Biervorstellung: Yankee&Kraut – Dry Humor (Brut-IPA)

Brut IPA – was ist das überhaupt?

Yankee&Kraut hat ein neues Bier gebraut, ‚Dry Humor‘ heißt es. Dieses Mal handelt es sich um die Interpretation eines aus den USA stammenden Bierstils namens Brut-IPA. „Brut“ steht bei Schaumweinen für trocken und ist, umgemünzt auf Bier, also ein von äußerst geringer Malzsüße (Restsüße) herrührender Stil. Somit kann sich natürlich der Hopfen einer breiteren Klaviatur bedienen und mehr entfalten. Ich finde das schmeckt man, aber lest einfach selbst von meinen Eindrücken…

Biervorstellung Yankee&kraut – Dry Humor

Yankee&Kraut – Dry Humor

Bierstil:  Brut – IPA

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,8 %

IBU: o.A.

 

Beschreibung des Bieres:

Yankee&Kraut - Dry Humor im Glas
Yankee&Kraut – Dry Humor im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb im Glas mit natürlicher Trübung und stabiler, weißer, feinporiger Schaumkrone steht das Bier vor mir im Glas.

Geruch:

Fruchtige Noten von Zitrus, Grapefruit, Mandarine, Pfirsich und Birne sowie grasig-florale Aromen strömen mir durch die Nase entgegen.

Antrunk:

Ein angenehm feinperliges Prickeln breitet sich beim Antrunk auf der Zunge aus. Die fruchtigen Noten kommen, dank der kaum vorhandenen Restsüße des Malzes, sehr deutlich zur Geltung. Ich erschmecke Aromen von Grapefruit, Zitrus, Pfirsich, etwas Birne sowie florale und grasige Anklänge und eine ansprechende Bittere, die sich nicht zu dominant verhält.

Nachtrunk:

Der Abgang ist deutlich fruchtig-herb, die Grapefruit tobt sich voll aus und auch die Zitrusfrucht und die grasigen Anklänge verhallen erst langsam, gemeinsam mit der Hopfenherbe.

Mein Fazit:

Ein spritzig-fruchtiger Biergenuss, den man definitiv probieren sollte, das macht süchtig nach mehr! Man braucht nicht mal trockenen Humor dafür…

 

Yankee&Kraut - Dry Humor Brut IPA
Yankee&Kraut – Dry Humor Brut IPA

 

 

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Stone Brewing Berlin – Start der UNIQCAN Special Release Serie + meine Brauereiführung bei Stone

Dosenbier ist nicht gleich Dosenbier, das beste Beispiel: Stone Berlin!

Bier aus der Dose haftete lange das Image von billigem Festivalbier an. Dies änderte sich spätestens mit den fast ausschließlich in Dosen angebotenen Stone Brewing Bieren von einem der Stars am Craftbeer-Himmel, Greg Koch aus den USA, welche seit ein paar Jahren auch direkt in Berlin gebraut werden.

Und da selbst das eh schon ziemlich schicke Dosen-Design von Stone Brewing auch mal einen zusätzlichen Kick erhalten darf, gibt es, beginnend im Juli eine neue Special Release-Serie in „einzigartiger und flexibler Verpackung“. Uniqcan ist ein zusammengesetzter Begriff aus „unique“ (einzigartig, einmalig) und, wie könnte es anders sein, „can“ (engl. für Dose).

Starten werden die neuen, streng limitierten Special Bier Releass mit dem Stone Tangerine Express IPA, welches ab 1.7.2018 in den Läden steht. Seit Beginn des Jahres 2017 wird es von Stone Brewing in den USA gebraut und wurde schnell zum Beststeller in Amerika.

Natürlich habe ich das Bier auch für Euch verkostet, damit Ihr einen ersten Eindruck darüber gewinnen könnt:

Bier – Vorstellung:
Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA... die Dose im Fokus
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA… die Dose im Fokus

Name:  Stone – Tangerine Express IPA

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Mandarine, Ananas, Orangenschale, Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA

Optischer Eindruck:

Die neue limitierte Dose sollte natürlich als erstes ins Blickfeld geraten, hier verzieren die Wappenfiguren von Stone, die Gargoyles, die gesamte Dose und machen sie zu einem besonderen Blickfang. Kommen wir nun aber zum Bier:

Bernsteinfarben steht das Bier vor mir im Glas, es hat eine natürliche Trübung und die Schaumkrone sitzt stabil darüber.

Geruch:

Der Geruch wird deutlich durch die beim Brauvorgang verwendeten Zutaten Mandarinen- und Ananaspüree bestimmt, hinzu kommen Noten von Zitrus, Orange und Grapefruit.

Antrunk:

Der Antrunk fällt knackig herb aus, wird jedoch durch die fruchtigen Mandarine-, Zitrus- und Grapefruitnoten ansprechend gekontert. Die Ananas schwingt im Hintergrund mit, unterstützt die Fruchtigkeit, spielt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Es ergibt sich ein angenehm fein moussierender Fruchtcocktail im Mund, der mich persönlich überzeugt.

