwanzger - Eismann im Glas
Brauerei & Gasthof Zwanzger – Eismann im Glas

Die Bittere, welche sich im Abgang mehr aufspielt, rundet das Geschmackserlebnis ab. Ein fruchtig erfrischendes, aromatisches Bier für den Frühling und natürlich den Sommer! Cheers.

 

 

Brauerei & Gasthof Zwanzger – Schwarze Versuchung (Strawberry Chocolate Milk Stout)

Bierstil: Milk Stout

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz (Maris Otter, Münchner, Röstmalz), Haferflocken, Hopfen, Milchzucker, Hefe

Alkohol: 5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Brauerei & Gasthof Zwanzger - Schwarze Versuchung im Glas
Brauerei & Gasthof Zwanzger – Schwarze Versuchung im Glas

Optischer Eindruck:

Wie der Name schon sagt, fließt das Milk Stout nahezu nachtschwarz und opak ins Glas, sein Schaum ist cremefarben, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Der Duft des Bieres ist durchsetzt mit Röstaromen, dazu Kaffee und dunkle Schokolade. Aber ich nehme nicht nur die röstigen Noten, sondern auch Erdbeere und die Milchzuckeranklänge wahr.

Antrunk:

Der erste Schluck rinnt weich und cremig über die Zunge. Ich schmecke Röstaromen, Bitterschokolade und etwas Kaffee. Im weiteren Verlauf kommt eine sanfte aber nicht zu leugnende Erdbeernote dazu, die gut von dem Milchzucker im Bier und seiner angenehmen fein süßlichen Aromatik gebettet wird. Das passt echt gut!

Nachtrunk:

Brauerei & Gasthof Zwanzger - Schwarze Versuchung with a View!
Brauerei & Gasthof Zwanzger – Schwarze Versuchung with a View!

Auch im Abgang verhallen die Röst- und Milchzuckeraromen sowir die feine Erdbeernote erst langsam und es ist schon etwas traurig, wenn das Bier sich langsam leert. Das hat mir sehr gut geschmeckt!

 

 

 

Brauerei & Gasthof Zwanzger – Scharfer Otto (Chilli Cream Ale)

Bierstil: Cream Ale

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz (Wiener, Pilsner, Carahell), Hopfen, Hefe

Alkohol: 5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Brauerei & Gasthof Zwanzger - Scharfer Otto (Chilli Cream Ale) im Glas
Brauerei & Gasthof Zwanzger – Scharfer Otto (Chilli Cream Ale) im Glas

Optischer Eindruck:

Mein erster Eindruck im Glas: trüber gehts nicht… und damit meine ich natürlich trüb (neudeutsch hazy). Das Bier sieht aus wie eine gute Portion naturtrüber Apfelsaft. Sein Schaum ist fein bis mittelporig und mittelfest.

Geruch:

Bereits in der Nase zeigen sich deutliche Chiliaromen, das wird scharf, ich sag’s Euch! Ich fühl mich wie beim Chili zubereiten, ein feuriger Auftakt. Zudem sind leichte Zitrus und Würzenoten dabei.

Antrunk:

Dann mein erster Schluck, wow! Was für ein intensiver Chiligeschmack, inklusive Brennen auf der Zunge! Das Bier regt mit seiner perligen Konsistenz die Schärfe noch zusätzlich an. Nichts für Weicheier!

Nachtrunk:

Brew im Glas - with a View ;-)
Brew im Glas – with a View 😉

Scharf, würzig, hocharomatisch… kein Bier für Beginner aber ein Feuerwerk für Liebhaber der scharfen Zunge, mir gefällt es super aber ich bin auch sicher dass dieses Bier polarisieren wird. Das chilifeurige Brennen an Gaumen und Zunge ist auch noch lange nachher zu spüren. Prost!

 

Fazit:

Es bleibt spannend bei Christian Zwanzger und seiner familiären Brauerei mit Gasthof. Seine Biere sind spannend und fordern den Gaumen und die Geschmackssinne des Biergeniessers auf unterschiedliche Weise. Ich kann die Biere jedenfalls durchweg empfehlen und freue mich auf neue Kreationen der Brauerei Gasthof Zwanzger auch in der Zukunft.

 

Zum Web-Shop der Brauerei, hier entlang.

Zur Startnext Kampagne im Zuge des Corona Virus gehts hier lang.

Meinen letzten kleinen Bericht zur Brauerei auf der Consumenta findet ihr hier.

 

 

 

 

 

 

6 Fäuste und (dann) ein Halleluja? Ich habs für Euch getestet!

6 Fäuste – ja, was machen wir da?

Wenn sich David Hertl von der Braumanufaktur Hertl, Sebastian Sauer von Freigeist Bierkultur und Georg Tscheuschner von Schorschbräu, seineszeichens Brauer des stärksten Bieres der Welt, zusammenfinden um gemeinsam ein Bier zu Brauen, kann nur etwas besonderes dabei heraus kommen – wird es ein Halleluja im Glas?

