Argentinien und Franken verbunden in einem heissen Tanz in der Flasche: Chamamè IPA

Chamamè, ein fränkisch-argentinischer Tanz auf dem Hopfenfeld

Als mich vor einigen Tagen die Nachricht von Eber Andriuolo, Head-Brewer bei Lindenberg in Argentinien, erreichte, war mir eines sofort klar:

Das ist eine Kollaboration, die es wert ist vorgestellt zu werden. Kooperiert wird mit der fränkischen Kronprinz Brauerei aus Bamberg und es kommt allerlei Spannendes in den Sudkessel. Grapefruitschalen zum Beispiel oder auch Bio Rote-Bete-Saft, dazu eine ganze Menge hocharomatischer Hopfen.

Anfängliche Skepsis weicht Begeisterung

Dass es bei der ersten Annäherung da erstmal Skepsis aufkam, liegt auf der Hand. Befindet Bamberg sich doch mitten im Reich des Reinheitsgebots und Bayern ist für seine strenge Umsetzung dessen bekannt. Doch schnell wird Braumeister Tobias Seidel von der Kronprinz Brauerei klar, dass dieses Abenteuer sich lohnen wird. Allein schon des Geschmackes wegen.

Hopfen aus Deutschland, Zitrusfrüchte aus Argentiniens Nordosten, die Brücke war geschlagen.

Namensfindung

Doch wie nennt man diesen Trunk nun? Hier leistete der „Chamamè“, ein Tanz aus ebendiesem Nordosten Argentiniens die Namenspatenschaft. Importiert wurde dieser von Wolgadeutschen.
Ein wirklich spannender Tanz der Bierelemente ist auch in diesem IPA zu finden, welches ich Euch nun natürlich sehr gerne vorstellen möchte…

Kronprinz Bamberg & Lindenberg (Argentinien) – Chamamè ipa

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Gerstenmalz, Weizenmalz, Bio Rote-Bete-Saft, Bio Grapefruit, Hopfen (Chinook, Hallertauer Saphir, Spalter Select, Cascade), Grapefruit-Schalen.

Kronprinz & Lindenberg - Chamamè IPA, die Zutaten auf dem Flaschenboden
Kronprinz & Lindenberg – Chamamè IPA, die Zutaten auf dem Flaschenboden

Alkohol: 6,7  %

IBU: 63

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schon beim ins Glas einschenken fällt die schöne Farbe des Bieres auf. Ein kräftiger Rotton welcher sich im Sonnenlicht in tollen unterschiedlichen Farbgebungen präsentiert. Der Schaum des IPA ist feinporig, am Glas haftend, relativ stabil und rosafarben.

Geruch:

Nach diesem aufreizenden Farbspiel bin ich auf den Geruch gespannt. Vordergründig ist der Duft von Grapefruit und Zitrus zu erleben, doch damit nicht genug. Kräuterige und würzige Aromen sind ebenfalls deutlich wahrnehmbar, ebenfalls hat der Geruch etwas von Orange und Schwarztee.

Antrunk:

Anregend und trotzdem geschmeidig prickelt das Chamamè IPA am Gaumen und kann eine ordentliche, aber nicht zu dominante, Bittere entsenden. Es kommt zu einem Spiel zwischen eben erwähnten herben Noten auf einer und den aromatischen Zitrus- und Grapefruitaromen auf der anderen Seite. Dass dieses Spiel so funktioniert, erlebt man bereits beim ersten Schluck. Die malzigen Aromen bleiben weitestgehend im Hintergrund. Sie unterstützen nur den gewaltigen fruchtigen Eindruck aus Hopfen und den bei der Kalthopfung zugegebenen Grapefruitschalen. Weiter gesellen sich noch Anklänge von Kräutern sowie florale Geschmacksnuancen und tropische Früchte dazu.

Nachtrunk:

Bereits im Antrunk begeisternd, mögen die positiven Eindrücke auch im Nachgang nicht aufhören. Ein spannender Mix aus Zitrusfrüchten und Bittere, welchen die Grapefruit, gepaart mit Zitrus, aber für sich entscheiden kann. Daraus entsteht ein Bier welches einem Aperitif ähnlich ist. Und als solches kann man das Bier ebenso genießen, wie zu besonderen Augenblicken oder zur Belohnung nach getaner Arbeit.

Mi cumplido! (Mein Kompliment!)

¡Salud

 

Mehr Infos zur Kronprinz Brauerei erhaltet Ihr hier.

Die Lindenberg Brauerei ist hier zu finden.

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craftBee – Honig in seiner bierigsten Form

Vom Honig, den Bienen und dem Bier

Bienen sind zurzeit in Bayern in aller Munde. Das ihr Lebensraum erhalten werden sollte ist für mich ganz klar. Niemand kann ernsthaft ohne sie und all ihrer Vorteile, welche sie für unser Ökosystem bringen, leben wollen.

Nun habe ich bei der Braukunst Live Michael Hertweck vom Team von craftBee aus Kassel wieder getroffen und mir ein paar ihrer Biere sichern können. Seit Ende 2015 wird im schönen Hessen gebraut, mit Honigen aus den Jahreszeiten Frühling und Sommer. Das dritte, ein Tripel, kommt ganz ohne Honig aus, ist jedoch nicht minder geschmackvoll.

Warum ich das craftBee No.2 vor dem No.1 teste? Das ist einfach der höheren empfohlenen Trinktemperatur geschuldet.

Aber lest nun gerne einfach selbst wie mir die Biere von craftBee geschmeckt haben….

