Consumenta – Regionale Brauereien präsentieren sich

Meine Vorfreude war groß, las ich doch bereits im Vorfeld vom für „Süddeutschlands größte und erfolgreichste Einkaufsmesse“ meiner Meinung nach sehr üppigen Portfolio fränkischer Handwerksbrauereien, welche sich hier bei der Consumenta in Nürnberg präsentieren durften. Also rasch ein Ticket gekauft und eingetaucht ins Bierland Franken…

Original regional, nikl bräu
Stand der Nikl-Bräu Pretzfeld bei der Consumenta

Los ging es für mich im Bereich Original Regional mit der Nikl Bräu aus Pretzfeld, wo ich als erstes das Dorfbier, ein sehr interessantes Festbier, verkosten durfte. Bernsteinfarben liegt es im Glas mit feinporigem Schaum. In der Nase zeigt es sich fruchtig, eine feine Säure schwingt mit, dazu eine sanfte Rauchnote. Da wird man sofort neugierig auf den ersten Schluck! Dieser präsentiert sich mit ausgewogenem Raucharoma, malzig, mit feiner fruchtiger Säure und einer angenehmen Bittere. Im Abgang bleibt ein dezent rauchig, fruchtig-herber Nachhall. Ein Rauchbier ganz nach meinem Geschmack.

Nikl-Bräu – Dorfbier

Weil ich mich unter fachkundiger Bewirtung so wohl fühlte, blieb ich noch ein wenig und wurde nicht enttäuscht. Denn als nächstes folgte ein richtig edler Tropfen: Old Django, aus der Nikl Selection, gereift in Williamsbirne Fässern und mit fränkischem Williams-Edelbrand vergoren. Fruchtig und fein säuerlich in der Nase nach Zitrusfrucht waren meine ersten Eindrücke dieses Bocks, natürlich Birne und dazu eine feine Vanillenote. Im Antrunk wurden meine Eindrücke durch angenehme Säure, Zitrus, leichte Williamsnoten und im Abgang harmonischer Melange aus Frucht und ihrer Säure bestätigt. Toll, dieses Bier verkosten zu dürfen.

Nikl Bräu – Old Django Bockbier

Da passte auch wunderbar Djangos Bierbrand, ein destilliertes Produkt aus eben diesem Old Django Bockbier dazu, in Eichenfässern ausgebaut und von Johannes Haas (Edelbrennerei Haas, Pretzfeld) gebrannt.

Den Abschluss bei Nikl machte bei mir das Nikl-Festbier, laut Ankündigung eine echte „Rauchbombe“. In der Nase bestätigte sich dies auch, zusammen mit Cognac-Aromen ein sehr schönes Zusammenspiel. Im Mund hielt sich der Rauch bei mir eher bedeckt, Cognac, Fruchtigkeit, Trockenfrüchte harmonisierten sich schön mit ihm und auch im Abgang blieb für mich eine Mischung aus Frucht und eben Cognac.

Weiherer Bier, immer einen Besuch wert
Bier Sortiment der Brauerei Kundmüller aus Viereth-Trunstadt
Bier Sortiment der Brauerei Kundmüller aus Viereth-Trunstadt

Nach zwischenzeitlicher Stärkung abseits des flüssigen Brotes beim Heimatfoodtruck Goud mit dem Schäufele-Weggla begab ich mich zur Brauerei Gasthof Kundmüller, bekannt durch seine Weiherer Biere. Das erste probierte Bier, Bio-Zwickerla Dunkel genannt, ist ein bernsteinfarbenes, mit feinporigem Schaum bedecktes Kellerbier. Malzige sowie würzige Aromen kann ich wahrnehmen, im Mund ist das ausschließlich mit Rohstoffen aus biologischem Anbau gebraute Bier schön würzig, malzig, feinherb und etwas süßlich. Das gefällt mir.

Das Weiherer Schwärzla, mein folgendes Bier der Brauerei Kundmüller, ist die fränkische Interpretation eines Stouts, so wurde es mir beschrieben. Und tatsächlich, in der Nase tummeln sich Eindrücke von Bitterschokolade, Röstmalz und Kaffee, die Farbe ist stout-typisch schwarz wie die Nacht dunkel und der Schaum legt sich feinporig und cremefarben darüber. Im Mund enttäuscht das Schwärzla keineswegs, nach so imposantem erstem Eindruck, sondern ist intensiv röstaromatisch mit kräftigen Aromen von dunkler Schokolade, Kaffee und Toffee. Im Nachhall verbleibt herbe Würzigkeit.

hoch leben die Versuchs-Brettchen
Foto des Tastingboards der Braumanufaktur Hertl
Braumanufaktur Hertl – Tasting Board / Versuchsbrettchen

Bei der nächsten Brauerei, die Braumanufaktur Hertl, probierte ich mich durch ein Tastingboard 4 verschiedener Biere.