Schorschbräu / Hertl / Freigeist - 6 Fäuste für ein Halleluja im Glas
Schorschbräu / Hertl / Freigeist – 6 Fäuste für ein Halleluja im Glas
Besonders kreativ, besonders verrückt oder besonders einzigartig?

Ich war auf meine Eindrücke dieser Kollaboration bereits beim Ergattern der Flasche, bei der diesjährigen Braukunst Live in München gespannt.
Und genau diese möchte ich heute mit Euch teilen… viel Vergnügen!

Freigeist x Hertl x Schorschbräu 6 Fäuste für ein Halleluja

Bierstil: Eisbock (Imperial Stout)

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Röstgerste, Rübenzucker, Hopfen, Hefe

Alkohol: 14,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hertl / Schorschbräu / Freigeist - 6 Fäuste für ein Halleluja im Glas
Hertl / Schorschbräu / Freigeist – 6 Fäuste für ein Halleluja im Glas

 

Optischer Eindruck:

Der Imperial Stout Eisbock rinnt ölig und pechschwarz in mein Glas. Bereits jetzt strömen mir seine Düfte entgegen. Allen voran Röstnoten und Bitterschokolade. Das Bier hat eine hellbraune und feinporige Blume und diese, in Zusammenspiel mit der Farbe, macht bereits ordentlich Eindruck auf mich. Was mag mich nun erwarten?

Geruch:

Im Geruch kommt das ‚6 Fäuste für ein Halleluja‘ dann langsam zur Sache. Intensive Aromen von Röstmalz und Bitterschokolade sind omnipräsent und machen bereits richtig Lust auf den ersten Schluck. Auch eine feinaromatische Kaffeenote ist mit dabei und ergänzt den Eisbock um eine spannende Aromenkomponente.

Antrunk:

Lange Vorrede, doch was steckt im Antrunk drin? Viel Röstaroma, welches durch den weichen, ölig anmutenden, leicht likörigen ersten Eindruck auf der Zunge gut überliefert wird. Den Röstaromen. des sozusagen mit vollem Körper(einsatz) zur Sache gehenden Eisbocks, stehen Anklänge von Kaffee- und dunkler Schokolade zur Seite.

Diese geben dem Bock, welcher selbstverständlich mit genügend alkoholischer Wärme auf den Geniesser wirkt, eine angenehm harmonische Geschmacksfarbe. Ich möchte sogar sagen, dieser Bock ist erschreckend süffig, natürlich ist das positiv gemeint!

Das cremig-weiche Geschmackserlebnis wird durch einen Hauch von Rauch und eine ebenso dezente Malzsüße abgerundet.

Nachtrunk:

Selbst im Nachgang vermag das Bier noch nachhaltig von sich Reden zu machen. Seine Röst- Bitterschokolade und Kaffeearomen verhallen erst langsam und bleiben daher lange in Erinnerung. Ich würde es also jedem zum proBieren empfehlen! Prost!

Brew with a View
Brew with a View

 

Links zu den Brauereien:

Braumanufaktur Hertl

Freigeist Bierkultur

Schorschbräu

 

Mein Bericht über den Schorschbock 16

Ein Genussschein für (Bier-) Genießer – wie Hanscraft & Co. durchstarten möchte

Erfahrung seit Jahren – das ist Hanscraft & Co.

Wer Christian Hans Müller kennt weiß, was der Mann anpackt hat Erfolg. Die Brauerei existiert bereits seit 7 Jahren. Seine Biere, von Klassikern wie dem Backbone Splitter IPA und Bayerisch Nizza bis hin zu seinen neuen spannenden Spezialitätenbieren Yakima River und Vintage 2019 finden unter vielen Bierkennern große Anerkennung. Der Weg vom Genuss zum Genussschein ist also nicht weit – aber der Reihe nach…

Mit seinem Motto „Friends don’t let Friends drink bad Beer“ gibt er schon mal den Ton vor. Fernab von Industriebieren sind seine Biere handwerklich, experimentell und kreativ gebraut. In der Hanscraft & Co. Brauerei wird viel Wert auf die Qualität der einzelnen Rohstoffe gelegt, sowie auf Transparenz und Vertrauen.

Neues entsteht – und ihr könnt eine Stütze sein!

Die Werte, welche beim Brauen und im Kontakt mit Kunden, Zulieferern und Mitarbeitern hochgehalten werden, sollen nun in einer Unterstützung für den Bau einer neuen, ganz eigenen, Brauerei münden.

Kommen wir nun aber mal zu den Details, welche dieses Vorhaben beinhaltet:

    • für sein Brauereiprojekt, dessen Finanzierung bereits durch die Bank zu 100 Prozent gedeckt ist, möchte Christian weitere Unterstützer motivieren
    • 400 solcher Unterstützungen (ein Gesamtvolumen von 100.000 Euro soll generiert werden) sind möglich, jeder der eine Stütze sein möchte erhält für
    • seine Investition von 250 Euro pro Schein einen Genussschein ausgestellt
    • es können auch mehrere Genussscheine erworben werden, diese werden dann in einem Genussschein zusammengefasst
    • die minimale Zinslaufzeit beträgt 3 Jahre
Hanscraft & Co. – Genussschein Vorderseite, ein edles Dokument
Vorteile durch den Kauf des Genusscheins

Welche Vorteile hat man denn durch den Erwerb eines oder mehrerer Hanscraft & Co. Genussscheine?

