Schorschbräu bei der Braukunst Live – Ein bieriger Ausblick auf den Schorschbock 16 Oak Aged

Schorschbräu heisst: Starkes Bier, starker Typ

Der Schorsch, auch bekannt als Georg Tscheuschner, braut Biere jenseits der gewöhnlichen Alkoholgrenzen. Biere, die den stärksten Mann umhauen können. Genauso vom Sessel gehauen hat es mich, dass Schorschbräu zur diesjährigen Braukunst Live als Aussteller vorbei kommt um seine Biere zu präsentieren.

Wow, dachte ich mir, da kommt ein Highlight auf München zu. Ein fränkischer Urknall. Und ein super Typ noch dazu! Grund genug, eine seiner Spezialitäten aus dem Keller hervorzuholen. Den im Eichenfass gereiften Schorschbock 16.  Seineszeichens das World Strongest Lager und eine wahre Aromenbombe, die ich bereits letzten Sommer vom Fass gezwickelt probieren durfte.

Macht Euch auf was gefasst, es wird explosiv!

Brauerei Schorschbräu – Schorschbock 16 im Eichenfass gereift.

Bierstil:  Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkohol:  16  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schorschbock 16 im Eichenfass gereift - im Glas
Schorschbock 16 im Eichenfass gereift – im Glas

Bereits beim Anblick der Keramikflasche mit ihrem Wachssiegel mutet das Bier sehr edel an. Schon nach dem Öffnen des Bügelverschlusses strömen mir intensive Eichenfassnoten entgegen.

Opak und kastanienbraun steht das Worlds Strongest Lager vor mir im Glas. Sein Schaum ist fein- bis mittelporig, cremefarben und verflüchtigt sich relativ rasch.

Geruch:

Geruchlich sind die intensiv aromatischen Eichenfassaromen dominant. Trockenfrüchte und eine angenehm malzige Aromatik, die sich nach und nach entfalten holen mich direkt ab.

Antrunk:

Ein cremig-öliges und sehr weiches, schmeichelndes Mundgefühl bei moderater Karbonisierung kommt auf. Hinzu kommt natürlich, dem Alkoholgehalt entsprechend, eine wohlige Wärme. Die malzige Süße und Trockenfrüchte sowie eine feine, nicht zu dominante Holzfassaromatik, paaren sich sehr ansprechend im Trunk.

Nachtrunk:

Auch im Nachhall kann das Bier mich mit seinen malzigen, feinsüßen sowie holzfassaromatischen Anklängen und einer, zum Abgang hin, ganz geschmeidig eingebunden leichten Bittere nachhaltig begeistern.

Fazit:

Wahrlich kein Bier für jeden Tag, jedoch für besondere Anlässe ein Highlight, komplex und spannend bis zum letzten Schluck. Cheers!

Mehr über Schorschbräu könnt Ihr übrigens hier erfahren.

Meinen Artikel vom Besuch der Brauerei Schorschbräu im Sommer findet Ihr hier.

Testbräu – getestet und für gut befunden

Testbräu – getestet und für gut befunden

Testbräu, das sind Nicole, Dirk und Heiko, die aus Lust, Liebe und Interesse heraus Bier brauen. Ganz getreu nach ihrem Motto „Testen und Brauen. Brauen und Testen. Und Trinken.“. Das Logo übrigens ist ein, normalerweise für Kameratests verwendeter, Siemensstern, wo wir wieder beim Testen wären…

Wenn man dann noch liest, dass die fruchtige Fruit Blanche Hefe mehr oder weniger aus Versehen verwendet wurde, dann merkt man dass der Name hier wirklich Programm ist. Einfach mal ausprobieren und wenns schmeckt ist doch am Ende alles gut!

Dass ihnen das Brauen und experimentieren. Spaß macht merkt man. Denn den Spaß bringen sie direkt in die Flasche. In drei Flaschen genauer gesagt, welche ich natürlich gerne ausgiebig für Euch getestet habe.

Soviel sei gesagt: Ich bin begeistert.

Das Testbräu Bier-Lineup
Das Testbräu Bier-Lineup
Testbräu – Sorachi Blanche

Bierstil:  Witbier

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Sorachi Ace), Hefe (Fruit Blanche G1)

Alkohol:  5,1 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Testbräu - Sorachi Blanche im Glas
Testbräu – Sorachi Blanche im Glas

Das stahlende Strohgelb des Bieres fällt direkt, durstmachend, auf. Sein weißer Schaum, welcher sich zügig verdünnt aber nicht vollends verflüchtigt liegt feinporig darüber.

Geruch:

Nach den optischen positiven Eindrücken, bin ich auf den Geruch gespannt. Hier leistet die belgische Hefe bereits ganze Arbeit und verströmt einen betörenden fruchtigen Duft. Diesem folgen Aromen von Zitrus, Kräutern, weinartige und malzige Anklänge sowie Gewürze wie Pfeffer und Ingwer.

Antrunk:

Der Antrunk fällt erfrischend prickelnd, schlank und anregend aus. Ein Aromenspiel aus Kräutern und Gewürzen einerseits und fruchtigen Nuancen auf der anderen Seite entfaltet sich im Mund. Dabei wird es dem Biergeniesser nie langweilig. Die Aromen von Zitrusfrucht, fruchtige Noten im Allgemeinen sowie eine spannende Pfefferaromatik fesseln ihn immer wieder.

Nachtrunk:

Im Abgang werden die angesprochenen Gewürz- und Fruchtnoten nicht müde. Ihnen zur Seite steht sogar noch eine zarte Bittere. Wirklich gelungen dieser belgische ‚Unfall‘!