  • Whiskey-Doppelbock (Nase: Whiskey, fruchtig, Zitrusfrucht, Cognac. Antrunk: Cognac- und Whiskey harmonisch vereint, dazu fruchtig)
  • Rote Hochzeit (fruchtig, feinsauer, mit Hibiskus gebraut)
  • Sommerkick (Zitrus, Ingwernoten, spritzig)
  • Gurkengose (salzig, nach Gurke, leichte Säure)
    Neues aus Uehlfeld, die Brauerei Zwanzger gibt mir eine exklusive Vorschau

    Foto von Brauer Christian Zwanzger und mir bei der Consumenta Nürnberg
    Christian Zwanzger und ich bei der Consumenta Nürnberg

Nach erneuter Stärkung ging es auf zum Zwanzger für mich, genauer gesagt zum Stand der Brauerei & Gasthof Zwanzger von und mit Brauer Christian Zwanzger. Für die Messe hatte Christian hauptsächlich seine Klassiker Landbier, Weizen, Pils, Festbier und Dunkel mit dabei, ich entschied mich jedoch für den für mich noch neuen Büchsenöffner, ein mit Honig gebrautes goldgelbes naturtrübes Bier.

Foto des Bieres Büchsenöffner der Brauerei Zwanzger aus Uehlfeld bei der Consumenta in Nürnberg
Brauerei Zwanzger Uehlfeld – Büchsenöffner

In der Nase nahm ich eine fruchtige Honigsüße wahr, dazu malzige und herbe Noten sowie Zitrusfrucht. Der Antrunk war dann mit intensiven Honignoten, einer daraus resultierenden Süße, Fruchtigkeit und leichter Herbe ein für mich gelungenes Zusammenspiel verschiedener Eindrücke.

Noch in einer Standard Bierflasche abgefüllt und als exklusive Preview bekam ich dann sogar noch ein neues Spezialbier von Christian eingeschenkt.

Foto des neuen Bieres Lady in Red der Brauerei Gasthof Zwanzger aus Uehlfeld
Brauerei Gasthof Zwanzger – Lady in Red

Lady in Red, die Farbe schon einmal beeindruckend, ein kräftiges Rot mit rosafarbenem, feinporigen Schaum und in der Nase Aromen von Brombeeren, Johannisbeeren und Himbeeren. Im Antrunk dann ist das Bier fruchtig, fein säuerlich, ein bunter Obstkorb bestehend aus Johannisbeere, Himbeere und Stachelbeere. Auch im Abgang bleibt eine fruchtige feine Säure. Klasse und herzlichen Dank für die Probe, Christian!

Diese Bierkreation soll es übrigens unter anderem bei der 3. Mainzer CraftBeerMesse kommendes Wochenende (Freitag und Samstag) zu probieren geben.

Hechtbräu und Kathi-Bräu, Franken pur

Den Abschluss bildeten zwei fränkische Klassiker für mich, bei Bernhard Hecht am Stand seiner Brauerei Hechtbräu aus Zimmern probierte ich sein Landbier Hell, golden im Glas, die Schaumkrone feinporig weiß und in der Nase Getreide, grasige und fruchtige Noten. Der erste Schluck beweist den Eindruck von Getreide, zusammen mit einer schönen Hefearomatik und einer stimmigen Würzigkeit.

Das Dunkle der Kathi-Bräu mit seiner fast nachtschwarzen Farbe im Glas, dem cremefarbenen stabilen Schaum und Kaffee, Trockenfrüchten und Malz in der Nase begleitete mich mit seinem malzbetonten Antrunk und seiner fruchtig, leicht würzig-erfrischenden Aromatik in die ebenso dunkle Nacht über Nürnberg. Bis nächstes Jahr bei der Consumenta, zum Wohl!

Foto des Dunklen Bieres der Kathi-Bräu bei der Consumenta Nürnberg
Kathi-Bräu – Dunkel

 

Weitere Infos unter: http://www.consumenta.de/

Mehr zu neuen Bieren aus Nürnberg erfahrt Ihr hier: http://domis-reviews.de/brauerstammtisch-bei-mrkennedy

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Brauerstammtisch bei Mr Kennedy oder auch: Neues aus Nürnberg

Am Dienstag war es soweit, Luke Kennedy hatte die Nürnberger Brauerszene versammelt um gemeinsam dem Gerstensaft zu huldigen, neue Bierkreationen vorzustellen und gemeinsam bei einem Bier (oder zwei) beim Brauerstammtisch in seinem Lokal Mr Kennedy zu fachsimpeln.