    • auf die Genussscheine gibt es, pro Geschäftsjahr, 4 Prozent Zinsen (vorbehaltlich eines aus-  reichenden Unternehmensjahresüberschusses, näheres steht in den von mir verlinkten   AGB’s)
    • der Erwerber des Hanscraft & Co. wird, auf Wunsch mit seinem vollständigen Namen, einem Pseudonym oder anonym auf einem Stahlträger in der neuen Brauerei verewigt.

 

Wo kann man die Genussscheine kaufen? Börse, eBay oder nur in der Brauerei?

Alles Quatsch, es wurde ein eigener Online-Shop aufgebaut in welchem man sich einfach Genussscheine in seinen virtuellen Warenkorb legen kann. Bestellung abschicken, etwas warten und der Schein kommt in den Briefkasten.

 

Was ich von dieser Idee halte?
    • wer schon immer eine handwerkliche Brauerei, nicht nur durch den Konsum des Bieres, sondern auch durch eine wichtige Investition unterstützen und damit zu deren weiterem Aufbau und der Qualitätssicherung beitragen wollte, ist hier genau richtig
    • welche Bank bietet heute noch solche Zinsen und hat zudem einen so kompetenten Geschäftsführer an deren Spitze?
    • wie schön ist es erst, wenn man vor Ort in der neu gebauten Brauerei auf einem Stahlträger, ja einer wirklichen Stütze seinen eigenen Namen lesen kann. Damit kann man fühlen, dass man etwas bewirkt hat und hier, auch durch die eigene Unterstützung, weiter gutes fränkisches Bier gebraut wird.
    • man muss auch lobend erwähnen, dass dieses Projekt nicht von irgendeiner PR Agentur angestoßen, sondern selbst umgesetzt wird und mit einem Teil des Geldes ein neuer Mitarbeiter, der den neuen Standort bekannter macht, bezahlt wird.
Die Innenseite mit dem ausgewiesenen Wert des Scheins

Ich habe mir direkt zwei der Scheine gekauft, weil ich hinter der Idee stehe und mich das Konzept überzeugt hat. Die Zinsen sind gut und die Investition in eine feine Biere produzierende fränkische Brauerei und deren Zukunft machen mich in gewissem Maße zu einem Teil von ihr, das macht doch Freude! Und die Euphorie mit der Christian von seiner neuen Brauerei spricht ist definitiv ansteckend. Macht es mir nach, wenn auch Ihr eine Stütze der neuen Brauerei sein wollt.

 

 

Links zum Thema:

Die Infobroschüre zu den Genusscheinen ist hier zu finden, zur Website gelangt Ihr hier.

Die Genussschein-Bedigungen erfahrt Ihr hier.

Mein kürzlich veröffentlichtes Interview mit Christian Hans Müller gibt es hier zu lesen.

Hanscraft & Co. – Brauerinterview und 2 neue Biere, die unterschiedlicher nicht sein könnten!

Christian Hans müller im interview
Christian Hans Müller im Interview
Christian Hans Müller im Interview

Vor kurzem hatte ich die Ehre, im Büro von Christian Hans Müller ein Interview mit ihm zu führen. Dabei geht es um aktuelle Biere, die Vergangenheit aber vor allem die Zukunft seiner Hanscraft & Co. Brauerei in Niedernberg.

 

deine ersten brauversuche?

Lieber Christian, du hast in Deinem Leben schon einiges gebraut, doch welches war Dein erstes Selbstgebrautes und wie hat es denn geschmeckt?

Das war im Jahr 1996 ein ganz normales Helles. Das Rezept dafür habe ich in einem Buch über Bier in Deutschland in der Rubrik „Selber machen“ gefunden und mit 2 Freunden nachgebraut. Am Ende ist es irgendwie kein Bier geworden und die beiden anderen hatten dann auch keinen Bock mehr aufs Brauen. Ich aber schon, auf der Suche nach möglichen Fehlern beim letzten Versuch und besseren Rezepten habe ich mir weitere Literatur beschafft, für die Herstellung in kleinem Rahmen

 

die gegenwart – was schmeckt und gefällt dir besonders

Was ist denn dein Lieblingsbier von Dir selbst gebraut?

Das ist Tagesform-abhängig. Ich habe da unterschiedliche Favoriten. Vom Single Hop als Wegbier bis hin zum Bayerisch Nizza und dem Backbone Splitter im Glas. Generell bin ich, wenn ich etwas Neues gebraut habe, am aktuellen Bier am meisten interessiert und genieße diese Biere dann sehr gerne.

Hast du einen Lieblingshopfen?