Testbräu – Sorachi Blanche Himbeere

Bierstil:

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Himbeeren, Hopfen (Sorachi Ace), Hefe (Fruit Blanche G1)

Alkohol:  5,3 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Testbräu - Sorachi Blanche Himbeere im Glas
Testbräu – Sorachi Blanche Himbeere im Glas

Rötlich golden, ja sogar himbeerrosa im Glas, bei maximaler Trübung und feinporigem, zarten und instabilem Schaum zur Krönung.

Geruch:

Eine schöne Kombination aus fruchtiger Säure und Himbeeraroma entfaltet sich aus dem Bier. Hinzu kommen florale und kräuterige Anklänge sowie feine Hefenoten.

Antrunk:

Der erste Schluck ist Himbeere pur. Die Säure ist perfekt ausbalanciert und kann die Himbeeraromatik wunderbar unterstützen, sodass man sich wie im Obstgarten beim Essen frischer Früchte vom Strauch fühlt. Kräuter und florale Geschmackserlebnisse runden das Gesamtbild ab und auch ein Hauch von Bitterkeit lässt sich blicken.

Nachtrunk:

Das auch im Nachtrunk ordentlich Fruchtigkeit zu spüren ist, muss fast nicht erwähnt werden. Ich erinnere an den Obstgarten des Antrunks. Ein Säure – Himbeere – Spiel welches mich wirklich begeistern kann, erfrischend fruchtig bis zum letzten Schluck.

 

 

Testbräu – Milk Ice Cream Stout

Bierstil: Stout

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Karamellmalz, Pale Chocolate Malz, Röstmalz), Haferflocken, Milchzucker, Hopfen (East Kent Golding), Hefe (Safale S-33)

Alkohol:  6,3 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Testbräu - Milk Ice Cream Stout im Glas
Testbräu – Milk Ice Cream Stout im Glas

Nachtschwarz lässt dieses Bier erst keine Zweifel aufkommen, ich erwarte eine röstaromatische Schönheit im Glas. Der Schaum zeigt sich cremefarben und steht feinporig und stabil darüber.

Geruch:

Mir strömen sofort röstmalzige, Kaffee – und Schokoladenaromen in die Nase. Dazu geben Haferflocken und Milchzucker noch eine würzig-vanillig-milchige Aromatik ab, welche sich aber harmonisch mit den Röstnoten ergänzen.

Antrunk:

Weich und fast schon ölig schmeichelt das Milk Ice Cream Stout der Zunge. Die Aromen geben sich in schöner Harmonie und verbreiten Noten von Bitterschokolade, Kaffee und Vanille. Das vollmundig intensive Trinkerlebnis ist dabei eines der süffigen, gefährlich süffigen Natur. Der Milchzucker hält die Röstaromen im Zaum und macht sie geschmeidig rund und sanft im Geschmack.

Nachtrunk:

Auch der Nachtrunk bleibt aromatisch, mit feiner Vanille und schokoladiger Herbe, mit süßen als auch kaffeeartigen Komponenten. Ein Genießerbier per Excellence!

 

Fazit:

Wegen mir darf gerne weiter wild experimentiert, getestet, gebraut und natürlich getrunken werden. Das Ergebnis kann sich sehen und (ja!) auch trinken lassen!

 

Mehr über Testbräu könnt Ihr hier erfahren.

Übrigens ist Testbräu auch bei der diesjährigen Braukunst Live dabei.

Wacken Brauerei – der Walküren Schluck eis’bockt mich richtig!

Wacken – eine kurze Erklärung

Die Wacken Brauerei braut Biere im Epizentrum des Hardrock und Heavy Metal, des rund 1800 Einwohner fassenden Dorfes Wacken. Man kann diesen Ort auch als eine Art gallisches Dorf der Bierszene bezeichnen, über den vielleicht gerne mal hinweg gesehen wird, der aber sehr wohl Beachtung verdient hat. Weil Wacken eben rockt und das Wacken Bier auch!

Wie Ihr gleich lesen werdet hat sich die Wacken Brauerei dazu entschlossen, von einem ihrer Verkaufschlager, dem Walküren Schluck Strong Ale, einen Eisbock herzustellen. Ich habe beide Biere für Euch verkostet. Ob das Ergebnis zu überzeugen weiß? Lest doch gerne einfach selbst… viel Spaß!

Wacken Brauerei – Walküren Schluck

Bierstil:  Strong Ale

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  7,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck im Glas

Kastanienbraun mit einer mittelfesten, feinporigen Schaumkrone macht bereits der erste Blick aufs Bier Lust aufs Probieren.

Geruch:

Malzige Toffeearomen, gepaart mit feinen Orangen sowie Zitrusanklängen und schönem floralen Duft, ich bin gespannt was mich beim ersten Schluck erwartet.

Antrunk:

Den Mund füllt ein fein moussierendes, malzig-würziges Ale mit leichter Karamellnote und einer ansprechenden Bittere. Dazu kommt eine milde malzig Süße und eine alkoholische Wärme, wobei der Alkohol gut eingebunden ist. Das Ganze wird im Geschmacksbild ergänzt durch Zitrus sowie Grapefruit und blumige Aromen. Es ergibt sich ein geschmeidig, malzbetonter Trunk mit feinen Hopfeneinschlägen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang vermag das Bier mit seiner würzig-herben Hopfenaromatik und dem karamellig-malzigen Körper zu überzeugen und verhallt erst langsam, nicht ohne etwas von seiner Fruchtigkeit einzubüßen.

 

 

Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition

Bierstil:  Eisbock

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  11,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas

Dunkelbraun, ja fast schwarz liegt der Walküren Schluck in seiner Eisbock Edition vor mir im Glas, der Schaum ist cremefarben und relativ stabil.

