Ein – zwei Weiherer? Die gönn ich mir! Rolator und Grünhopfen Pils der Brauerei Kundmüller im Test

Die Brauerei Kundmüller und ihr Braumeister Roland Kundmüller ist nicht nur mit ihren Sondersuden vielprämiert und kann auf ihre vielen Freunde und Fans zählen. Dass auch ich einer davon bin, soll meinen Bericht über die beiden saisonalen Biere, welcher nun folgt, nicht beeinflussen. Tut es auch nicht, denn diese sprechen definitiv für sich. Aber lest gerne selbst…

Teil 1, es grünhopft sehr…

Brauerei Kundmüller – Weiherer Grünhopfen Pils 2019

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Gebraut mit frischem Doldenhopfen aus der Brauerei ist dieses Bier jedes Jahr ein Highlight für Pilsfreunde.

Brauerei Kundmüller – Grünhopfen Pils im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend golden bei leichter Trübung mit einer stabilen, cremigen weißen Schaumkrone, welche sich partout nicht verflüchtigen will, eröffnet es bereits dem Auge des Geniessers ein appetitliches Bild.

Geruch:

In der Nase machen sich frische Zitrusfruchtnoten breit, ihnen zur Seite stehen grasige und ein Hauch von Getreide. Auch florale Aromen mischen mit und ergeben einen spannenden ersten Schnupper-Eindruck.

Antrunk:

Der erste Schluck ist grasig, strohig und mit erfrischenden Nuancen von Zitrusfrucht erfüllt. Dabei prickelt es fein moussierend auf der Zunge und macht immer Lust auf den nächsten Schluck. Das Grünhopfen Pils ist dabei nur leicht, eben fränkisch, bitter. Aber es spielt dadurch seine fruchtigen, floralen, feinmalzigen und leicht grasigen Aromen noch besser aus, da es ihnen mehr Platz auf der Geschmacksklaviatur einräumt.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall des Pilseners ist ebenso zitrusfruchtig wie grasig-strohig und aromatisch. Die Bittere steigt hier ein kleines Bisschen an. Ein wirklich gutes fränkisches Pils so wie es mir gefällt.

Es grünt so grün…

 

 

Vorhang auf zu Runde 2… der Doppelbock

 

Brauerei Kundmüller – Weiherer Rolator 2019

Bierstil: (Doppel-)Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 8,8  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Ehemals zum 50. Geburtstag von Braumeister Roland Kundmüller von seinem Team gebraut kommt das Bier auch in seinen Folge-Editionen gut an, ich hatte es zum ersten Mal im Glas.

Brauerei Kundmüller – Weiherer Rolator 2019 im Glas

Optischer Eindruck:

Eine wunderschöne Bernsteinfarbe mit natürlicher Trübung im Glas, da lässt sich der relativ rasch zu einer schmalen Schicht schmelzende Schaum doch sehr gut verkraften. Dieser ist feinporig, cremefarben und haftet gut am Glasinneren.

Geruch:

Der Duft des Doppelbocks ist geprägt von Trockenfrüchten, Malzaromen, Sherry und etwas Honig. Auch feinwürzige und florale Anklänge kann ich riechen.

Antrunk:

Dann kommt es endlich zum ersten Schluck… und wow, der kommt direkt unglaublich weich, vollmundig und geschmeidig über die Zunge geschlichen, legt sich wie ein feiner malzig-würziger Schleier darüber und bringt puren Genuss mit sich. Starke Aromen von Trockenfrucht und malzige Süße dominieren. Leichte Eindrücke von Honig und einer im Verlauf etwas anziehenden Bittere komplettieren das ausgewogene Geschmackserlebnis, welches sogar noch durch leicht erdige Noten ergänzt wird.

Nachtrunk:

Der Abgang des Rolators ist malzig, fruchtig und feinherb, jedoch bleibt die Bittere weiter vornehm im Hintergrund. Die Bühne gehört dem Malz und seiner Aromenwelt. Die beim Trinken entstehende alkoholische Wärme passt zudem wunderbar zur Jahreszeit. Ein toller Doppelbock aus Weiher!

Ein Bier, gemacht für den Spätherbst und Winter, der Rolator aus Weiher!

Fazit:

Zwei richtig gute saisonale Biere habe ich verkostet, jedes für sich ist besonders und richtig gut. Es lohnt sich definitiv beide zu probieren, wenn die Chance dazu besteht! Prost.

 

 

Die Webseite der Brauerei Kundmüller gibt es hier zu sehen.

Das Weiherer Hopferla habe ich hier für Euch getestet.

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Hanscraft & Co. macht Ernst: Bohemia vs. Yakima, ein hopfiges Match!

Oh hoppy Day – Tschechien vs. USA

Heute teste ich im neuesten Hopfen-Match das Double Dry Hopped Pale Ale Bohemia Crown mit den tschechischen Hopfensorten Kazbek und Sladek mit seinem stilgleichen Vertreter Yakima River und den US-Hopfen Simcoe, Mosaic und Citra von der Partie.

Wenn sich Hopfen verschiedener Länder duellieren ist das immer eine aufregende Sache. Hanscraft aus Niedernberg ist darin bereits erprobt und hat bereits deutschen und amerikanischen Hopfen in einer Split Decision (hier nachzulesen) gegeneinander antreten lassen.

Ein Aufeinandertreffen aus dem oberen Regal der Aromen, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken der unterschiedlich gehopften Pale Ales.

Let the games begin…
Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Kazbek, Sladek), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown und Yakima River im Glas

Deutliche natürliche Trübung im Glas, sein Schaum ist fein bis mittelporig und thront äußerst stabil über dem Bier. Die Farbe des Bohemia Crown ist ein leuchtend helles gelbgold und der Schaum ist weiß wie Schnee.