Das kann man pauschal nicht sagen. Ich bin immer sehr an neuen Hopfensorten interessiert. Speziell neue deutsche Hopfenzüchtungen, wie der Hüll Melon mit dem wir schon öfter gebraut haben, machen mir Freude. Gerade die heimischen neuen Hopfen werden auch in Zukunft bei mir eine große Rolle spielen, natürlich verwende ich auch internationale Hopfensorten gerne. Spannend ist hier unter anderem die Sorte Cashmere.

Welche Besonderheiten zeichnen deine beiden neuen Biere „Vintage 2019“ und „Immaculata – Wheat Pale Ale alkoholfrei“ aus?

Beim Imperial Stout Vintage 2019 haben wir unser Black Nizza 11 Monate in einem von Portwein und einem anderen von Weinbrand vorbelegten Fässer reifen lassen. Dabei nimmt das Bier nicht nur Farbe und Fassnoten auf, sondern steigert durch die Spirituosen auch seinen Alkoholgehalt etwas.

Danach haben wir beide Biere miteinander verschnitten und 3 Wochen vor Ende der Reifephase mit Vanilleschoten gestopft.

Sommelieren für den Weltfrieden
Sommelieren für den Weltfrieden

Beim Immaculata haben wir herum experimentiert, bis die richtige Menge Earl Grey Tee ermittelt war. Das Bier sollte seinen Geschmack zwar annehmen, diesen aber nicht zu dominant und überlagernd wiedergeben. Es hat ein paar Versuche gebraucht bis die perfekte Balance zwischen Tee und Bier gefunden war, nun sind wir sehr zufrieden damit. Übrigens war der Hopfen hier nicht das Teuerste am Bier, der Bio Earl Grey Tee aus dem Teeladen war es! Wenn ich noch fahren muss ist das nun mein Favorit unter meinen Bieren.

Nachbarschaftliche beziehungen

Wie kommst du mit den mittelständischen und großen Brauereien in deiner Gegend aus?

Mit ein paar sehr gut. Es gibt aber auch eine gewisse Feindseligkeit, die ich bei anderen teilweise spüre. Man wird skeptisch betrachtet als Craft-Brauerei und mitunter negativ oder als Konkurrenz gesehen.

Dabei braust du doch eigentlich ganz andere Biere, als die ‚Konkurrenz‘ dies tut…

Das stimmt, man käme sich gar nicht ins Gehege und es gäbe ein friedliches Miteinander. Wir als Hanscraft sind für eine harmonische Nachbarschaft in der Region und so sind wir auch auf alle Brauereien zugetreten. Leider nicht immer mit entsprechend positivem Echo.

 

Die zukunft – was gibt es bald neues?

Wird es in Zukunft noch mehr fassgereifte Biere von Dir geben?

Frei nach der Devise „Nach dem Vintage ist vor dem Vintage“ wird es immer zur späteren Jahreszeit etwas Fassgereiftes von mir geben. Das muss jedoch nicht heißen, dass es immer ein Stout ist. Ich kann mir durchaus auch einen hellen Bock gut vorstellen oder einen Weizenbock.

Wie steht es bei Dir mit deiner eigenen Brauerei und einem Taproom in Niedernberg, gibt es schon Neuigkeiten?

Wir sind dran wie immer schon. Weiter als je zuvor!

Wird es in Zukunft denn auch mal ein normales Helles oder Weizen geben?

Na klar, eine Brauerei mit Gastronomie ist dafür da, um von vielen Leuten aus der Gegend besucht zu werden. Das Bier sollte, neben unseren Spezialsorten, die es selbstverständlich auch dort geben wird, den Menschen aus der Umgebung schmecken. Ein gutes Weizen fehlt mir hier sowieso in der Gegend. Ich liebe Weizen und ich kann und werde das auch brauen.

Viele Tore habe ich nicht erzielen können
Viele Tore habe ich nicht erzielen können

Es bleibt spannend… und wo wir grade beim Thema sind… hier erfahrt Ihr wie mir die beiden Neuen von Hanscraft & Co. geschmeckt haben:

 

Die bier reviews

Hanscraft & Co. – Vintage 2019 Oak Aged Imperial Stout

Bierstil: Imperial Stout

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Roggenmalz, Hafermalz, Hopfen (Chinook), Hefe

Alkohol: 10,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft - Vintage 2019, ein besonderer Genuss
Hanscraft – Vintage 2019, ein besonderer Genuss

Optischer Eindruck:

Das Vintage 2019 fließt sanft, kaum aufschäumend, ins Glas. Seine zarte Schaumschicht ist cremefarben und instabil, sie haftet schön am Glas. Das Highlight ist natürlich die tolle nachtschwarze Farbe des Imperial Stouts, die bereits seine innere Stärke ankündigt.

Geruch:

Der Duft lässt sich mit unterschiedlichen Eindrücken beschreiben. Intensive Röstmalz- und Bitterschokoladearomen sind mir sehr präsent und machen bereits Lust auf mehr! Spannend sind auch die Einflüsse, welche die Fasslagerung in den unterschiedlich belegten Fässern, dem Bier zusätzlich an Aromatik verschaffen konnten.

