Orca brau, Besuch beim Wal aus Nürnberg

Orca brau, der neue Wal im Haifischbecken Craftbierindustrie. In Nürnberg tut sich was, ja was genau? Autodidakt Felix vom Endt, ehemals bei der Brauerei Heidenpeters in Berlin, ist wieder in seine alte Heimat Franken zurückgekehrt.

Seine Frau Susa designt die Etiketten, welche ich selbst im reich an fantasievollen Etiketten befindlichen Craftbeer Markt als etwas besonderes empfinde, sind darunter doch sowohl schlichte Motive als auch Eindrücke aus gemeinsamen Reisen. Das Auge trinkt ja bekanntlich mit.

Experimentierfreude wird gross geschrieben bei Orca brau

Felix scheut auch nicht vor Experimenten zurück, jüngst musste ein etwas zu sauer geratenes Bier gar komplett in den Ausguss wandern, doch genau das ist es was seine Arbeit ausmacht. Der Mut zum Risiko, etwas auszuprobieren was eben nicht mit ganzer Sicherheit gelingen kann, aber doch könnte. Genau diese kreative Herangehensweise finde ich bemerkenswert, bemerkenswert mutig, sowie eine absolut richtige wie wichtige Herangehensweise. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Seine Brauerei am Steinacher Kreuz 24 in Nürnberg hat schon jetzt viele bemerkenswerte Biere hervorgebracht, obwohl sie doch erst seit Februar 2017 existiert.

Dennoch möchte er sich bisher nicht auf feste Sortimente eingrooven, sondern weiter kreativ sein.

In Zukunft sind beispielsweise zu Halloween ein Pumpkin Ale mit heimischen Kürbissen sowie zur Winterzeit ein Porter unter Einsatz von Minzblättern beim Brauvorgang geplant. Das klingt nicht nur spannend, das ist es auch. Aufregend für den Gaumen, anregend und somit herausfordernd für die alteingesessenen fränkischen Biertrinker, deren Geschmacksnerven Felix immer wieder aufs neue zu prüfen vermag.

Seine Biere polarisieren, zu nennen wäre hier Boomshakalaka, ein mit Habanero Chili gebrautes Rauchbier, welches von vielen als wunderbar, von anderen jedoch eher in die Kategorie sonderbar eingestuft wird. Mir gefällt das Aromenspiel zwischen Rauchmalz und der Schärfe des Cilis, welche inzwischen beim zweiten Sud etwas zurückgenommen wurde aber immernoch präsent ist.

Ausblick oder: Die Zukunft von Orca brau

Worauf kann man sich bei orca brau noch freuen? Auf jeden Fall auf Biere mit frischem Doldenhopfen gebraut, welche im Jahr 2018 den Biermarkt bereichern sollen, sowie auf viele weitere Experimentalsude, mit allerlei fränkischen sowie ausländischen Kräutern und Gemüse, welche bei Felix vom Endt derzeit immer direkt auf seiner Standard-Brauanlage mit 5 Hektoliter Fassungsvermögen gebraut werden. Diese bekam er von seiner alten Wirkungsstätte Heidenpeters für einen Obulus nach etwas Überredungskunst mit nach Franken geliefert und seither verwöhnt viel neues aufregendes Bier die fränkischen Biertrinker. Ein End(t)e ist nicht in Sicht!

Mehr unter: http://www.orcabrau.de/

Orca brau beim Brauerstammtisch in Nürnberg: http://domis-reviews.de/brauerstammtisch

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Veröffentlicht von

Dominik

Diplom-Biersommelier und studierter Wirtschaftsinformatiker

2 Gedanken zu „Orca brau, Besuch beim Wal aus Nürnberg“

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