Ein Brautag bei der Hausbrauerei Schober – klein aber fein!

Bier brauen live erleben, mein Brautag geht los

Mein Besuch bei der Hausbrauerei Schober war eigentlich überfällig. Schon seit ein paar Jahren schätze ich die Biere, vor allem aufgrund ihrer Süffigkeit und der Qualität. Hier macht man nichts verkehrt. Highlight für mich waren und sind natürlich die großen 1 Liter Bügelverschlussflaschen mit ihrer ganz eigenen Form. Diese wurden jedoch, dank einer neueren Abfüllanlage fast gänzlich durch die handlicheren und beim Pfand wesentlich günstigeren (1 Euro pro Flasche zu 9 Euro pro Literflasche) Halbliter Bügelflaschen getauscht.

Stefan bei der Arbeit
Stefan bei der Arbeit

Nun aber zu meinem Brautag bei Familie Schober, welcher für mich früh beginnt. Nicht früh genug jedoch wie sich herausstellt, denn der erste Sud wurde bereits eingemaischt als ich ankomme. Stefan, Sohn von Brauer Klaus Schober begrüßt mich am Braukessel, um den herum es schon gut nach Maische duftet.

Ich stehe, eingetreten durch das Garagentor, in einer kleinen aber feinen Hausbrauerei. Gebraut wird in dieser Kleinbrauerei übrigens seit über 10 Jahren. Hier gibt es von nichts zuviel aber doch von allem genug zum brauen, so würde ich es umschreiben. Zwei Braukessel, zwei Lagertanks, ein paar weitere Gefäße, ein steriler Bereich für die Anschlüsse und die Klimaanlage ist das weit geöffnete Tor und die Hintertür. Gebraut wird heute übrigens ein Rotbier.

Hier wird gebraut
Hier wird gebraut

Ein Glück ist es nicht zu warm, denke ich mir. „Das wird es auch sonst beim Brauen nicht“, erklärt mir Stefan. Alles gut also, das Rührwerk tut seinen Job und die Maische wird langsam erhitzt. Währenddessen kann ich auch ein paar Fragen loswerden.

Fragerunde, ein Überblick über Sortiment und Brau-Häufigkeit

Wieviele Biersorten braut Ihr denn?

Vier feste Stammsorten, Hopfengold, Helles, Dunkel, Rotbier und saisonal Weizen (im Sommer). Dazu kommt der ein oder andere Spezialsud mit der Bierothek in Fürth.

Wie oft wird in der Hausbrauerei Schober gebraut?

Pauschal kann man das gar nicht sagen, wenn größere Anfragen kommen oder der Biervorrat zuneige geht gerne spontan, sonst circa alle 2-3 Wochen.

Besucht Ihr Bierfeste um Eure Brauerei zu präsentieren?

Eher weniger, regional in Zirndorf gibt es Festivitäten, welche 2 mal im Jahr aufgesucht werden. Sonst nur der Schmankerlmarkt in Nürnberg am Hauptmarkt.  Für größere Bierfestivals fehlt schlicht die Kapazität um mehr zu brauen.

Ist im Winter auch mal ein Bock geplant?

Vielleicht gibt es sogar mal etwas fassgelagertes, wieder in Kollaboration mit der Bierothek, mal sehen.

Wieviel Bier braut ihr an einem Tag?

300 Liter, aufgeteilt aufgeteilt auf zwei Sude sind normal, für Sondersude weniger.

Was macht Eure Brauerei besonders?

Dass Liebe fürs Detail und das fertige Bier drin steckt, welches handwerklich gebraut wird. Das wissen leider nicht mehr alle Menschen zu schätzen.

Hopfengabe und Brauanekdoten, wer hätte das gedacht?

Mittlerweile ist auch Brauer Klaus Schober zu uns gestossen und erzählt, nachdem der Hopfen dem ersten von zwei Suden des Tages zugegeben wurde, interessante Anekdoten aus seinem (Brauer-) Leben. Familiär geteilt wird hier auf jeden Fall schon einmal die Arbeit, den ersten Sud macht heute Stefan, den zweiten Klaus.

Der Treber, welcher nach einer gewissen, sich wiederholenden, Filterung und den Nachgüssen, ausgeführt durch Stefan, abgesetzt hat, wird hier übrigens auch nicht verschwendet, sondern kommt einem regional ansässigen Bauernhof und seinen Kühen zugute.

‚Ist der Antrieb des Rührwerks da oben echt ein Scheibenwischermotor?‘, frage ich Klaus in der Hoffnung noch ein bisschen mehr darüber zu erfahren, nachdem ich zuvor bei Stefan schon auf das Teil zur Sprache gekommen war. ‚Ja klar‘, erzählt er mir, die Standardsysteme wären ihm schlichtweg total überteuert angeboten worden. Die Zahlen schwirren geradezu in meinem Kopf herum, für so viel Geld hätte sich Klaus wohl einen ganz neuen Braukessel anschaffen können. Aber er ist findig und weiß, wen man da fragen könnte. So kommt er auf einen befreundeten Ingenieur, welcher ihm nach kurzer Überlegungszeit die rettende Idee und deren Umsetzung gleich mit angedeihen lässt.

Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Der Charme steckt im Detail

Alles ist hier natürlich etwas anders als in von Grund auf fest geplanten Brauereien, hier eine ausgediente Stahlwanne, dort ein geschweißter Milchbottich, der Kühler ebenfalls in Zweitverwertung, vormals ein Milchkühler. Das hat Charme finde ich, vor allem wenn man Klaus Schober so voller Energie mit dem Equipment brauen sieht

Die Hefe hat sich Klaus von der Brauerei Kitzmann geholt, nicht jeder ist ihm so freundlich gesonnen und es gibt, trotz der geringen Größe der Brauerei von einem der größten Player der fränkischen Brauszene sogar Konkurrenzdenken, eigentlich kann sowas ja nur schmeicheln..

Die Vorderwürze wird erst erhitzt, dann abgekühlt. Mit ihr wird die Hefe dann angefüttert. Dieser Vorgang war mir neu und wird wohl auch nicht mehr so oft angewandt, erklärt er.  Ein konkretes Lieblingsbier aus seiner Brauerei hat er so konkret eigentlich gar nicht, das meistverkaufte ist aber das Hopfengold. Brautechnisch ist dieses dem Hellen gleich, jedoch wird es anschließend im Fass hopfengestopft.