Das Bier wurde ja zum einen Teil in Weinbrand- der andere Teil im Portweinfass gelagert. Das kommt auch schön im Geruch durch, man kann die sich im Verschnitt beider Biere ergebenden Aromen von Portwein und Weinbrand einzeln differenziert wahrnehmen, sehr aufregend! Vanillenoten ergänzen das Spektrum ansprechend und so langsam wird es echt Zeit für den ersten Schluck…

Antrunk:

Geschmeidig, fein moussierend und weich, jedoch in seiner Aromenstärke hochintensiv,  so strömt das Vintage über die Zunge. Sofort setzen sich deutliche und sehr intensive Aromen von Röstmalz und auch Bitterschokolade frei und harmonieren perfekt.

Was mich auch begeistert sind die Holzfassnoten von Weinbrand und Portwein. Christian beschreibt es als eine Symphonie, dem ich nicht widersprechen kann. Beinahe orchestral wirken die unterschiedlichen Geschmäcker und Eindrücke aufeinander abgestimmt und im Einklang.

Der den Körper angenehm wärmende Alkoholgehalt von 10,5 Prozent ist für die Jahreszeit gern gesehen, Bier kann nicht nur Herzen erwärmen. Die Vanille wirkt wie der sanft Einfluss nehmende Dirigent, der sich hier und da pointiert einschaltet ohne sich aus seinem Ensemble in den Vordergrund spielen zu wollen.

Hanscraft - Vintage 2019 im Glas
Hanscraft – Vintage 2019 im Glas

Nachtrunk:

Auch der Abgang des neuesten Vintage Imperial Stout 2019 wirkt ebenso intensiv kakaoaromatisch und röstmalzig wie sein Antrunk. Die Vanille zeigt sich auch dort und wirkt mit Fassnoten des Bieres in einem stimmigen Gesamtbild der Aromen. Ein Bier, welches noch lange nachhält und seine Eindrücke am Gaumen hinterlässt. Richtig gut!

 

von 10,5 prozent alkohol auf 0,4… das gibts doch gar nicht? gibt es doch!

 

Hanscraft & Co. – Immaculata Wheat Pale Ale Alkoholfrei

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizenmalz, Pilsenermalz, Carahell),  Hopfen (Citra), Earl Grey, Hefe

Alkohol: 0,4 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Immaculata Wheat Pale Ale Alkoholfrei im Glas
Hanscraft & Co. – Immaculata Wheat Pale Ale Alkoholfrei im Glas

Optischer Eindruck:

Golden bei natürlicher deutlicher Trübung und mit einer stattlichen, weißen Schaumkrone, welche am Glas haftet. So ist der erste schmackhafte optische Eindruck, den das alkoholfreie Immaculata Wheat Pale Ale auf mich macht.

Geruch:

In der Nase sammeln sich zitrusfrische und sehr belebende und erfrischender Tee-Duft. Dazu die kräuterige und nicht zu stark hervortretende Bergamotte, welche durch den Einsatz des Earl Grey Tees beim Brauen ins Bier gebracht wurde.

Antrunk:

Dann mein erster Schluck. Prickelnd und wirklich erfrischend, mit feiner Earl Grey Aromatik und dem damit verbundenen Anklang von Bergamotte, so anregend fließt das Pale Ale über die Zunge. Die Tee- und Zitrusaromatik kann mich begeistern und lässt von der Präsenz der Geschmäcker nichts vermissen.

Brew with a View
Brew with a View

Nachtrunk:

Auch der Nachhall ist ebenso durch Earl Grey – und Zitrusnoten durchzogen und büßt keinen Deut der Leichtigkeit des Bieres ein. Nicht nur für Autofahrer, welche nicht auf den Biergenuss verzichten wollen ist das Immaculata eine tolle Alternative. Nein, auch für sommerliche Stunden als stilvoller Ersatz für so manches plump süßes Erfrischungsgetränk wenn die Wärme sich wieder einmal zu sehr ausbreitet.

Ein Bier, bei dem ich den Alkohol nicht vermisse, leicht, fruchtig, erfrischend. Das macht Lust auf mindestens ein weiteres, der Alkohol steigt einem hier ja nicht zu Kopf. Probieren lohnt sich!

Die beiden feinen neuen Hanscraft Biere vereint
Die beiden feinen neuen Hanscraft Biere vereint

Danke für die leckeren Biere und das Interview lieber Christian und eine entspannte Weihnachtszeit und guten Rutsch an dich und an alle Leser meines Blogs.

Lasst Euch ein gutes Bier schmecken, mit Hanscraft seid ihr definitiv auf der sicheren Seite.

 

Die Website von Hanscraft & Co. findet Ihr hier.

Auch Christian hat mich interviewt, dieses Interview könnt Ihr hier lesen.

Meinen letzten Bericht zu Hanscraft findet Ihr hier.

