Alle Bräugier Biere auf einem Bild

Können die Bräugier – Biere auch meine Bräugier stillen? Klare Antwort: Ja!

Innovation, beste Zutaten und gute Kühlung – das ist Bräugier

Bräugier aus Berlin, das sind Brian Trauth, Johannes Dunkel, Axel Zimmermann und Dasha Smolina. Zusammen haben sich die vier das Ziel gesetzt, aromatische und aufregende Biere zu brauen und die Grenzen des Möglichen zu verschieben.

Mit Johannes hatte ich dann beim Arts & Crafts Festival in Bayreuth ein schönes Gespräch und konnte mir alle 4 Biere für eine Verkostung sichern. Herzlichen Dank dafür lieber Johannes!

Viel Wert wird bei Bräugier auf eine geschlossene Kühlkette gelegt, sodass das Bier auch frisch beim Kunden ankommt. Auch die nötige Experimentierfreude bleibt nicht auf der Strecke, denn Kreativität kann nur durch stetiges herum probieren und tüfteln entstehen.

Bei den Zutaten setzt man auf Qualität und scheut auch nicht vor großzügigen Hopfen- und Malzgaben zurück.

Das schmeckt man auch, aber lest nun gerne selbst…

Das Bräugier - Biersortiment
Alle Biere auf einem Foto
Bräugier – Thronfolger (Vintage German Pilsner)

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsner, Helles Caramel), Hopfen (Herkules, Perle), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: 40

Beschreibung des Bieres:

Beerart
Beerart

Optischer Eindruck:

Eine sehr angenehme, strohgelbe Farbe bei leichter Trübung hat das ‚Vintage German Pilsner‘ vor mir im Glas. Sein Schaum ist feinporig, stabil und weiß.

Geruch:

Beim ersten Geruchstest duftet das Thronfolger Pils nach Getreide mit floralen und würzigen Aromen. Auch eine, sich harmonisch eingliedernde, Zitrusnote kann ich riechen.

Antrunk:

Der Antrunk ist erfrischend, vollmundig und prickelt fein im Mund. Nach vorne spielt sich hier die Bittere, die aber nie zu sehr ausufert, sondern sich im Takt der anderen Aromen einfügen kann. Mir gefällt das Spiel aus Würze, leicht malziger Süße, blumigen und Zitrusnoten.

Nachtrunk:

Die einzelnen Aromenelemente bleiben auch im Nachgang stets präsent. Hopfenbittere, Würzigkeit, Zitrusfrucht und eine Prise floraler Natur machen bis zum Ende Freude. Ein rundes Pils mit Charakter, welches man am Abend bestimmt nicht nur einmal bestellt.

 

 

Bräugier – Nachtschwärmer  (Schwarzbier)

Bierstil: Schwarzbier

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsner, Münchner, Röstmalz), Hopfen (Hallertauer Magnum, Citra), Hefe

Alkohol: 5,2  %

IBU: 35

Beschreibung des Bieres:

Bräugier - Nachtschwärmer im Glas
Bräugier – Nachtschwärmer im Glas

Optischer Eindruck:

Ein Bier, schwarz wie die Nacht, habe ich beim Nachtschwärmer im Glas. Seine Blume ist cremefarben und stabil mit feinen bis mittleren Poren.

Geruch:

Im Geruch gibt es feinste Röstaromen auf, oder besser gesagt, in die Nase. Aromen von Bitterschokolade, Kaffee und leicht Toffee kann ich außerdem im Duft des Bieres erkennen.

Antrunk:

Samtig, mit feiner Karbonisierung, ergießt sich das Bier auf die Zunge. Sofort sind die Röstaromen präsent und wollen mich nicht mehr loslassen. Intensive Anklänge von dunkler Schokolade und Kaffee sowie, als kleinem aber feinem Twist, Zitrus runden das Geschmacksbild ab.

Nachtrunk:

Auch der Abgang bleibt dem Gesamteindruck des Nachtschwärmers treu. Bitterschokolade, röstige Bitternoten, Kaffee und Espresso sowie ein Hauch Zitrus. All das macht das Bier zu einem sehr aromatischen Schwarzbier, welches sich beim Trinken viel leichter gibt, als es beim ersten Anblick erscheint. Mir gefällt das gut!