Gekommen ist nicht weniger als das who-is-who der Nürnberger Kreativ-Brauszene, Karsten Buroh von der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur, Ralph Hertrich von Veto – Brauspezialitäten, Alejandro Gardelag von RavenKraft, Willi Wohlfahrt von der bierwerk – kreativbrauerei und nicht zu vergessen Felix vom Endt von Orca brau.

Mitgebracht wurden viele interessante Gesprächsthemen der Craftbeerszene, unterschiedlichste Spezialitätenbiere aus dem In- und Ausland für den reich gefüllten Bierkühlschrank zur allgemeinen Verkostung sowie viel gute Laune.

bierwerk kreativbrauerei – Kellerbier, neues vom Bierwerk!
bierwerk kreativbrauerei - Kellerbier Foto aus dem Mr Kennedy Nürnberg
bierwerk kreativbrauerei – Kellerbier

Willi Wohlfahrt brachte beispielsweise ein Fass des neuen bierwerk – kreativbrauerei Kellerbieres mit, die Farbe goldgelb, der Schaum weiß, feinporig und stabil. In der Nase leicht rauchig, malzig und sogar etwas fruchtig. Im Antrunk beweist sich der Eindruck aus der Nase, der Hauch von Rauch schwingt harmonisch und unaufdringlich mit, es breitet sich eine leichte Herbe gemeinsam mit fruchtigen Noten, einer feinen Säure und einer angenehmen Würzigkeit aus. Im Abgang bleibt es rauchig feinherb und ist für mich ein sehr süffiger, zu empfehlender Vertreter unter den Kellerbieren.

Orca brau goes Pumpkin: big mama

Von Orca brau gab es das neu gebraute Big Mama, ein Pumpkin Ale gebraut mit mit geröstetem Kürbis, Zimt, Ingwer, Muskat und Nelke. Die fruchtige Noten überwiegen hier für mich, in der Nase nehme ich den Kürbis deutlich wahr, Nelke und Muskat schwingen mit und unterstützen den aromatischen Gesamteindruck. Im Antrunk dann wieder Kürbis, Malz, Nelke, schön ausgewogen und angenehm fruchtig präsentiert sich dieses Bier, Pardon, alkoholhaltige Malzgetränk, der Ingwer hält sich im Hintergrund.

Eppelein & Friends – Carte BLANCHE WIT? da trink ich gern eins mit!

Karsten Buroh brachte mit dem Carte Blanche sein Witbier mit in die Bar. Aromen von Zitrusfrucht (Orange, leicht Zitrone) und Koriander breiten sich in der Nase aus. Im Antrunk vermag das ‚Bier‘ diese Eindrucke zu bestätigen, Orange und Koriander dominieren den Eindruck, eine leicht würzige Herbe rundet es hervorragend ab. Im Abgang verbleibt eine harmonische Mischung aus Herbe und Fruchtigkeit. Vom fruchtigen Kürbisbier Scary Pumpkin mit aromatischer Kürbisnote in Nase und Antrunk, welche nicht zu dominant aber doch merklich vorhanden ist, konnte ich ebenfalls etwas probieren. Weiterhin hat es zitrusfruchtige sowie florale Noten und ist beim Trinken doch so gar nicht zum Fürchten, ein Glück!

Der gastgeber tischt auf, hop pop, die neue hopfenbombe aus nürnberg
New Beer Generation - Hop Pop Craftbeer
New Beer Generation – Hop Pop

Von New Beer Generation gab es, als Gastgeber der Veranstaltung, selbstverständlich auch ein Bier. Hop Pop heisst die Kreation, fast nagelneu und doch für mich schon ein Highlight der hopfigen Natur. In der Nase bietet es eine Variation unterschiedlichster Früchte, vor allem exotischer Art. So nehme ich hier unter anderem Mango, Zitrusfrucht (Limette und Orange), aber auch erdige, florale sowie erfrischende (minzige?) Aromen wahr. Im Antrunk wieder Zitrusfrucht, Mango, Maracuja, Grapefruit, fruchtige Süße und eine nicht überschwängliche Hopfenbittere. Der tropische Obstkorb unter den Craftbieren aus Nürnberg.