Nachtrunk:

Auch der Nachtrunk bleibt fruchtig, die Zitrus- Grapefruit-, Ananas und Madarinaromen bilden ein rundes Finish, da darf es gerne eine Dose mehr sein, oder zwei?

Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA... Dosen-Rückseite
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA… Dosen-Rückseite
Stone Brewing Berlin – Brauereivorstellung

Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte ich bei Stone Brewing Berlin auch an einer Brauereiführung teilnehmen und mich durch Biere aus dem außergewöhnlich gut bestückten Fassbierausschank des „Stone Brewing Wordl Bistro & Gardens – Berlin“ probieren, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken….

Wenn man als Bier-Genießer in Berlin zu Gast ist, stellt sich zwangsläufig die Frage nach einer schönen Location um in entspannter Atmosphäre Biere probieren zu können, ja vielleicht sogar im Rahmen dessen eine Brauerei besichtigen kann.

Stone Brewing Brauerei & Restaurant Fassade (von hinten)
Stone Brewing Brauerei & Restaurant Fassade (von hinten)
Das Schlaraffenland für Craftbeer-Freunde

Und so führte mich mein erster Weg schnurstracks ins Schlaraffenland für Hopfen-Jünger, der Brauerei Stone Brewing  Berlin.  In einem von außen rustikal anmutenden ehemaligen Gaswerk in Berlin-Mariendorf entstand hier in den letzten Jahren Großes. Schon beim betreten des großen Innenbereiches komme ich mir vor wie in einer Parallelwelt, in der sich alles um Bier dreht.

Die Einrichtung ist zeitgemäß, gemütlich, mit schönen schweren Holztischen, gepolsterten Bänken und bequemen Stühlen ausgestattet, ja sogar echte Bäume und Gestein wurden in das Design des Brauerei – und Erlebnisrestaurants mit eingebunden. Das verleiht dem ganzen eine natürlichen Look und lädt, neben dem Bier natürlich, zum verweilen ein. Es gibt sogar auf dem weiten Areal noch Möglichkeiten etwas für sich zu sein, gemütliche Sitzmöglichkeiten auf einer Art Treppe mit Lounge-Charakter, so würde ich es umschreiben. Oben auf der Empore lässt es sich beim Bier trinken sogar mit Aussicht auf das Geschehen entspannt aushalten.

Die Brauereiführung bei Stone

Nun aber zurück zu meinem Tag Stone Brewing… Ich hatte die Brauerei-Tour gebucht und wurde im angeschlossenen Fanshop freundlich empfangen, die Gruppe solle sich um 18:00 Uhr wieder an der Kasse des Shops einfinden und dann ginge es auch schon los.

Und so war es, geführt durch einen kompetenten Bierkenner wurden wir durch die einzelnen Bereiche der Brauerei geführt. Die großen Maischebottiche hinterließen Eindruck bei mir, ebenso die Lager- und Gärtanks, welche sich perfekt in die Optik des Restaurants einfügen und auch durch die große Glasfläche beim Bier trinken bewundert werden können.

Rauchmalz? Da kenn ich mich aus!

Zum Glück konnte ich, durch meinen fränkischen Wohnort, auch ein wenig mit Fachwissen rund um das Rauchmalz glänzen, als wir bei unserer Führung zum Thema Rohstoffe für Rauchbier kamen. Rauchbier, das kannten die anderen aus der Gruppe nur aus Erzählungen.

Spannend fand ich auch, dass es bei der Pilot-Series von Stone Berlin auch immer mal wieder ein Lehrlings-Sud an einen der begehrten Zapfhähne des Lokals schafft und, bei entsprechendem Zuspruch, auch gut und gerne mal wieder und in größerem Rahmen produziert werden kann.

Die Führung durch die Brauerei war wirklich kurzweilig und spannend, führte uns noch vorbei an Rumfässern für die Fasslagerung von ausgewählten Kreationen und der riesigen Hopfenkanone, wohl so groß wie meine Gärfasser daheim im Keller zusammen, mit dem die einzelnen Hopfengaben während des Brauvorgangs der Stone-Biere ausgeführt werden.

Abschließend wurden noch 3 verschiedene Biere an der Bar verkostet:

Craftbeer Tasting nach der Brauereiführung bei Stone Brewing Berlin
Craftbeer Tasting nach der Brauereiführung bei Stone Brewing Berlin
  • Die White Ghost Berliner Weisse mit 4,5 Prozent Alkohol
  • Das Stone IPA mit 6,9 %
  • Und das Stone Xocoveza Imperial Stout mit 8,1 % (mein Favorit mit toller Kaffee, Schoko, Vanille, Zimt, Toffee Aromatik)

Als Geschenk bekam jeder Teilnehmer der Führung noch ein kleines exklusives Glas und wurde in die Bierwelt von Stone entlassen, ich habe mich dort natürlich noch ausführlich durch die Taplist getrunken. Die Tastingboards, mit welchen man verschiedene Biere in kleinen Probiergrößen (zu je 4 x 0,1 Liter) probieren kann, sind für mich da unverzichtbar und können sogar individuell ausgewählt werden.