Geruch:

Direkt zu Beginn fällt das schöne zitrusfruchtige Aroma des Bieres auf, welches sich mit floralen und leicht würzigen Anklängen bestens versteht. Diese Düfte ergeben gemeinsam ein stimmiges Zusammenspiel. Unterstützt werden sie durch eine erdige Komponente, welche zum vielfältigen Profil des Bohemia beiträgt.

Antrunk:

Weich fließt das Bier über die Zunge, fein moussierend prickelt es nur sanft aber dennoch anregend. Zitrusfrüchte sind in Form von Orange und Zitrus die Akteure mit der meisten Spielzeit in diesem Duell der (Hopfen-)Länder Tschechien gegen USA. Abgerundet wird der Trunk durch leicht erdige und während des Genusses intensiver hervortretende honigsüße Anklänge. Diese werfen sich mutig in die Geschmacks-Partie im Mund und harmonieren sogleich mit ihren Mitspielern.

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Diese spannende Komposition aus Orange, Zitrus, Honig und würzig-erdigen Komponenten ist eine, die sich bis zum Abgang hält und den Gaumen auch noch nachhaltig beschäftigt.

 

 

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Ein würdiges Duell – Tschechien vs. USA… Bohemia vs. Yakima

Golden und klarer in seiner Optik, so präsentiert sich das Yakima River im Glas. Sein Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Hallelujah, das knallt! So ist mein erster Eindruck, nachdem ich die erste Nase des Bieres genommen habe. Tropische Früchte treten mir in einer Intensität entgegen, der schwerlich zu widerstehen ist.

Hier ist von Grapefruit über Mango und Limette bis Maracuja ein buntes Treiben im Duft festzustellen. Bei genauerer ‚Untersuchung‘ fallen auch florale und erdige Zwischentöne auf.

Antrunk:

Der Antrunk kommt hier spritziger daher, es prickelt intensiver aber dennoch nicht aufdringlich auf der Zunge. Ein komplexes Aromenfeuerwerk entfaltet sich. Dieses wird durch Grapefruit und waldige Aromen (Kiefer, leicht harzig), sowie tropische Fruchtnoten von Mango und Maracuja befeuert. Die verschiedenen Geschmackseindrücke geben ihr Bestes um den Biergeniesser und dessen Sinne zu betören.

 

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Hinten heraus kommt zur tropischen Fruchtigkeit noch eine knackige Bitternote hinzu, welche für mich das Trinkerlebnis als Gegenspieler zu eben dieser tropischen Atmosphäre rund und vollkommen macht.

 

Fazit:

Beide Kontrahenten haben auf dem Platz alles gegeben und schenken sich nichts. Auf der einen Seite der unaufgeregt fruchtige Tscheche Bohemia, welcher die leisen Töne außerordentlich gut spielt und sich durch eben diese lang in Erinnerung bringt.

Auf der anderen Seite der Ami, landestypisch etwas mehr ‚in your Face‘, tropisch, intensiv, mit einem bitteren Finale.

Welcher hier nun am besten abschneidet, das bleibt im Endeffekt Euch überlassen. Für mich ist es um Haaresbreite und in der Verlängerung der tschechische Hopfenvertreter, da ich finde die Aromen seiner beiden Hopfensorten harmonieren wunderbar und sie stechen ihre Gegner ganz knapp aus. Ich habe beide Biere sehr genossen, weil jedes für sich seine Stärken hat. Chapeau und Cheers!

So knapp wie sie nebeneinander stehen, so war die Entscheidung auch im Finale

 

Die Biere kaufen könnt Ihr übrigens genau hier.

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Neues von Hanscraft & Co.: Das Tropical Nizza ist ein tropisches Erlebnis!

Es wird fruchtig in Franken. Passend zum Sommer gibt es das neue Tropical Nizza von Hanscraft & Co. aus Niedernberg ins Glas. Was Ihr davon erwarten könnt, das habe ich hier für Euch getestet. Viel Spaß beim Lesen!

Hanscraft & Co. – Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizen, Pilsener, Wiener), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale im Glas

Optischer Eindruck:

Das Tropical Nizza hat eine betörende Bernsteinfarbe bei natürlicher, ungefilterter Trübung. Sein Schaum ist cremefarben und mittelfest. Im Glas ein wahrlich zum Trinken anregender Anblick!

Geruch:

In die Nase strömen mir Aromen von Pfirsich und Maracuja sowie eine feine süßliche Honignote. Auch Litschi, Grapefruit und florale Anklänge kann ich wahrnehmen. Das Bier macht einen tropisch fruchtigen und dabei mit feiner Weizenmalzaromatik ausgestatteten Eindruck. Ein kleines Feuerwerk in der Nase, welches mich bereits voller Freude auf den ersten Schluck warten lässt.

Antrunk:

Fein moussierend und weich, so lässt sich das Bier im Antrunk beschreiben. Es lässt seinen Fruchtnoten auf einem Bett aus Weizenmalz genügend Spielraum zur Entfaltung. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Pfirsiche und Maracujas. Aber auch eine angenehme Süße, die an Honigmelone erinnert. Herb wird das Bier nur ganz hintergründig, die tropischen Früchte stellen ganz klar die Hauptattraktion dar.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk bleibt der Eindruck der tropischen Früchte, der Aromen von Pfirsich, Zitrus und Maracuja. Zudem ist die leichte Süße ebenfalls noch präsent und eine feine fruchtige Säure ergänzt das Geschmackserlebnis.

Cheers
FAZIT

Ein Bier für Liebhaber tropischer Früchtecocktails, von komplexen fruchtigen Aromen und Bier trinken in der Sommersonne. So schmeckt Urlaub. Cheers!

 

PS: Mehr zu Hanscraft & Co. gibt es hier. Den Bericht zu den beiden Split Decision Bieren der Brauerei findet Ihr hier.