 

Frohe Weihnachten mit gutem Bier, was will man mehr?
Frohe Weihnachten mit gutem Bier, was will man mehr?

Ein – zwei Weiherer? Die gönn ich mir! Rolator und Grünhopfen Pils der Brauerei Kundmüller im Test

Die Brauerei Kundmüller und ihr Braumeister Roland Kundmüller ist nicht nur mit ihren Sondersuden vielprämiert und kann auf ihre vielen Freunde und Fans zählen. Dass auch ich einer davon bin, soll meinen Bericht über die beiden saisonalen Biere, welcher nun folgt, nicht beeinflussen. Tut es auch nicht, denn diese sprechen definitiv für sich. Aber lest gerne selbst…

Teil 1, es grünhopft sehr…

Brauerei Kundmüller – Weiherer Grünhopfen Pils 2019

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Gebraut mit frischem Doldenhopfen aus der Brauerei ist dieses Bier jedes Jahr ein Highlight für Pilsfreunde.

Brauerei Kundmüller – Grünhopfen Pils im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend golden bei leichter Trübung mit einer stabilen, cremigen weißen Schaumkrone, welche sich partout nicht verflüchtigen will, eröffnet es bereits dem Auge des Geniessers ein appetitliches Bild.

Geruch:

In der Nase machen sich frische Zitrusfruchtnoten breit, ihnen zur Seite stehen grasige und ein Hauch von Getreide. Auch florale Aromen mischen mit und ergeben einen spannenden ersten Schnupper-Eindruck.

Antrunk:

Der erste Schluck ist grasig, strohig und mit erfrischenden Nuancen von Zitrusfrucht erfüllt. Dabei prickelt es fein moussierend auf der Zunge und macht immer Lust auf den nächsten Schluck. Das Grünhopfen Pils ist dabei nur leicht, eben fränkisch, bitter. Aber es spielt dadurch seine fruchtigen, floralen, feinmalzigen und leicht grasigen Aromen noch besser aus, da es ihnen mehr Platz auf der Geschmacksklaviatur einräumt.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall des Pilseners ist ebenso zitrusfruchtig wie grasig-strohig und aromatisch. Die Bittere steigt hier ein kleines Bisschen an. Ein wirklich gutes fränkisches Pils so wie es mir gefällt.

Es grünt so grün…

 

 

Vorhang auf zu Runde 2… der Doppelbock

 

Brauerei Kundmüller – Weiherer Rolator 2019

Bierstil: (Doppel-)Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 8,8  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Ehemals zum 50. Geburtstag von Braumeister Roland Kundmüller von seinem Team gebraut kommt das Bier auch in seinen Folge-Editionen gut an, ich hatte es zum ersten Mal im Glas.

Brauerei Kundmüller – Weiherer Rolator 2019 im Glas

Optischer Eindruck:

Eine wunderschöne Bernsteinfarbe mit natürlicher Trübung im Glas, da lässt sich der relativ rasch zu einer schmalen Schicht schmelzende Schaum doch sehr gut verkraften. Dieser ist feinporig, cremefarben und haftet gut am Glasinneren.

Geruch:

Der Duft des Doppelbocks ist geprägt von Trockenfrüchten, Malzaromen, Sherry und etwas Honig. Auch feinwürzige und florale Anklänge kann ich riechen.

Antrunk:

Dann kommt es endlich zum ersten Schluck… und wow, der kommt direkt unglaublich weich, vollmundig und geschmeidig über die Zunge geschlichen, legt sich wie ein feiner malzig-würziger Schleier darüber und bringt puren Genuss mit sich. Starke Aromen von Trockenfrucht und malzige Süße dominieren. Leichte Eindrücke von Honig und einer im Verlauf etwas anziehenden Bittere komplettieren das ausgewogene Geschmackserlebnis, welches sogar noch durch leicht erdige Noten ergänzt wird.

Nachtrunk:

Der Abgang des Rolators ist malzig, fruchtig und feinherb, jedoch bleibt die Bittere weiter vornehm im Hintergrund. Die Bühne gehört dem Malz und seiner Aromenwelt. Die beim Trinken entstehende alkoholische Wärme passt zudem wunderbar zur Jahreszeit. Ein toller Doppelbock aus Weiher!

Ein Bier, gemacht für den Spätherbst und Winter, der Rolator aus Weiher!

Fazit:

Zwei richtig gute saisonale Biere habe ich verkostet, jedes für sich ist besonders und richtig gut. Es lohnt sich definitiv beide zu probieren, wenn die Chance dazu besteht! Prost.

 

 

Die Webseite der Brauerei Kundmüller gibt es hier zu sehen.

Das Weiherer Hopferla habe ich hier für Euch getestet.

Hanscraft & Co. macht Ernst: Bohemia vs. Yakima, ein hopfiges Match!

Oh hoppy Day – Tschechien vs. USA

Heute teste ich im neuesten Hopfen-Match das Double Dry Hopped Pale Ale Bohemia Crown mit den tschechischen Hopfensorten Kazbek und Sladek mit seinem stilgleichen Vertreter Yakima River und den US-Hopfen Simcoe, Mosaic und Citra von der Partie.