Mein Fazit:

Diese Brauerei mit Restaurant und mittlerweile 75 Bieren vom Fass sollte sich jeder Bierliebhaber einmal ansehen und einen bierigen Tag darin verbringen, Enttäuschung ausgeschlossen!

Cheers!

Weitere Infos zu Stone Berlin und den UNIQCANs gibt es hier.

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Biervorstellung: Hopfenreiter 2018

Wer reitet so spät durch nacht und wind?

… es ist der Hopfenreiter und das geschwind. Seit 3 Jahren nun gibt es einen Gemeinschaftssud verschiedener Gastbrauer zusammen mit der Brauerei Maisel & Friends. Die Besonderheit ist, dass jeder eine andere Hopfensorte mit zum Sud beiträgt. So ist eines klar, kein Hopfenreiter wird dem Vorgänger gleichen und jeder wird den Gaumen der Bierfreunde auf einen neuen Ausritt quer durch den Hopfengarten führen..

Kommen wir nun also zum Bier und meinen Eindrücken dazu:

Biervorstellung hopfenreiter 2018

Name: Hopfenreiter 2018

Bierstil: IPA (Double-IPA)

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Die Hopfensorten sind diesmal die Folgenden:

Calypso von den SUPERFREUNDEN

Citra von Mikkeller

Styrian Golding von Duvel

Styrian Fox von BEVOG

Enigma von Frau Gruber

Mandarina Bavaria von Maisel & Friends

 

Alkohol: 8,5 %

IBU: 70

Beschreibung des Bieres:

Hopfenreiter 2018 im Glas
Hopfenreiter 2018 im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas präsentiert sich das Bier, die weiße Schaumkrone ist stabil und feinporig.

Geruch:

In der Nase wirkt ein bunter Fruchtcocktail auf mich ein, ich nehme Zitrusfrucht, Pfirsich, süße Beeren, sowie leicht florale Noten und eine allgemein feine Fruchtigkeit wahr.

Antrunk:

Der Antrunk ist ebenso fruchtig wie es meine Eindrücke des Geruchs andeuteten. Eine feine Minznote auf der Zunge unterstützt das sanfte Prickeln des Bieres. Die Fruchtnoten sind geprägt von Zitrusfrucht, Grapefruit, etwas tropischen Früchten und einer leichten fruchtigen Süß. Ergänzt wird dies alles durch grasige Aromen sowie eine noch im Hintergrund verbleibende Bittere.

 

Nachtrunk:

Hier spielt die Herbe des Hopfenreiters sich nach vorne, gibt dem Hopfenreiter sozusagen die Sporen und wird durch die Fruchtnoten von Grapefruit, Pfirsich und tropischen Früchten unterstützt.

Mein Fazit

Ein insgesamt feiner Ausritt über Hopfenfelder und Obstplantagen, ob zum Feierabend oder als Bierbegleitung zum Krimi, ich freu mich schon auf Hopfenreiter Nummer 4 im Jahre 2019.

 

Mehr Infos zu den beteiligten Brauereien gibt es übrigens hier:

Duvel

Mikkeler

Frau Gruber

Maisel & Friends

SUPERFREUNDE

BEVOG

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Wenn Effe Bier brauen würde: Provokant, direkt, Effinger!

Effinger, wie kam man bloß auf diesen Namen?

Effinger? Was ist das denn für ein Name? Nun, das mag man sich erst einmal fragen. Die Frage beantworten wird schlussendlich schon ein Blick auf ein Foto des Initiators der Biermarke. Oliver Hill nämlich, seineszeichens Betreiber verschiedener Restaurants in und um München und Stefan Effenberg – Lookalike. Beweis gefällig? Aber gerne doch!

Effinger: Bier, Brauerei und Grundidee

Da wir das nun geklärt hätten würde ich Eure Aufmerksamkeit gerne auf die ‚Brauerei‘ an sich lenken. Die Biere, welche Oliver bei Kapplerbräu in Altomünster brauen lässt, waren ursprünglich als flüssiger Begleiter zu den Burgern seiner Effe & Gold Restaurants gedacht. Doch nun strebt man nach Größerem. Der Werbeslogan „Dieses Bier ist sehr gut!“ ist kurz und einprägsam, selbstbewusst, das mag ich. Auch die provokante Ankündigung, man solle auf der diesjährigen Braukunst Live doch erstmal das sehr gute Effinger Bier probieren, bevor man zu den anderen Brauereien geht brachte mich zum schmunzeln. Das dies natürlich alles mit einem Augenzwinkern gedacht und geschrieben ist, sollte klar sein.