Veto, Kampf gegen die Massenbierhaltung, es gibt Schokobär

Hmmm, hab ich noch jemanden vergessen? Achja, Ralph Hertrich und mit ihm sein, beim Meininger Craftbeer Award Platin prämiertes, Schokobär Stout waren auch mit von der Partie beim Brauerstammtisch. Schwarz im Glas und mit braunem, äußerst bärigem Schaum, in der Nase röstige Aromen von Bitterschokolade, Kaffee und Espresso. Im Antrunk dann eine cremige, Kaffee- und Bitterschokolade Komposition die sich wie ein Schleier über die Zunge legt. Wenn Zeit für den Abgang zwischen den Schlucken bleibt so erschmeckt man hier wieder Röstaromen, Kaffee sowie eine nicht zu dominante Bittere.

Der bierkühlschrank beim Brauerstammtisch war gut gefüllt
Auswahl der Biere von Alejandro Gardelag aus Mexico
Auswahl der Biere von Alejandro Gardelag

Weitere Highlights waren zweifelsohne die von Alejandro Gardelag aus seiner Heimat Mexico mitgebrachten Biere, unter anderem das Minerva ITA (Imperial Tequila Ale) der Cerveceria Minerva, ein mit Aromen von Tequila, Eichenholz, Hopfen und Vanille daherkommendes Strong Ale.

Der Abend verblieb kurzweilig, mit interessanten Gesprächen über Bewertungsportale bis zur Fasslagerung von Bier, neuen Kreationen und (nach Reinheitsgebot verbotenen) Zutaten, Veröffentlichungen von Rankinglisten deutscher Brauer und Bierlokale sowie einigen sehr guten, von Teilnehmern der Veranstaltung bereitgestellten, Bieren. Ich werde bestimmt wieder zum Brauerstammtisch kommen. Cheers!

Mehr unter: http://www.newbeergeneration.de/

Weitere regionale Brauereien, bei der Consumenta in Nürnberg: http://domis-reviews.de/consumenta2017

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Bockbieranstich am Freitag Abend in Schammelsdorf, urgemütlich!

Meine Reise ins beschauliche Schammelsdorf war nicht ohne Mühe. Eine Fahrt mit dem Zug nach Bamberg, anschließender Busfahrt nach Litzendorf und 25 minütigem Fußmarsch später in eben dieses Schammelsdorf zur Brauerei Knoblach kann ich sagen: Das war es auf jeden Fall wert! Hier mein Bericht zum Bockbieranstich:

Erstmal gemütlich ankommen, der Schammelsdorfer Stammberg Bock wartet

Endlich angekommen fand ich einen mit „brennenden“, durch Holz befeuerten Fässern beheizten Innenhof und urgemütlichen Bier-Hotspot vor. Vom Fass gab es, dem Anlass gebührend den Schammelsdorfer Stammberg Bock für die zahlreich erschienenen durstigen Kehlen. Benannt nach einem nahegelegenen Berg war diese bernsteinfarbene 6,9 – prozentige Spezialität mit feinporiger Schaumkrone in der Nase schon würzig und malzbetont, beim Antrunk dann süßlich, geradezu fruchtig, malzig, mit Getreidenoten und überraschte mich ganz „Frankenbock-untypisch“ im Abgang mit einer deutlichen Bittere. Sehr lecker!

Brauerei Knoblach Schammelsdorf - Stammberg Bock Foto vom Bockbieranstich
Brauerei Knoblach Schammelsdorf – Stammberg Bock

Da ich bisher erst das würzig-herbe Ungspund’s Lagerbier, das malzbetont süße, fruchtig-cremige Räuschla und das herb-rauchige Rauch-Südla der Brauerei probiert hatte, beschloss ich mich noch etwas weiter durchzuprobieren. Wo ginge dies besser als an der Quelle des Gerstensafts?

Das folgende Bier könnte eines meiner Lieblinge werden

Mein nächstes Bier im Glas war das Schammelsdorfer Dunkle Landbier, kastanienbraun im Glas mit feinporigem Schaum machte schon der Anblick Durst auf mehr…

Foto Dunkles Landbier der Brauerei Knoblach aus Schammelsdorf beim Bockbieranstich 2017
Brauerei Knoblach Schammelsdorf – Dunkles Landbier

Meine Nase wusste das Bier mit deutlichen Röstaromen zu kitzeln, auch die Malznote kam nicht zu knapp. Auf der Zunge dann ein schönes Zusammenspiel von Röstmalz, Schwarzbrot, angenehmer Herbe und ansprechender Würzigkeit. Im Abgang hallte es noch länger herb-würzig nach, klasse! Davon nahm ich mir direkt ein zweites..

