Zu Besuch bei Oliver Wesseloh, Inside Kehrwieder Kreativbrauerei

Oliver Wesseloh, Brauer bei der Kehrwieder Kreativbrauerei und seineszeichens erster Biersommelier Weltmeister, ist ein vielbeschäftigter Mann. Gerade deshalb bin ich froh, dass er sich für mich und ein lockeres Gespräch bei Wasser und (selbstgebrautem) Kaffee Zeit genommen hat. Seid also gespannt was er über Themen aus dem Craftbeer Markt im Allgemeinen und seiner Brauerei im Speziellen zu sagen hatte…

Woher bekommst Du denn die Ideen bezüglich der Namen deiner Biere?

Die kommen in der Regel durch den direkten Bezug zum Bier, dort gewesen sein muss Olli dafür nicht. Die Skagen Sanddorn Gose zum Beispiel trägt ihren Namen, weil Skagen der Ort ist, an dem die Nordsee und die Ostsee ineinander fließen. Ja und was wäre für ein Bier, welches aus Zutaten von der Ostsee, hier kommt der Sanddorn her und der Nordsee, das Salz stammt von der Sylter Meersalzmanufaktur, wohl ein besserer Name als eben dieser Ort? Richtig, keiner!

Parma, das Rauch IPA erhält seinen Namen von der beliebten Geschmackskombination Schinken und Melone, hier wurde dem rauchigen Bier bei der Lagerung Hüll Melon Hopfen zugegeben, eine perfekte Kombination.

Bei der Elbe Gose schließlich, wurde Oliver beim Namen des Flüsschens Gose, welcher durch Goslar, den Ursprungsort der Gose, fließt inspiriert und benannte sie nach, na? Genau, dem ‚Flüsschen‘ Elbe, welches sich durch Hamburg zieht.

Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Wie sind deine Gedanken zu Bierfesten?

Nun, da bringt Olli wirklich interessante Konzepte ins Spiel, meist kommen diese aus dem Ausland wie Italien oder Skandinavien. Sie beinhalten zum Beispiel den Kauf der Biere durch den Veranstalter und die Anwesenheit der Brauer lediglich zum Ausschank und zur Beantwortung von Besucherfragen, was den Brauern selbst entsprechende Sicherheiten geben würde. Eine andere Variante ist es, einen festen Eintrittsbetrag zu erheben und den Besuchern für einen Zeitraum die Möglichkeit zu geben, alle Biere der jeweiligen Veranstaltung zu probieren. Klingt logisch für mich.

Allgemein ist der Charakter eines Straßenfestes, also einer offenen Veranstaltung bei der man Brauer, Atmosphäre und Biere sozusagen vor Bezahlung schon in freier Wildbahn erleben kann ein guter Ansatz, findet Oliver. Anschließend würde man dann z.B. für das Verkostungsglas und entsprechende Probiergrößen zahlen. Gerade die Laufkundschaft entfalle bei geschlossenen Veranstaltungen mit Eintritt fast vollkommen, auch das leuchtet mir ein.

Beliebte Bierfeste bei Oliver sind zum Beispiel die Lingener Bierkultur, die Lange Nacht der Brauereien in München oder eben das Straßenfest mit Craftbeer-Bezug um die Ecke.

Die Kollaboration Old Skool mit Sierra Nevada

Oliver und Scott Jennings, Brauer bei Sierra Nevada kennen sich schon eine lange Zeit, genauergesagt seit Scotts Studium an der VLB in Berlin, bei welchem man als internationaler Brauer die Möglichkeit hat, sich das Brauwesen aus deutscher Sicht mit Abschluss als „Certified Brewmaster“ lehren zu lassen. Daraus entstand eine Freundschaft, auch und gerade weil Oliver stets offen für ein gutes Gespräch und regen Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten ist und diese Offenheit bei Scott richtig gut ankam. Danach verlor man sich, berufsbedingt, erst einmal aus den Augen, doch traf sich durch Zufall wieder in der Sierra Nevada Brewery, wo Scott nun erster Braumeister ist und Olli zu dem Zeitpunkt im Vertrieb eines großen Anlagenherstellers beschäftigt war. Die Harmonie stimmte immernoch zwischen den beiden und so beschloss man, gemeinsam ein Bier zu brauen, auf die alte Freundschaft, Old Skool eben!