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Argentinien und Franken verbunden in einem heissen Tanz in der Flasche: Chamamè IPA

Chamamè, ein fränkisch-argentinischer Tanz auf dem Hopfenfeld

Als mich vor einigen Tagen die Nachricht von Eber Andriuolo, Head-Brewer bei Lindenberg in Argentinien, erreichte, war mir eines sofort klar:

Das ist eine Kollaboration, die es wert ist vorgestellt zu werden. Kooperiert wird mit der fränkischen Kronprinz Brauerei aus Bamberg und es kommt allerlei Spannendes in den Sudkessel. Grapefruitschalen zum Beispiel oder auch Bio Rote-Bete-Saft, dazu eine ganze Menge hocharomatischer Hopfen.

Anfängliche Skepsis weicht Begeisterung

Dass es bei der ersten Annäherung da erstmal Skepsis aufkam, liegt auf der Hand. Befindet Bamberg sich doch mitten im Reich des Reinheitsgebots und Bayern ist für seine strenge Umsetzung dessen bekannt. Doch schnell wird Braumeister Tobias Seidel von der Kronprinz Brauerei klar, dass dieses Abenteuer sich lohnen wird. Allein schon des Geschmackes wegen.

Hopfen aus Deutschland, Zitrusfrüchte aus Argentiniens Nordosten, die Brücke war geschlagen.

Namensfindung

Doch wie nennt man diesen Trunk nun? Hier leistete der „Chamamè“, ein Tanz aus ebendiesem Nordosten Argentiniens die Namenspatenschaft. Importiert wurde dieser von Wolgadeutschen.
Ein wirklich spannender Tanz der Bierelemente ist auch in diesem IPA zu finden, welches ich Euch nun natürlich sehr gerne vorstellen möchte…

Kronprinz Bamberg & Lindenberg (Argentinien) – Chamamè ipa

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Gerstenmalz, Weizenmalz, Bio Rote-Bete-Saft, Bio Grapefruit, Hopfen (Chinook, Hallertauer Saphir, Spalter Select, Cascade), Grapefruit-Schalen.

Kronprinz & Lindenberg - Chamamè IPA, die Zutaten auf dem Flaschenboden
Kronprinz & Lindenberg – Chamamè IPA, die Zutaten auf dem Flaschenboden

Alkohol: 6,7  %

IBU: 63

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schon beim ins Glas einschenken fällt die schöne Farbe des Bieres auf. Ein kräftiger Rotton welcher sich im Sonnenlicht in tollen unterschiedlichen Farbgebungen präsentiert. Der Schaum des IPA ist feinporig, am Glas haftend, relativ stabil und rosafarben.

Geruch:

Nach diesem aufreizenden Farbspiel bin ich auf den Geruch gespannt. Vordergründig ist der Duft von Grapefruit und Zitrus zu erleben, doch damit nicht genug. Kräuterige und würzige Aromen sind ebenfalls deutlich wahrnehmbar, ebenfalls hat der Geruch etwas von Orange und Schwarztee.

Antrunk:

Anregend und trotzdem geschmeidig prickelt das Chamamè IPA am Gaumen und kann eine ordentliche, aber nicht zu dominante, Bittere entsenden. Es kommt zu einem Spiel zwischen eben erwähnten herben Noten auf einer und den aromatischen Zitrus- und Grapefruitaromen auf der anderen Seite. Dass dieses Spiel so funktioniert, erlebt man bereits beim ersten Schluck. Die malzigen Aromen bleiben weitestgehend im Hintergrund. Sie unterstützen nur den gewaltigen fruchtigen Eindruck aus Hopfen und den bei der Kalthopfung zugegebenen Grapefruitschalen. Weiter gesellen sich noch Anklänge von Kräutern sowie florale Geschmacksnuancen und tropische Früchte dazu.

Nachtrunk:

Bereits im Antrunk begeisternd, mögen die positiven Eindrücke auch im Nachgang nicht aufhören. Ein spannender Mix aus Zitrusfrüchten und Bittere, welchen die Grapefruit, gepaart mit Zitrus, aber für sich entscheiden kann. Daraus entsteht ein Bier welches einem Aperitif ähnlich ist. Und als solches kann man das Bier ebenso genießen, wie zu besonderen Augenblicken oder zur Belohnung nach getaner Arbeit.

Mi cumplido! (Mein Kompliment!)

¡Salud

 

Mehr Infos zur Kronprinz Brauerei erhaltet Ihr hier.

Die Lindenberg Brauerei ist hier zu finden.

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craftBee – Honig in seiner bierigsten Form

Vom Honig, den Bienen und dem Bier

Bienen sind zurzeit in Bayern in aller Munde. Das ihr Lebensraum erhalten werden sollte ist für mich ganz klar. Niemand kann ernsthaft ohne sie und all ihrer Vorteile, welche sie für unser Ökosystem bringen, leben wollen.

Nun habe ich bei der Braukunst Live Michael Hertweck vom Team von craftBee aus Kassel wieder getroffen und mir ein paar ihrer Biere sichern können. Seit Ende 2015 wird im schönen Hessen gebraut, mit Honigen aus den Jahreszeiten Frühling und Sommer. Das dritte, ein Tripel, kommt ganz ohne Honig aus, ist jedoch nicht minder geschmackvoll.

Warum ich das craftBee No.2 vor dem No.1 teste? Das ist einfach der höheren empfohlenen Trinktemperatur geschuldet.

Aber lest nun gerne einfach selbst wie mir die Biere von craftBee geschmeckt haben….