Das Malz – Herkunft und Einmaischen des 2. Suds

Auch das Malz der Schober Biere kommt übrigens aus regionaler Herkunft, nämlich von der Mälzerei  Gebr. Steinbach, ebenfalls aus Zirndorf. Dass dort gut gemälzt wird konnte ich bereits vom Bahnhof aus erschnuppern.

Zwischenzeitlich wird es doch etwas nebelig, als die Würze mit dem Hopfen zusammen gekocht wird und Dampf aufsteigt, zu warm wird es aber nie!

Beim Einmaischen des zweiten Sudes bin ich dieses Mal natürlich dabei, beim Anblick des ersten Eimerchens fällt mir als erstes das Wort ‚niedlich‘ ein, das sage ich natürlich nicht laut. Aber Klaus erkennt wohl meinen Blick und weiß aufzuklären: „Das ist der kleinste von Dreien“, grinst er und sollte Recht behalten…

Einmaischen mit Klaus Schober
Einmaischen mit Klaus Schober

Abschließend muss ich mich natürlich noch gebührend mit Bier eindecken, zum Glück sind alle Sorten vorrätig und ich verabschiede mich von den Schobers und ihrer Hausbrauerei.

Mein Fazit: Klein aber oho!

 

Cheers!

 

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Es ist Sommer, Herr Axolotl wurde von mir gesichtet!

Herr Axolotl, sommerlicher geht es kaum!

Bei tropischen Temperaturen über 30 Grad ist guter (Bier-) Rat teuer. Ich für meinen Teil mag es da gerne leicht und aromatisch im Glas, gerne auch fruchtig-sauer. Umso neugieriger hat mich die neueste Komposition von Alexander Himburg, gemeinsam mit der polnischen Craftbeer-Schmiede AleBrowar, gemacht. Der erste Sud „Herr Axolotl“ wurde in Deutschland gebraut, beim neuesten Schätzchen, welches ich nun im Glas habe, wurde die neu entstandene AleBrowar Brauerei in Polen mit ‚eingeweiht‘. Aber lest nun einfach selbst von meinen Eindrücken dieser feinen Berliner Weisse.

Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar - Herr Axolotl
Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar – Herr Axolotl
Biervorstellung Braukunstkeller & AleBrowar Herr Axolotl

Name: Herr Axolotl

Bierstil:  Berliner Weisse

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Himbeeren, Hopfen, Hefe

Alkohol:   3,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar - Herr Axolotl im Sonnenlicht
Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar – Herr Axolotl im Sonnenlicht

Optischer Eindruck:

Leuchtend rötlicher, bis ins himbeerrote gehender Farbton, der Schaum sitzt rosa, feinporig und, nach kurzem Abklingen, in einer dünnen Schicht darüber.

Geruch:

Wow, fruchtig, intensive Himbeernoten, leichte Zitrusfruchtaromatik, rote Beeren sowie florale Anklänge. Wenn man noch nicht in Sommerstimmung war so ist man es nach der ersten Geruchsprobe bestimmt.

Antrunk:

Ein fein moussierendes, aber auch an Spritzigkeit in nichts mangelndes Bier präsentiert sich auf der Zunge. Die fein fruchtige Säure stimmt angenehm auf den Genuss ein und harmoniert mit den intensiven Himbeernoten, welche die Geschmacksknospen schon beim Erriechen neugierig werden ließen. Hinzu kommen Noten von roten Beeren und ein angenehm sommerlich leichter Alkoholgehalt, welcher kaum aufzufallen vermag.

Nachtrunk:

Der fruchtig-feinsaure und himbeerige Abgang beschließt das prickelnd, erfrischende Geschmackserlebnis und macht dieses Bier zum idealen Begleiter für die heissen Sommertage. Cheers!

 

Mehr über Himburgs Braukunstkeller erfahrt Ihr hier.

Mehr über AleBrowar gibt es hier zu finden.

Eine weitere sehr gute Berliner Weise / IPA – Hybrid Kreation von und mit Alexander Himburg könnt Ihr hier auf meinem Blog entdecken.

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Gemeinnützige Projekte durch Bier trinken unterstützen? Das ist Quartiermeister!

Quartiermeister – noch nichts davon gehört? Was sind denn deren Ziele?

Quartiermeister besteht aus einem Verein und einem Unternehmen, deren Ziel es ist, mit den Gewinnen aus seinem Bierverkauf, Projekte zu unterstützen. Im Einzelnen kann man diese Intentionen an den folgenden sechs Grundwerten festmachen:

Social Profit – Gewinne direkt in lokale Projekte und Initiativen fließen lassen

Unabhängig –  von Investoren um selbst frei entscheiden zu können

Transparent – Einnahmen und Ausgaben werden öffentlich bekannt gemacht

Regional – Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten

Partizipativ – Jeder kann mit entscheiden, welche Projekte unterstützt werden

Politisch – Mit bewusstem Konsum die Welt von morgen selbst mitgestalten

 

„Regional trinken. Lokal Helfen“

Quartiermeister-Biere sind nur regional erhältlich. Das liegt ganz einfach daran, dass die kurzen Wege von Erzeuger zum Genießer kurz gehalten werden sollen. Gebraut wird derzeit in zwei Brauereien zusammen, die eine sitzt in der Oberlausitz (Stadtbrauerei Wittichenau), die andere in der Region München (Brauerei Gut Forsting). In der östlichen Region erhältlich sind 2 Pils- und eine Rotbiersorte, im Süden werden zwei Helle gebraut. Klingt gut oder?

Für die Projekte kann übrigens online abgestimmt werden, na wenn das nicht vorbildlich ist?!

Quartiermeister sucht den (Super-) Brauer

Übrigens werden derzeit in West- und Norddeutschland unabhängige (nicht zu kleine) Brauereien, welche nach Quartiermeister-Rezepten brauen möchten, gesucht.

Nun aber genug geredet, es folgen die Sinneseindrücke meiner Verkostung, der mir zugesandten Biere:

Bierverkostung
Quartiermeister - Bier für den Kiez - Sortiment
Quartiermeister – Bier für den Kiez – Sortiment
Bio Helles

Name:  Quartiermeister – Bio-Helles (Privat-Brauerei Gut Forsting)

Bierstil:  Lagerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strohgelb im Glas steht das Bier vor mir, der Schaum feinporig und stabil.

