Alibibox, Tatort: Bier

Alibibox, was ist das genau?

Nunja, besondere Anlässe erfordern besondere Biere. Das Spiel der Lieblingsmannschaft am Wochenende, der perfekte Trank um mit Frau oder Freundin anzustossen, die eigene Hochzeit oder die Beförderung im Job. Ihr kennt das Problem!?

Doch was ist mit der Sonntagsfrage? Nein, ich meine nicht die Wahlprognosen, es geht mir um die Kult-Krimireihe im Ersten, den Tatort! Hier steht man, so man Freund der Reihe ist wie ich, gelegentlich vor Problemen. Ein Weizen, einen Bock, lieber ein Helles oder doch ein Stout? Am tollsten wäre was aus der Region an welcher die aktuelle Folge gedreht wurde habe ich mir schon öfter gedacht. Aber woher nehmen wenn nicht stehlen? Die Alibibox ist die Lösung!

Alibibox Inhalt im Foto vor Tatort Vorspann
Die Spielzeugpistole gibt es natürlich nicht mit dazu 😉

 

Das alibi für jeden sonntag, die alibibox

Was das genau ist? Nun, Daniel Tudman und Christoph Wagner, Gründer eben jener Alibibox haben sich da etwas überlegt. Zu jeder neu ausgestrahlten Tatortfolge bieten sie ein Bierpaket, bestehend aus 1-6 Bieren gleicher Sorte (je nachdem ob Einzellieferung oder eine Abovariante ausgewählt wird), gebraut in der Region des Drehortes an. Es kann ein Abo abgeschlossen werden, muss aber nicht, ist doch ein cooles Angebot oder?

Mit dabei in der kleinsten Version des Päckchens sind bei mir, neben der schicken Alibibox, zwei Biere, Aufkleber, ein Flaschenöffner mit (Kühlschrank-) Magnet und die dazugehörigen Bierdeckel. Was will man mehr? Naja, Infos wären nicht schlecht, über Film und Bier, richtig? Richtig! Darum gibt’s zu jeder Folge noch ein handliches, doppelseitig bedrucktes, Booklet mit Informationen zum Bier und seiner Brauerei, Drehort des Krimis, Hintergründen, Regisseur und natürlich des Ausstrahlungstermins. Versendet wird in der Woche vor Ausstrahlung, es bleibt also bis Sonntag genug Zeit das Bier kalt zu stellen, Fernseher an, Glas bereitstellen, ausschenken, genießen.

tatort stuttgart, kommissare lannert und bootz im einsatz

Dieses Mal geht die Reise übrigens nach Stuttgart. Der Tatort „Der rote Schatten“, ausgestrahlt heute am Sonntag den 15.10.2017 um 20:15 bei Das Erste, hat die „ungeklärten Ereignisse und Versäumnisse im Umkreis der Selbstmorde der RAF-Terroristen Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin in Stuttgart-Stammheim“ zum Thema. Regisseur ist der vielfach mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Dominik Graf, mein Namensvetter und für seine besonders „visuell-ästhetisch“ in Szene gesetzten Filmwerke bekannt. Ermitteln wird das Duo Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare). Da darf man zu Recht gespannt sein.

Dieses mal: kraftbierwerkstatt Böblingen

Oh und Bier, Bier gibt es natürlich auch. Es kommt von der Kraftbierwerkstatt aus Böblingen. Die beiden Brauer Olly Koblenzer und Rasmus Mutscheller haben sich alles was man zum Brauen braucht selbst beigebracht beziehungsweise im Falle von Koblenzer durch Praktika in Nordamerika dazu gelernt, Vathana Thorn, die Frau im Bunde, ist als Molekular-Hobbyköchin zuständig für die Foodpairings zum Bier erfährt man im Beiheft der Alibibox.

verkostung des kraftbierwerkstatt – triple a – awesome amber ale

Das Bier ist ein Amber Ale und hört auf den bescheidenen Namen Awesome Amber Ale oder kurz Triple A. Im Glas präsentiert es sich bernsteinfarben, hat eine natürliche Trübung und feinporigen, relativ stabilen Schaum. In der Nase nehme fruchtige Noten wie Pfirsich und auch Trockenfrüchte wahr, hinzu kommt noch eine gute Prise Toffee.

Der erste Schluck ist malzbetont süß, im Mund breitet sich ein angenehm cremiges Gefühl aus, die Rezenz also das Prickeln der Kohlensäure ist feinperlig. Die Karamellnoten harmonieren dazu schön mit der Bittere des Hopfens, hier wurden ganze 7(!) Sorten eingesetzt, zum Abschluss mit der Hopfensorte Monroe im Gärtank gestopft.

Noch im Abgang spürt man die fruchtig-feinherben Aromen des Hopfens am Gaumen und freut sich schon auf den nächsten Schluck und, wenn das Bier leer ist auf das nächste… und die nächste Lieferung der Alibibox mit neuen Geschmackserlebnissen einer Brauerei aus der Region der Drehorte des sonntäglichen Tatorts. Prost!