Die craftBee Sorten
Die craftBee Sorten

 

craftBee – Golden Honey (craftBee No.2)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Ahorn, Wiener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 32

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Golden Honey im Glas
craftBee – Golden Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein strahlend dursterregendes Goldgelb im Glas mit leichter Trübung und einer stabilen, weißen und feinporigen Schaumkrone sind meine ersten Eindrücke dieses Bieres,

Geruch:

Spannendes, das erwarte ich mir im Geruch des Bieres, welches mit Frühlingshonig gebraut wurde und tatsächlich, das wird es auch! Der Honig zeigt sich intensiv aromatisch in der Nase. Dazu kommen florale und fruchtige Aromen und ein Hauch Karamell.

Antrunk:

Fein prickelt das Golden Honey auf der Zunge, die feinen Honignoten umspielen gekonnt die Geschmacksknospen und auch die floralen Anklänge würden wohl jede Biene frohlocken lassen. Weiter erschmecke ich eine geschmeidige Bittere und ihren harmonisierenden Gegenpart, die malzige Süße im Trunk.

Nachtrunk:

Auch im Abgang bleibt es ausgewogen zwischen Honig, Malz und der Bitternote, welche das Bier nicht zu (honig-)süß werden lässt, sondern ausgesprochen fein und genussvoll macht.

 

 

Craftbee – Amber Honey (craftBee no.1)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: 90% Vollbier aus Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Mahagoni Caramel, Münchener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 30

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Amber Honey im Glas
craftBee – Amber Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein dunker naturtrüber Bernsteinton gibt farblich im Glas die Richtung vor, das Amber Honey wurde, anders als das Golden Honey, mit Sommerhonig gebraut. Darüber hält sich eine mittelfeste, feinporige und cremefarbene Schaumschicht.

Geruch:

Die empfohlende Trinktemperatur von 12 Grad lässt den Honig sehr stark in den Vordergrund treten, das gefällt mir wirklich gut! Außerdem kann ich florale, malzige und karamellige sowie kräuterige Anklänge erschnuppern.

Antrunk:

Was mich wohl im Antrunk erwarten wird? Ich verrate es Euch! Der Sommerhonig zeigt sich von seiner intensiv aromatisch-herben Seite. Unterstützt wird er durch sowohl blumige Anklänge als auch kräuterige und karamellartige Noten. Ein komplexes und aufregendes Aromenspiel, welches das Bier zu einem besonderen Genuss macht.

Nachtrunk:

Im Nachhall ist es noch lange nicht vorbei mit den floralen, honigsüßen- und herben sowie kräuterig-würzigen Noten. Das Bier bleibt an den Geschmacksknospen ‚kleben‘ wie Honig und, noch wichtiger, in sehr guter Erinnerung.

 

 

craftBee – Tripel

Bierstil:  Triple

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Munich), Weizenflocken, Haferflocken, Hopfen (Saaz, Styrian Goldings), Hefe, Koriandersaat

Alkohol:  7,7  %

IBU: 15

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Tripel im Glas
craftBee – Tripel im Glas

Optischer Eindruck:

Golden und natürlich trüb steht das Bier vor mir im Glas, sein Schaum ist von beeindruckender Masse und hält sich auch ziemlich lange stabil.

Geruch:

Im Geruch nehme ich Aromen von Ingwer, Koriander,  Zitrusfrucht sowie grasige, kräuterige und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der erste Schluck des Bieres streicht fast ölig über die Zunge, ein intensives Aromenbett aus Kräutern, Koriander, Ingwer und Würzigkeit begleitet meine erste geschmackliche Berührung mit dem Bier. Was ich noch erschmecken kann sind feine florale, fruchtige und malzige Facetten.

Nachtrunk:

Auch der Abgang ist beim Tripel nachhaltig erlebbar. Die kräuterigen, floralen, würzigen Aromen verhallen erst langsam und erzählen von einem überzeugenden Bier.

 

Fazit:

Das Honig ein tolles Lebensmittel ist wusste man. Das es auch im Bier schmecken kann beweist craftBee für mich eindrucksvoll mit seinen spannenden und intensiven Geschmacksbomben. Die sollte man unbedingt probieren! Cheers.

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Schorschbräu bei der Braukunst Live – Ein bieriger Ausblick auf den Schorschbock 16 Oak Aged

Schorschbräu heisst: Starkes Bier, starker Typ

Der Schorsch, auch bekannt als Georg Tscheuschner, braut Biere jenseits der gewöhnlichen Alkoholgrenzen. Biere, die den stärksten Mann umhauen können. Genauso vom Sessel gehauen hat es mich, dass Schorschbräu zur diesjährigen Braukunst Live als Aussteller vorbei kommt um seine Biere zu präsentieren.

Wow, dachte ich mir, da kommt ein Highlight auf München zu. Ein fränkischer Urknall. Und ein super Typ noch dazu! Grund genug, eine seiner Spezialitäten aus dem Keller hervorzuholen. Den im Eichenfass gereiften Schorschbock 16.  Seineszeichens das World Strongest Lager und eine wahre Aromenbombe, die ich bereits letzten Sommer vom Fass gezwickelt probieren durfte.

Macht Euch auf was gefasst, es wird explosiv!

Brauerei Schorschbräu – Schorschbock 16 im Eichenfass gereift.

Bierstil:  Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkohol:  16  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schorschbock 16 im Eichenfass gereift - im Glas
Schorschbock 16 im Eichenfass gereift – im Glas

Bereits beim Anblick der Keramikflasche mit ihrem Wachssiegel mutet das Bier sehr edel an. Schon nach dem Öffnen des Bügelverschlusses strömen mir intensive Eichenfassnoten entgegen.

Opak und kastanienbraun steht das Worlds Strongest Lager vor mir im Glas. Sein Schaum ist fein- bis mittelporig, cremefarben und verflüchtigt sich relativ rasch.