Wenn sich Hopfen verschiedener Länder duellieren ist das immer eine aufregende Sache. Hanscraft aus Niedernberg ist darin bereits erprobt und hat bereits deutschen und amerikanischen Hopfen in einer Split Decision (hier nachzulesen) gegeneinander antreten lassen.

Ein Aufeinandertreffen aus dem oberen Regal der Aromen, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken der unterschiedlich gehopften Pale Ales.

Let the games begin…
Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Kazbek, Sladek), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown und Yakima River im Glas

Deutliche natürliche Trübung im Glas, sein Schaum ist fein bis mittelporig und thront äußerst stabil über dem Bier. Die Farbe des Bohemia Crown ist ein leuchtend helles gelbgold und der Schaum ist weiß wie Schnee.

Geruch:

Direkt zu Beginn fällt das schöne zitrusfruchtige Aroma des Bieres auf, welches sich mit floralen und leicht würzigen Anklängen bestens versteht. Diese Düfte ergeben gemeinsam ein stimmiges Zusammenspiel. Unterstützt werden sie durch eine erdige Komponente, welche zum vielfältigen Profil des Bohemia beiträgt.

Antrunk:

Weich fließt das Bier über die Zunge, fein moussierend prickelt es nur sanft aber dennoch anregend. Zitrusfrüchte sind in Form von Orange und Zitrus die Akteure mit der meisten Spielzeit in diesem Duell der (Hopfen-)Länder Tschechien gegen USA. Abgerundet wird der Trunk durch leicht erdige und während des Genusses intensiver hervortretende honigsüße Anklänge. Diese werfen sich mutig in die Geschmacks-Partie im Mund und harmonieren sogleich mit ihren Mitspielern.

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Diese spannende Komposition aus Orange, Zitrus, Honig und würzig-erdigen Komponenten ist eine, die sich bis zum Abgang hält und den Gaumen auch noch nachhaltig beschäftigt.

 

 

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Ein würdiges Duell – Tschechien vs. USA… Bohemia vs. Yakima

Golden und klarer in seiner Optik, so präsentiert sich das Yakima River im Glas. Sein Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Hallelujah, das knallt! So ist mein erster Eindruck, nachdem ich die erste Nase des Bieres genommen habe. Tropische Früchte treten mir in einer Intensität entgegen, der schwerlich zu widerstehen ist.

Hier ist von Grapefruit über Mango und Limette bis Maracuja ein buntes Treiben im Duft festzustellen. Bei genauerer ‚Untersuchung‘ fallen auch florale und erdige Zwischentöne auf.

Antrunk:

Der Antrunk kommt hier spritziger daher, es prickelt intensiver aber dennoch nicht aufdringlich auf der Zunge. Ein komplexes Aromenfeuerwerk entfaltet sich. Dieses wird durch Grapefruit und waldige Aromen (Kiefer, leicht harzig), sowie tropische Fruchtnoten von Mango und Maracuja befeuert. Die verschiedenen Geschmackseindrücke geben ihr Bestes um den Biergeniesser und dessen Sinne zu betören.

 

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Hinten heraus kommt zur tropischen Fruchtigkeit noch eine knackige Bitternote hinzu, welche für mich das Trinkerlebnis als Gegenspieler zu eben dieser tropischen Atmosphäre rund und vollkommen macht.

 

Fazit:

Beide Kontrahenten haben auf dem Platz alles gegeben und schenken sich nichts. Auf der einen Seite der unaufgeregt fruchtige Tscheche Bohemia, welcher die leisen Töne außerordentlich gut spielt und sich durch eben diese lang in Erinnerung bringt.

Auf der anderen Seite der Ami, landestypisch etwas mehr ‚in your Face‘, tropisch, intensiv, mit einem bitteren Finale.

Welcher hier nun am besten abschneidet, das bleibt im Endeffekt Euch überlassen. Für mich ist es um Haaresbreite und in der Verlängerung der tschechische Hopfenvertreter, da ich finde die Aromen seiner beiden Hopfensorten harmonieren wunderbar und sie stechen ihre Gegner ganz knapp aus. Ich habe beide Biere sehr genossen, weil jedes für sich seine Stärken hat. Chapeau und Cheers!

So knapp wie sie nebeneinander stehen, so war die Entscheidung auch im Finale

 

Die Biere kaufen könnt Ihr übrigens genau hier.

Neues von Hanscraft & Co.: Das Tropical Nizza ist ein tropisches Erlebnis!

Es wird fruchtig in Franken. Passend zum Sommer gibt es das neue Tropical Nizza von Hanscraft & Co. aus Niedernberg ins Glas. Was Ihr davon erwarten könnt, das habe ich hier für Euch getestet. Viel Spaß beim Lesen!