Die Biere im einzelnen bilden eine schöne Palette durch kreative und traditionelle Bierstile ab, inzwischen gibt es ganze 3 Sorten:

The Dark Side of the Beer – ein Dunkles

Das kühle Blonde – ein Helles

Indian Beervana – ein India Pale Ale

Das Effinger Biersortiment
Das Effinger Biersortiment

Bei den Zutaten bedient man sich bei den Bieren, ganz wie es dem Konzept der Restaurants entspricht, bei Anbietern aus der Region. Der Hopfen kommt beispielsweise aus der Hallertau, gebraut wird im Umkreis vom Dachau. Was nicht heissen soll, dass es nicht auch mal international werden darf. Der Summit Hopfen für das IPA und der Lemondrop Hopfen für das Helle kommen nämlich aus den USA.

Bleibt noch die Frage, wie die 3 Biere schmecken? Auch die kann ich Euch gerne beantworten:

Die Effinger Biere im Test

Effinger – Das kühle Blonde

Effinger - Das kühle Blonde im Glas
Effinger – Das kühle Blonde im Glas

Bierstil: Lager Hell

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen. Hopfenextrakt (Hallertauer Nordbrauer, Hallertauer Perle, Lemondrop)

Alkohol: 5,2 % vol.

Beschreibung des Bieres:

Optik: Strahlend strohgelb, glanzfein, mit feinporigem und relativ stabilem Schaum.

Nase: Noten von Getreide, Hefe, Zitrus, dazu fruchtig

Antrunk: Der Antrunk ist prickelnd spritzig und erfrischend auf der Zunge, dabei würzig, leicht herb mit Noten von Zitrus und Getreide

Nachtrunk: Getreide- und Zitrusnoten sowie ansteigende Bittere

 

Effinger – The Dark Side of the Beer

Effinger - The Dark Side of the Beer im Glas
Effinger – The Dark Side of the Beer im Glas

Bierstil: Lager Dunkel

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzextrakt, Hopfen, Hopfenextrakt (Hallertauer Nordbrauer, Hallertauer Perle)

Alkohol: 5,3 % vol.

Beschreibung des Bieres:

Optik: Dunkelbraun bis schwarz in der Farbe, der Schaum fein bis mittelporig und cremefarben.

Nase: Röstaromen, dazu malzig mit Aromen von Getreide und leichter Fruchtigkeit

Antrunk: Ein angenehmes prickeln auf der Zunge entfacht dieses Bier. Es präsentiert sich malzbetont, würzig, herb, mit Röstaromen, hinzu kommt leicht Bitterschokolade.

Abgang: Das Bier klingt im Nachtrunk mit Röstaromen und würzig-herb ab

 

Effinger – Indian Beervana

Effinger - Indian Beervana im Glas
Effinger – Indian Beervana im Glas

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzextrakt, Hopfen, Hopfenextrakt (Hallertauer Nordbrauer, Hallertauer Mittelfrüh, Summit)

Alkohol: 4,9 % vol.

Beschreibung des Bieres:

Optik: Goldgelb im Glas präsentiert sich das Bier glanzfein mit feinporiger instabiler Schaumkrone

Nase: Noten von Zitrusfrucht, Grapefruit sowie Getreide und grasige Aromen

Antrunk: Der Antrunk ist spritzig auf der Zunge, hier bestätigt sich der Zitrus-Eindruck der Nase, ergänzt durch leichte Grapefruitaromatik, feine Bittere und fruchtige Noten

Abgang: fruchtig, prickelnd, die Bittere steigt an

 

Somit schließe ich diese Biervorstellung mit einem Knall(er Foto), aufgenommen bei der Braukunst Live, Cheers!

Effinger bei der Braukunst Live in München
Effinger bei der Braukunst Live in München

 

Mehr über Effinger erfahrt ihr hier.

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Biervorstellung: Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. – Vänilla Sunryes

Eine Kollaboration aus Berlin und Spanien darf ich Euch heute präsentieren. Pirate Brew Berlin, ihreszeichens Christina Saez Martinez und ihr Mann Andreas Håkansson, haben sich mit der Brauerei H2ÖL Brewing Co. aus Valencia zusammengetan um ein Bier zu brauen.

Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. - Vänilla Sunryes
Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. – Vänilla Sunryes

Das es ausgerechnet eine spanische Brauerei ist, welche die beiden für ihre Kollaboration ausgewählt haben verwundert mich nicht, sind Christinas Wurzeln doch spanisch. Auch gemeinsam hatten beide in Spanien bereits eine längere Zeit gebraut. Lest nun selbst meine Eindrücke vom Bier…

Name: Vänilla Sunryes

Bierstil: Stout (Smoked Rye Vanilla Stout)

Zutaten: Brauwasser, Malz (Pale, Rauch, Caramel, Amber, Roggen, Schoko, Röstgerste, Hafer), Hopfen (Columbus), Hefe, Vanille

Alkohol: 6 % Vol.