Geruch:

Geruchlich sind die intensiv aromatischen Eichenfassaromen dominant. Trockenfrüchte und eine angenehm malzige Aromatik, die sich nach und nach entfalten holen mich direkt ab.

Antrunk:

Ein cremig-öliges und sehr weiches, schmeichelndes Mundgefühl bei moderater Karbonisierung kommt auf. Hinzu kommt natürlich, dem Alkoholgehalt entsprechend, eine wohlige Wärme. Die malzige Süße und Trockenfrüchte sowie eine feine, nicht zu dominante Holzfassaromatik, paaren sich sehr ansprechend im Trunk.

Nachtrunk:

Auch im Nachhall kann das Bier mich mit seinen malzigen, feinsüßen sowie holzfassaromatischen Anklängen und einer, zum Abgang hin, ganz geschmeidig eingebunden leichten Bittere nachhaltig begeistern.

Fazit:

Wahrlich kein Bier für jeden Tag, jedoch für besondere Anlässe ein Highlight, komplex und spannend bis zum letzten Schluck. Cheers!

Mehr über Schorschbräu könnt Ihr übrigens hier erfahren.

Meinen Artikel vom Besuch der Brauerei Schorschbräu im Sommer findet Ihr hier.

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Wacken Brauerei – der Walküren Schluck eis’bockt mich richtig!

Wacken – eine kurze Erklärung

Die Wacken Brauerei braut Biere im Epizentrum des Hardrock und Heavy Metal, des rund 1800 Einwohner fassenden Dorfes Wacken. Man kann diesen Ort auch als eine Art gallisches Dorf der Bierszene bezeichnen, über den vielleicht gerne mal hinweg gesehen wird, der aber sehr wohl Beachtung verdient hat. Weil Wacken eben rockt und das Wacken Bier auch!

Wie Ihr gleich lesen werdet hat sich die Wacken Brauerei dazu entschlossen, von einem ihrer Verkaufschlager, dem Walküren Schluck Strong Ale, einen Eisbock herzustellen. Ich habe beide Biere für Euch verkostet. Ob das Ergebnis zu überzeugen weiß? Lest doch gerne einfach selbst… viel Spaß!

Wacken Brauerei – Walküren Schluck

Bierstil:  Strong Ale

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  7,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck im Glas

Kastanienbraun mit einer mittelfesten, feinporigen Schaumkrone macht bereits der erste Blick aufs Bier Lust aufs Probieren.

Geruch:

Malzige Toffeearomen, gepaart mit feinen Orangen sowie Zitrusanklängen und schönem floralen Duft, ich bin gespannt was mich beim ersten Schluck erwartet.

Antrunk:

Den Mund füllt ein fein moussierendes, malzig-würziges Ale mit leichter Karamellnote und einer ansprechenden Bittere. Dazu kommt eine milde malzig Süße und eine alkoholische Wärme, wobei der Alkohol gut eingebunden ist. Das Ganze wird im Geschmacksbild ergänzt durch Zitrus sowie Grapefruit und blumige Aromen. Es ergibt sich ein geschmeidig, malzbetonter Trunk mit feinen Hopfeneinschlägen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang vermag das Bier mit seiner würzig-herben Hopfenaromatik und dem karamellig-malzigen Körper zu überzeugen und verhallt erst langsam, nicht ohne etwas von seiner Fruchtigkeit einzubüßen.

 

 

Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition

Bierstil:  Eisbock

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  11,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas

Dunkelbraun, ja fast schwarz liegt der Walküren Schluck in seiner Eisbock Edition vor mir im Glas, der Schaum ist cremefarben und relativ stabil.

Geruch:

Direkt beim Einschenken schon strömen mir kräftige Sherry- und Portweinaromen in die Nase, ergänzt durch kräftige Malznoten. Der Alkoholgehalt ist wahrnehmbar, hält sich aber noch in angenehmen Grenzen

Antrunk:

Ein weiches, moussierendes, fast öliges Bett aus Malz und Sherryanklängen breitet sich auf der Zunge und am Gaumen aus. Ich erschmecke Holz-, leichte Rosinen- und Toffeearomen. Der Alkohol vermag sich geschickt zu verstecken und ist doch in seiner Wärme omnipräsent. Es ergibt sich ein komplexes weil spannendes Ensemble aus Karamell, Würze, Hopfenbittere und Bitterschokolade.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso intensiv wie der gesamte Trunk, Eindrücke von Malz, Karamell, herben und holzigen Noten sowie die ausgeprägte alkoholische Wärme wissen den Genießer zu begeistern und ergeben ein rundes Gesamtbild.

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett

Mein Fazit:

Die Wacken Brauerei braucht sich beileibe mit ihrem Eisbock, gemacht aus dem Walküren Schluck, nicht zu verstecken. Ein rundum stimmiges, geiles Bier, ich hoffe auf eine Neuauflage. Heavy Metal im Glas eben!

 

 

 

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Biervorstellung: Yankee&Kraut – Dry Humor (Brut-IPA)

Brut IPA – was ist das überhaupt?

Yankee&Kraut hat ein neues Bier gebraut, ‚Dry Humor‘ heißt es. Dieses Mal handelt es sich um die Interpretation eines aus den USA stammenden Bierstils namens Brut-IPA. „Brut“ steht bei Schaumweinen für trocken und ist, umgemünzt auf Bier, also ein von äußerst geringer Malzsüße (Restsüße) herrührender Stil. Somit kann sich natürlich der Hopfen einer breiteren Klaviatur bedienen und mehr entfalten. Ich finde das schmeckt man, aber lest einfach selbst von meinen Eindrücken…

Biervorstellung Yankee&kraut – Dry Humor

Yankee&Kraut – Dry Humor

Bierstil:  Brut – IPA

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,8 %

IBU: o.A.