Die craftBee Sorten
Die craftBee Sorten

 

craftBee – Golden Honey (craftBee No.2)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Ahorn, Wiener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 32

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Golden Honey im Glas
craftBee – Golden Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein strahlend dursterregendes Goldgelb im Glas mit leichter Trübung und einer stabilen, weißen und feinporigen Schaumkrone sind meine ersten Eindrücke dieses Bieres,

Geruch:

Spannendes, das erwarte ich mir im Geruch des Bieres, welches mit Frühlingshonig gebraut wurde und tatsächlich, das wird es auch! Der Honig zeigt sich intensiv aromatisch in der Nase. Dazu kommen florale und fruchtige Aromen und ein Hauch Karamell.

Antrunk:

Fein prickelt das Golden Honey auf der Zunge, die feinen Honignoten umspielen gekonnt die Geschmacksknospen und auch die floralen Anklänge würden wohl jede Biene frohlocken lassen. Weiter erschmecke ich eine geschmeidige Bittere und ihren harmonisierenden Gegenpart, die malzige Süße im Trunk.

Nachtrunk:

Auch im Abgang bleibt es ausgewogen zwischen Honig, Malz und der Bitternote, welche das Bier nicht zu (honig-)süß werden lässt, sondern ausgesprochen fein und genussvoll macht.

 

 

Craftbee – Amber Honey (craftBee no.1)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: 90% Vollbier aus Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Mahagoni Caramel, Münchener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 30

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Amber Honey im Glas
craftBee – Amber Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein dunker naturtrüber Bernsteinton gibt farblich im Glas die Richtung vor, das Amber Honey wurde, anders als das Golden Honey, mit Sommerhonig gebraut. Darüber hält sich eine mittelfeste, feinporige und cremefarbene Schaumschicht.

Geruch:

Die empfohlende Trinktemperatur von 12 Grad lässt den Honig sehr stark in den Vordergrund treten, das gefällt mir wirklich gut! Außerdem kann ich florale, malzige und karamellige sowie kräuterige Anklänge erschnuppern.

Antrunk:

Was mich wohl im Antrunk erwarten wird? Ich verrate es Euch! Der Sommerhonig zeigt sich von seiner intensiv aromatisch-herben Seite. Unterstützt wird er durch sowohl blumige Anklänge als auch kräuterige und karamellartige Noten. Ein komplexes und aufregendes Aromenspiel, welches das Bier zu einem besonderen Genuss macht.

Nachtrunk:

Im Nachhall ist es noch lange nicht vorbei mit den floralen, honigsüßen- und herben sowie kräuterig-würzigen Noten. Das Bier bleibt an den Geschmacksknospen ‚kleben‘ wie Honig und, noch wichtiger, in sehr guter Erinnerung.

 

 

craftBee – Tripel

Bierstil:  Triple

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Munich), Weizenflocken, Haferflocken, Hopfen (Saaz, Styrian Goldings), Hefe, Koriandersaat

Alkohol:  7,7  %

IBU: 15

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Tripel im Glas
craftBee – Tripel im Glas

Optischer Eindruck:

Golden und natürlich trüb steht das Bier vor mir im Glas, sein Schaum ist von beeindruckender Masse und hält sich auch ziemlich lange stabil.

Geruch:

Im Geruch nehme ich Aromen von Ingwer, Koriander,  Zitrusfrucht sowie grasige, kräuterige und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der erste Schluck des Bieres streicht fast ölig über die Zunge, ein intensives Aromenbett aus Kräutern, Koriander, Ingwer und Würzigkeit begleitet meine erste geschmackliche Berührung mit dem Bier. Was ich noch erschmecken kann sind feine florale, fruchtige und malzige Facetten.

Nachtrunk:

Auch der Abgang ist beim Tripel nachhaltig erlebbar. Die kräuterigen, floralen, würzigen Aromen verhallen erst langsam und erzählen von einem überzeugenden Bier.

 

Fazit:

Das Honig ein tolles Lebensmittel ist wusste man. Das es auch im Bier schmecken kann beweist craftBee für mich eindrucksvoll mit seinen spannenden und intensiven Geschmacksbomben. Die sollte man unbedingt probieren! Cheers.

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Wacken Brauerei – der Walküren Schluck eis’bockt mich richtig!

Wacken – eine kurze Erklärung

Die Wacken Brauerei braut Biere im Epizentrum des Hardrock und Heavy Metal, des rund 1800 Einwohner fassenden Dorfes Wacken. Man kann diesen Ort auch als eine Art gallisches Dorf der Bierszene bezeichnen, über den vielleicht gerne mal hinweg gesehen wird, der aber sehr wohl Beachtung verdient hat. Weil Wacken eben rockt und das Wacken Bier auch!

Wie Ihr gleich lesen werdet hat sich die Wacken Brauerei dazu entschlossen, von einem ihrer Verkaufschlager, dem Walküren Schluck Strong Ale, einen Eisbock herzustellen. Ich habe beide Biere für Euch verkostet. Ob das Ergebnis zu überzeugen weiß? Lest doch gerne einfach selbst… viel Spaß!

Wacken Brauerei – Walküren Schluck

Bierstil:  Strong Ale

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  7,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck im Glas

Kastanienbraun mit einer mittelfesten, feinporigen Schaumkrone macht bereits der erste Blick aufs Bier Lust aufs Probieren.

Geruch:

Malzige Toffeearomen, gepaart mit feinen Orangen sowie Zitrusanklängen und schönem floralen Duft, ich bin gespannt was mich beim ersten Schluck erwartet.

Antrunk:

Den Mund füllt ein fein moussierendes, malzig-würziges Ale mit leichter Karamellnote und einer ansprechenden Bittere. Dazu kommt eine milde malzig Süße und eine alkoholische Wärme, wobei der Alkohol gut eingebunden ist. Das Ganze wird im Geschmacksbild ergänzt durch Zitrus sowie Grapefruit und blumige Aromen. Es ergibt sich ein geschmeidig, malzbetonter Trunk mit feinen Hopfeneinschlägen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang vermag das Bier mit seiner würzig-herben Hopfenaromatik und dem karamellig-malzigen Körper zu überzeugen und verhallt erst langsam, nicht ohne etwas von seiner Fruchtigkeit einzubüßen.