IBU: 41

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Nachtschwarz im Glas und blickdicht präsentiert sich dieses Bier, der Schaum ist feinporig, cremefarben und instabil.

Geruch:

In der Nase wechseln sich Eindrücke von Kaffee, bitterer Schokolade, Vanille, Toffee, ergänzt von einer hintergründigen Rauchnote ab.

Antrunk:

Das Bier weist ein cremig-weiches Mundgefühl auf, welches sich angenehm auf der Zunge breit macht. Ich nehme eine feine Herbe wahr, hinzu kommt eine deutliche Kaffeenote, verbunden mit Röstaromen. Die Vanille kann sich gut durchsetzen, wird durch Karamellaromatik flankiert und harmonisch mit feinem Rauch gepaart.

Nachtrunk:

Im Abgang wird die Raucharomatik etwas deutlicher, auch die Bittere nimmt zu. Kaffee- und Röstmalz bilden mit den anderen beschriebenen Aromen ein stimmiges Finish.

Fazit:

Ein mild geräuchertes Stout mit toller Vanille-Note, das überzeugt mich… oder wie die Pirate Brew – Crew sagen würde: Nobody fucks with Pirates. Nobody.

Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. - Vänilla Sunryes im Glas
Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. – Vänilla Sunryes im Glas

 

PS: Pirate Brew Berlin beim Gesund Brewing Bierfest findet Ihr hier.

 

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Biervorstellung: Himburgs Braukunstkeller & Schneeeule Berlin – Brettamarsi

Brettamarsi, was genau verbirgt sich hinter diesem Bier?

Wenn Alexander Himburg und Ulrike Genz sich zusammentun, nun was mag da wohl entstehen? Alex Himburg, seit Jahren feste Größe der Craftbeer-Community, immer auf der Suche nach der perfekten Symbiose aus Tradition und Moderne, Brauer hopfenbetonter Bierstile. Ulrike Genz, eine Art Pionierin der neu entfachten Sauerbierbewegung, welche mit ihren Bieren auch mich davon begeistern konnte.

Ich sags euch… ein Hybrid aus beidem! In der Fachsprache ausgedrückt ein Cuvee also ein Verschnitt, aus dem Double IPA Amarsi von Alexander Himburg  und der Berliner Weiße Yasmin aus der Schneeeule Bierriege, das Brettamarsi!

Himburgs Braukunstkeller & Schneeeule Berlin - Brettamarsi
Himburgs Braukunstkeller & Schneeeule Berlin – Brettamarsi
Besonderheiten und Biervorstellung

Besonderheiten des Bieres sind außerdem, die 6-monatige Reifung auf Eichenholz und die allgemein sehr lange Lagerungsfähigkeit des Bieres (MHD 29.10.2029!). Nun bin ich in der glücklichen Lage, Euch dieses seltene Bier vorstellen zu können:

Name: Brettamarsi

Bierstil: Obergäriges Starkbier mit Jasminblüten (Cuvee aus Double IPA und Berliner Weisse)

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Amarillo, Simcoe) , Yasminblüten, Glukose, Hefe (Saccaromyces, Brettanomyces, Lactobacillus)

Alkohol: 6,3 % Vol.

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas mit natürlicher Trübung, der Schaum des Bieres ist feinporig, instabil und legt sich wie ein dünner Schleier auf die Oberfläche.

Geruch:

Die Nase vermeldet eine fruchtig-säuerliche Note. Hinzu gesellen sich Zitrus, Pfirsich, grüner Apfel, ein Hauch von Yasmin sowie florale Eindrücke. Die Berliner Weisse typische Aromatik mit dem Kick mehr an Fruchtigkeit, aus dem Double IPA herrührend.

Antrunk:

Der erste Eindruck bestätigt die feine Säure des Geruchs. Das Bier wirkt erfrischend, fein prickelnd auf der Zunge mit einem kleinen Obstkorb an fruchtigen Noten von Zitrus, Pfirsich und Grapefruit. Ergänzend nehme ich florale Aromen sowie eine feine Holzfassnote wahr. Die Säure und Fruchtigkeit der jeweiligen Bierstile bilden ein Duett und geben ein harmonisches Bild am Gaumen ab.

Nachtrunk: Im Nachhall verbleibt eine sanfte fruchtige Säure mit leicht herben Nuancen, welche das Bier im Finish ansprechend abrunden.

Fazit:

Kein Bier für jeden Tag aber ein wohltuend erfrischend, fruchtig-saurer Farbtupfen in Deutschlands Craftbeer-Welt, der zu besonderen Anlässen ein hervorragendes Bild abgibt. Chapeau und Cheers!