 

Beschreibung des Bieres:

Yankee&Kraut - Dry Humor im Glas
Yankee&Kraut – Dry Humor im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb im Glas mit natürlicher Trübung und stabiler, weißer, feinporiger Schaumkrone steht das Bier vor mir im Glas.

Geruch:

Fruchtige Noten von Zitrus, Grapefruit, Mandarine, Pfirsich und Birne sowie grasig-florale Aromen strömen mir durch die Nase entgegen.

Antrunk:

Ein angenehm feinperliges Prickeln breitet sich beim Antrunk auf der Zunge aus. Die fruchtigen Noten kommen, dank der kaum vorhandenen Restsüße des Malzes, sehr deutlich zur Geltung. Ich erschmecke Aromen von Grapefruit, Zitrus, Pfirsich, etwas Birne sowie florale und grasige Anklänge und eine ansprechende Bittere, die sich nicht zu dominant verhält.

Nachtrunk:

Der Abgang ist deutlich fruchtig-herb, die Grapefruit tobt sich voll aus und auch die Zitrusfrucht und die grasigen Anklänge verhallen erst langsam, gemeinsam mit der Hopfenherbe.

Mein Fazit:

Ein spritzig-fruchtiger Biergenuss, den man definitiv probieren sollte, das macht süchtig nach mehr! Man braucht nicht mal trockenen Humor dafür…

 

Yankee&Kraut - Dry Humor Brut IPA
Yankee&Kraut – Dry Humor Brut IPA

 

 

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Ein Brautag bei der Hausbrauerei Schober – klein aber fein!

Bier brauen live erleben, mein Brautag geht los

Mein Besuch bei der Hausbrauerei Schober war eigentlich überfällig. Schon seit ein paar Jahren schätze ich die Biere, vor allem aufgrund ihrer Süffigkeit und der Qualität. Hier macht man nichts verkehrt. Highlight für mich waren und sind natürlich die großen 1 Liter Bügelverschlussflaschen mit ihrer ganz eigenen Form. Diese wurden jedoch, dank einer neueren Abfüllanlage fast gänzlich durch die handlicheren und beim Pfand wesentlich günstigeren (1 Euro pro Flasche zu 9 Euro pro Literflasche) Halbliter Bügelflaschen getauscht.

Stefan bei der Arbeit
Stefan bei der Arbeit

Nun aber zu meinem Brautag bei Familie Schober, welcher für mich früh beginnt. Nicht früh genug jedoch wie sich herausstellt, denn der erste Sud wurde bereits eingemaischt als ich ankomme. Stefan, Sohn von Brauer Klaus Schober begrüßt mich am Braukessel, um den herum es schon gut nach Maische duftet.

Ich stehe, eingetreten durch das Garagentor, in einer kleinen aber feinen Hausbrauerei. Gebraut wird in dieser Kleinbrauerei übrigens seit über 10 Jahren. Hier gibt es von nichts zuviel aber doch von allem genug zum brauen, so würde ich es umschreiben. Zwei Braukessel, zwei Lagertanks, ein paar weitere Gefäße, ein steriler Bereich für die Anschlüsse und die Klimaanlage ist das weit geöffnete Tor und die Hintertür. Gebraut wird heute übrigens ein Rotbier.

Hier wird gebraut
Hier wird gebraut

Ein Glück ist es nicht zu warm, denke ich mir. „Das wird es auch sonst beim Brauen nicht“, erklärt mir Stefan. Alles gut also, das Rührwerk tut seinen Job und die Maische wird langsam erhitzt. Währenddessen kann ich auch ein paar Fragen loswerden.

Fragerunde, ein Überblick über Sortiment und Brau-Häufigkeit

Wieviele Biersorten braut Ihr denn?

Vier feste Stammsorten, Hopfengold, Helles, Dunkel, Rotbier und saisonal Weizen (im Sommer). Dazu kommt der ein oder andere Spezialsud mit der Bierothek in Fürth.

Wie oft wird in der Hausbrauerei Schober gebraut?

Pauschal kann man das gar nicht sagen, wenn größere Anfragen kommen oder der Biervorrat zuneige geht gerne spontan, sonst circa alle 2-3 Wochen.

Besucht Ihr Bierfeste um Eure Brauerei zu präsentieren?

Eher weniger, regional in Zirndorf gibt es Festivitäten, welche 2 mal im Jahr aufgesucht werden. Sonst nur der Schmankerlmarkt in Nürnberg am Hauptmarkt.  Für größere Bierfestivals fehlt schlicht die Kapazität um mehr zu brauen.

Ist im Winter auch mal ein Bock geplant?

Vielleicht gibt es sogar mal etwas fassgelagertes, wieder in Kollaboration mit der Bierothek, mal sehen.

Wieviel Bier braut ihr an einem Tag?

300 Liter, aufgeteilt aufgeteilt auf zwei Sude sind normal, für Sondersude weniger.

Was macht Eure Brauerei besonders?

Dass Liebe fürs Detail und das fertige Bier drin steckt, welches handwerklich gebraut wird. Das wissen leider nicht mehr alle Menschen zu schätzen.

Hopfengabe und Brauanekdoten, wer hätte das gedacht?

Mittlerweile ist auch Brauer Klaus Schober zu uns gestossen und erzählt, nachdem der Hopfen dem ersten von zwei Suden des Tages zugegeben wurde, interessante Anekdoten aus seinem (Brauer-) Leben. Familiär geteilt wird hier auf jeden Fall schon einmal die Arbeit, den ersten Sud macht heute Stefan, den zweiten Klaus.