 

Die Kollaboration mit Birra Amarcord „Doppelbock A“

Die Welt ist klein, die Gemeinschaft der Craftbeer Brauer auf der Welt kennt sich und wenn nicht, dann kennt man eben jemanden der jemanden kennt, ganz einfach. So kam es auch zur Kollaboration mit Birra Amarcord aus Italien, einem eichenholzfassgereiften Doppelbock. Dieser reift in Rotweinfässern bis zur Perfektion und wird dann in sehr edle Flaschen abgefüllt. Vom wirklichen Endpreis des Produktes war dann selbst Olli etwas überrascht, jedoch ist auch für dieses Bier genug Interesse von deutschen Bierfreunden gegeben, sodass am Ende beide Seiten sehr zufrieden sein können.

 

Hast Du eigentlich ein Lieblingsbier aus deiner Brauerei?

Ich glaube, die Frage hört Olli nicht zum ersten Mal und dennoch musste ich sie stellen. ‚Ganz klar situations- bzw. jahreszeitbedingt‘ lautet seine Antwort. Im Winter darf es gerne mal ein dunkel und stark sein, zum Beispiel sein Imperial Black Prototyp gebraut mit denselben Zutaten wie das normale Prototyp, allerdings mit dunklem Malz. Dieses Bier gibt es jährlich zum Prototyp Geburtstag, dem Jubiläum seines ersten Prototyp-Bieres, als eine Sonderedition. Sonst darf es auch gerne mal eine Skagen Sanddorn Gose oder das überNormalNull, ein alkoholfreies IPA mit Hefe gebraut, welche Malzzucker nicht zu Alkohol vergären kann. Das geht immer sagt er.

 

Der Hamburger Senatsbock

Mittlerweile wurde ein Verein zur Erhaltung dieser Tradition gegründet. Ein Traum von Oliver, so verrät er mir, ist das eines Tages jede private Brauerei Hamburgs beim großen Senatsbockanstich ihre eigene Variante vorstellen kann. Dieses Jahr waren es bereits 3 verschiedene Editionen, er ist also zufrieden mit der Entwicklung. Seine Variante, die Franzböckchen Edition, ist angelehnt an das norddeutsche Kultgebäck ‚Franzbrötchen‘ und wurde von ihm und seinem befreundeten Biersommelierkollegen Reini Schenkemaier aus Österreich gebraut. Verfeinert wurde das Bier beim Brauvorgang durch von Reini mitgebrachte Kakaonibs aus der Zotter Schokoladenmanufaktur. Das Zusammenspiel aus Schokolade und Röstaromen findet Olli sehr spannend, natürlich hab ich mir da gleich eine Flasche aus Hamburg mitgenommen… Übrigens ist auch die Schokoladenmanufaktur sehr zu empfehlen meint er, wenn man bei all den Probiermöglichkeiten bei der Führung durch das Schokoparadies keine Angst vor einem Schokoladen-Fresskoma hat.

 

Craftbeer im Supermarkt

Findet Oliver generell gut, man müsse nur richtig über die Biere informieren. Diese Informationen findet er, müssen dann aber auch und gerade vom Brauer selbst kommen. Möglich sei dies zum Beispiel durch Flyer, QR-Codes auf den Flaschen oder kurzen und prägnanten Informationen zum Geschmack direkt am Verkaufsregal angebracht.

 

Untappd oder RateBeer?

RateBeer, da man hier noch gefordert sei, schriftlich zu begründen, warum einem das Bier nun miss- oder gefällt. Die reine Bewertung bei Untappd ist da weniger aussagekräftig und da stimme ich auch mit ihm überein. Problem ist natürlich, dass auch kurze negative Bewertungen bei Untappd zu negativen Kaufentscheidungen so manches Kunden führen können.

 

Der Verein Deutsche Kreativbrauer e.V.