Geruch:

Direkt beim Einschenken schon strömen mir kräftige Sherry- und Portweinaromen in die Nase, ergänzt durch kräftige Malznoten. Der Alkoholgehalt ist wahrnehmbar, hält sich aber noch in angenehmen Grenzen

Antrunk:

Ein weiches, moussierendes, fast öliges Bett aus Malz und Sherryanklängen breitet sich auf der Zunge und am Gaumen aus. Ich erschmecke Holz-, leichte Rosinen- und Toffeearomen. Der Alkohol vermag sich geschickt zu verstecken und ist doch in seiner Wärme omnipräsent. Es ergibt sich ein komplexes weil spannendes Ensemble aus Karamell, Würze, Hopfenbittere und Bitterschokolade.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso intensiv wie der gesamte Trunk, Eindrücke von Malz, Karamell, herben und holzigen Noten sowie die ausgeprägte alkoholische Wärme wissen den Genießer zu begeistern und ergeben ein rundes Gesamtbild.

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett

Mein Fazit:

Die Wacken Brauerei braucht sich beileibe mit ihrem Eisbock, gemacht aus dem Walküren Schluck, nicht zu verstecken. Ein rundum stimmiges, geiles Bier, ich hoffe auf eine Neuauflage. Heavy Metal im Glas eben!

 

 

 

Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation – Wuchtige Wilma. Wuchtig, fruchtig, gut!

Tradition und craft? das geht!

Die Stadtbrauerei Spalt hat sich schon zum zweiten mal die Craft-Brauerei New Beer Generation (kurz: NBG) aus Nürnberg eingeladen, um gemeinsam ein Craftbeer zu brauen. Neue Einflüsse bringen auch neue Aromen und Ideen mit sich, wie zum Beispiel das fruchtig-aromatische, kaltgehopfte Märzen, welches ich Euch nun vorstellen möchte.

Die wuchtige Wilma, Namensgeberin ist die mir bisher unbekannte Hopfensorte Willamette, ist mir erst neulich in die Hände und kurz darauf ins Glas ‚gefallen‘.

Ich sollte es nicht bereuen, aber lest doch einfach selbst!

Die Wuchtige Wilma im Glas!
Die Wuchtige Wilma im Glas!

 

New Beer Generation & Stadtbrauerei Spalt – Wuchtige Wilma

Bierstil:  Märzen

Zutaten: Wasser, Malz (Wiener Malz), Hopfen (Willamette, Citra, Spalt-Spalter), Hefe

Alkohol:  5,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation - Wuchtige Wilma
Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation – Wuchtige Wilma

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb im Glas, die Schaumkrone sitzt fest und feinporig darüber, hinzu kommt eine feine natürliche Trübung.

Geruch:

Grasig-florale Aromen des Hopfens kommen deutlich zum Vorschein, dazu eine feine Zitrusnote, tropische Früchte sowie Blutorange, Grapefruit und feine Getreideanklänge.

Antrunk:

Im Antrunk prickelt die wuchtige, vollmundige Wilma fruchtig auf der Zunge und transportiert ihre fruchtigen Zitrusaromen wuchtig an meinen Gaumen. Hinzu kommen feine Grapefruit-, Limetten- und tropische Fruchtnoten. Die Bittere ergänzt das Aromenprofil sehr gut und wirkt der Fruchtigkeit als feinherber Gegenpart gut entgegen, ohne diese zu unterdrücken.

Nachtrunk:

Die fruchtig-tropische Aromenkombination weiß mit ihrer im Abgang ansteigenden Herbe auch noch lange am Gaumen für Action zu sorgen. Ein erfrischend, hopfig, prickelndes Vergnügen aus Spalt, Cheers!

Schoppebräu lässt die Bären los und die sind richtig gut!

Die Bio-Bären sind los

Dass Thorsten Schoppe in Berlin unter dem Namen Schoppebräu gute Biere braut ist längst kein Geheimnis mehr. Dass er dies mit Bio-Hopfen und Bio-Malz tut, ist eine lobend zu erwähnende Neuigkeit. Seine Craftbiere mit Bio-Zertifizierung wollte ich unbedingt einmal probieren und habe sie für Euch getestet. Mit, soviel sei verraten, hervorragendem Ergebnis. Viel Freude beim Lesen!

Schoppebräu - Schoppes BÄR - die Bärenbande
Schoppebräu – Schoppes BÄR – die Bärenbande
Schoppes BÄRen im Test
English Porter, Please!

Schoppebräu – Brauner Bär (Englisches Porter)

Bierstil:  Porter

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Weizenmalz, Roggenmalz), Hopfen (Perle, Tradition), Hefe

Alkohol:  5,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Brauner Bär im Glas
Schoppebräu – Brauner Bär im Glas

Dunkelbraun, fast nachtschwarz, im Glas, der Schaum ist bräunlich und instabil und haftet am Glas.

Geruch:

Feine Röstaromen strömen mir als erstes in die Nase, ich nehme Kaffee-, Bitterschokolade- und Toffeenoten wahr. Hinzu kommt eine fein fruchtige Note nach Trockenfrucht.

Antrunk:

Der Antrunk ist schön malzbetont, leicht herb, etwas süßlich mit Aromen von bitterer Schokolade, Kaffee und Espresso. Dazu hat das Bier etwas fein karamelliges im Geschmack und prickelt fein moussierend auf der Zunge.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso kaffee- und röstaromatisch malzig wie der gesamte Trunk und hallt noch lange nach. Ein wirklich gutes Porter!

Der braune Bär in freier Wildbahn
Der braune Bär in freier Wildbahn

 

 

Schoppebräu – Blauer Bär (IPA)

IPA in Bio? Klar geht das!

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Cascade, Perle, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkohol:  6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der blaue Bär stellt sich vor
Der blaue Bär stellt sich vor

Bernsteinfarben mit beeindruckender, fester, weißer und feinporiger Blume steht das Bier vor mir im Glas. 