Den Abschluss meines Brauereiaufenthaltes bildete das Weißbier. Die dichten „Hefewolken“ im Glas waren sogar noch trüber als das Wetter der letzten Tage, farblich ein dunkles Gold und der Schaum fest und feinporig, das schmeckt bestimmt! Und ich wurde nicht enttäuscht: Pfirsich, Zitrus und Mango aus meinem ersten, erschnüffelten Eindruck wurden durch den Antrunk bestätigt und brachten ein interessantes Aromenspiel ins Weizenglas. Hinzu kam die von mir so geliebte Bananennote, eine fruchtige Süße und dezente Zitrusnuancen, ein sehr ansprechendes, rundes Weißbier.

Servus, bis bald beim nächsten Bockbieranstich in Schammelsdorf

Nach einem kurzen Gespräch mit Brauer Johannes Knoblach machte ich mich zufrieden und mit meinem Wegbier, dem hopfenbetont-getreidigen Sommerbier der Brauerei auf den Heimweg. Einen Besuch der Brauerei kann ich wirklich nur empfehlen. Prost!

Brauerei Knoblach, Schammelsdorf - Sommerbier, Wegbier zum Sonnenuntergang
Brauerei Knoblach, Schammelsdorf – Sommerbier, Wegbier zum Sonnenuntergang

 

Mehr unter: http://www.brauerei-knoblach.de/

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Grünhopfen Bierfest im Hopfengarten Bamberg, oh hoppy Day!

Hopfen, ja Hopfen zieht bei mir immer! Mein Besuch beim Grünhopfen Bierfest im Hopfengarten zu Bamberg.

Anreise und aufschlussreiche Bierverkostung

So war für mich der Besuch des Bamberger Grünhopfen Bierfestes beschlossene Sache, bot es doch schon in der Veranstaltungsbeschreibung allerlei interessante Möglichkeiten, mit frischem Hopfen in Berührung zu kommen, ja sogar Hopfenpflanzen nach Hause für den eigenen Anbau mitzunehmen.

Um 14 Uhr als erster Besucher des letzten Festtages am Sonntag scharrte ich schon mit den Hufen und nach pünktlichem Einlass ging es für mich direkt mit der Verkostung der zahlreichen hopfengestopften Bierspezialitäten los. Basis der Biere waren Lager, Helles und Pils der Bamberger Keesmann Bräu, welche kaltgestopft durch diverse eigens angebaute Hopfensorten des Bamberger Hopfengartens verfeinert wurden.

Die Biere, welche ich verkosten konnte, jeweils frisch vom Fass, waren im Einzelnen:

  • Rausch König – Hopfengestopftes Helles mit Weihrauch und Perle Hopfen, bernsteinfarben im Glas mit würzigem Antrunk, in der Nase deutlichem Hopfenaroma und einer leichten Fruchtigkeit im Abgang
  • Hopfen Dolde Perle – Hopfengestopftes Pils (wie der Name schon sagt mit Perle Hopfen) und Zitrusaroma in der Nase sowie im Antrunk, dazu einer feinen Bitterkeit sowie einer gewissen fruchtigen Note
  • Chillilero – Hopfengestopftes Lager mit Chilli und Cascade Hopfen, in der Nase würzig, leichtes Chiliaroma, im Antrunk herb-würzig, leicht scharf und im Abgang weiter würzig
  • Tomaten Joe – Helles, mit Perle Hopfen und Tomaten gebraut, in der Nase tatsächlich Tomate, im Antrunk dann fein säuerlich, fruchtig und erfrischend
  • Himbo – Helles mit Himbeeren und Cascade, in der Nase Himbeeren, Pfirsich und Zitrusaromen. Der Antrunk dann mit fruchtigen Noten von Mango, Zitrus und leichter Säure durch die beim Brauvorgang zugesetzten Himbeeren
  • Miraculix – Lager mit Rosmarin und Perle Hopfen, Pfirsich und Zitrus sowohl in der Nase als auch im Antrunk, im Abgang bleibt eine fruchtige Note
  • Ingwer Hit – Helles mit Ingwer und Perle Hopfen, fruchtig nach Zitrus in der Nase und im Antrunk, dazu eine leichte Schärfe durch den Ingwer
Kann man Hopfen rauchen? Ja, beim grünhopfen bierfest!