Weitere Infos: https://www.alibibox.de

Batbrew, aus Niedersachsen, ein Herz für Heimbrauer

Als gelegentlicher Hobbybrauer schlägt mein Herz natürlich auch für die kleinen, in Haus- und Heimarbeit gebrauten Sude, welche sich oft bei weitem nicht vor den Craftbrauereien des Landes verstecken müssen. So habe ich jüngst freundlicherweise ein Kehrpaket von Stefan Schulz aus Achim bei Bremen bekommen, 6 Flaschen Selbstgebrautes, BATBREW,  4 verschiedene Sorten und, wie ich finde, sehr schicke Etiketten. Da steckt Liebe drin, das merkt man direkt beim Auspacken.

Reichhaltiges Sortiment, 10 Sorten Homebrew

Stefan braut nicht nur 4 Sorten, nein, sein auf der Website www.batbrew.de vorgestelltes Sortiment umfasst je nach Verfügbarkeit ganze 10 verschiedene Biere, Batman wäre stolz… aber nun von der trockenen Vorstellung hineingesprungen ins flüssige Gold.

Das erste Bier, welches ich probiert habe ist das Leprechaun Amber Ale, auf dem Label der Namensgeber aus der irischen Mythologie, hierzulande als Kobold bekannt:

Golden füllt es das Glas, der Schaum ist fein- bis mittelporig und fest. In der Nase machen sich Aromen von Zitrus, Mango, Nadelhölzern, florale sowie Noten von Weißwein breit, ich bin gespannt auf den ersten Schluck…

Dieser hat die bereits in der Nase zu erspürenden Aromensphären in sich, von Zitrusfrüchten wie Zitrone und Grapefruit bis hin zu tropischen und Trockenfrüchten, Mango sowie Beeren. Die Rezenz also die Kohlensäure ist sehr fein.

Im Abgang steigt die Bittere dem Gefühl nach sogar an und wird weiterhin von fruchtigen Noten begleitet. Lecker!

Steckbrief:

Name: Leprechaun

Bierstil: Amber Ale

IBU (International Bitter Units): 35
SPLISH SPLASH, die IPA’s kommen!

Das zweite Bier, ein India Pale Ale (kurz: IPA), heisst Splish und das auf dem Label eine Mischung aus Frau und Tintenfisch, na da bin ich gespannt..

Die Farbe ist kastanienbraun, der Schaum mittelporig und stabil, hält sich also länger im Glas.

In der Nase Zitrone, grasige und fruchtige Aromen von Maracuja und Pfirsich. Auch spüre ich, dass es beim Antrunk sicherlich bitter werden wird..

… und ich werde nicht enttäuscht, moderat zwar aber doch bitter läuft es über die Zunge, erdige, grasige sowie Getreidenoten, die Zitrusfrucht kommt auch nicht zu kurz.

Im Abgang nimmt die Herbe dann sogar noch etwas zu, hinzu kommen florale sowie fruchtige Nuancen.

Steckbrief:

Name: Splish

Bierstil: India Pale Ale (IPA)

IBU: 60

Bier 3 oder wer Splish sagt muss auch Splash sagen, ein Brown IPA und was würde hier besser passen als eine Meerjungfrau auf dem Etikett? Richtig, nichts!

Auch dieses Bier ist braun, noch etwas dunkler als das Splish aber immernoch kastanienartig, der Schaum ist fein bis mittelporig.

Der Geruch ist fruchtig nach Zitrusfrucht und Trockenobst.

Im Mund dann ein Zusammenspiel aus knackiger Hopfen-Bittere, prickelnder Rezenz (Kohlensäure) auf der Zunge und komplexer Aromatik von Rosinen, Grapefruit sowie einem Schuss Röstnote.

Noch im Abgang verbleibt die kernige Herbe und klingt erst langsam aus.

Steckbrief:

Name: Splash

Bierstil: Brown IPA

IBU: 60
Batbrew – Mord Fustang, König der Wortspiele

Last but not least gab es das Mord Fustang zu verkosten, ich mag ja Wortspiele und das Label mit dem dicken Kühlergrill mit springendem Pferd weckt männliche Gefühle. Der Bierstil ist ein India Pale Lager, kurz IPL.

Goldgelb mit feinporigem Schaum kann ich mich mit dem ersten Schluck nicht gedulden, aber vorher nehm ich doch noch eine Nase… fruchtig kommt es mir entgegen, Zitrus um genau zu sein, dazu nehme ich florale sowie grasige Aromen wahr.

Der erste Schluck kommt cremig und angenehm daher, es wechseln sich Bittere und Zitrusfrucht ab. Weiterhin erschmecke ich eine wohltuende Würzigkeit und erdige Noten, im Abgang verbleibt es erdig-herb.

Steckbrief

Name: Mord Fustang

Bierstil: India Pale Lager (IPL)

IBU: 40

Auf Grundlage der probierten Sorten kann ich wirklich eine Empfehlung aussprechen, leider sind Stefans Biere käuflich nicht zu erwerben, doch sie sind auf jeden Fall alle sehr ansprechend gestaltet und natürlich lecker! Prost.

Mehr unter: https://www.batbrew.de/