Geruch:

Die Nase vermeldet Eindrücke von Zitrusfrucht, Cassis, Grapefruit, Mandarine sowie florale Anklänge.

Antrunk:

Der Antrunk ist ein erfrischend, prickelndes Erlebnis, die fruchtigen Aromen wie die Grapefruit, Zitrone und Mandarine sind deutlich erlebbar. Dazu gesellen sich kräuterige, malzig-würzige Noten und eine knackige Bittere, welche trotzdem genug Spielraum für die Fruchtigkeit des IPAs lässt.

Nachtrunk:

Im Abgang glänzt der Blaue Bär ebenfalls mit seiner stimmigen Mischung aus Bitterkeit und malziger Würze, sowie der tollen Fruchtigkeit. Das schmeckt einfach gut!

 

 

Schoppebräu – Gelber Bär (Pilsner)

Pils muss nicht langweilig sein, der Gelbe Bär beweist es

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Perle, Saphir), Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Gelber Bär im Glas
Schoppebräu – Gelber Bär im Glas

Goldene Farbe mit leichter Trübung und darauf eine feinporige, weiße und relativ stabile Schaumkrone.

Geruch:

Schön fruchtig nach Zitrus, Orange, leicht Pfirsich. grasig und mit feiner Getreidenote macht der Geruch schon neugierig auf den ersten Schluck.

Antrunk:

Im Mund kommt eine ordentliche Portion Hopfenbittere hinzu, die von den fruchtigen Aromen aus Zitrus und einem Hauch Orange gut ausbalanciert wird. Ergänzt wird der Geschmack zudem von einer angenehmen Würze und Malznote.

Nachtrunk:

Der Abgang des gelben Bären ist würzig, herb und zitrusfruchtig, eine runde Sache das Bio-Pils aus Berlin.

Schoppebräu - Gelber Bär, das Bier im Fokus
Schoppebräu – Gelber Bär, das Bier im Fokus
Mein Fazit:

Die Bio Craft Biere aus dem Hause Schoppebräu sind allesamt gut bis sehr gut und werden definitiv auch Euren Geschmack treffen, weil man die Leidenschaft zum Bier schmecken kann!

 

Cheers!

 

Mehr über die Schoppe Bio Biere findet Ihr hier.

Rückblick Biersommelier JHV in Lingen – ein perfekter Gastgeber

Rückblick Biersommelier JHV in Lingen – ein perfekter Gastgeber

Lingen, Lingen… Lingen? Wo liegt eigentlich Lingen? Das habe ich mich dieses Jahr schon einmal gefragt, als ich nämlich zum ersten Mal bei der jährlich stattfindenden Lingener Bierkultur teilnehmen wollte und gerade das Netz nach geeigneten Verkehrsmitteln durchsuchte.

Seit diesem Besuch, soviel sei gesagt, ist Lingen für mich kein Fremdwort mehr, sondern richtet, in Person von Markus Quadt und vielen fleissigen Helfern mit das beste Bierfest dieses Landes aus. Somit bestand für mich auch keine Diskussion die Jahreshauptversammlung, dieses Jahr zum ersten Mal in Lingen veranstaltet, zu besuchen.

Tag 1: Weiterbildung
Weiterbildung an Tag 1 in Lingen
Weiterbildung an Tag 1 in Lingen

Ich sollte nicht enttäuscht werden… außer natürlich von der Bahn … aber das nur am Rande. Die Veranstaltung begann für mich, leicht verspätet, am Freitagmorgen mit einer interessanten Präsentation zum Thema Hopfen von der Barth-Haas Hops Academy durch Roland Novy. Referiert wurde über die Aromenvielfalt und Kategorisierungsmöglichkeiten des Hopfens. Hier wurden zudem Hopfenproben unter den Sommeliers und Gästen verteilt und um deren Einschätzung zum Aromenprofil gebeten. Eine spannende Angelegenheit.

Weiter ging es, mit der Mälzerei Weyermann, zum Thema Malz und dessen Geschmacksprofil im Bier, vorgetragen durch Karl-Ludwig Rieck. Hier war es uns in der Pause möglich, einzelne Malze zu verkosten. Der dritte Rohstoff, welcher uns durch Thomas Huber näher gebracht wurde, war die Hefe. Spannend zu sehen, welche Geschmäcker sie im Bier erzeugen kann, dies geht sogar bis hin zu schokoladigen Aromen.

Das letzte Thema, vielleicht etwas undankbar so knapp vor dem leckeren Mittagstisch, war das Wasser. Nicola Buchner führte jedoch sehr locker und entspannt durch den Vortrag, sodass auch jeder noch genug Aufnahmebereitschaft für dieses Thema aufbrachte. Wasser kann also wirklich mehr, bis hin zum Geschmack im Bier beeinflusst es außerdem das Wachstum der Hefe und hilft den Enzymen bei ihrer Arbeit. Ich fühlte mich nach dem Vormittag also bereits bestens informiert.

Nach dem guten Mittagessen gab es zum Thema „Bier und Frauen in Deutschland“ noch eine Präsentation von Irina Zimmermann, einer der ersten Absolventinnen des Institute of Masters of Beer, mit anschließender reger Diskussionsrunde.

Der Gastgeber erzählt und läutet einen launigen Abend ein

Ganz ohne Powerpoint betrat Markus Quadt im Anschluss die Bühne, erzählte in gewohnt sympathischer Art und Weise vom Aufbau seiner Gastronomien in Lingen, von deren Finanzierung bis hin zur weiteren, teilweise ungeplanten, Erweiterung ihrer Anzahl. Außerdem kündigte er einen Besuch seines neuesten Restaurants, dem „Sieben“, am folgenden Tage an.

Der Abend schloss sich, nach überstandener Schifffahrt mit Bierbegleitung zum Schepergerdes Hotel am Wasserfall, mit einem entspannten Miteinander und einem feinen Buffet. Hier konnte man gut ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.