Ist für gewerbliche Brauer gedacht, welche nicht in Konzernhand sind und kreativ brauen. Der erste Gemeinschaftssud hat Olli wie auch mir übrigens sehr gut geschmeckt, obwohl Kümmel aus purer Absicht nichts in seinem täglich (Abend-)Brot zu suchen hat. Weitere Sude sind derzeit bereits in Planung, man überlege sogar 2 Biere pro Jahr zu brauen. Natürlich geht mehr eben und natürlich werden dies auch jeweils unterschiedliche Biere sein.

Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Die eigene Brauerei

…stösst schon an ihre, bei Bezug noch nicht für möglich gehaltenen, Kapazitätsgrenzen und so muss teilweise schon zum Brauen nach Nittenau ausgewichen werden. Doch ich denke mal das wird Oliver verkraften können, heisst es doch nur dass er mit seinen Bieren den Geschmack der Menschen trifft und das auf eine wunderbar kreative Art und Weise.

Oliver Wesseloh und ich vor den Lager- und Gärtanks
Oliver Wesseloh und ich vor den Lager- und Gärtanks

Ein Besuch bei Oliver lohnt sich also immer, jeden Freitag beispielsweise ist Lagerverkauf von 10-18 Uhr. Dankbar bin ich für die Zeit, die Olli sich für mich genommen hat, obwohl an diesem Tag wieder seine Skagen Sanddorn Gose gebraut wurde. Ich jedenfalls kehre also bestimmt wieder… Cheers!

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Biervorstellung: Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. – Vänilla Sunryes

Eine Kollaboration aus Berlin und Spanien darf ich Euch heute präsentieren. Pirate Brew Berlin, ihreszeichens Christina Saez Martinez und ihr Mann Andreas Håkansson, haben sich mit der Brauerei H2ÖL Brewing Co. aus Valencia zusammengetan um ein Bier zu brauen.

Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. - Vänilla Sunryes
Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. – Vänilla Sunryes

Das es ausgerechnet eine spanische Brauerei ist, welche die beiden für ihre Kollaboration ausgewählt haben verwundert mich nicht, sind Christinas Wurzeln doch spanisch. Auch gemeinsam hatten beide in Spanien bereits eine längere Zeit gebraut. Lest nun selbst meine Eindrücke vom Bier…

Name: Vänilla Sunryes

Bierstil: Stout (Smoked Rye Vanilla Stout)

Zutaten: Brauwasser, Malz (Pale, Rauch, Caramel, Amber, Roggen, Schoko, Röstgerste, Hafer), Hopfen (Columbus), Hefe, Vanille

Alkohol: 6 % Vol.

IBU: 41

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Nachtschwarz im Glas und blickdicht präsentiert sich dieses Bier, der Schaum ist feinporig, cremefarben und instabil.

Geruch:

In der Nase wechseln sich Eindrücke von Kaffee, bitterer Schokolade, Vanille, Toffee, ergänzt von einer hintergründigen Rauchnote ab.

Antrunk:

Das Bier weist ein cremig-weiches Mundgefühl auf, welches sich angenehm auf der Zunge breit macht. Ich nehme eine feine Herbe wahr, hinzu kommt eine deutliche Kaffeenote, verbunden mit Röstaromen. Die Vanille kann sich gut durchsetzen, wird durch Karamellaromatik flankiert und harmonisch mit feinem Rauch gepaart.

Nachtrunk:

Im Abgang wird die Raucharomatik etwas deutlicher, auch die Bittere nimmt zu. Kaffee- und Röstmalz bilden mit den anderen beschriebenen Aromen ein stimmiges Finish.

Fazit:

Ein mild geräuchertes Stout mit toller Vanille-Note, das überzeugt mich… oder wie die Pirate Brew – Crew sagen würde: Nobody fucks with Pirates. Nobody.

Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. - Vänilla Sunryes im Glas
Pirate Brew Berlin & H2ÖL Brewing Co. – Vänilla Sunryes im Glas

 

PS: Pirate Brew Berlin beim Gesund Brewing Bierfest findet Ihr hier.

 

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Biervorstellung: Himburgs Braukunstkeller & Schneeeule Berlin – Brettamarsi

Brettamarsi, was genau verbirgt sich hinter diesem Bier?