Geruch:

Fruchtig nach Zitrus, dazu eine feine Getreide- sowie grasige Note.

Antrunk:

Deutliche Zitrusaromatik im Antrunk, dazu ein erfrischendes Prickeln auf der Zunge. Würzig, etwas Getreide, grasige Eindrücke und eine feine Herbe.

Nachtrunk:

Wie der Antrunk verhallt das Bier mit seinen Zitrusnoten, den grasigen und getreidigen Aromen und leichter Bittere langsam am Gaumen.

 

Pils

Name:  Quartiermeister*in – Pils (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil: Pilsner

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strohgelb im Glas, der Schaum feinporig, weiß und mittelfest steht das Bier vor mir.

Geruch:

In der Nase wirds fruchtig. Zitrusnoten steigen auf, dazu würzige, getreidige sowie leicht grasige Aromen.

Antrunk:

Erfrischend prickelnd auf der Zunge wirkt das Pils. Mit Zitrusnoten, einer harmonischen Kombination aus Getreide- und mild würzigen Noten. Die Bittere bleibt dezent im Hintergrund, steigt aber im Verlauf des Trunks leicht an.

Nachtrunk:

Zitrusnoten, eine feine Getreidearomatik und eine feine Herbe begleiten den Abgang.

 

Bio-Rotbier

Name:  Quartiermeister*in – Bio-Rotbier (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil: Rotbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Kupferfarben mit rötlichem Einstich im Glas, der Schaum ist feinporig, stabil und weiß.

Geruch:

Die Nase vermeldet fruchtige Aromen von Trockenfrucht und etwas Zitrus. Dazu kommen würzig-malzige Eindrücke.

Antrunk:

Würzig erfrischend im Antrunk mit angenehmem Prickeln im Mund und auf der Zunge. Fruchtige Noten nach roter Beerenfrucht sowie malzige Eindrücke und eine feine Bittere ergänzen sich sehr gut und werden durch eine angenehm erdige Note unterstützt.

Nachtrunk:

Der Abgang des Rotbieres gestaltet sich wiederum ebenso fruchtig-malzbetont, prickelnd, mit harmonisierenden sowohl würzigen als auch leicht herben Anklängen.

 

Bio-Pils

Name:  Quartiermeister*in – Bio-Pils (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil:  Pilsner

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 5,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelb im Glas mit feinporigem und stabilem Schaum präsentiert sich das Bio-Pils für mich.

Geruch:

Geruchlich überwiegt ein fruchtiges Aromenspiel aus Zitrusfrucht und Grapefruit, ergänzt durch grasigen Duft.

Antrunk:

Die Zitrusnote setzt sich auch beim angenehm prickelnden Antrunk fort, welcher erfrischend die Kehle hinunter rinnt. Es kommt zu einem Zusammenspiel aus eben diesem Zitrusfruchtaroma und einer feinen Würzigkeit, moderater Bittere, sowie grasigen Tönen.

Nachtrunk:

Der Abgang ist ebenfalls eine Kombination aus grasig-würzigen, herb-fruchtigen Aromen und wirkt angenehm stimmig auf mich.

 

Mein Fazit

Regionale Projekte unterstützen und das mit einem guten Bier? Das lohnt sich für beide, den Biertrinker und die Menschen, in deren Projekte das Geld fliesst. Cheers!

 

Mehr über Quartiermeister und wo ihr das Bier bekommt, könnt ihr hier erfahren.

 

Ebenfalls Gutes tut die JOSEFS-Brauerei, meinen Artikel hierzu könnt ihr hier finden.

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Bier trinken und dabei Gutes tun? Die JOSEFS-Brauerei machts möglich!

Josefs-bier – trink gutes!

Ob man es großen Brauereien nun abgenommen hat, dass sie Regenwälder retten und man dadurch mit etwas leichterem Gewissen mal einen Kasten aus dem Getränkemarkt entführt, sei dahingestellt. Bei der JOSEFS-Brauerei in Olsberg-Bigge im Sauerland kann man jedoch reinen Gewissens zugreifen.

JOSEFS-Brauerei Biersortiment
JOSEFS-Brauerei Biersortiment
Hier tut man, mit jeder gekauften Flasche Gutes. Aber wie?

Ganz einfach: Die JOSEFS-Brauerei ist eine sogenannte Integrationsfirma. Hier arbeiten 8 Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Menschen ohne Beeinträchtigung und das Hand in Hand. Begonnen hat das soziale Engagement mit der neu entstandenen Brauerei im Jahre 2000.

Auch weit über die Grenzen der Brauerei hinaus bietet beispielsweise das dazugehörige Josefsheim, Menschen mit Behinderung die Möglichkeit aktiv am Berufsleben teilzunehmen. Hier wird aktiv Unterstützung und Integrationsarbeit geleistet und somit etwas für die Menschheit getan. Warum sollte man dies nicht auch mit einem guten Feierabend-Bierchen aus der angeschlossenen Brauerei unterstützen? Eben, warum also nicht!

Wie schmeckt soziales engagement? LEST SELBST:

Nun bin ich in der glücklichen Lage, Euch die bierigen Erzeugnisse einmal vorstellen zu dürfen, darüberhinaus gibt es natürlich auch alkoholfreie Getränke (JOSY) im Sortiment. Seid also gespannt wie das JOSEFS-Bier schmeckt und vielleicht probiert Ihr es ja auch einmal. Es lohnt sich!

 

 

Name:  JOSEFS Pils

Bierstil: Pils

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe Farbe im Glas, die feinporige weiße Schaumkrone sitzt beständig auf dem Bier

Geruch:

Sowohl würzige, als auch malzige Aromen steigen mir in die Nase, hinzu kommen angenehm fruchtige Getreidenoten sowie florale Eindrücke

Antrunk:

Die Getreidenoten bestimmen den ersten Eindruck im Mund, das Bier wirkt fruchtig, würzig, mit floralen und fein herben Anklängen. Ein erfrischendes Prickeln begleitet den Trunk.

Nachtrunk:

Der Abgang gestaltet sich ebenso feinherb-würzig mit feiner Getreidearomatik.