Tag 2: Jahreshauptversammlung und Galaabend

Der Samstag stand zunächst im Zeichen der Jahreshauptversammlung. Neben der Vorstellung der neuen Geschäftsführerin Nicola Buchner sowie Berichten über das Wachstum der Anzahl von Biersommeliers weltweit waren auch kommende Versammlungstermine in der Schweiz und in Österreich wichtige Themen. So gibt es vom 25. – 27.4.2019 das „Fühjahrstreffen der Diplom Biersommeliers in Bern“ und im Oktober 2019 die Jahreshauptversammlung in Salzburg. Man darf gespannt sein.

Stadtführung durch Lingen
Gespannt auf die Filmvorführung
Gespannt auf die Filmvorführung

Nach einem kleinen Mittagessen ging es, individuell in kleinen Gruppen, auf geführte Erkundungstour durch Lingen. Die Einteilung erfolgte im Kino der Stadt durch einen unterhaltsamen Kurzfilm mit Markus als Hauptdarsteller. Ich durfte mir als erstes den schicken Campus der Hochschule Osnabrück in Lingen ansehen.

Dort gab es ein spannendes Bier vs. Wein Tasting. Gereicht wurde Roastbeef mit gut gewürzter, eingelegter Paprika und Rucola Topping, ein Genuss! Jeder für sich konnte nun also bewerten, ob für ihn selbst der Rotwein oder das Rotbier zu den Speisen das beste Pairing ergab. Für mich war der klare Gewinner das Roter Kinker Rotbier von der Buddelship Brauerei, welches am besten mit dem Fleisch harmonierte. Der Rotwein machte bei der Paprika eine leicht bessere Figur.

Weiter ging es zum Kivelingshaus, einem der ältesten Gebäude in Lingen. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1548 wurde es 1583 wieder aufgebaut und 1981 nochmals renoviert. Es gehört dem Kivelingsverein der Stadt Lingen und dient Versammlungen und ist ein kleiner Star bei Stadtführungen.

Vor dem Kivelingshaus
Vor dem Kivelingshaus
Das Restaurant „Sieben“ und die Gala am Abend – einfach gut!
Markus Quadt in seinem neuesten Schätzchen "Sieben"
Markus Quadt in seinem neuesten Schätzchen „Sieben“ noch vor Eröffnung

Abschließend gab es noch das versprochene Stelldichein im neuen, erst am Dienstag darauf öffnenden, Restaurant „Sieben“. Das Konzept, nur sieben Hauptgerichte, vier Vorspeisen und drei Nachspeisen anzubieten, bis diese von den hoffentlich zufriedenen Kunden weggeputzt werden, finde ich interessant. Da würde ich auch mal gerne essen gehen!

Den Abschluss des Abends bot ein Galaabend in der Jahreshauptversammlungs-Location Wilhelmshöhe. Mit allerhand feinen Craftbieren von Axel Kiesbye, Kehrwieder Kreativbrauerei, der Brauerei Pott’s,  der Privatbrauerei Ernst Barre, der Brauerei Strate und einigen Gastbieren von anwesenden Biersommeliers, war die Basis gute Konversationen und ein gemütliches Beisammensein geschaffen. Abgerundet durch ein tolles Menü waren meinerseits keine Wünsche mehr offen.

 

Mein Fazit:

Lingen rockt! Markus und sein Team haben die Veranstaltung perfekt ausgerichtet und für mich ist auch die Lingener Bierkultur jedes Jahr ein fester Bestandteil meines Kalenders.  Herzlichen Dank auch für die tollen Gespräche mit Kollegen und Freunden, das hat Spaß gemacht!

 

Merci Markus, bis nächstes Jahr zur LBK!

 

Weitere Infos zum Thema Biersommeliers gibt es hier.

Das Restaurant Sieben ist hier zu finden.

 

Brewheart – ein heisser Tanz mit Ale Capone und Dr. No!

Brewheart – was hat es damit auf sich?

Brewheart, das sind die beiden Freunde Andreas und Roland. Beide haben sich auf USA Reisen vom dortigen Craftbeer mit seiner Vielfalt und Geschmacksintensität inspirieren und begeistern lassen, teilen eine gemeinsame Leidenschaft für US Cars und starten nun deutschlandweit voll durch!

Dabei geht es den beiden gar nicht darum Bier neu zu erfinden, nein, es darf nur ihrer Meinung nach neben den gängigen Bierstilen Pils, Helles, Weizen und Co. auch weitere Sortenvielfalt geben. Dem kann man, im Sinne der Kreativität, doch nur beipflichten…

Was nun also im Endeffekt geschmacklich auf Euch zukommt, habe ich einmal testen dürfen. Eins vorweg… ich wurde nicht enttäuscht!

Biervorstellung Brewheart Biere
Brewheart mal 3!
Brewheart mal 3!

 

Brewheart – Dr No

Bierstil:  IPA (alkoholfrei)

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Pilsner, Cara), Hopfen (Hallertauer Perle, Cenntennial, Lemondrop), Hefe

Alkohol: < 0,5 %

IBU: o.A.

Brewheart - Dr. No
Brewheart – Dr. No

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben im Glas steht das Dr. No vor mir, der weiße und feinporige Schaum liegt in einer relativ stabilen Schicht darüber. Ich bin gespannt ob der verrückte Wissenschaftler auch als Bier zu großen Taten fähig ist.

Brewheart - Dr. No im Glas
Brewheart – Dr. No im Glas

Geruch:

In die Nase strömen Eindrücke von Grapefruit, Zitrus, florale sowie malzige Noten.

Antrunk:

Der Antrunk ist fein prickelnd und erfrischend mit einer ansprechenden Bittere und Aromen von Zitrus, Grapefruit sowie würzigen Anklängen.