Der Treber, welcher nach einer gewissen, sich wiederholenden, Filterung und den Nachgüssen, ausgeführt durch Stefan, abgesetzt hat, wird hier übrigens auch nicht verschwendet, sondern kommt einem regional ansässigen Bauernhof und seinen Kühen zugute.

‚Ist der Antrieb des Rührwerks da oben echt ein Scheibenwischermotor?‘, frage ich Klaus in der Hoffnung noch ein bisschen mehr darüber zu erfahren, nachdem ich zuvor bei Stefan schon auf das Teil zur Sprache gekommen war. ‚Ja klar‘, erzählt er mir, die Standardsysteme wären ihm schlichtweg total überteuert angeboten worden. Die Zahlen schwirren geradezu in meinem Kopf herum, für so viel Geld hätte sich Klaus wohl einen ganz neuen Braukessel anschaffen können. Aber er ist findig und weiß, wen man da fragen könnte. So kommt er auf einen befreundeten Ingenieur, welcher ihm nach kurzer Überlegungszeit die rettende Idee und deren Umsetzung gleich mit angedeihen lässt.

Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Der Charme steckt im Detail

Alles ist hier natürlich etwas anders als in von Grund auf fest geplanten Brauereien, hier eine ausgediente Stahlwanne, dort ein geschweißter Milchbottich, der Kühler ebenfalls in Zweitverwertung, vormals ein Milchkühler. Das hat Charme finde ich, vor allem wenn man Klaus Schober so voller Energie mit dem Equipment brauen sieht

Die Hefe hat sich Klaus von der Brauerei Kitzmann geholt, nicht jeder ist ihm so freundlich gesonnen und es gibt, trotz der geringen Größe der Brauerei von einem der größten Player der fränkischen Brauszene sogar Konkurrenzdenken, eigentlich kann sowas ja nur schmeicheln..

Die Vorderwürze wird erst erhitzt, dann abgekühlt. Mit ihr wird die Hefe dann angefüttert. Dieser Vorgang war mir neu und wird wohl auch nicht mehr so oft angewandt, erklärt er.  Ein konkretes Lieblingsbier aus seiner Brauerei hat er so konkret eigentlich gar nicht, das meistverkaufte ist aber das Hopfengold. Brautechnisch ist dieses dem Hellen gleich, jedoch wird es anschließend im Fass hopfengestopft.

Das Malz – Herkunft und Einmaischen des 2. Suds

Auch das Malz der Schober Biere kommt übrigens aus regionaler Herkunft, nämlich von der Mälzerei  Gebr. Steinbach, ebenfalls aus Zirndorf. Dass dort gut gemälzt wird konnte ich bereits vom Bahnhof aus erschnuppern.

Zwischenzeitlich wird es doch etwas nebelig, als die Würze mit dem Hopfen zusammen gekocht wird und Dampf aufsteigt, zu warm wird es aber nie!

Beim Einmaischen des zweiten Sudes bin ich dieses Mal natürlich dabei, beim Anblick des ersten Eimerchens fällt mir als erstes das Wort ‚niedlich‘ ein, das sage ich natürlich nicht laut. Aber Klaus erkennt wohl meinen Blick und weiß aufzuklären: „Das ist der kleinste von Dreien“, grinst er und sollte Recht behalten…

Einmaischen mit Klaus Schober
Einmaischen mit Klaus Schober

Abschließend muss ich mich natürlich noch gebührend mit Bier eindecken, zum Glück sind alle Sorten vorrätig und ich verabschiede mich von den Schobers und ihrer Hausbrauerei.

Mein Fazit: Klein aber oho!

 

Cheers!

 

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Es ist Sommer, Herr Axolotl wurde von mir gesichtet!

Herr Axolotl, sommerlicher geht es kaum!

Bei tropischen Temperaturen über 30 Grad ist guter (Bier-) Rat teuer. Ich für meinen Teil mag es da gerne leicht und aromatisch im Glas, gerne auch fruchtig-sauer. Umso neugieriger hat mich die neueste Komposition von Alexander Himburg, gemeinsam mit der polnischen Craftbeer-Schmiede AleBrowar, gemacht. Der erste Sud „Herr Axolotl“ wurde in Deutschland gebraut, beim neuesten Schätzchen, welches ich nun im Glas habe, wurde die neu entstandene AleBrowar Brauerei in Polen mit ‚eingeweiht‘. Aber lest nun einfach selbst von meinen Eindrücken dieser feinen Berliner Weisse.

Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar - Herr Axolotl
Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar – Herr Axolotl
Biervorstellung Braukunstkeller & AleBrowar Herr Axolotl

Name: Herr Axolotl

Bierstil:  Berliner Weisse

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Himbeeren, Hopfen, Hefe

Alkohol:   3,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar - Herr Axolotl im Sonnenlicht
Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar – Herr Axolotl im Sonnenlicht

Optischer Eindruck:

Leuchtend rötlicher, bis ins himbeerrote gehender Farbton, der Schaum sitzt rosa, feinporig und, nach kurzem Abklingen, in einer dünnen Schicht darüber.

Geruch:

Wow, fruchtig, intensive Himbeernoten, leichte Zitrusfruchtaromatik, rote Beeren sowie florale Anklänge. Wenn man noch nicht in Sommerstimmung war so ist man es nach der ersten Geruchsprobe bestimmt.

Antrunk:

Ein fein moussierendes, aber auch an Spritzigkeit in nichts mangelndes Bier präsentiert sich auf der Zunge. Die fein fruchtige Säure stimmt angenehm auf den Genuss ein und harmoniert mit den intensiven Himbeernoten, welche die Geschmacksknospen schon beim Erriechen neugierig werden ließen. Hinzu kommen Noten von roten Beeren und ein angenehm sommerlich leichter Alkoholgehalt, welcher kaum aufzufallen vermag.