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Biervorstellung: Hanscraft & Co. – Steve Hops

Steve Hops, Steve Hops? Ich komm nicht drauf… wie auch immer, heute stelle ich Euch eine der neuesten Kreationen von Christian Hans Müller und seiner Brauerei Hanscraft & Co. aus Niedernberg vor. In einer kleinen handwerklichen Craftbrauerei entstehen hier immer wieder gute Biere, die es zu probieren lohnt.

Beschrieben wird es auf der Flasche als solides Bier für jeden Tag, ich bin gespannt und berichte Euch im Folgenden von meinen Eindrücken davon.

Name: Steve Hops

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, CaraAmber), Hopfen (Magnum, Summit, Celeia, Huell Melon), Hefe

Alkohol: 5,5

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Steve Hops Nahaufnahme
Hanscraft & Co. – Steve Hops Nahaufnahme

 

Optischer Eindruck:

Golden-orange zeigt sich das Bier im Glas. Der feinporige, weiße Schaum verhält sich dabei stabil in seiner Konsistenz.

Geruch:

Geruchlich habe ich verschiedene Aromen in der Nase. Dazu gehören Kräuter sowie florale Noten und eine leichte Malzigkeit. Hervorzuheben ist außerdem ein schönes Zitrus und Grapefruit Aromenspiel, welches sich dort im ersten Eindruck entfaltet.

Antrunk:

Der erste Schluck weist eine gewisse Bittere und Malzigkeit, mit angenehmer Grapefruit-, Zitrus- und Kräuteraromatik auf, welche gut mit den floralen Noten des Bieres harmoniert. Das Verhältnis zwischen Bittere und fruchtig-floralen Eindrücken bleibt hier stets ausgewogen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang sind weiter Kräuternoten zu erschmecken, eine hopfige Bittere und etwas Zitrus schwingt mit.

 

Fazit:

Das Etikett verspricht nichts was das Bier nicht auch halten könnte, ein gutes Pale Ale für den täglichen Genuss geeignet. Prost!

Mehr über die Brauerei Hanscraft & Co. erfahrt Ihr hier.

von meinem iPhone gesendet 😉

 

 

PS: Christian Hans Müller ist Mitglied des Vereins Deutsche Kreativbrauer e.V., über deren 1. Sud berichte ich hier.

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Von Berlin nach Nürnberg, die Schneeeule ist da!

Berlin, Berlin, wann kommt man aus Nürnberg denn mal nach Berlin? Wie gut, dass die Schneeeule flügge geworden und hinaus in die weite Bierwelt geflogen ist.

Probieren konnte ich 3 der Berliner Weisse Biere im Kater Murr in Nürnberg. Die Biere allesamt sind unter Verwendung von Brettanomyces-Hefe in Flaschengärung gereift und wurden durch Brauerin Ulrike Genz persönlich ins Frankenland gebracht.

Aber lange Rede, kurzer Sinn, hier kommt meine kleine Verkostungsschau…

Schneeeule Berlin – Yasmin

Bierstil: Bier nach Berliner Weisse – Art

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Jasminblüten, Saccaromyces, Brettanomyces, Lactobacillen, Saccarose

Alkoholgehalt: 3 % vol.

IBU: 5

Beschreibung des Bieres:

Die Farbe des Bieres ähnelt für mich hellem Bernstein, es hat eine natürliche Trübung im Glas und eine dichte, feinporige und weiße Schaumkrone tront über allem, ganz wie die Flügel der Schneeeule auf dem schönen roten Etikett.

In der Nase erreichen mich fruchtige Noten, dazu Zitrusfrucht, eine feine (Milch-)Säure und das ganze gepaart mit floralen Noten, welche die Jasminblüten mit sich bringen.

Der Antrunk ist leicht säuerlich, jedoch überwiegen die fruchtigen Aromen und ergeben ein harmonisches Zusammenspiel welches sich angenehm mit den floralen Eindrücken auf der Zunge ergänzt. Es prickelt erfrischend spritzig auf der Zunge.

Der Nachtrunk wird noch einen kleinen Deut saurer, ohne zu übertreiben. Die fruchtigen und floralen Aromen bilden ein harmonisches Gesamtbild und runden den Genuss ab. Klasse!

 

Schneeule Berlin – Kennedy

Bierstil: Bier nach Berliner Weisse – Art

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, amerikanischer Hopfen (Summit), Saccaromyces, Lactobacillus, Brettanomyces

Alkoholgehalt: 3 % vol.

IBU: 15

Beschreibung des Bieres:

Das nächste Bier im Glas war das Kennedy, es präsentiert sich strahlend goldgelb, mit feinporigem, instabilem Schaum und einer natürlichen Trübung.

Der Geruch ist mit zitrusfruchtig (Zitrone & Grapefruit), einer in die Gattung der Berliner Weisse passenden feinsäuerlichen Note sowie einer leichten Hefenote zu beschreiben.

Im Antrunk ist der gute Kennedy fruchtig mit fein eingebunder Milchsäure, schön ausbalanciert mit einer angenehm unterschwelligen Bitternote des Hopfens.