Nachtrunk:

Im Abgang verhallt das alkoholfreie IPA langsam mit sowohl bitteren als auch fruchtig-floralen Noten.

 

Brewheart – Ale Capone

Bierstil:

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Pale Ale, CaraHell), Hopfen (Ella, Summit, Saphir), Hefe

Alkohol: 6,0 %

IBU: o.A.

Brewheart - Ale Capone
Brewheart – Ale Capone

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe natürlich trübe Farbe im Glas, der Schaum des Bieres ist feinporig, weiß und stabil.

Geruch:

Fruchtig-hopfige Aromen von Grapefruit, Zitrus, Mandarine sowie florale, tropisch-fruchtige und würzige Noten nehme ich in der Nase wahr.

Antrunk:

Ale Capones Antrunk ist fein bis intensiver prickelnd auf der Zunge, die Hopfenbittere kommt gut durch, findet in der Fruchtigkeit der Zitrus-, Orange- und Grapefruitaromatik sowie dem floralen Touch jedoch einen schönen Gegenpart, wodurch ein harmonisches Geschmackserlebnis entsteht.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt der gute Al(e) fruchtig-feinherb dem Gaumen länger in Erinnerung, ein Bier für die Sonnenstunden im Leben.

 

Brewheart – Hop Dylan

Bierstil:

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Pilsner, Pale Ale, Cara), Hopfen (Hallertauer Perle, Cascade, Saphir), Hefe

Alkohol: 7,0 %

IBU: o.A.

Brewheart - Hop Dylan
Brewheart – Hop Dylan

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben und naturtrüb präsentiert sich das Bier für mich, der Schaum ist feinporig und stabil.

Geruch:

In der Nase deutet Hop Dylan mit fruchtigen Zitrus-, Honigmelonen- und Orangennoten gepaart mit einer fruchtigen Süße und floralen Akzenten sein Können schon an.

Antrunk:

Fein moussierend mit malzigen, fruchtig-herben, und floralen Aromen umschmeichelt das Bier die Zunge. Heraus schmecke ich Grapefruit, Orange und Zitrusfrucht, aber auch eine würzige Note bringt mir Mr Dylan mit ins Glas.

Nachtrunk:

Der Abgang lässt nichts an Fruchtigkeit vermissen und klingt mit angenehmer Bittere aus.

Auch ein schöner Rücken kann entzücken
Auch ein schöner Rücken kann entzücken
Mein Fazit

Brewheart heisst Bier abseits des Mainstream, die Namen lassen mich schmunzeln und der Geschmack spricht für sich. Mein Favorit wäre Ale Capone, doch auch seine Mitstreiter brauchen sich nicht zu verstecken. Dr. No beweist, dass ein IPA auch ohne Alkohol funktioniert und Hop Dylan ist eine feine Hopfenbombe. Mit Brews Lee (ja, der heisst wirklich so!) steht schon ein neues Double IPA in den Startlöchern.

Ein Bierprojekt mit Zukunft also, probieren strengstens empfohlen!

Mehr über Brewheart und auch ihren Onlineshop findet Ihr hier.

Honig Bräu – auch Kellerbier ist sexy!

Honig bräu, honig bräu? da war doch was!

Ja, richtig aufgepasst. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich schon über Christian Honig, seine kleine aber feine Brauerei im Z-Bau Nürnberg und das erste Honig Bräu Bier, ein Pale Ale, berichtet. Das hat mir damals – wie heute – sehr gut geschmeckt. Natürlich habe ich die Entwicklung von Honig Bräu danach auch weiter mit Spannung verfolgt und bin froh, einen ganz kleinen Teil zum Bekanntheitsgrad der Brauerei beigetragen zu haben.

Besonders gefreut habe ich mich, als ich neulich die Gelegenheit bekam an zwei brandneue Biere zu gelangen, die ich Euch gerne heute vorstellen möchte. Viel Spaß beim Lesen und guten Durst…

Biervorstellung Honig bräu Probesude

 

Honig Bräu – Z-Wickel

Bierstil:  Kellerbier / Zwickel

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener. Wiener, Pilsener, Karamellmalz), Hopfen (Hallertauer Taurus), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU:  23

Beschreibung des Bieres:

Honig Bräu - Z-Wickel
Honig Bräu – Z-Wickel

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben im Glas mit feinporigem, mittelfestem, weißem Schaum, so steht das Bier vor mir.

Geruch:

In meine Nase strömen würzige, malzige, ja (kurz nach dem Einschenken) sogar leicht rauchige sowie torfige Aromen und  Anklänge von getrockneten Früchten.

Antrunk:

Beim Antrunk  verhält es sich auf der Zunge unaufgeregt fein moussierend und ist somit gefährlich süffig. Das Z-Wickel ist malzbetont, würzig, mit einer feinen unaufdringlichen Bitternote und erdigen, fruchtigen Noten.

Honig Bräu - Z-Wickel... das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Z-Wickel… das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Im Abgang verhallt das Bier so angenehm würzig, erdig, feinherb, dass man sich im Kopf schon auf das nächste Z-Wickel freut. Ein Bier mit dem man den Abend verbringen möchte, weil es einfach gut ist. Der Franke würde ‚bassd scho‘ sagen, bekanntlich das höchste Lob welches ihm entgleiten kann.

 

Honig Bräu – Ale

Bierstil:  Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener, Wiener, Karamellmalz, Weizenmalz), Hopfen (Spalter Select, Hallertauer Taurus, Spalter Perle), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU: 19

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Honig Bräu - Ale im Glas
Honig Bräu – Ale im Glas

Strahlend golden im Glas, der feinporige, weiße Schaum steht stabil über den Dingen. In diesem Falle über dem Bier!