Nachtrunk:

Der fruchtig-feinsaure und himbeerige Abgang beschließt das prickelnd, erfrischende Geschmackserlebnis und macht dieses Bier zum idealen Begleiter für die heissen Sommertage. Cheers!

 

Mehr über Himburgs Braukunstkeller erfahrt Ihr hier.

Mehr über AleBrowar gibt es hier zu finden.

Eine weitere sehr gute Berliner Weise / IPA – Hybrid Kreation von und mit Alexander Himburg könnt Ihr hier auf meinem Blog entdecken.

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Gemeinnützige Projekte durch Bier trinken unterstützen? Das ist Quartiermeister!

Quartiermeister – noch nichts davon gehört? Was sind denn deren Ziele?

Quartiermeister besteht aus einem Verein und einem Unternehmen, deren Ziel es ist, mit den Gewinnen aus seinem Bierverkauf, Projekte zu unterstützen. Im Einzelnen kann man diese Intentionen an den folgenden sechs Grundwerten festmachen:

Social Profit – Gewinne direkt in lokale Projekte und Initiativen fließen lassen

Unabhängig –  von Investoren um selbst frei entscheiden zu können

Transparent – Einnahmen und Ausgaben werden öffentlich bekannt gemacht

Regional – Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten

Partizipativ – Jeder kann mit entscheiden, welche Projekte unterstützt werden

Politisch – Mit bewusstem Konsum die Welt von morgen selbst mitgestalten

 

„Regional trinken. Lokal Helfen“

Quartiermeister-Biere sind nur regional erhältlich. Das liegt ganz einfach daran, dass die kurzen Wege von Erzeuger zum Genießer kurz gehalten werden sollen. Gebraut wird derzeit in zwei Brauereien zusammen, die eine sitzt in der Oberlausitz (Stadtbrauerei Wittichenau), die andere in der Region München (Brauerei Gut Forsting). In der östlichen Region erhältlich sind 2 Pils- und eine Rotbiersorte, im Süden werden zwei Helle gebraut. Klingt gut oder?

Für die Projekte kann übrigens online abgestimmt werden, na wenn das nicht vorbildlich ist?!

Quartiermeister sucht den (Super-) Brauer

Übrigens werden derzeit in West- und Norddeutschland unabhängige (nicht zu kleine) Brauereien, welche nach Quartiermeister-Rezepten brauen möchten, gesucht.

Nun aber genug geredet, es folgen die Sinneseindrücke meiner Verkostung, der mir zugesandten Biere:

Bierverkostung
Quartiermeister - Bier für den Kiez - Sortiment
Quartiermeister – Bier für den Kiez – Sortiment
Bio Helles

Name:  Quartiermeister – Bio-Helles (Privat-Brauerei Gut Forsting)

Bierstil:  Lagerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strohgelb im Glas steht das Bier vor mir, der Schaum feinporig und stabil.

Geruch:

Fruchtig nach Zitrus, dazu eine feine Getreide- sowie grasige Note.

Antrunk:

Deutliche Zitrusaromatik im Antrunk, dazu ein erfrischendes Prickeln auf der Zunge. Würzig, etwas Getreide, grasige Eindrücke und eine feine Herbe.

Nachtrunk:

Wie der Antrunk verhallt das Bier mit seinen Zitrusnoten, den grasigen und getreidigen Aromen und leichter Bittere langsam am Gaumen.

 

Pils

Name:  Quartiermeister*in – Pils (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil: Pilsner

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strohgelb im Glas, der Schaum feinporig, weiß und mittelfest steht das Bier vor mir.

Geruch:

In der Nase wirds fruchtig. Zitrusnoten steigen auf, dazu würzige, getreidige sowie leicht grasige Aromen.

Antrunk:

Erfrischend prickelnd auf der Zunge wirkt das Pils. Mit Zitrusnoten, einer harmonischen Kombination aus Getreide- und mild würzigen Noten. Die Bittere bleibt dezent im Hintergrund, steigt aber im Verlauf des Trunks leicht an.

Nachtrunk:

Zitrusnoten, eine feine Getreidearomatik und eine feine Herbe begleiten den Abgang.

 

Bio-Rotbier

Name:  Quartiermeister*in – Bio-Rotbier (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil: Rotbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Kupferfarben mit rötlichem Einstich im Glas, der Schaum ist feinporig, stabil und weiß.

Geruch:

Die Nase vermeldet fruchtige Aromen von Trockenfrucht und etwas Zitrus. Dazu kommen würzig-malzige Eindrücke.

Antrunk:

Würzig erfrischend im Antrunk mit angenehmem Prickeln im Mund und auf der Zunge. Fruchtige Noten nach roter Beerenfrucht sowie malzige Eindrücke und eine feine Bittere ergänzen sich sehr gut und werden durch eine angenehm erdige Note unterstützt.

Nachtrunk:

Der Abgang des Rotbieres gestaltet sich wiederum ebenso fruchtig-malzbetont, prickelnd, mit harmonisierenden sowohl würzigen als auch leicht herben Anklängen.

 

Bio-Pils

Name:  Quartiermeister*in – Bio-Pils (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil:  Pilsner

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 5,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelb im Glas mit feinporigem und stabilem Schaum präsentiert sich das Bio-Pils für mich.

Geruch:

Geruchlich überwiegt ein fruchtiges Aromenspiel aus Zitrusfrucht und Grapefruit, ergänzt durch grasigen Duft.

Antrunk:

Die Zitrusnote setzt sich auch beim angenehm prickelnden Antrunk fort, welcher erfrischend die Kehle hinunter rinnt. Es kommt zu einem Zusammenspiel aus eben diesem Zitrusfruchtaroma und einer feinen Würzigkeit, moderater Bittere, sowie grasigen Tönen.