Der Abgang hat für mich einen gewissen Touch von Koriander sowie der feinen Sauernote, welche sich auch hier leicht ansteigend präsentiert.  Ein gelungenes Bier mit dem gewissen Etwas.

 

Schneeeule Berlin und Braukunst Gebr. Wiestner – BrettyLup

Bierstil: Barrel-aged bretted sour IPA

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefen, Milchsäurebakterien, Saccarose

Alkoholgehalt: 6,5 % vol.

IBU: o/a

Beschreibung des Bieres:

Last but not least kommen wir zu einer Kollaboration von Schneeeule und der Braukunst Gebr. Wiestner, einem Cuvee aus LuckyLup von der Braukunst und einem speziell dafür ausgewählten Schneeeule Sauerbier, für 6 Monate im Chardonnay Weißweinfass gelagert und handbeschriftet.

Das Bier ist bernsteinfarben und hat einen feinporigen, weißen und stabilen Schaum. Der Geruch ist dann eine tropische Fruchtbombe mit Noten von Zitrus, Melone, Mandarine, Orange und wirkt in der Nase schon mal so gar nicht sauer.

Im Antrunk erlebe ich dann wiederum doch die Säure der Berliner Weisse, die fruchtig daher kommt und durch verschiedenste Fruchtaromen tatkräftige Unterstützung erfährt… so nehme ich Zitrusfrucht, leichte Nuancen von Grapefruit und Wassermelone wahr.

Das Geschmacksbild ergänzt wird durch eine leichte Milchsäure, welche im Abgang ein Zusammenspiel mit den fruchtigen Aromen erfährt.

Das handgeschriebene Etikett verleiht dem ganzen dann noch einen besonderen Charme, eine spannende Zusammenarbeit mit einem tollen Bier als Resultat!

 

Cheers und bis bald!

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Maisel & Friends – Juicy IPA… Winter? Ich fühl mich wie in der Karibik!

Die Brauerei Gebrüder Maisel aus Bayreuth hat mit ihrer Craftbeer Linie Maisel & Friends Erfolg und das meiner Meinung nach völlig zurecht. Den neuesten Vertreter, das Juicy IPA (kurz für India Pale Ale) stelle ich Euch nun heute vor…

Tropischer Winter? Mit dem Maisel & Friends – Juicy IPA kommt der Sommer zurück ins Glas

Es ist Winter, bitterkalt und seit gestern liegt in Franken Schnee aller Orten. Was trifft sich da besser als… ja genau ein IPA auf den Markt zu bringen und nein, kein vor Bittere strotzendes, ein extren fruchtiges soll es sein.

Maisel & Friends - Juicy IPA
Maisel & Friends – Juicy IPA… fühlt sich pudelwohl im Schnee

Gesagt getan und heute halte ich es in den Händen, gottseidank im Warmen aber warm wird mir auch beim Trinken, es versetzt mich im Geiste an einen warmen weißen Sandstrand mit Palmen, Kokosnüssen und Sonnenschein…

Die Informationen zum Bier, Verkostung und Optik

Aber der Reihe nach, hier die wichtigsten Infos zum Maisel & Friends – Juicy IPA:

Alkohol: 7,2 %

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hefe und eine ganze Menge Hopfen, nämlich Chinook, Citra, Amarillo, Simcoe, Mosaic und Mandarina Bavaria

Stammwürze: 14,8 °P

IBU (International Bitter Units): 50

Optischer Eindruck: Strahlend golden im Glas mit leichter Trübung, der Schaum weiß, feinporig und stabil.

Geruch: Tropische Früchte, Zitrus, Mango, Maracuja, Grapefruit, Mandarine und Birne, das macht Lust auf den ersten Schluck!

Antrunk: Die extreme Fruchtigkeit aus den ersten Eindrücken der Nase bewahrheitet sich, dieses IPA hat das gesamte tropische Fruchtspektrum parat und spielt es klasse aus. Ich erschmecke Zitrusfrüchte (Zitrone, Grapefruit, Orange), Ananas, Maracuja, sogar Birne umschmeichelt meinen Gaumen. Die Hopfenbittere bleibt dabei fast komplett aussen vor und überlässt dem karibischen Sandstrand im Glas das Feld.

Nachtrunk: Erst im Nachtrunk wird das IPA etwas herber, harmoniert aber weiterhin sehr gut im Zusammenspiel mit der ausgeprägten Fruchtigkeit.

Fazit: Ein klasse Vertreter eines fruchtigen IPA’s, das Juicy IPA von Maisel & Friends, auch und gerade zur Winterszeit eine gelungene fruchtige Abwechslung!

Mehr Informationen zur Maisel & Friends Gastronomie „Liebesbier“ in Bayreuth findet Ihr hier: http://domis-reviews.de/liebesbier-bayreuth

 

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Meinel-Bräu in Hof zur 1. Flaschengeist Open Bottle, ich bin mopsfidel!