Wenn Alexander Himburg und Ulrike Genz sich zusammentun, nun was mag da wohl entstehen? Alex Himburg, seit Jahren feste Größe der Craftbeer-Community, immer auf der Suche nach der perfekten Symbiose aus Tradition und Moderne, Brauer hopfenbetonter Bierstile. Ulrike Genz, eine Art Pionierin der neu entfachten Sauerbierbewegung, welche mit ihren Bieren auch mich davon begeistern konnte.

Ich sags euch… ein Hybrid aus beidem! In der Fachsprache ausgedrückt ein Cuvee also ein Verschnitt, aus dem Double IPA Amarsi von Alexander Himburg  und der Berliner Weiße Yasmin aus der Schneeeule Bierriege, das Brettamarsi!

Himburgs Braukunstkeller & Schneeeule Berlin - Brettamarsi
Himburgs Braukunstkeller & Schneeeule Berlin – Brettamarsi
Besonderheiten und Biervorstellung

Besonderheiten des Bieres sind außerdem, die 6-monatige Reifung auf Eichenholz und die allgemein sehr lange Lagerungsfähigkeit des Bieres (MHD 29.10.2029!). Nun bin ich in der glücklichen Lage, Euch dieses seltene Bier vorstellen zu können:

Name: Brettamarsi

Bierstil: Obergäriges Starkbier mit Jasminblüten (Cuvee aus Double IPA und Berliner Weisse)

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Amarillo, Simcoe) , Yasminblüten, Glukose, Hefe (Saccaromyces, Brettanomyces, Lactobacillus)

Alkohol: 6,3 % Vol.

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas mit natürlicher Trübung, der Schaum des Bieres ist feinporig, instabil und legt sich wie ein dünner Schleier auf die Oberfläche.

Geruch:

Die Nase vermeldet eine fruchtig-säuerliche Note. Hinzu gesellen sich Zitrus, Pfirsich, grüner Apfel, ein Hauch von Yasmin sowie florale Eindrücke. Die Berliner Weisse typische Aromatik mit dem Kick mehr an Fruchtigkeit, aus dem Double IPA herrührend.

Antrunk:

Der erste Eindruck bestätigt die feine Säure des Geruchs. Das Bier wirkt erfrischend, fein prickelnd auf der Zunge mit einem kleinen Obstkorb an fruchtigen Noten von Zitrus, Pfirsich und Grapefruit. Ergänzend nehme ich florale Aromen sowie eine feine Holzfassnote wahr. Die Säure und Fruchtigkeit der jeweiligen Bierstile bilden ein Duett und geben ein harmonisches Bild am Gaumen ab.

Nachtrunk: Im Nachhall verbleibt eine sanfte fruchtige Säure mit leicht herben Nuancen, welche das Bier im Finish ansprechend abrunden.

Fazit:

Kein Bier für jeden Tag aber ein wohltuend erfrischend, fruchtig-saurer Farbtupfen in Deutschlands Craftbeer-Welt, der zu besonderen Anlässen ein hervorragendes Bild abgibt. Chapeau und Cheers!

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Honig Bräu Nürnberg – ein Mann, ein Bier, das passt!

Honig Bräu, mit Herz dabei

‚Honig Bräu, ist da Honig drin?‘, so ungefähr muss wohl die erste Frage fast jedes Menschen lauten, wenn er das Etikett der 0,33 Liter Flasche des Pale Ales, derzeit mit Ausnahme verschiedener kleinerer Sude für unterschiedliche Festivitäten die einzige Sorte Bier von Honig Bräu, betrachtet. Ist aber keiner drin, denn Honig so heisst der Brauer des Bieres, Christian Honig um genau zu sein.

Christian Honig und seine Braukessel
Christian Honig und seine Braukessel bei Honig Bräu

Entwickelt hat sich seine Leidenschaft für Bier, wie bei vielen kreativen Brauern, durch das sogenannte Homebrewing, d.h. Zuhause für und mit Freunden kleine Mengen verschiedener Bierstile im kleinen Rahmen zu brauen. Seine Liebe zum Heimbrauen hat er auch heute nicht verloren, veranstaltet im Z-Bau beispielsweise Homebrewing Events. Die neueste Veranstaltung, in welcher er gemeinsam mit anderen Interessierten Gerätschaften zum Brauen herstellt und diese mit einem Raspberry Pi zur teilweisen Automatisierung verbindet, steht für die kommenden Tage schon in den Startlöchern.