 

 

 

Name:  JOSEFS Keller

Bierstil: Kellerbier/Zwickl

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe Farbgebung mit weißem, dichtem und feinporigem Schaum, welcher sich stabil präsentiert.

Geruch:

In der Nase nehme ich fruchtige Eindrücke von Zitrus sowie Getreide- und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der Antrunk des Bieres, mit einer mild-dezenten Karbonisierung gestaltet sich fein würzig, mit sowohl fruchtigen Zitrusnoten, als auch getreidigen Aromen. Ergänzt und abgerundet durch eine ansprechende harmonisch ins Gesamtbild passende Herbe sowie floralen Anklängen.

Nachtrunk:

Würzig und fruchtig, die Bittere vollendet mit gefühlt leichtem Anstieg im Finale des Trunks den Genuss.

 

 

 

Name:  JOSEFS Märzen

Bierstil: Märzenbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben mit feinporigem, relativ stabilem, weißem Schaum, so präsentiert sich das Bier dem Biertrinker im Glas.

Geruch:

Geruchlich verhält es sich würzig, malzbetont, mit fruchtigen Aromen von Zitrus, grasiger Note und Getreidearomatik.

Antrunk:

Malzbetont schon beim ersten Schluck, eine leichte Süße wird spürbar, dazu hat es einen würzigen wie fruchtigen Charakter, mit Zitrusnoten, einem grasig-getreidigen Aromenspiel sowie einer sich im Hintergrund haltenden Bittere.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt das Bier bei seinen malzigen Eindrücken, harmonisch durch eine Würzigkeit und feine Hopfenbittere unterstützt.

 

 

 

Name:  JOSEFS Dunkel

Bierstil: Dunkelbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,2%

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Dunkel, fast schwarz im Glas, der Schaum ist cremefarben, feinporig und mittelstabil.

Geruch:

Aromatisch wird es hier angenehm würzig mit harmonischer leichter Süße, fruchtigen Eindrücken sowie feinen Röstaromen.

Antrunk:

Ein leichtes Prickeln auf der Zunge begleitet den Antrunk, das Bier weist leichte Röstaromen auf, welche sich im Verlauf des Trinkgenusses verstärken, ist feinwürzig, malzig, dezent süßlich und besitzt eine ansprechende milde Bitternote.

Nachtrunk:

Im Abgang verbleibt eine Kombination aus würzigen- sowie Röstaromen und einer angenehmen Bittere.

 

 

Name:  JOSEFS Bockbier (Saisonal erhältlich)

Bierstil: Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  7,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas mit feinporiger, stabiler Blume

Geruch:

Würzige, fruchtige, malzig-süßliche sowie florale Eindrücke wechseln sich in der Nase harmonisch ab.

Antrunk:

Relativ geringe Kohlensäure, daher weiches Mundgefühl. Süßlich, und malzbetont fällt der erste Schluck aus. Dazu gesellen sich sowohl leichte Bitternoten als auch würzig, florale und grasige Aromatiken. Bei 7,5 % Alkohol bleibt auch die angenehm alkoholische Wärme beim Trinken nicht aus.

Nachtrunk:

Sowohl würzig als auch feinherb geht es im Abgang des Bieres zu, fruchtig-grasige Nuancen ergänzen ein rundes Geschmackserlebnis.

 

Mein Fazit:

Bier trinken und Gutes tun muss sich nicht ausschließen und, wie man am Beispiel der JOSEFS-Brauerei sieht, schmeckt noch dazu.

 

Mehr über die JOSEFS-Brauerei und Bezugsquellen der Biere erfahrt Ihr hier.

 

Eine weitere Möglichkeit, durch Bier trinken gutes zu tun, bietet Quartiermeister, meinen Bericht dazu findet ihr hier.

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Gutmann, Mahrs Bräu und Brauerei Kundmüller: Lieblings-Weizenböcke

Da ich ein großer Freund von Weizenböcken bin liegt es für mich nahe, Euch einmal drei Exemplare näher vorzustellen, welche mir besonders gut gefallen. Natürlich ist Geschmack noch immer Geschmackssache, aber mit diesen drei Kreationen, alle drei aus Bayern, zwei sogar aus Franken, macht man in meinen Augen nie etwas verkehrt. Im Gegenteil, hier schmeckt man die Liebe zum Bier von einem Schluck zum anderen.

 

der weisse bock von mahrs bräu ist der dunkelste

Name:  Mahrs Bräu – Weisser Bock (ehemals: Der Weisse Bock)

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer und Hersbrucker), Hefe

Alkohol: 7,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Mahrs Bräu - Weisser Bock im Glas
Mahrs Bräu – Weisser Bock im Glas

Optischer Eindruck:

Kastanienfarben und naturtrüb im Glas steht der Weisse Bock vor mir, seine Schaumkrone sitzt feinporig, relativ instabil und cremefarben darüber

Geruch:

In der Nase nehme ich deutlich Banane und etwas Birne wahr, allgemein eine schöne Fruchtigkeit ist zu spüren und wird durch eine leichte Nelkenaromatik ergänzt.

Antrunk:

Der Antrunk gestaltet sich erfrischend, sanft prickelnd bei einer angenehm alkoholischen Wärme.  Geschmacklich dominiert die Bananennote, fruchtige Aromen umspielen den Gaumen,  ergänzt durch eine leichte Süße und unaufdringliche Bittere.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist wiederum leicht herb, fruchtig und feinsüßlich und macht Lust auf den nächsten Schluck, oder gar den nächsten Weissen Bock!

 

 

 

Weiherer Weizenbock – eine fruchtige angelegenheit

Name:  Weiherer – Weizenbock

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz (55%), Gerstenmalz (45%), Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben präsentiert sich der Weiherer Weizenbock von der Brauerei Kundmüller in meinem Glas, hefetrüb, sein Schaum feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Reife Banane strömt mir geruchlich entgegen, Birne gesellt sich dazu und wird durch eine leichte, fruchtige Säure sowie Noten von Trockenfrucht und Karamell umwoben.

Antrunk:

Die reife Banane hält sich im Vordergrund und wird durch Noten von Pfirsich, Zitrusfrucht, fruchtiger Süße und Trockenfrüchten sowie einer leichten Hefenote unterstützt. Das auf der Zunge fein moussierende Bier wärmt durch seinen Alkohol auch von innen, jedoch ist dieser sehr gut eingebunden.