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Hopfen auch in der Rauchvariante, sprich aus der Zigarette zu probieren, ein recht starker Genuss und nichts für Anfänger, aber hey, probiert haben muss man das auf jeden Fall als echter Hophead 😉

Hopfenzigaretten im beim Grünhopfen Bierfest im Hopfengarten Bamberg
Hopfenzigaretten
Der Hopfengarten Bamberg ist immer einen Besuch wert

Neben den Brauspezialitäten, den Hopfenpflanzen und dem Verkauf diverser Erzeugnisse wie Bier mit Hopfendolde in der Flasche, Whiskey mit Hopfenzugabe, Likör und T-Shirts muss ich sagen ist der Hopfengarten Bamberg auch außerhalb des Grünhopfen Bierfest definitiv einen Besuch wert. Hier wird mit Liebe Hopfen angebaut, was in Bamberg schon seit Jahrzenten, genauergesagt seit 120 Jahren nicht der Fall war. Es wimmelt nicht nur von grünem Gold, nein auch (200 verschiedene!) Tomatensorten aller Art, Chili, Paprika und Kürbisse können erworben werden. Zudem sind auch die Menschen dahinter sehr fröhliche und umgängliche Zeitgenossen mit denen man gerne ins Gespräch kommen darf und viel interessantes erfahren kann.

Eine rund um gelungene Veranstaltung des Hopfengarten Bamberg, welcher im Laufe des Jahres immer wieder zu derartigen Events wie dem Grünhopfen Bierfest einlädt, ich kann es nur jedem empfehlen mal vorbeizuschauen!

 

Mehr auf: http://hopfengarten-bamberg.de/

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Drinktec 2017 in München, Bier, Brauer und viele interessante Eindrücke

Wir schreiben das Jahr 2017… mein erster Besuch der Messe Drinktec und der gleichzeitig stattfindenden BIER LIVE auf der PRO FachHANDEL mit ihren jeweils zahlreichen Ausstellern und Verkostungsmöglichkeiten war zweifelsohne ein Highlight meiner bisherigen Messebesuche.

Start der Messe für mich: Weyermann zusammen mit Mike Auerbach

Angefangen hatte mein Besuch mit Mike Auerbach, Geschäftsführer der Hafen Citizen Brauerei aus Hamburg, einem meiner Mit-Biersommelierabsolventen aus dem Lehrgang in Bamberg Anfang des Jahres am Stand der Malzfabrik Weyermann, die vom Fass ihre Biere Schlotfegerla, ein intensives Rauchbier und ein IPA mit an Board hatten.

Gestärkt durch das herb-fruchtige IPA ging mein Besuch weiter, vorbei an imposanten Brauanlagen von BrauKon und Co., dem neuen Sudhaus von Markus Hoppe und Hoppebräu und teilweise sehr unterhaltsamen Zapfhähnen, welche in jedem Falle Lust aufs Bier brauen und zapfen aus Fässern machen.

Zapfhähne verschiedener Bauart
Illustre Zapfhahnauswahl
Biertasting bei der BayWa, Single Hop Weißbiere der Brauerei Plank

Bei der BayWa gab es 6 verschiedene Single-Hop Weißbiere der Brauerei Plank aus Laaber (Landkreis Regensburg), von der Rezeptur gleich, nur unterschieden durch den Einsatz unterschiedlicher Hopfensorten (von links nach rechts):

Foto vom BayWa Biertasting mit Single-Hop Weißbier der Brauerei Plank aus Laaber bei der Drinktec München 2017
BayWa Biertasting mit Single-Hop Weißbier der Brauerei Plank aus Laaber
  • Callista, mein Favorit. Herrlich fruchtig nach tropischen Früchten (Maracuja und Mango)
  • Ariana, Aromen von schwarzer Johannisbeere und Pfirsich
  • Mandarina Bavaria, Mandarinen und Zitrusnoten
  • Hallertau Blanc, weißweinartige Aromen, grasig, leicht fruchtig
  • Hüll Melon, süßlich, aromatisch nach Aprikose
  • Polaris, bananig, erfrischend, fruchtig, floral, mein zweitliebstes Bier der Serie
Bierverkostungen Teil 2: Hop Growers of America

Gegenüber des Place2Beer hatte sich die internationale Bierszene eingefunden. Der Stand der Hop Growers of America und der Brewers Association wartete mit vielfältigen Bieren diverser Bierstile von US Craft Brauereien auf.

Dort traf ich unter anderem einige Brauer aus Nürnberg, welche sich auf der Drinktec über Neuigkeiten aus der der Getränkebranche informierten.

Gemeinsames Foto mit Karsten Buroh (Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur Nürnberg), Felix vom Endt (orca brau Nürnberg), Alejandro Gardelag (RavenKraft) und mir, von links nach rechts.
Karsten Buroh (Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur Nürnberg), Felix vom Endt (orca brau Nürnberg), Alejandro Gardelag (RavenKraft) und ich, von links nach rechts.