Seine Brauerei ist im Z-Bau untergebracht, gelegen im Süden Nürnbergs. Hier braut er unter der Woche des Öfteren alleine, am Wochenende auch mal mit den Jungs von Z-Bräu, welche sich mit ihm die Kessel teilen, gemeinsam. Apropos Braukessel, diese sind teilweise umgebaute Milchbottiche und fassen circa 190 Liter pro Sud, Erweiterung nicht ausgeschlossen. Insgesamt treffe ich auf einen gut aufgelegten Brauer, früher 13 Jahre im Lehrerberuf an der Mittelschule tätig, der sich Zeit für mich nimmt. Man spürt Christian ist mit Herz bei der Sache und der bisherige Erfolg gibt ihm Recht.

Wie kommt das Bier in die Flasche und was ist drin?

Mittlerweile hat er seine Flaschenabfüllung nach Pottenstein zu Hufeisenbräu ausgelagert um der Nachfrage Herr zu werden. Kein leichter Schritt wie er mir erzählt, aber ein notwendiger. Eine Rückkehr zur eigenen Abfüllung ist ja immernoch möglich. Zur Zeit bietet er seine Flaschenbiere schon bei einigen bekannten Bars in Nürnberg an, darunter im Kater Murr und im Bierwerk.

Seine Rohstoffe bezieht er aus der Region, das Malz von der Mälzerei Gebr. Steinbach aus Zirndorf, den Hopfen aus Spalt, das passt. Auf sein Markenlogo angesprochen erklärt Christian mir, dass es aus einem echten Foto von ihm am Braukessel entstanden ist, welches digital am Computer bearbeitet wurde. Eine schöne Anekdote wie ich finde.

Qualität und Anspruch bei Honig Bräu

Die Qualitätsansprüche bei Honig Bräu sind übrigens, wenn auch noch im kleineren Maßstab, keineswegs geringer als bei größeren Brauereien. Jedes Bier welches die Brauerei in der Flasche oder im Fass verlässt, soll konstant so schmecken wie es der Brauer einmal ausgearbeitet und für gut befunden hat, so lob ich mir das.

Die Gemütlichkeit seiner Kleinbrauerei bleibt dabei keineswegs auf der Strecke, hier kann man es absolut aushalten, nicht nur beim Karten spielen mit den Z-Bräu Jungs im offen verbundenen Nebenraum, nein auch Zwischen Maischebottich und Whirlpool. ‚Hier wird der Whirlpool übrigens noch handgemacht‘ erklärt mir Christian und schwingt dabei das Maischepaddel im Kreis. Hier ist die Welt noch in Ordnung denke ich mir.

Visionen?

Gibt es Zukunftsvisionen, frage ich ihn abschließend, vielleicht noch mehr verschiedene Sorten Bier? Visionen davon habe er schon, meint Christian, aber erst einmal möchte er gerne die eine Sorte, sein Pale Ale, weiter verbreiten. Über Nürnberg hinaus, in weiter entfernter Zukunft kann er sich auch einen eigenen Standort vorstellen, da darf man doch gespannt sein, oder nicht? Ich werde jedenfalls die weitere Entwicklung interessiert verfolgen und weiter für Euch über Honig Bräu berichten.

Falls Ihr nun noch mehr zum Bier wissen möchtet, hier folgt meine Verkostung des Honig Bräu – Pale Ale:

Honig Bräu - Pale Ale
Honig Bräu – Pale Ale

Name: Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Brauwasser, Gersten (Pale Ale und Karamellmalz) – und Weizenmalz, Hopfen (Spalter, Taurus, Mandarina Bavaria, Cascade), Hefe (obergärig)

Alkohol: 5,1 %

IBU: 31

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarbenes leicht naturtrübes Bier mit weißer, feinporiger und mittelfester Schaumkrone

Geruch:

In der Nase zeigen sich Noten von Grapefruit und Trockenfrucht. Dazu erlebe ich würzige, florale und brotige Aromen.

Antrunk:

Auf der Zunge erschmecke ich neben einer mild prickelnden Rezenz kräuterige, florale und würzige Aromenvielfalt. Hinzu kommt eine unaufdringliche Bittere mit feinen Grapefruit, leichent Zitrusnoten und einer schönen Fruchtigkeit.