 

 

Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition

Bierstil:  Eisbock

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  11,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas

Dunkelbraun, ja fast schwarz liegt der Walküren Schluck in seiner Eisbock Edition vor mir im Glas, der Schaum ist cremefarben und relativ stabil.

Geruch:

Direkt beim Einschenken schon strömen mir kräftige Sherry- und Portweinaromen in die Nase, ergänzt durch kräftige Malznoten. Der Alkoholgehalt ist wahrnehmbar, hält sich aber noch in angenehmen Grenzen

Antrunk:

Ein weiches, moussierendes, fast öliges Bett aus Malz und Sherryanklängen breitet sich auf der Zunge und am Gaumen aus. Ich erschmecke Holz-, leichte Rosinen- und Toffeearomen. Der Alkohol vermag sich geschickt zu verstecken und ist doch in seiner Wärme omnipräsent. Es ergibt sich ein komplexes weil spannendes Ensemble aus Karamell, Würze, Hopfenbittere und Bitterschokolade.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso intensiv wie der gesamte Trunk, Eindrücke von Malz, Karamell, herben und holzigen Noten sowie die ausgeprägte alkoholische Wärme wissen den Genießer zu begeistern und ergeben ein rundes Gesamtbild.

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett

Mein Fazit:

Die Wacken Brauerei braucht sich beileibe mit ihrem Eisbock, gemacht aus dem Walküren Schluck, nicht zu verstecken. Ein rundum stimmiges, geiles Bier, ich hoffe auf eine Neuauflage. Heavy Metal im Glas eben!

 

 

 

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Schoppebräu lässt die Bären los und die sind richtig gut!

Die Bio-Bären sind los

Dass Thorsten Schoppe in Berlin unter dem Namen Schoppebräu gute Biere braut ist längst kein Geheimnis mehr. Dass er dies mit Bio-Hopfen und Bio-Malz tut, ist eine lobend zu erwähnende Neuigkeit. Seine Craftbiere mit Bio-Zertifizierung wollte ich unbedingt einmal probieren und habe sie für Euch getestet. Mit, soviel sei verraten, hervorragendem Ergebnis. Viel Freude beim Lesen!

Schoppebräu - Schoppes BÄR - die Bärenbande
Schoppebräu – Schoppes BÄR – die Bärenbande
Schoppes BÄRen im Test
English Porter, Please!

Schoppebräu – Brauner Bär (Englisches Porter)

Bierstil:  Porter

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Weizenmalz, Roggenmalz), Hopfen (Perle, Tradition), Hefe

Alkohol:  5,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Brauner Bär im Glas
Schoppebräu – Brauner Bär im Glas

Dunkelbraun, fast nachtschwarz, im Glas, der Schaum ist bräunlich und instabil und haftet am Glas.

Geruch:

Feine Röstaromen strömen mir als erstes in die Nase, ich nehme Kaffee-, Bitterschokolade- und Toffeenoten wahr. Hinzu kommt eine fein fruchtige Note nach Trockenfrucht.

Antrunk:

Der Antrunk ist schön malzbetont, leicht herb, etwas süßlich mit Aromen von bitterer Schokolade, Kaffee und Espresso. Dazu hat das Bier etwas fein karamelliges im Geschmack und prickelt fein moussierend auf der Zunge.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso kaffee- und röstaromatisch malzig wie der gesamte Trunk und hallt noch lange nach. Ein wirklich gutes Porter!

Der braune Bär in freier Wildbahn
Der braune Bär in freier Wildbahn

 

 

Schoppebräu – Blauer Bär (IPA)

IPA in Bio? Klar geht das!

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Cascade, Perle, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkohol:  6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der blaue Bär stellt sich vor
Der blaue Bär stellt sich vor

Bernsteinfarben mit beeindruckender, fester, weißer und feinporiger Blume steht das Bier vor mir im Glas. 

Geruch:

Die Nase vermeldet Eindrücke von Zitrusfrucht, Cassis, Grapefruit, Mandarine sowie florale Anklänge.

Antrunk:

Der Antrunk ist ein erfrischend, prickelndes Erlebnis, die fruchtigen Aromen wie die Grapefruit, Zitrone und Mandarine sind deutlich erlebbar. Dazu gesellen sich kräuterige, malzig-würzige Noten und eine knackige Bittere, welche trotzdem genug Spielraum für die Fruchtigkeit des IPAs lässt.

Nachtrunk:

Im Abgang glänzt der Blaue Bär ebenfalls mit seiner stimmigen Mischung aus Bitterkeit und malziger Würze, sowie der tollen Fruchtigkeit. Das schmeckt einfach gut!

 

 

Schoppebräu – Gelber Bär (Pilsner)

Pils muss nicht langweilig sein, der Gelbe Bär beweist es

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Perle, Saphir), Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Gelber Bär im Glas
Schoppebräu – Gelber Bär im Glas

Goldene Farbe mit leichter Trübung und darauf eine feinporige, weiße und relativ stabile Schaumkrone.

Geruch:

Schön fruchtig nach Zitrus, Orange, leicht Pfirsich. grasig und mit feiner Getreidenote macht der Geruch schon neugierig auf den ersten Schluck.

Antrunk:

Im Mund kommt eine ordentliche Portion Hopfenbittere hinzu, die von den fruchtigen Aromen aus Zitrus und einem Hauch Orange gut ausbalanciert wird. Ergänzt wird der Geschmack zudem von einer angenehmen Würze und Malznote.