Brauerei Kundmüller - Weizenbock
Brauerei Kundmüller – Weizenbock

Nachtrunk:

Im Abgang klingt der Weizenbock mit fruchtigen, fein hopfig-herben und Toffee- Aromen aus.

 

 

Gutmann Weizenbock, seit jahren für mich ein muss

Name:  Gutmann – Weizenbock

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen und
obergärige Hefe.

Alkohol: 7,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der Gutmann Weizenbock ist bernsteinfarben mit Hefetrübung und einer einporigen weißen und festen Schaumkrone.

Geruch:

Im Geruch ist der Bock deutlich auf Seiten der reifen Banane, es kommen aber auch noch Trockenfrucht, Nelken sowie ein Hauch Birne hinzu.

Antrunk:

Die reife Banane bestätigt sich auch im Antrunk, wird fruchtig von der Birne assistiert und durch Hefearomatik wie auch angenehme Zitrusnoten am Gaumen ergänzt. Auch hier findet sich eine alkoholische Wärme im Empfinden beim Trunk wieder.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk nehme ich eine Mischung aus Fruchtnoten, einer hintergründigen Bittere und Hefe wahr.

 

 

mein fazit

Egal für welchen Bock man sich nun entscheidet, es bleibt fruchtig. Einen Sieger gibt es für mich nicht, weil jeder hier vorgestellte Weizenbock für sich ein ganz eigenes Spektrum abdeckt, sowohl aromatischer als auch, noch viel offensichtlicher, farblicher Natur. Drei Weizenböcke zum verlieben eben, stark, süffig und geschmackvoll. Prost!

 

 

Mehr zur Mahrs Bräu gibt es hier.

Mehr über die Brauerei Kundmüller erfahrt Ihr hier.

Der Weg zur Brauerei Gutmann führt hier entlang.

 

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Wit Wit, Hurra, der VETO Orangenfalter ist da!

Es ist Frühling, Orangenfalter-Zeit mit veto

Ralph Hertrich von der Hopferei Hertrich hat sich wieder einmal an den Sudkessel begeben, herausgekommen ist ein belgisches Witbier. Offizieller Release des Bieres ist diesen Freitag, den 20.4.2018 im Craft Beer Store Hamburg. Da mich seine Biere, von IPA bis Schoko-Stout, bisher immer überzeugen konnten, war ich umso mehr gespannt wie ein flüssiger Trip nach Belgien auf VETO Art schmeckt. Aber lest gerne selbst, wie ich den Orangenfalter geschmacklich erlebt habe…

Biervorstellung des Orangenfalters
Hopferei Hertrich - VETO Orangenfalter im Glas
Hopferei Hertrich – VETO Orangenfalter im Glas

Name: VETO – Orangenfalter

Bierstil: Witbier (belgisch)

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Weizenflocken, Haferflocken, Koriandersamen, Orangenschalen, Kamilleblüten, Hopfen (Saazer, Pacifica), Hefe

Alkohol: 4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Das Bier ist farblich bei einem strahlend hellen gelb mit natürlicher Trübung, der Schaum ist, trotz des breiten Witbierglases relativ stabil und fein- bis mittelporig bei weißer Farbe.

Geruch:

In der Nase nehme ich deutlich Koriander wahr, auch die Fruchtigkeit der Orange zeigt sich und wird durch leiche Kamillenoten unterstützt. Allgemein wirkt das Bier im Geruch fruchtig und würzig zugleich und macht Lust auf den ersten Schluck.

Antrunk:

Im Antrunk ergibt sich ein angenehm erfrischendes, auf der Zunge prickelndes Bild von fruchtigen, würzigen und Hefenoten. Der Koriander ist omnipräsent ohne störend zu wirken, die Orangen- und Zitrusaromatik ist hier ein wunderbar aromatischer Begleiter des Trunks. Ich erschmecke zudem kräuterige, florale Nuancen sowie Kamille, welche sich aber im geschmacklich im Hintergrund hält.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Bieres ein, ein Aromenspiel von Koriander, Zitrusfrüchten und floralen Noten ergibt ein stimmiges Finish.

 

Mein Fazit

Der Ausflug nach Belgien ist Ralph Hertrich gelungen, gerade jetzt zur wärmeren Zeit ist der Orangenfalter der ideale Feierabendbegleiter. Cheers!

 

Mehr über die Hopferei Hertrich und ihr VETO Bier findet Ihr hier.

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Wenn Bierbrauer auf den Hund kommen: ‚Das Dackel‘ – Bier aus Münster

Die Brauerei „Das Dackel“

Ich muss zum Anfang gestehen hier etwas befangen zu sein, wenn ich vom Dackel rede. Hatte ich doch selbst 16 Jahre lang einen treuen Begleiter in dem wunderbaren Familien-Dackel Franz. So bin ich, über das Internet, auch gleich auf eben diese Brauerei gekommen: Das Dackel, hier wird Bier im kleinen Rahmen, einem 5 Hektoliter Sudhaus, am Standort der ehemaligen Germania Brauerei in Münster gebraut. Nach über 30 Jahren wird hier wieder gebraut, im Zeichen des Dackels!

Dackel-Herrchen David Deilmann braut hier, angefangen als Heim- und Hobbybrauer, im mit voller Absicht klein und handlich gehaltenen gläsernen Sudhaus zwei verschiedene Sorten Bier. Das Dackel in naher Zukunft auch bereits eine Kollaboration mit der Gruthaus-Brauerei Münster am Hahn beziehungsweise in der Flasche.

Das Dackel Hausbier Untergärig, Hausbier Obergärig und Dackel Franz
Das Dackel Hausbier Untergärig, Hausbier Obergärig und Dackel Franz
Wie kam man denn auf die Idee mit dem Namen?

Auf den Namen kam er übrigens nicht unbedingt wegen des eigenen Dackels, nein aufgrund der früher eingesetzten Braudackel, welche früher oftmals treuer Begleiter der Bierbrauer waren, bei erhöhter und lebensgefährlicher Kohlenstoffdioxidkonzentration ohnmächtig umkippten und so den Brauern das Leben retteten. Selbst überlebten diese das zum Glück auch meist, konnte ich in Erfahrung bringen.