Probieren konnte ich dort unter anderem das Fat Tire der New Belgium Brewing Company, ein würzig, leicht süßliches und schön fruchtiges amerikanisch-belgisches Ale.

Das Bell’s Ales for A.L.S. IPA der Bell’s Brewery, dessen Einnahmen der weiteren Erforschung der A.L.S. Erkrankung (hierzulande Bekanntheit durch die Ice Bucket Challenge) gestiftet werden, sowie das Stone 21st Anniversary Hail To the Hop Thief Double IPA von Stone Brewing, ein komplexes, starkes, cremig-herb-fruchtiges intensiv hopfengestopftes Bier, waren weitere interessante Geschmackserlebnisse welche die Drinktec für mich bereit hielt.

Am Place2Beer bei der Drinktec, mit Oliver Wesseloh

Angekommen am Place2Beer traf ich auf Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei aus Hamburg, welcher mir (ja wirklich zum ersten Mal) das alkoholfreie IPA ü.NN der eigenen Brauerei einschenkte. Was soll ich sagen? Das Bier ist für mich das ideale Autofahrer-IPA, lässt es doch nichts an Fruchtigkeit vermissen und auf der Zunge Zitrusfrüchte, Mango und eine leichte Malzsüße im Abgang vernehmen. Das wird mit Sicherheit nicht mein letztes ü.NN gewesen sein! Klasse, Oli!

Kehrwieder Kreativbrauerei - ü.NN. Alkoholfreies Bier von Oliver Wesseloh
Kehrwieder Kreativbrauerei – ü.NN.
Schorschbräu aus Gunzenhausen, das stärkste Bier der Welt

Eine große Freude war es mir auch und damit komme ich zum großen Gegensatz was den Alkoholgehalt angeht, Georg Tscheuschner im Areal der BIER LIVE auf der PRO FachHANDEL zu treffen. In seiner Brauerei Schorschbräu in Gunzenhausen braut er viele starke Biere, hervorzuheben sicherlich der Schorschbock 57, das stärkste Bier der Welt. Probieren durfte ich hier den Schorschbock Ice 13, am Gaumen karamellig, cremig, leicht süßlich, brauner Zucker sowie mit dezenten Röst- und Kaffeearomen kommt es daher und ist damit nichts für Anfänger oder Weicheier, aber mir hat es gut geschmeckt!

Bild von Georg Tscheuschner und mir bei der Verkostung des Ice Bock 13 von Schorschbräu aus Gunzenhausen
Georg Tscheuschner und ich bei der Verkostung des Ice Bock 13 von Schorschbräu aus Gunzenhausen

Abschließend kann ich einen Besuch der Drinktec nur empfehlen, trifft man dort doch sowohl auf gleichgesinnte Bierfreunde, Brauer mit viel zu erzählen und feinen Bieren und eine insgesamt sehr gut organisierte und nicht zu überlaufene Messe. Cheers!

Mehr unter: http://www.drinktec.com/

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Erlangen Beer Market Ausgabe 3 im Kulturzentrum E-Werk, mein Bericht

Am Sonntag, den 03.09.2017 zwischen 14 und 22 Uhr war es wieder soweit, der in seiner 3. Auflage stattfindende Erlangen Beer Market bot, trotz gemischter Wetterverhältnisse und ebenso gemischtem Andrang mit seinen Bierständen der vielen verschiedenen eingeladenen Brauereien im In- und Outdoor Bereich eine reichhaltige Auswahl fränkischer sowie überreginaler und internationaler (Craft-)Biere.

Craftbeer im Teku Pokal beim Erlangen Beer Market im Kulturzentrum E-Werk
Prost!
Mein Highlight beim Erlangen Beer Market: Gänstaller Bräu

Ein besonderes Highlight für mich war Andreas Gänstaller mit seiner Gänstaller Bräu, welcher 4 unterschiedliche Biere mit zur Veranstaltung brachte. Von seinen Bieren hatte ich bisher leider nur gelesen, da war die Vorfreue natürlich groß sie endlich probieren zu dürfen. Vom fruchtigen Zwickelpils, über das mit erstaunlich harmonisch-rauchigem Mundgefühl glänzende Franz Xaver Smoked Märzen Rauchbier, benannt nach seinem früh verstorbenen Vater, bis hin zu den Schwergewichten. Der Affumicator, ein rauchiger Bock mit 9,6 Prozent Alkohol, einer rauchigen sowie malzigen Note und der damit verbundenen Süße sowie sogar gewisser Fruchtigkeit ebenso ein Highlight, wie die Schwarze 90, ein Russian Imperial Stout, untergärig gebraut(!!!) mit 11,9 Prozent Volumen, Lakritz, Bitterschokolade sowie Kaffee- und Röstmalzaromen. Ein Klasse Einstieg für mich in dieses Fest. Das mir Andreas mit seiner freundlich sympathischen Art auch als Mensch positiv in Erinnerung bleibt ist für mich mehr als eine Randnotiz. Von ihm wird es hier demnächst auch mehr zu lesen geben…