Nachtrunk:

Der Abgang des gelben Bären ist würzig, herb und zitrusfruchtig, eine runde Sache das Bio-Pils aus Berlin.

Schoppebräu - Gelber Bär, das Bier im Fokus
Schoppebräu – Gelber Bär, das Bier im Fokus
Mein Fazit:

Die Bio Craft Biere aus dem Hause Schoppebräu sind allesamt gut bis sehr gut und werden definitiv auch Euren Geschmack treffen, weil man die Leidenschaft zum Bier schmecken kann!

 

Cheers!

 

Mehr über die Schoppe Bio Biere findet Ihr hier.

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Rückblick Biersommelier JHV in Lingen – ein perfekter Gastgeber

Rückblick Biersommelier JHV in Lingen – ein perfekter Gastgeber

Lingen, Lingen… Lingen? Wo liegt eigentlich Lingen? Das habe ich mich dieses Jahr schon einmal gefragt, als ich nämlich zum ersten Mal bei der jährlich stattfindenden Lingener Bierkultur teilnehmen wollte und gerade das Netz nach geeigneten Verkehrsmitteln durchsuchte.

Seit diesem Besuch, soviel sei gesagt, ist Lingen für mich kein Fremdwort mehr, sondern richtet, in Person von Markus Quadt und vielen fleissigen Helfern mit das beste Bierfest dieses Landes aus. Somit bestand für mich auch keine Diskussion die Jahreshauptversammlung, dieses Jahr zum ersten Mal in Lingen veranstaltet, zu besuchen.

Tag 1: Weiterbildung
Weiterbildung an Tag 1 in Lingen
Weiterbildung an Tag 1 in Lingen

Ich sollte nicht enttäuscht werden… außer natürlich von der Bahn … aber das nur am Rande. Die Veranstaltung begann für mich, leicht verspätet, am Freitagmorgen mit einer interessanten Präsentation zum Thema Hopfen von der Barth-Haas Hops Academy durch Roland Novy. Referiert wurde über die Aromenvielfalt und Kategorisierungsmöglichkeiten des Hopfens. Hier wurden zudem Hopfenproben unter den Sommeliers und Gästen verteilt und um deren Einschätzung zum Aromenprofil gebeten. Eine spannende Angelegenheit.

Weiter ging es, mit der Mälzerei Weyermann, zum Thema Malz und dessen Geschmacksprofil im Bier, vorgetragen durch Karl-Ludwig Rieck. Hier war es uns in der Pause möglich, einzelne Malze zu verkosten. Der dritte Rohstoff, welcher uns durch Thomas Huber näher gebracht wurde, war die Hefe. Spannend zu sehen, welche Geschmäcker sie im Bier erzeugen kann, dies geht sogar bis hin zu schokoladigen Aromen.

Das letzte Thema, vielleicht etwas undankbar so knapp vor dem leckeren Mittagstisch, war das Wasser. Nicola Buchner führte jedoch sehr locker und entspannt durch den Vortrag, sodass auch jeder noch genug Aufnahmebereitschaft für dieses Thema aufbrachte. Wasser kann also wirklich mehr, bis hin zum Geschmack im Bier beeinflusst es außerdem das Wachstum der Hefe und hilft den Enzymen bei ihrer Arbeit. Ich fühlte mich nach dem Vormittag also bereits bestens informiert.

Nach dem guten Mittagessen gab es zum Thema „Bier und Frauen in Deutschland“ noch eine Präsentation von Irina Zimmermann, einer der ersten Absolventinnen des Institute of Masters of Beer, mit anschließender reger Diskussionsrunde.

Der Gastgeber erzählt und läutet einen launigen Abend ein

Ganz ohne Powerpoint betrat Markus Quadt im Anschluss die Bühne, erzählte in gewohnt sympathischer Art und Weise vom Aufbau seiner Gastronomien in Lingen, von deren Finanzierung bis hin zur weiteren, teilweise ungeplanten, Erweiterung ihrer Anzahl. Außerdem kündigte er einen Besuch seines neuesten Restaurants, dem „Sieben“, am folgenden Tage an.

Der Abend schloss sich, nach überstandener Schifffahrt mit Bierbegleitung zum Schepergerdes Hotel am Wasserfall, mit einem entspannten Miteinander und einem feinen Buffet. Hier konnte man gut ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.

Tag 2: Jahreshauptversammlung und Galaabend

Der Samstag stand zunächst im Zeichen der Jahreshauptversammlung. Neben der Vorstellung der neuen Geschäftsführerin Nicola Buchner sowie Berichten über das Wachstum der Anzahl von Biersommeliers weltweit waren auch kommende Versammlungstermine in der Schweiz und in Österreich wichtige Themen. So gibt es vom 25. – 27.4.2019 das „Fühjahrstreffen der Diplom Biersommeliers in Bern“ und im Oktober 2019 die Jahreshauptversammlung in Salzburg. Man darf gespannt sein.

Stadtführung durch Lingen
Gespannt auf die Filmvorführung
Gespannt auf die Filmvorführung

Nach einem kleinen Mittagessen ging es, individuell in kleinen Gruppen, auf geführte Erkundungstour durch Lingen. Die Einteilung erfolgte im Kino der Stadt durch einen unterhaltsamen Kurzfilm mit Markus als Hauptdarsteller. Ich durfte mir als erstes den schicken Campus der Hochschule Osnabrück in Lingen ansehen.

Dort gab es ein spannendes Bier vs. Wein Tasting. Gereicht wurde Roastbeef mit gut gewürzter, eingelegter Paprika und Rucola Topping, ein Genuss! Jeder für sich konnte nun also bewerten, ob für ihn selbst der Rotwein oder das Rotbier zu den Speisen das beste Pairing ergab. Für mich war der klare Gewinner das Roter Kinker Rotbier von der Buddelship Brauerei, welches am besten mit dem Fleisch harmonierte. Der Rotwein machte bei der Paprika eine leicht bessere Figur.