Geruch:

Aromen von Zitrusfrucht, Mandarine, fruchtige Süße, Orange und Beerenfrüchte sowie florale Noten sind meine verheißungsvollen Eindrücke aus dem Geruch des Bieres.

Antrunk:

Das Ale prickelt spritzig-erfrischend auf der Zunge und sofort wird’s aromatisch.  Noten von Zitrusfrucht, ein Hauch Honigmelone, Trockenfrüchte, florale, grasige, würzige, feinsaure und malzige Anklänge bilden ein rundes, durch eine dezente Bittere unterstütztes, Aromenspiel.

Honig Bräu - Ale, das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Ale, das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Die fruchtig-florale Leichtigkeit begleitet den Trunk bis zum Ende und macht das Bier, auch im Herbst, zu einem erfrischend leichten Durstlöscher für Geniesser.

 

Mein Fazit

Es ist immer noch kein Honig im Honig Bräu Bier, aber ganz viel Geschmack! Wer es probieren kann, sollte das unbedingt tun. Sofern noch Restbestände vom Z-Wickel nach dem heutigen (2.10.2018)  Z-Bau Geburtstag übrig sind, werden diese beim Hobbybrauerstammtisch am 12.11. unters Volk gebracht. Ansonsten gibts das Bier kommendes Jahr auch als Fassbier. Das Ale wird voraussichtlich auch nächstes Jahr mehr in Erscheinung treten. Man darf gespannt sein und weiterhin viel Erfolg wünschen!

 

Mehr über Honig Bräu könnt Ihr hier erfahren.

Meinen ersten Beitrag über die Brauerei und Christian Honig könnt ihr hier lesen.

Biervorstellung: Yankee&Kraut – Dry Humor (Brut-IPA)

Brut IPA – was ist das überhaupt?

Yankee&Kraut hat ein neues Bier gebraut, ‚Dry Humor‘ heißt es. Dieses Mal handelt es sich um die Interpretation eines aus den USA stammenden Bierstils namens Brut-IPA. „Brut“ steht bei Schaumweinen für trocken und ist, umgemünzt auf Bier, also ein von äußerst geringer Malzsüße (Restsüße) herrührender Stil. Somit kann sich natürlich der Hopfen einer breiteren Klaviatur bedienen und mehr entfalten. Ich finde das schmeckt man, aber lest einfach selbst von meinen Eindrücken…

Biervorstellung Yankee&kraut – Dry Humor

Yankee&Kraut – Dry Humor

Bierstil:  Brut – IPA

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,8 %

IBU: o.A.

 

Beschreibung des Bieres:

Yankee&Kraut - Dry Humor im Glas
Yankee&Kraut – Dry Humor im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb im Glas mit natürlicher Trübung und stabiler, weißer, feinporiger Schaumkrone steht das Bier vor mir im Glas.

Geruch:

Fruchtige Noten von Zitrus, Grapefruit, Mandarine, Pfirsich und Birne sowie grasig-florale Aromen strömen mir durch die Nase entgegen.

Antrunk:

Ein angenehm feinperliges Prickeln breitet sich beim Antrunk auf der Zunge aus. Die fruchtigen Noten kommen, dank der kaum vorhandenen Restsüße des Malzes, sehr deutlich zur Geltung. Ich erschmecke Aromen von Grapefruit, Zitrus, Pfirsich, etwas Birne sowie florale und grasige Anklänge und eine ansprechende Bittere, die sich nicht zu dominant verhält.

Nachtrunk:

Der Abgang ist deutlich fruchtig-herb, die Grapefruit tobt sich voll aus und auch die Zitrusfrucht und die grasigen Anklänge verhallen erst langsam, gemeinsam mit der Hopfenherbe.

Mein Fazit:

Ein spritzig-fruchtiger Biergenuss, den man definitiv probieren sollte, das macht süchtig nach mehr! Man braucht nicht mal trockenen Humor dafür…

 

Yankee&Kraut - Dry Humor Brut IPA
Yankee&Kraut – Dry Humor Brut IPA

 

 

Ein Brautag bei der Hausbrauerei Schober – klein aber fein!

Bier brauen live erleben, mein Brautag geht los

Mein Besuch bei der Hausbrauerei Schober war eigentlich überfällig. Schon seit ein paar Jahren schätze ich die Biere, vor allem aufgrund ihrer Süffigkeit und der Qualität. Hier macht man nichts verkehrt. Highlight für mich waren und sind natürlich die großen 1 Liter Bügelverschlussflaschen mit ihrer ganz eigenen Form. Diese wurden jedoch, dank einer neueren Abfüllanlage fast gänzlich durch die handlicheren und beim Pfand wesentlich günstigeren (1 Euro pro Flasche zu 9 Euro pro Literflasche) Halbliter Bügelflaschen getauscht.

Stefan bei der Arbeit
Stefan bei der Arbeit

Nun aber zu meinem Brautag bei Familie Schober, welcher für mich früh beginnt. Nicht früh genug jedoch wie sich herausstellt, denn der erste Sud wurde bereits eingemaischt als ich ankomme. Stefan, Sohn von Brauer Klaus Schober begrüßt mich am Braukessel, um den herum es schon gut nach Maische duftet.

Ich stehe, eingetreten durch das Garagentor, in einer kleinen aber feinen Hausbrauerei. Gebraut wird in dieser Kleinbrauerei übrigens seit über 10 Jahren. Hier gibt es von nichts zuviel aber doch von allem genug zum brauen, so würde ich es umschreiben. Zwei Braukessel, zwei Lagertanks, ein paar weitere Gefäße, ein steriler Bereich für die Anschlüsse und die Klimaanlage ist das weit geöffnete Tor und die Hintertür. Gebraut wird heute übrigens ein Rotbier.