Dackel überall, sogar im Sudhaus

Bei den 5 Gär- und Lagertanks gehts übrigens auch dackelig zu, sind diese doch nach den Familiendackeln der an der Brauerei und dem Standort beteiligten Menschen benannt:

Emma, Molly, Tussi, Fiene und Fussel

Gebraut werden 5 Hektoliter pro Sud in den Sorten „Hausbier obergärig“ und „Hausbier untergärig“. Reifen darf dieses deutlich länger als bei den großen Brauereien, ganze 7 Wochen lang und wird auch direkt vor Ort in Flaschen abgefüllt.

Kommen wir also doch direkt mal zum Bier:

Die beiden Das Dackel Biere im Portrait
Die beiden Das Dackel Biere im Portrait
Biervorstellung der beiden Dackel Biere

Name: Untergäriges Hausbier

Bierstil:  Pilsener

Zutaten:  Wasser, Pilsener Malz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Opal, Hallertauer Tradition)

Alkohol:  5,1 %

IBU: 42

Beschreibung des Bieres:

Das Dackel - Untergäriges Hausbier im Glas
Das Dackel – Untergäriges Hausbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strohgelb und glanzfein steht das Bier vor mir im Glas, der feinporige weiße Schaum sitzt mit stabiler Krone darüber

Geruch:

In der Nase erkenne ich Getreidenoten sowie fruchtige, grasige Aromen. Auch Zitrusfrucht und eine leichte Hefearomatik schwingt mit.

Antrunk:

Der Antrunk fällt würzig aus, eine feine Bittere gesellt sich dazu, mit ihr kommen fruchtige Zitrusnoten sowie grasige Aromen hinzu. Ein erfrischend prickelndes Bier.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt das Untergärige würzig, unterstützt von einer feinen Hopfenbittere.

 

 

 

Name: Obergäriges Hausbier

Bierstil: Altbier

Zutaten:  Wasser, Weizen Malz, Pilsener Malz, Wiener Malz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Mandarina Bavaria)

Alkohol:  5,0 %

IBU: 38

Beschreibung des Bieres:

Das Dackel - Obergäriges Hausbier im Glas
Das Dackel – Obergäriges Hausbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend goldgelb im Glas mit einer natürlichen Trübung und einer feinporigen, stabilen Blume.

Geruch:

Fruchtige Eindrücke überwiegen hier, Zitrus, etwas Pfirsich nehme ich wahr. Weiterhin kann ich getreidige und florale Aromen erschnüffeln (man stelle sich jetzt bitte einen Dackel am Bierglas riechend vor).

Antrunk:

Der Antrunk ist erfrischend prickelnd auf der Zunge, die Zitrusfrucht aus der Nase erschmecke ich auch. Allgemein ist das Obergärige eine schön fruchtig-getreidige Angelegenheit mit einer angenehmen Malznote.

Nachtrunk:

Der Abgang gestaltet sich ebenfalls fruchtig-erfrischend.

 

Mein Fazit

Ich finde die Idee an sich schon einmal sehr gut, dem besten Freund des Menschen ein Bier, oder gar eine ganze Brauerei zu widmen. Dass die Biere in ihrer Haltbarkeit nicht künstlich verlängert wurden, sondern rasch genossen werden sollten spricht mich ebenfalls an. Man kann der Brauerei „Das Dackel“ nur alles Gute wünschen und ich hoffe man wird noch lautes Gebell, sprich weitere Biere von ihr erleben können.

 

Mehr über Das Dackel erfahrt ihr übrigens hier.

Die Biere gibt es nur direkt ab Brauerei, der Verkauf dort findet an unregelmäßigen Terminen, z.B. wieder am 24.03.18, statt. Verkaufstermine und Adressen, wo das Bier getrunken werden kann, findet ihr auf der Homepage.

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Biervorstellung Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei – Schwarze Tinte

hoppy birthday liebe schwarze tinte

Als sich Martin Seidl vor einem Jahr am 14.03.2017 aus dem nicht allzu fernen Dietraching in Oberösterreich auf zur Tölzer Mühlfeldbräu machte, um dort den ersten gemeinschaftlich gebrauten Sud der schwarzen Tinte zu brauen, wer hätte da gedacht, dass es so erfolgreich sein wird?

Von Kritikern und Bierfreunden gleichsam gelobt, ist es heute von der Craftbeer Landkarte nicht mehr wegzudenken, ja wurde sogar jüngst im neuesten Werk ‚111 deutsche Craft Biere die man getrunken haben muss‘ von Norbert Krines und Martin Droschke erwähnt.

die braukunst live als initialzündung

Schon bei meiner ersten Berührung mit dem Bier, als es Martin Seidl mit seiner Dietrachinger Privatbrauerei noch allein mit zur Braukunst Live 2017 brachte, war ich vom Geschmack überzeugt, vom Menschen dahinter übrigens mindestens genauso sehr. Hier kommen eben nicht nur Hopfen und Malz, sondern auch viel Liebe zum Brauen und zum Bier mit in den Kessel.

Kennengelernt haben Kirsten Rhein (heute Braukraft Brauerei) und Martin sich bei eben dieser Braukunst Live und dort entstand auch die Idee zum gemeinsamen Brauen in Bad Tölz, seines Zeichens Sitz der Tölzer Mühlfeldbräu.

Dietrachinger und ‚TMB‘, eine Erfolgsgeschichte begann…

Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei - Schwarze Tinte Flasche
Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei – Schwarze Tinte Flasche

Name: Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei – Schwarze Tinte

Bierstil: Stout (Single-Hop)

Zutaten: Wasser, Gersten- und Roggenmalz, Hopfen (Sorachi Ace), Hefe

Alkohol: 6,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Das Glas wird blickdicht und nachtschwarz von der schwarzen Tinte eingenommen, der Schaum ist feinporig und cremefarben.

Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei - Schwarze Tinte
Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei – Schwarze Tinte

Geruch:

In die Nase steigen mir deutliche Noten von dunkler Schokolade und Kaffee, sogar eine gewisse Sherrynote nehme ich wahr, unterstützt durch eine angenehme Röstmalzaromatik, entgegen. Da ist man direkt auf den ersten Schluck gespannt.