Weiter ging es zum Kivelingshaus, einem der ältesten Gebäude in Lingen. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1548 wurde es 1583 wieder aufgebaut und 1981 nochmals renoviert. Es gehört dem Kivelingsverein der Stadt Lingen und dient Versammlungen und ist ein kleiner Star bei Stadtführungen.

Vor dem Kivelingshaus
Vor dem Kivelingshaus
Das Restaurant „Sieben“ und die Gala am Abend – einfach gut!
Markus Quadt in seinem neuesten Schätzchen "Sieben"
Markus Quadt in seinem neuesten Schätzchen „Sieben“ noch vor Eröffnung

Abschließend gab es noch das versprochene Stelldichein im neuen, erst am Dienstag darauf öffnenden, Restaurant „Sieben“. Das Konzept, nur sieben Hauptgerichte, vier Vorspeisen und drei Nachspeisen anzubieten, bis diese von den hoffentlich zufriedenen Kunden weggeputzt werden, finde ich interessant. Da würde ich auch mal gerne essen gehen!

Den Abschluss des Abends bot ein Galaabend in der Jahreshauptversammlungs-Location Wilhelmshöhe. Mit allerhand feinen Craftbieren von Axel Kiesbye, Kehrwieder Kreativbrauerei, der Brauerei Pott’s,  der Privatbrauerei Ernst Barre, der Brauerei Strate und einigen Gastbieren von anwesenden Biersommeliers, war die Basis gute Konversationen und ein gemütliches Beisammensein geschaffen. Abgerundet durch ein tolles Menü waren meinerseits keine Wünsche mehr offen.

 

Mein Fazit:

Lingen rockt! Markus und sein Team haben die Veranstaltung perfekt ausgerichtet und für mich ist auch die Lingener Bierkultur jedes Jahr ein fester Bestandteil meines Kalenders.  Herzlichen Dank auch für die tollen Gespräche mit Kollegen und Freunden, das hat Spaß gemacht!

 

Merci Markus, bis nächstes Jahr zur LBK!

 

Weitere Infos zum Thema Biersommeliers gibt es hier.

Das Restaurant Sieben ist hier zu finden.

 

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Brewheart – ein heisser Tanz mit Ale Capone und Dr. No!

Brewheart – was hat es damit auf sich?

Brewheart, das sind die beiden Freunde Andreas und Roland. Beide haben sich auf USA Reisen vom dortigen Craftbeer mit seiner Vielfalt und Geschmacksintensität inspirieren und begeistern lassen, teilen eine gemeinsame Leidenschaft für US Cars und starten nun deutschlandweit voll durch!

Dabei geht es den beiden gar nicht darum Bier neu zu erfinden, nein, es darf nur ihrer Meinung nach neben den gängigen Bierstilen Pils, Helles, Weizen und Co. auch weitere Sortenvielfalt geben. Dem kann man, im Sinne der Kreativität, doch nur beipflichten…

Was nun also im Endeffekt geschmacklich auf Euch zukommt, habe ich einmal testen dürfen. Eins vorweg… ich wurde nicht enttäuscht!

Biervorstellung Brewheart Biere
Brewheart mal 3!
Brewheart mal 3!

 

Brewheart – Dr No

Bierstil:  IPA (alkoholfrei)

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Pilsner, Cara), Hopfen (Hallertauer Perle, Cenntennial, Lemondrop), Hefe

Alkohol: < 0,5 %

IBU: o.A.

Brewheart - Dr. No
Brewheart – Dr. No

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben im Glas steht das Dr. No vor mir, der weiße und feinporige Schaum liegt in einer relativ stabilen Schicht darüber. Ich bin gespannt ob der verrückte Wissenschaftler auch als Bier zu großen Taten fähig ist.

Brewheart - Dr. No im Glas
Brewheart – Dr. No im Glas

Geruch:

In die Nase strömen Eindrücke von Grapefruit, Zitrus, florale sowie malzige Noten.

Antrunk:

Der Antrunk ist fein prickelnd und erfrischend mit einer ansprechenden Bittere und Aromen von Zitrus, Grapefruit sowie würzigen Anklängen.

Nachtrunk:

Im Abgang verhallt das alkoholfreie IPA langsam mit sowohl bitteren als auch fruchtig-floralen Noten.

 

Brewheart – Ale Capone

Bierstil:

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Pale Ale, CaraHell), Hopfen (Ella, Summit, Saphir), Hefe

Alkohol: 6,0 %

IBU: o.A.

Brewheart - Ale Capone
Brewheart – Ale Capone

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe natürlich trübe Farbe im Glas, der Schaum des Bieres ist feinporig, weiß und stabil.

Geruch:

Fruchtig-hopfige Aromen von Grapefruit, Zitrus, Mandarine sowie florale, tropisch-fruchtige und würzige Noten nehme ich in der Nase wahr.

Antrunk:

Ale Capones Antrunk ist fein bis intensiver prickelnd auf der Zunge, die Hopfenbittere kommt gut durch, findet in der Fruchtigkeit der Zitrus-, Orange- und Grapefruitaromatik sowie dem floralen Touch jedoch einen schönen Gegenpart, wodurch ein harmonisches Geschmackserlebnis entsteht.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt der gute Al(e) fruchtig-feinherb dem Gaumen länger in Erinnerung, ein Bier für die Sonnenstunden im Leben.

 

Brewheart – Hop Dylan

Bierstil:

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Pilsner, Pale Ale, Cara), Hopfen (Hallertauer Perle, Cascade, Saphir), Hefe

Alkohol: 7,0 %

IBU: o.A.

Brewheart - Hop Dylan
Brewheart – Hop Dylan

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben und naturtrüb präsentiert sich das Bier für mich, der Schaum ist feinporig und stabil.