Eppelein & Friends beim Erlangen Beer Market

Weiter ging es für mich bei Karsten Buroh, bekannt mit seinen feinen Bieren der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur aus Nürnberg. Karsten hatte sein neues Carte Blanche Witbier mit im Gepäck, auf das ich mich schon vorher gefreut habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Es ist sowohl fein orangig-fruchtig was dem Einsatz von Orangen und ihrer Schalen zu verdanken ist, präsentiert sich etwas kräftiger als ein geläufiges Witbier sowie mit einer harmonischen Säure und im Abgang leichter Bittere. Sehr gut!

Bei Felix vom Endt und orca brau gab es verschiedene Spezialitäten vom Fass, wie das neue Road Sip West Coast IPA oder das neu aufgelegte Boomshakalaka mit Chili gebraut, welches hier auf meinem Blog schon Erwähnung bei seiner Brauereivorstellung fand.

Diese findet Ihr hier: http://domis-reviews.de/orca-brau

Die Liste der Biere vom Fass der orca brau aus Nürnberg beim Erlangen Beer Market
orca brau Taplist Erlangen Beer Market

Die Hop Gaudi der Brauereien Yankee & Kraut aus Ingolstadt, Tölzer Mühlfeldbräu aus Bad Tölz sowie Blogger Kollegin Mareike Hasenbeck (Feiner Hopfen), eine äußerst fruchtige Weißbier-Interpretation war mit dem letzten Fass des Sudes ebenso vertreten, wie die Uetzinger Metzgerbräu mit ihrem würzig malzigen Lagerbier.

Die Brauerei Zwanzger aus Uehlfeld hatte für mich ebenfalls Neues zu verkosten, hier gab es beispielsweise das Pils Dirty Melly, mit dem Extra-Kick Zitrus durch selbst angebaute Zitronenmelisse aus dem Garten sowie den Hollodri. Verfeinert mit 7 Gramm Holunderblüten pro Flasche war dieser ein äußerst intensives fruchtig-herbes Geschmackserlebnis für mich, sehr interessant!

Sonnen-Bräu Schmitt aus Mürsbach, die können was!

Ein weiterer größerer Biererlebnis-Block kam im Anschluss am Stand der Sonnen-Bräu Schmitt aus Mürsbach auf mich zu. Hier gab es gleich 6 verschiedene Biere, welche ich alle noch nicht verkostet hatte, zu probieren. Angefangen beim würzig malzig-honigsüßen Kellerbier, über das schön bananig-fruchtige Hefeweizen ging es langsam aber sicher hopfiger zu. Das Hopfenblümla Session IPA, ein auf der Alkoholseite leichtes, jedoch dennoch schön tropisch fruchtiges Bier bereitete mich gut auf das Douple IPA mit selbem Namen vor, 9,5 Prozent Alkohol und man fühlt sich wie auf einer Südseeinsel mit einem Melonen-Tropic Cocktail in der Hand. Im Bourbonfass gereift kommt das Imperial Stout der Brauerei daher, ein Kaffee – und Espressoaroma Erlebnis. Last but not least kam noch der Doppelbock ins Glas, im Sherryfass gereift schmeckt man am Gaumen auch deutliche Sherry und leichte Zitrusnoten. Dies wird sicher nicht mein letzter ‚Besuch‘ der Sonnen-Bräu gewesen sein.

Zum Abschluss probierte ich noch das Art-Ale Citra Pale Ale der Pivovar Bizon Gastbrauerei aus Tschechien. Hier seien die Zitrusaromen auf der Zunge zu erwähnen, ein sehr harmonisch-erfrischender Abschluss dieses gelungenen Festes. Ich komme mit Sicherheit wieder!

Bierauswahl der Pivovar Bizon Brauerei beim Craft Beer Market Erlangen
Bierauswahl der Pivovar Bizon Brauerei beim Craft Beer Market Erlangen

Mehr unter: http://www.e-werk.de/t/b/2017/09/03/c/e///i/3-erlangen-beer-market.html

 

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