Hanscraft & Co. – Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizen, Pilsener, Wiener), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale im Glas

Optischer Eindruck:

Das Tropical Nizza hat eine betörende Bernsteinfarbe bei natürlicher, ungefilterter Trübung. Sein Schaum ist cremefarben und mittelfest. Im Glas ein wahrlich zum Trinken anregender Anblick!

Geruch:

In die Nase strömen mir Aromen von Pfirsich und Maracuja sowie eine feine süßliche Honignote. Auch Litschi, Grapefruit und florale Anklänge kann ich wahrnehmen. Das Bier macht einen tropisch fruchtigen und dabei mit feiner Weizenmalzaromatik ausgestatteten Eindruck. Ein kleines Feuerwerk in der Nase, welches mich bereits voller Freude auf den ersten Schluck warten lässt.

Antrunk:

Fein moussierend und weich, so lässt sich das Bier im Antrunk beschreiben. Es lässt seinen Fruchtnoten auf einem Bett aus Weizenmalz genügend Spielraum zur Entfaltung. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Pfirsiche und Maracujas. Aber auch eine angenehme Süße, die an Honigmelone erinnert. Herb wird das Bier nur ganz hintergründig, die tropischen Früchte stellen ganz klar die Hauptattraktion dar.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk bleibt der Eindruck der tropischen Früchte, der Aromen von Pfirsich, Zitrus und Maracuja. Zudem ist die leichte Süße ebenfalls noch präsent und eine feine fruchtige Säure ergänzt das Geschmackserlebnis.

Cheers
FAZIT

Ein Bier für Liebhaber tropischer Früchtecocktails, von komplexen fruchtigen Aromen und Bier trinken in der Sommersonne. So schmeckt Urlaub. Cheers!

 

PS: Mehr zu Hanscraft & Co. gibt es hier. Den Bericht zu den beiden Split Decision Bieren der Brauerei findet Ihr hier.

Honig Bräu – MEGA Helles! Mega gut?

Christian Honig hat ein neues Bier am Start. Gebraut wurde es für und mit Thaifood 2, einem thailändischen Restaurant aus Nürnberg. Getestet wurde viel, sehr viel. Auch vor experimentellen Zutaten abseits des Reinheitsgebotes wurde hier nicht zurück geschreckt. Einfach mal proBieren, vielleicht schmeckt ja eine Zutat aus dem Kühlhaus des Restaurants auch vorzüglich im Bier?

Nachdem es unter anderem mit Zitronengras eher mäßig im Geschmack lief, besann man sich wieder zurück auf klassische Rezepturen. Mit dem gewissen Etwas selbstverständlich. Heraus kam das MEGA. Ein Bier welches nicht so stark ist, wie es der Elefant auf dem Etikett vielleicht vermuten lässt. Dieser jedoch ist auch im Logo von Thaifood 2 zu finden und somit schließt sich der Kreis.

Zurück zum Bier… dieses wurde abschließend mit Cascade während der Lagerung gestopft und nimmt damit dessen aromatische Bestandteile sehr schön an. Aber lest doch einfach mal selbst, wie mir das Bier geschmeckt hat.

Honig-bräu – Mega Helles

Bierstil: Vollbier (Hell)

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Karamell), Hopfen (Herkules, Spalter Select, Cascade), Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Honig-Bräu MEGA Helles im Glas
Honig-Bräu MEGA Helles im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb steht das MEGA vor mir. Seine feinporige und weiße Blume schmiegt sich relativ fest und am Glas haftend darüber. Das Bier hat eine natürliche Trübung und macht auf den ersten Blick schon mal einen guten Eindruck.

Geruch:

Der Duft des MEGA zeichnet sich durch erdige, kräuterige und florale Noten, welche gemeinsam ein schönes Aromenprofil ergeben, aus. Dazu kommt eine, der Kalthopfung durch Cascade geschuldete, feine Zitrusnote heraus, die ansprechend mit den malzigen Komponenten des Hellen harmoniert.

Antrunk:

Erfrischend strömt der erste Schluck über die Zunge, prickelt anregend und transportiert die Aromen des Bieres gut zum Geniesser. Hier kann ich sowohl eine fruchtige Zitrusnote, als auch würzige und herbe Anklänge wahrnehmen.

Dem ist jedoch noch nicht genug. Das malzig-würzige Helle besitzt zudem erdige und florale Nuancen, die mir gut gefallen.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall bleibt würzig und fruchtig, mit floralen und erdigen Einschlägen. Die Bittere nimmt gegen Ende zu, ohne zu dominant zu werden.

Honig-Bräu MEGA Helles
Honig-Bräu MEGA Helles
Fazit

Ein Bier, welches zum Trinken anregt. Gefährlich süffig mit unterschiedlichen Aromen von fruchtig bis herb verfeinert, ohne jedoch den Gaumen zu überfordern. Gerade das Helle verzeiht beim Brauen keine Fehler, hier wurden aber auch keine gemacht. Da geht noch eins… oder zwei?

Prost!
Prost!

 

PS: Mehr Infos zu Honig Bräu gibt es hier. Meine Review zu den letzten Bieren der Brauerei könnt Ihr hier lesen.