Nachtrunk:

Der Abgang ist ebenfalls eine Kombination aus grasig-würzigen, herb-fruchtigen Aromen und wirkt angenehm stimmig auf mich.

 

Mein Fazit

Regionale Projekte unterstützen und das mit einem guten Bier? Das lohnt sich für beide, den Biertrinker und die Menschen, in deren Projekte das Geld fliesst. Cheers!

 

Mehr über Quartiermeister und wo ihr das Bier bekommt, könnt ihr hier erfahren.

 

Ebenfalls Gutes tut die JOSEFS-Brauerei, meinen Artikel hierzu könnt ihr hier finden.

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Bier trinken und dabei Gutes tun? Die JOSEFS-Brauerei machts möglich!

Josefs-bier – trink gutes!

Ob man es großen Brauereien nun abgenommen hat, dass sie Regenwälder retten und man dadurch mit etwas leichterem Gewissen mal einen Kasten aus dem Getränkemarkt entführt, sei dahingestellt. Bei der JOSEFS-Brauerei in Olsberg-Bigge im Sauerland kann man jedoch reinen Gewissens zugreifen.

JOSEFS-Brauerei Biersortiment
JOSEFS-Brauerei Biersortiment
Hier tut man, mit jeder gekauften Flasche Gutes. Aber wie?

Ganz einfach: Die JOSEFS-Brauerei ist eine sogenannte Integrationsfirma. Hier arbeiten 8 Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Menschen ohne Beeinträchtigung und das Hand in Hand. Begonnen hat das soziale Engagement mit der neu entstandenen Brauerei im Jahre 2000.

Auch weit über die Grenzen der Brauerei hinaus bietet beispielsweise das dazugehörige Josefsheim, Menschen mit Behinderung die Möglichkeit aktiv am Berufsleben teilzunehmen. Hier wird aktiv Unterstützung und Integrationsarbeit geleistet und somit etwas für die Menschheit getan. Warum sollte man dies nicht auch mit einem guten Feierabend-Bierchen aus der angeschlossenen Brauerei unterstützen? Eben, warum also nicht!

Wie schmeckt soziales engagement? LEST SELBST:

Nun bin ich in der glücklichen Lage, Euch die bierigen Erzeugnisse einmal vorstellen zu dürfen, darüberhinaus gibt es natürlich auch alkoholfreie Getränke (JOSY) im Sortiment. Seid also gespannt wie das JOSEFS-Bier schmeckt und vielleicht probiert Ihr es ja auch einmal. Es lohnt sich!

 

 

Name:  JOSEFS Pils

Bierstil: Pils

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe Farbe im Glas, die feinporige weiße Schaumkrone sitzt beständig auf dem Bier

Geruch:

Sowohl würzige, als auch malzige Aromen steigen mir in die Nase, hinzu kommen angenehm fruchtige Getreidenoten sowie florale Eindrücke

Antrunk:

Die Getreidenoten bestimmen den ersten Eindruck im Mund, das Bier wirkt fruchtig, würzig, mit floralen und fein herben Anklängen. Ein erfrischendes Prickeln begleitet den Trunk.

Nachtrunk:

Der Abgang gestaltet sich ebenso feinherb-würzig mit feiner Getreidearomatik.

 

 

 

Name:  JOSEFS Keller

Bierstil: Kellerbier/Zwickl

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe Farbgebung mit weißem, dichtem und feinporigem Schaum, welcher sich stabil präsentiert.

Geruch:

In der Nase nehme ich fruchtige Eindrücke von Zitrus sowie Getreide- und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der Antrunk des Bieres, mit einer mild-dezenten Karbonisierung gestaltet sich fein würzig, mit sowohl fruchtigen Zitrusnoten, als auch getreidigen Aromen. Ergänzt und abgerundet durch eine ansprechende harmonisch ins Gesamtbild passende Herbe sowie floralen Anklängen.

Nachtrunk:

Würzig und fruchtig, die Bittere vollendet mit gefühlt leichtem Anstieg im Finale des Trunks den Genuss.

 

 

 

Name:  JOSEFS Märzen

Bierstil: Märzenbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben mit feinporigem, relativ stabilem, weißem Schaum, so präsentiert sich das Bier dem Biertrinker im Glas.

Geruch:

Geruchlich verhält es sich würzig, malzbetont, mit fruchtigen Aromen von Zitrus, grasiger Note und Getreidearomatik.

Antrunk:

Malzbetont schon beim ersten Schluck, eine leichte Süße wird spürbar, dazu hat es einen würzigen wie fruchtigen Charakter, mit Zitrusnoten, einem grasig-getreidigen Aromenspiel sowie einer sich im Hintergrund haltenden Bittere.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt das Bier bei seinen malzigen Eindrücken, harmonisch durch eine Würzigkeit und feine Hopfenbittere unterstützt.

 

 

 

Name:  JOSEFS Dunkel

Bierstil: Dunkelbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,2%

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Dunkel, fast schwarz im Glas, der Schaum ist cremefarben, feinporig und mittelstabil.

Geruch:

Aromatisch wird es hier angenehm würzig mit harmonischer leichter Süße, fruchtigen Eindrücken sowie feinen Röstaromen.

Antrunk:

Ein leichtes Prickeln auf der Zunge begleitet den Antrunk, das Bier weist leichte Röstaromen auf, welche sich im Verlauf des Trinkgenusses verstärken, ist feinwürzig, malzig, dezent süßlich und besitzt eine ansprechende milde Bitternote.

Nachtrunk:

Im Abgang verbleibt eine Kombination aus würzigen- sowie Röstaromen und einer angenehmen Bittere.