Hier wird gebraut
Hier wird gebraut

Ein Glück ist es nicht zu warm, denke ich mir. „Das wird es auch sonst beim Brauen nicht“, erklärt mir Stefan. Alles gut also, das Rührwerk tut seinen Job und die Maische wird langsam erhitzt. Währenddessen kann ich auch ein paar Fragen loswerden.

Fragerunde, ein Überblick über Sortiment und Brau-Häufigkeit

Wieviele Biersorten braut Ihr denn?

Vier feste Stammsorten, Hopfengold, Helles, Dunkel, Rotbier und saisonal Weizen (im Sommer). Dazu kommt der ein oder andere Spezialsud mit der Bierothek in Fürth.

Wie oft wird in der Hausbrauerei Schober gebraut?

Pauschal kann man das gar nicht sagen, wenn größere Anfragen kommen oder der Biervorrat zuneige geht gerne spontan, sonst circa alle 2-3 Wochen.

Besucht Ihr Bierfeste um Eure Brauerei zu präsentieren?

Eher weniger, regional in Zirndorf gibt es Festivitäten, welche 2 mal im Jahr aufgesucht werden. Sonst nur der Schmankerlmarkt in Nürnberg am Hauptmarkt.  Für größere Bierfestivals fehlt schlicht die Kapazität um mehr zu brauen.

Ist im Winter auch mal ein Bock geplant?

Vielleicht gibt es sogar mal etwas fassgelagertes, wieder in Kollaboration mit der Bierothek, mal sehen.

Wieviel Bier braut ihr an einem Tag?

300 Liter, aufgeteilt aufgeteilt auf zwei Sude sind normal, für Sondersude weniger.

Was macht Eure Brauerei besonders?

Dass Liebe fürs Detail und das fertige Bier drin steckt, welches handwerklich gebraut wird. Das wissen leider nicht mehr alle Menschen zu schätzen.

Hopfengabe und Brauanekdoten, wer hätte das gedacht?

Mittlerweile ist auch Brauer Klaus Schober zu uns gestossen und erzählt, nachdem der Hopfen dem ersten von zwei Suden des Tages zugegeben wurde, interessante Anekdoten aus seinem (Brauer-) Leben. Familiär geteilt wird hier auf jeden Fall schon einmal die Arbeit, den ersten Sud macht heute Stefan, den zweiten Klaus.

Der Treber, welcher nach einer gewissen, sich wiederholenden, Filterung und den Nachgüssen, ausgeführt durch Stefan, abgesetzt hat, wird hier übrigens auch nicht verschwendet, sondern kommt einem regional ansässigen Bauernhof und seinen Kühen zugute.

‚Ist der Antrieb des Rührwerks da oben echt ein Scheibenwischermotor?‘, frage ich Klaus in der Hoffnung noch ein bisschen mehr darüber zu erfahren, nachdem ich zuvor bei Stefan schon auf das Teil zur Sprache gekommen war. ‚Ja klar‘, erzählt er mir, die Standardsysteme wären ihm schlichtweg total überteuert angeboten worden. Die Zahlen schwirren geradezu in meinem Kopf herum, für so viel Geld hätte sich Klaus wohl einen ganz neuen Braukessel anschaffen können. Aber er ist findig und weiß, wen man da fragen könnte. So kommt er auf einen befreundeten Ingenieur, welcher ihm nach kurzer Überlegungszeit die rettende Idee und deren Umsetzung gleich mit angedeihen lässt.

Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Der Charme steckt im Detail

Alles ist hier natürlich etwas anders als in von Grund auf fest geplanten Brauereien, hier eine ausgediente Stahlwanne, dort ein geschweißter Milchbottich, der Kühler ebenfalls in Zweitverwertung, vormals ein Milchkühler. Das hat Charme finde ich, vor allem wenn man Klaus Schober so voller Energie mit dem Equipment brauen sieht

Die Hefe hat sich Klaus von der Brauerei Kitzmann geholt, nicht jeder ist ihm so freundlich gesonnen und es gibt, trotz der geringen Größe der Brauerei von einem der größten Player der fränkischen Brauszene sogar Konkurrenzdenken, eigentlich kann sowas ja nur schmeicheln..

Die Vorderwürze wird erst erhitzt, dann abgekühlt. Mit ihr wird die Hefe dann angefüttert. Dieser Vorgang war mir neu und wird wohl auch nicht mehr so oft angewandt, erklärt er.  Ein konkretes Lieblingsbier aus seiner Brauerei hat er so konkret eigentlich gar nicht, das meistverkaufte ist aber das Hopfengold. Brautechnisch ist dieses dem Hellen gleich, jedoch wird es anschließend im Fass hopfengestopft.

Das Malz – Herkunft und Einmaischen des 2. Suds

Auch das Malz der Schober Biere kommt übrigens aus regionaler Herkunft, nämlich von der Mälzerei  Gebr. Steinbach, ebenfalls aus Zirndorf. Dass dort gut gemälzt wird konnte ich bereits vom Bahnhof aus erschnuppern.

Zwischenzeitlich wird es doch etwas nebelig, als die Würze mit dem Hopfen zusammen gekocht wird und Dampf aufsteigt, zu warm wird es aber nie!

Beim Einmaischen des zweiten Sudes bin ich dieses Mal natürlich dabei, beim Anblick des ersten Eimerchens fällt mir als erstes das Wort ‚niedlich‘ ein, das sage ich natürlich nicht laut. Aber Klaus erkennt wohl meinen Blick und weiß aufzuklären: „Das ist der kleinste von Dreien“, grinst er und sollte Recht behalten…

Einmaischen mit Klaus Schober
Einmaischen mit Klaus Schober

Abschließend muss ich mich natürlich noch gebührend mit Bier eindecken, zum Glück sind alle Sorten vorrätig und ich verabschiede mich von den Schobers und ihrer Hausbrauerei.

Mein Fazit: Klein aber oho!

 

Cheers!