 

 

Bräugier – Elektroweizen (21st century german wheat)

Bierstil: Hefeweizen

Zutaten: Wasser, Malz (Weizen, Pilsner, Helles Caramel), Hopfen (Hallertauer Tradition, Citra), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: 25

Beschreibung des Bieres:

Bräugier - Elektroweizen im Glas
Bräugier – Elektroweizen im Glas

Optischer Eindruck:

Optisch macht das Elektroweizen mit seiner beeindruckenden Schaumkrone nach dem Einschenken und der goldgelben hefetrüben Farbe schon einiges her.

Geruch:

Der Duft ist eine fruchtige Mischung aus der von mir so geliebten Bananennote und etwas erfrischend Neuem. Zitrusfrucht hat sich hier mit im Bier versteckt und kommt mit jedem Riechen besser zur Geltung. Dazu kommt, natürlich, noch die Hefe, ein Geruchsbild das Lust auf den ersten Schluck macht.

Antrunk:

Im Antrunk wird’s wild… so viel kann ich sagen. Das Prickeln auf der Zunge nach dem ersten Schluck fordert mich geradezu zum nächsten auf.

Spannende Aromen werden mir präsentiert. Der dominante Part gebührt hier der Zitrusaromatik gepaart mit leicht herber Grapefruit.  Ein gewisser grasig-kräuteriger Touch ist für mich auch vorhanden.

Nachtrunk:

Doch auch, eher im Nachhall, präsent sind die Anklänge von Banane. Das habe ich so noch nicht getrunken, mein Gaumen hat sich kurz überlegt wie er das finden soll… wir kommen aber überein, dass es ein tolles, vielschichtiges, und mit seiner besonderen Aromatik einzigartiges Weizen ist. Ich mag es sehr gern.

 

Bräugier – Poor but hoppy ipa

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz ( Pale Ale, Münchner, Helles Caramel), Hopfen (CTZ, Centennial, Simcoe), Hefe

Alkohol: 5,7  %

IBU: 50

Beschreibung des Bieres:

Bräugier - Poor but Hoppy IPA - ein Genuss
Bräugier – Poor but Hoppy IPA – ein Genuss

Optischer Eindruck:

Eine tolle goldene Farbe präsentiert das poor but hoppy IPA für mich im Glas, sein Schaum ist weiß, stabil und feinporig.

Geruch:

Wow, da geht was! Der Duft von Zitrusfrüchten, Grapefruit, Mango, Maracuja tropischen sowie Beerenfrüchten und Orange betört den geneigten Biergenießer direkt beim ersten Schnuppern.  Was kann dieser flüssige Obstkorb wohl am Gaumen erzaubern?

Antrunk:

Und ja, die Antwort lässt kaum einen Schluck auf sich warten, eine Fülle von Aromen strömt auf Zunge und Gaumen ein. Ich kann tropische Früchte erschmecken, Zitrusfrüchte, Grapefruit, harzige und würzig-herbe Noten. Das alles auf einem ansprechenden Malzbett, welches ebenso wie die Bittere, wahrnehmbar aber nur hintergründig vorhanden ist. Noch mehr Früchte gefällig? Aber sicher! Maracuja und Mango, Pfirsich und etwas Limette hab ich ebenfalls auf der Zunge.

Nachtrunk:

Wenn ich das Bier zum Ende hin umschreiben müsste, würde ich tatsächlich von einem Gang in einen tropischen Obstgarten mit Palmen und allerlei Köstlichkeiten sprechen. Das dieses Bier mich so weit weg entführt und doch aber aus Berlin stammt, kann ich nur als großes Kompliment abgeben. Ein bis zum Ende fruchtiger Cocktail, der bereits erwähnten Eindrücke mit fein ausbalancierter Bittere. Leider geil.

 

Fazit:

Jedes Bier für sich hat etwas Besonderes an sich, dass sich zu probieren lohnt. Ich kann die Biere von Bräugier nur empfehlen, hier findet sicher jeder einen eigenen Favoriten. Für mich war es das Poor but Hoppy IPA. Cheers!

Cheers to Berlin
Cheers to Berlin

 

Mehr über Bräugier erfahrt ihr übrigens hier.

Übrigens ist Bräugier auch beim Craft Beer Festival Cologne am 25./26.5.2019 in Köln zu Gast.

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Veröffentlicht von

Dominik

Diplom-Biersommelier und studierter Wirtschaftsinformatiker

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