Die Meinel Bräu in Hof hat ein neues, monatlich wiederkehrendes Event, den Flaschengeist. Hier kann man jeweils das Bier des Monats der Brauerei verkosten und bei einer Brauereiführung mehr über die Herstellung erfahren.

Foto der Meinel-Bräu in Hof von Aussen
Meinel-Bräu in Hof
Mopsfidel – Das Bier

Dieses mal, am 18. November 2017 war es das Vier-Korn-Ale Mopsfidel, welches ursprünglich im Jahre 2014 zum 1. Geburtstag der Kneipe Mops von Gostenhof aus Nürnberg gebraut und dort ausgeschenkt wurde.

Das Bier Mopsfidel der Meinel-Bräu aus Hof im Glas
Meinel Bräu Hof – Mopsfidel im Verkostungsglas

Was ist nun also ein Vier-Korn-Ale?

Wie der Name schon sagt, wurde hier mit 4 verschiedenen Körnern, sprich Malzen gebraut:

  • Gerste
  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel

Hinzu kommen die Hopfensorten Spalter und Mosaik, Wasser, Hefe und fertig ist der Genussmoment.

Wie es schmeckt?

Im Glas ist es naturtrüb und bernsteinfarben, der Schaum feinporig und recht stabil. In der Nase Noten von Zitrus, Grapefruit, Maracuja, ja ich meine sogar eine reife Banane wahrzunehmen. Im Antrunk präsentiert sich der Mops malzig und fruchtig, mit Zitrus, Trockenfrüchten, Grapefruit. Hinzu kommt eine leichte, harmonisch zum Gesamtbild passende Herbe, welche auch im Abgang noch gemeinsam mit Zitrus und Grapefruit nach- und langsam verhallt. Ein schönes Bier, nicht nur für den Winter finde ich.

Brauereiführung bei Meinel-Bräu, unterhaltsam und informativ

Dies war aber nur Teil eins meines Besuchs der Brauerei, denn ich wollte auch gerne mehr erfahren, sehen wo der Meinel-Gerstensaft der kreativen Köpfe, Brauerinnen Moni und Gisi Meinel-Hansen entsteht.

Also schloss ich mich der im Anschluss stattfindenden Brauereiführung an, welche uns in die verschiedenen Bereiche der Brauerei führte.

Der äußerst entspannte und bisweilen launige Ausflug durch die Brauerei startete für mich im Sudhaus. Hier erfahren wir, wie das Meinel-Bier gebraut wird. Von der Zugabe des Malzes also dem Maischen, den unterschiedlichen Erhitzungsvorgängen des Sudes, der Trennung von Würze und Malz (Läutern) bis zum Würzekochen mit Hopfengabe und der abschließenden Abkühlung.

Der zurückbleibende Treber wandert natürlich nicht in den Müll, die örtliche Gastronomie und natürlich die Schweinchen in Hof freut das, dient es doch als ‚Futter‘ für Mensch (Treberbrot, Schnitzelpanade) und Tier.

Der Hopfen, bei den Kreativbieren fast schon verschwenderisch hoch dosiert, gelangt in einem großen Magazin in den Braukessel. Der Klügere lädt nach, ist hier doch Platz für fünf verschiedene Hopfen, welche einzeln in den Sud dosiert werden können. Neben den größeren Kesseln befindet sich zudem noch eine kleinere Brauanlage (siehe Foto oben), in welcher neue Rezepturen ausprobiert werden können.

Ein gutes Bier braucht Zeit

War das schon alles? Nein!

Nachfolgend ging es zu den Gär- und Lagertanks der Brauerei. Die Hefe für die Gärung wird hier nicht nur einmal, sondern mehrmals genutzt. Auch der Lagerung gönnt man hier mehr Zeit als anderswo, es werden auch keine Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) Kügelchen zugesetzt und später mit Toleranz wieder herausfiltriert um die Haltbarkeit zu steigern, ein Glück!

Filtriert wird das Bier trotzdem, hier durch Kieselgur also Urgestein, welches die restliche Hefe aus dem fertigen Erzeugnis filtert, damit in der Flasche keine ungewollte Nachgärung und einhergehende Geschmacksveränderung auftritt. Den unfiltrierten Zwickl gibt es bei Meinel nur vom Fass. Die Haltbarkeit der Meinel-Biere ist dennoch kürzer als bei bekannten Fernsehbieren, es wird eben nicht künstlich eingegriffen um diese zu verlängern, was ich sehr sehr positiv finde.

Eine insgesamt wirklich gelungene Veranstaltung ging dann in der Flaschenabfüllung zu Ende, abschließend gab es Weißwürste zur Verpflegung, es soll mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch gewesen sein. Prost!

Mehr über die Meinel-Bräu unter: http://www.meinel-braeu.de/

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