Antrunk:

Das Bier legt sich mit cremiger Textur über die Zunge, ohne sie nicht auch ein bisschen mit einer leichten Spritzigkeit zu kitzeln. Geschmacklich wird es schokoladig, eine leichte Süße nehme ich wahr. Hinzu kommen Noten von Röstmalz, Kaffee und auch eine gewisse, nicht aufdringliche, Fruchtigkeit.

Ein sehr cremig sanftes Vergnügen auf der Zunge und am Gaumen vom ersten bis zum letzten Schluck.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk bietet ebenfalls eine Fülle von Röstmalz- Kaffee und Schokoladenoten, die hervorragend harmonieren, eine leichte Bittere im Nachhall ist ebenfalls spürbar.

Hoppy Birthday Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei - Schwarze Tinte
Hoppy Birthday Tölzer Mühlfeldbräu / Dietrachinger Privatbrauerei – Schwarze Tinte
Mein Fazit

Ein Bier wie ein Dessert für Geniesser: rund, stimmig, cremig, schokoladig.

 

Mehr Infos zur Dietrachinger Privatbrauerei gibts hier.

Den Web-Auftritt von Tölzer Mühlfeldbräu gibts hier.

Meine Buchvorstellung ‚111 Craft Biere die man getrunken haben muss‘, findet ihr hier.

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Biervorstellung: Wacken Brauerei – Hymir Giant Stout und weitere Wacken Biere… Heavy Metal im Glas!

Wacken, Bier – eine Liebesgeschichte

Wacken und Bier, das passt oder? Das auf jeden Fall, denkt man doch als erstes an das jährlich Anfang August veranstaltete Heavy Metal Festival ‚Wacken Open Air‘, welches zehntausende in seinen Bann zieht und Bier als sein Hauptgetränk zählen kann. Nun haben sich Helge Pahl, sein Bruder Hendrik gemeinsam mit Diplom Braumeister Matthias Brocke und einem fleissigen Team drum herum in den Kopf gesetzt, Craftbeer in diesem kleinen Ort in Schleswig-Holstein zu brauen und von dort in Deutschland bekannt zu machen.

Kreative Biere im Zeichen der Götter

Die Ideen für die Namen stammen aus der Mythologie, speziell inspiriert durch Götter oder götternahe Figuren. Beer of the Gods eben. Das einzige Problem bei mir damit ist lediglich die genaue Aussprache, aber hier helfen Helge und Co. gerne weiter. Seid nun also gespannt auf verschiedene neuere und länger im Biersortiment der Wacken Brauerei befindliche Biere und wie ich sie empfunden habe.

 

Biervorstellung von Hymir, der Gigant unter den Stouts
Wacken Brauerei - HYMIR Giant Stout im Glas
Wacken Brauerei – HYMIR Giant Stout im Glas
HYMIR – Giant Stout

Bierstil: Imperial Stout

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe

Alkohol: 8,5 % vol

IBU: 55

 

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Nachtschwarz präsentiert sich das mächtige Imperial Stout im Glas, der Schaum ist feinporig und instabil, in der Farbe cremefarben bis braun.

Geruch:

Die Nase vermeldet deutliche Malznoten, welche vor allem Röstaromen und Bitterschokolade transportieren, hinzu kommt eine leichte Kaffeearomatik und auch der wärmende Alkohol ist bereits wahrzunehmen.

Antrunk:

Der Antrunk des Bieres wird zu einem sanft prickelnden, ölig samtigen Vergnügen auf der Zunge. Der gute Hymir kommt mit kräftigen Röstaromen daher, welche durch Kaffee – und gaumenschmeichelnde Bitterschokolade tatkräftig unterstützt werden. Die alkoholische Wärme der 8,5 Prozent ist angenehm spürbar.

Nachtrunk:

Im Abgang bleiben die Kaffee- und Bitterschokolade Eindrücke noch lange erhalten. Die Herbe, welche sich insgesamt im moderaten aber doch spürbaren Bereich bewegt, steigt sogar noch etwas an.

Wacken Brauerei - HYMIR Giant Stout
Wacken Brauerei – HYMIR Giant Stout

Fazit:

Ein wunderbares Bier zum Feierabend oder dem sonntäglichen Schokoladenkuchen, wärmend, rund in seiner Aromatik und einfach gut!

 

Weitere feine Biere der Götter in der Kurz-Review

Das war natürlich nicht mein einziges Bier der Wacken Brauerei, es folgen ein paar kurze Eindrücke meiner bisher, vor dem Imperial Stout, proBierten.

SURTR – Smoked Porter

Bierstil: Porter

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe

Alkohol: 6,2 % vol

 

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Die Farbe des Bieres bewegt sich im dunklen bis schwarzen Bereich, der Schaum ist bräunlich und fein- bis mittelporig.

Geruch:

Hier nehme ich Röstaromen, dunkle Schokolade und eine feine Rauchnote wahr.

Geschmack:

Die Eindrücke von Kaffee und Zartbitterschokolade bestätigen sich beim ersten Schluck des Bieres. Die Schokolade harmoniert hier sehr gut mit der Raucharomatik. Auch schmecke ich Noten von Trockenfrüchten und eine leichte Bittere.

 

WEIZENDOPPELBOCK – Tanngnjostir und Tanngrisnir

Bierstil: Weizendoppelbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe

Alkohol: 7,5 % vol

 

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Kastanienbraun mit weißem, mittel- bis grobporigem und stabilem Schaum

Geruch:

Deutliche Rauch- und Malznoten, fruchtig nach Zitrus.

Geschmack:

Das Raucharoma überwiegt bis über den Abgang hinaus, dazu gesellen sich fruchtige und leicht herbe Noten. Ein Bier welches ich ohne das Etikett zu lesen durchaus auch nach Franken einordnen könnte.

 

MJÖLNIR – Nordic Lager

Bierstil: Lager

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe

Alkohol: 5,3 % vol

 

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schöne goldene Farbe, der Schaum ist feinporig, weiß und stabil.

Geruch:

Fruchtige Noten, Zitrus, aber auch Getreide.

Geschmack:

Der Antrunk gestaltet sich erfrischend und prickelnd auf der Zunge, mit deutlich fruchtigen Aromen von Zitrus und Trockenfrüchten sowie einer feinen Herbe. Auch im Nachtrunk bleibt es fruchtig-herb.