 

 

Name:  JOSEFS Bockbier (Saisonal erhältlich)

Bierstil: Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  7,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas mit feinporiger, stabiler Blume

Geruch:

Würzige, fruchtige, malzig-süßliche sowie florale Eindrücke wechseln sich in der Nase harmonisch ab.

Antrunk:

Relativ geringe Kohlensäure, daher weiches Mundgefühl. Süßlich, und malzbetont fällt der erste Schluck aus. Dazu gesellen sich sowohl leichte Bitternoten als auch würzig, florale und grasige Aromatiken. Bei 7,5 % Alkohol bleibt auch die angenehm alkoholische Wärme beim Trinken nicht aus.

Nachtrunk:

Sowohl würzig als auch feinherb geht es im Abgang des Bieres zu, fruchtig-grasige Nuancen ergänzen ein rundes Geschmackserlebnis.

 

Mein Fazit:

Bier trinken und Gutes tun muss sich nicht ausschließen und, wie man am Beispiel der JOSEFS-Brauerei sieht, schmeckt noch dazu.

 

Mehr über die JOSEFS-Brauerei und Bezugsquellen der Biere erfahrt Ihr hier.

 

Eine weitere Möglichkeit, durch Bier trinken gutes zu tun, bietet Quartiermeister, meinen Bericht dazu findet ihr hier.

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Gutmann, Mahrs Bräu und Brauerei Kundmüller: Lieblings-Weizenböcke

Da ich ein großer Freund von Weizenböcken bin liegt es für mich nahe, Euch einmal drei Exemplare näher vorzustellen, welche mir besonders gut gefallen. Natürlich ist Geschmack noch immer Geschmackssache, aber mit diesen drei Kreationen, alle drei aus Bayern, zwei sogar aus Franken, macht man in meinen Augen nie etwas verkehrt. Im Gegenteil, hier schmeckt man die Liebe zum Bier von einem Schluck zum anderen.

 

der weisse bock von mahrs bräu ist der dunkelste

Name:  Mahrs Bräu – Weisser Bock (ehemals: Der Weisse Bock)

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer und Hersbrucker), Hefe

Alkohol: 7,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Mahrs Bräu - Weisser Bock im Glas
Mahrs Bräu – Weisser Bock im Glas

Optischer Eindruck:

Kastanienfarben und naturtrüb im Glas steht der Weisse Bock vor mir, seine Schaumkrone sitzt feinporig, relativ instabil und cremefarben darüber

Geruch:

In der Nase nehme ich deutlich Banane und etwas Birne wahr, allgemein eine schöne Fruchtigkeit ist zu spüren und wird durch eine leichte Nelkenaromatik ergänzt.

Antrunk:

Der Antrunk gestaltet sich erfrischend, sanft prickelnd bei einer angenehm alkoholischen Wärme.  Geschmacklich dominiert die Bananennote, fruchtige Aromen umspielen den Gaumen,  ergänzt durch eine leichte Süße und unaufdringliche Bittere.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist wiederum leicht herb, fruchtig und feinsüßlich und macht Lust auf den nächsten Schluck, oder gar den nächsten Weissen Bock!

 

 

 

Weiherer Weizenbock – eine fruchtige angelegenheit

Name:  Weiherer – Weizenbock

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz (55%), Gerstenmalz (45%), Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben präsentiert sich der Weiherer Weizenbock von der Brauerei Kundmüller in meinem Glas, hefetrüb, sein Schaum feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Reife Banane strömt mir geruchlich entgegen, Birne gesellt sich dazu und wird durch eine leichte, fruchtige Säure sowie Noten von Trockenfrucht und Karamell umwoben.

Antrunk:

Die reife Banane hält sich im Vordergrund und wird durch Noten von Pfirsich, Zitrusfrucht, fruchtiger Süße und Trockenfrüchten sowie einer leichten Hefenote unterstützt. Das auf der Zunge fein moussierende Bier wärmt durch seinen Alkohol auch von innen, jedoch ist dieser sehr gut eingebunden.

Brauerei Kundmüller - Weizenbock
Brauerei Kundmüller – Weizenbock

Nachtrunk:

Im Abgang klingt der Weizenbock mit fruchtigen, fein hopfig-herben und Toffee- Aromen aus.

 

 

Gutmann Weizenbock, seit jahren für mich ein muss

Name:  Gutmann – Weizenbock

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen und
obergärige Hefe.

Alkohol: 7,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der Gutmann Weizenbock ist bernsteinfarben mit Hefetrübung und einer einporigen weißen und festen Schaumkrone.

Geruch:

Im Geruch ist der Bock deutlich auf Seiten der reifen Banane, es kommen aber auch noch Trockenfrucht, Nelken sowie ein Hauch Birne hinzu.

Antrunk:

Die reife Banane bestätigt sich auch im Antrunk, wird fruchtig von der Birne assistiert und durch Hefearomatik wie auch angenehme Zitrusnoten am Gaumen ergänzt. Auch hier findet sich eine alkoholische Wärme im Empfinden beim Trunk wieder.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk nehme ich eine Mischung aus Fruchtnoten, einer hintergründigen Bittere und Hefe wahr.

 

 

mein fazit

Egal für welchen Bock man sich nun entscheidet, es bleibt fruchtig. Einen Sieger gibt es für mich nicht, weil jeder hier vorgestellte Weizenbock für sich ein ganz eigenes Spektrum abdeckt, sowohl aromatischer als auch, noch viel offensichtlicher, farblicher Natur. Drei Weizenböcke zum verlieben eben, stark, süffig und geschmackvoll. Prost!

 

 

Mehr zur Mahrs Bräu gibt es hier.

Mehr über die Brauerei Kundmüller erfahrt Ihr hier.

Der Weg zur Brauerei Gutmann führt hier entlang.

 

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