Geruch:

In der Nase deutet Hop Dylan mit fruchtigen Zitrus-, Honigmelonen- und Orangennoten gepaart mit einer fruchtigen Süße und floralen Akzenten sein Können schon an.

Antrunk:

Fein moussierend mit malzigen, fruchtig-herben, und floralen Aromen umschmeichelt das Bier die Zunge. Heraus schmecke ich Grapefruit, Orange und Zitrusfrucht, aber auch eine würzige Note bringt mir Mr Dylan mit ins Glas.

Nachtrunk:

Der Abgang lässt nichts an Fruchtigkeit vermissen und klingt mit angenehmer Bittere aus.

Auch ein schöner Rücken kann entzücken
Auch ein schöner Rücken kann entzücken
Mein Fazit

Brewheart heisst Bier abseits des Mainstream, die Namen lassen mich schmunzeln und der Geschmack spricht für sich. Mein Favorit wäre Ale Capone, doch auch seine Mitstreiter brauchen sich nicht zu verstecken. Dr. No beweist, dass ein IPA auch ohne Alkohol funktioniert und Hop Dylan ist eine feine Hopfenbombe. Mit Brews Lee (ja, der heisst wirklich so!) steht schon ein neues Double IPA in den Startlöchern.

Ein Bierprojekt mit Zukunft also, probieren strengstens empfohlen!

Mehr über Brewheart und auch ihren Onlineshop findet Ihr hier.

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Honig Bräu – auch Kellerbier ist sexy!

Honig bräu, honig bräu? da war doch was!

Ja, richtig aufgepasst. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich schon über Christian Honig, seine kleine aber feine Brauerei im Z-Bau Nürnberg und das erste Honig Bräu Bier, ein Pale Ale, berichtet. Das hat mir damals – wie heute – sehr gut geschmeckt. Natürlich habe ich die Entwicklung von Honig Bräu danach auch weiter mit Spannung verfolgt und bin froh, einen ganz kleinen Teil zum Bekanntheitsgrad der Brauerei beigetragen zu haben.

Besonders gefreut habe ich mich, als ich neulich die Gelegenheit bekam an zwei brandneue Biere zu gelangen, die ich Euch gerne heute vorstellen möchte. Viel Spaß beim Lesen und guten Durst…

Biervorstellung Honig bräu Probesude

 

Honig Bräu – Z-Wickel

Bierstil:  Kellerbier / Zwickel

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener. Wiener, Pilsener, Karamellmalz), Hopfen (Hallertauer Taurus), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU:  23

Beschreibung des Bieres:

Honig Bräu - Z-Wickel
Honig Bräu – Z-Wickel

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben im Glas mit feinporigem, mittelfestem, weißem Schaum, so steht das Bier vor mir.

Geruch:

In meine Nase strömen würzige, malzige, ja (kurz nach dem Einschenken) sogar leicht rauchige sowie torfige Aromen und  Anklänge von getrockneten Früchten.

Antrunk:

Beim Antrunk  verhält es sich auf der Zunge unaufgeregt fein moussierend und ist somit gefährlich süffig. Das Z-Wickel ist malzbetont, würzig, mit einer feinen unaufdringlichen Bitternote und erdigen, fruchtigen Noten.

Honig Bräu - Z-Wickel... das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Z-Wickel… das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Im Abgang verhallt das Bier so angenehm würzig, erdig, feinherb, dass man sich im Kopf schon auf das nächste Z-Wickel freut. Ein Bier mit dem man den Abend verbringen möchte, weil es einfach gut ist. Der Franke würde ‚bassd scho‘ sagen, bekanntlich das höchste Lob welches ihm entgleiten kann.

 

Honig Bräu – Ale

Bierstil:  Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener, Wiener, Karamellmalz, Weizenmalz), Hopfen (Spalter Select, Hallertauer Taurus, Spalter Perle), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU: 19

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Honig Bräu - Ale im Glas
Honig Bräu – Ale im Glas

Strahlend golden im Glas, der feinporige, weiße Schaum steht stabil über den Dingen. In diesem Falle über dem Bier!

Geruch:

Aromen von Zitrusfrucht, Mandarine, fruchtige Süße, Orange und Beerenfrüchte sowie florale Noten sind meine verheißungsvollen Eindrücke aus dem Geruch des Bieres.

Antrunk:

Das Ale prickelt spritzig-erfrischend auf der Zunge und sofort wird’s aromatisch.  Noten von Zitrusfrucht, ein Hauch Honigmelone, Trockenfrüchte, florale, grasige, würzige, feinsaure und malzige Anklänge bilden ein rundes, durch eine dezente Bittere unterstütztes, Aromenspiel.

Honig Bräu - Ale, das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Ale, das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Die fruchtig-florale Leichtigkeit begleitet den Trunk bis zum Ende und macht das Bier, auch im Herbst, zu einem erfrischend leichten Durstlöscher für Geniesser.

 

Mein Fazit

Es ist immer noch kein Honig im Honig Bräu Bier, aber ganz viel Geschmack! Wer es probieren kann, sollte das unbedingt tun. Sofern noch Restbestände vom Z-Wickel nach dem heutigen (2.10.2018)  Z-Bau Geburtstag übrig sind, werden diese beim Hobbybrauerstammtisch am 12.11. unters Volk gebracht. Ansonsten gibts das Bier kommendes Jahr auch als Fassbier. Das Ale wird voraussichtlich auch nächstes Jahr mehr in Erscheinung treten. Man darf gespannt sein und weiterhin viel Erfolg wünschen!

 

Mehr über Honig Bräu könnt Ihr hier erfahren.

Meinen ersten Beitrag über die Brauerei und Christian Honig könnt ihr hier lesen.

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