 

 

BALDUR – Nordic Märzen

Bierstil: Märzen

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe

Alkohol: 5,5 % vol

 

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Kupferfarben liegt das Bier im Glas, bedeckt von einer feinporigen Schaumkrone.

Geruch:

Malzige und erdige Töne, fruchtig ergänzt durch eine schöne Zitrusnote.

Geschmack:

Im Geschmack ist das Bier malzbetont mit würziger Aromatik und einer feinen, harmonischen Bittere.

 

Wacken und Craft? Geht das? Mein Fazit.

Mein Fazit zur Wacken Brauerei ist also klar positiv, das Bier schmeckt und im reichhaltigen Sortiment findet sich sicher für jeden ein göttlicher Trank, ob man nun Metalhead, Fußballfan und/oder Biergourmet ist, zum Wohl!

Wacken Brauerei Biere
Wacken Brauerei Biere

 

Mehr über die Wacken Brauerei, gibts hier: Beer of the Gods

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Wenn Effe Bier brauen würde: Provokant, direkt, Effinger!

Effinger, wie kam man bloß auf diesen Namen?

Effinger? Was ist das denn für ein Name? Nun, das mag man sich erst einmal fragen. Die Frage beantworten wird schlussendlich schon ein Blick auf ein Foto des Initiators der Biermarke. Oliver Hill nämlich, seineszeichens Betreiber verschiedener Restaurants in und um München und Stefan Effenberg – Lookalike. Beweis gefällig? Aber gerne doch!

Effinger: Bier, Brauerei und Grundidee

Da wir das nun geklärt hätten würde ich Eure Aufmerksamkeit gerne auf die ‚Brauerei‘ an sich lenken. Die Biere, welche Oliver bei Kapplerbräu in Altomünster brauen lässt, waren ursprünglich als flüssiger Begleiter zu den Burgern seiner Effe & Gold Restaurants gedacht. Doch nun strebt man nach Größerem. Der Werbeslogan „Dieses Bier ist sehr gut!“ ist kurz und einprägsam, selbstbewusst, das mag ich. Auch die provokante Ankündigung, man solle auf der diesjährigen Braukunst Live doch erstmal das sehr gute Effinger Bier probieren, bevor man zu den anderen Brauereien geht brachte mich zum schmunzeln. Das dies natürlich alles mit einem Augenzwinkern gedacht und geschrieben ist, sollte klar sein.

Die Biere im einzelnen bilden eine schöne Palette durch kreative und traditionelle Bierstile ab, inzwischen gibt es ganze 3 Sorten:

The Dark Side of the Beer – ein Dunkles

Das kühle Blonde – ein Helles

Indian Beervana – ein India Pale Ale

Das Effinger Biersortiment
Das Effinger Biersortiment

Bei den Zutaten bedient man sich bei den Bieren, ganz wie es dem Konzept der Restaurants entspricht, bei Anbietern aus der Region. Der Hopfen kommt beispielsweise aus der Hallertau, gebraut wird im Umkreis vom Dachau. Was nicht heissen soll, dass es nicht auch mal international werden darf. Der Summit Hopfen für das IPA und der Lemondrop Hopfen für das Helle kommen nämlich aus den USA.

Bleibt noch die Frage, wie die 3 Biere schmecken? Auch die kann ich Euch gerne beantworten:

Die Effinger Biere im Test

Effinger – Das kühle Blonde

Effinger - Das kühle Blonde im Glas
Effinger – Das kühle Blonde im Glas

Bierstil: Lager Hell

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen. Hopfenextrakt (Hallertauer Nordbrauer, Hallertauer Perle, Lemondrop)

Alkohol: 5,2 % vol.

Beschreibung des Bieres:

Optik: Strahlend strohgelb, glanzfein, mit feinporigem und relativ stabilem Schaum.

Nase: Noten von Getreide, Hefe, Zitrus, dazu fruchtig

Antrunk: Der Antrunk ist prickelnd spritzig und erfrischend auf der Zunge, dabei würzig, leicht herb mit Noten von Zitrus und Getreide

Nachtrunk: Getreide- und Zitrusnoten sowie ansteigende Bittere

 

Effinger – The Dark Side of the Beer

Effinger - The Dark Side of the Beer im Glas
Effinger – The Dark Side of the Beer im Glas

Bierstil: Lager Dunkel

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzextrakt, Hopfen, Hopfenextrakt (Hallertauer Nordbrauer, Hallertauer Perle)

Alkohol: 5,3 % vol.

Beschreibung des Bieres:

Optik: Dunkelbraun bis schwarz in der Farbe, der Schaum fein bis mittelporig und cremefarben.

Nase: Röstaromen, dazu malzig mit Aromen von Getreide und leichter Fruchtigkeit

Antrunk: Ein angenehmes prickeln auf der Zunge entfacht dieses Bier. Es präsentiert sich malzbetont, würzig, herb, mit Röstaromen, hinzu kommt leicht Bitterschokolade.

Abgang: Das Bier klingt im Nachtrunk mit Röstaromen und würzig-herb ab

 

Effinger – Indian Beervana

Effinger - Indian Beervana im Glas
Effinger – Indian Beervana im Glas

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzextrakt, Hopfen, Hopfenextrakt (Hallertauer Nordbrauer, Hallertauer Mittelfrüh, Summit)

Alkohol: 4,9 % vol.

Beschreibung des Bieres:

Optik: Goldgelb im Glas präsentiert sich das Bier glanzfein mit feinporiger instabiler Schaumkrone

Nase: Noten von Zitrusfrucht, Grapefruit sowie Getreide und grasige Aromen

Antrunk: Der Antrunk ist spritzig auf der Zunge, hier bestätigt sich der Zitrus-Eindruck der Nase, ergänzt durch leichte Grapefruitaromatik, feine Bittere und fruchtige Noten

Abgang: fruchtig, prickelnd, die Bittere steigt an

 

Somit schließe ich diese Biervorstellung mit einem Knall(er Foto), aufgenommen bei der Braukunst Live, Cheers!

Effinger bei der Braukunst Live in München
Effinger bei der Braukunst Live in München

 

Mehr über Effinger erfahrt ihr hier.

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