Nachtrunk:

Im Abgang verstärkt sich die Zitrusaromatik und wird durch würzige, florale Einschläge ergänzt. Die Herbe ist noch in Nuancen wahrnehmbar und klingt langsam aus.

Fazit:

Das Bier in seiner Gesamtheit ist rund und stimmig, die unterschiedlichen Aromen ergänzen sich ohne dabei einander im Wege zu stehen. Ein ausgewogenes Pale Ale, welches mir sehr gut gefällt.

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Biervorstellung: Hanscraft & Co. – Steve Hops

Steve Hops, Steve Hops? Ich komm nicht drauf… wie auch immer, heute stelle ich Euch eine der neuesten Kreationen von Christian Hans Müller und seiner Brauerei Hanscraft & Co. aus Niedernberg vor. In einer kleinen handwerklichen Craftbrauerei entstehen hier immer wieder gute Biere, die es zu probieren lohnt.

Beschrieben wird es auf der Flasche als solides Bier für jeden Tag, ich bin gespannt und berichte Euch im Folgenden von meinen Eindrücken davon.

Name: Steve Hops

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, CaraAmber), Hopfen (Magnum, Summit, Celeia, Huell Melon), Hefe

Alkohol: 5,5

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Steve Hops Nahaufnahme
Hanscraft & Co. – Steve Hops Nahaufnahme

 

Optischer Eindruck:

Golden-orange zeigt sich das Bier im Glas. Der feinporige, weiße Schaum verhält sich dabei stabil in seiner Konsistenz.

Geruch:

Geruchlich habe ich verschiedene Aromen in der Nase. Dazu gehören Kräuter sowie florale Noten und eine leichte Malzigkeit. Hervorzuheben ist außerdem ein schönes Zitrus und Grapefruit Aromenspiel, welches sich dort im ersten Eindruck entfaltet.

Antrunk:

Der erste Schluck weist eine gewisse Bittere und Malzigkeit, mit angenehmer Grapefruit-, Zitrus- und Kräuteraromatik auf, welche gut mit den floralen Noten des Bieres harmoniert. Das Verhältnis zwischen Bittere und fruchtig-floralen Eindrücken bleibt hier stets ausgewogen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang sind weiter Kräuternoten zu erschmecken, eine hopfige Bittere und etwas Zitrus schwingt mit.

 

Fazit:

Das Etikett verspricht nichts was das Bier nicht auch halten könnte, ein gutes Pale Ale für den täglichen Genuss geeignet. Prost!

Mehr über die Brauerei Hanscraft & Co. erfahrt Ihr hier.

von meinem iPhone gesendet 😉

 

 

PS: Christian Hans Müller ist Mitglied des Vereins Deutsche Kreativbrauer e.V., über deren 1. Sud berichte ich hier.

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GesundBrewing Craft Beer Festival Winter Edition 2018: klein aber oho!

Zuallererst, mit klein ist nicht die Zahl der Teilnehmer gemeint, welche mit 13 Craftbrauern wirklich sehr beachtlich und in ihren gebrauten Bierstilen vielfältig ausfiel.  Die Location des GesundBrewing Craft Beer Festival, das ‚The Castle Berlin‘ ist nur nicht gerade riesig. Aber wie sagte mir Alexander Himburg auf dem Festival so schön, Craftbierfeste sind am besten und persönlichsten, wenn sie nicht zu groß ausfallen.

So war für jeden der Brauer circa ein halber bis ein Quadratmeter Platz um diverse kreative Bierspezialitäten zu präsentieren. Die Anzahl war von Fall zu Fall verschieden, von einem bis sage und schreibe 8 Bieren pro Brauerei war alles vertreten. Die GesundBrewing Winter Edition fand übrigens an zwei Tagen statt, am Dienstag den 16.01.2018 und Mittwoch den 17.01.2018, jeweils von 16 bis 22 Uhr.

Das Line-Up des Festivals lautete wie folgt:

Berliner Berg
BrewDog Berlin Mitte
BRLO
Himburgs Braukunstkeller
Motel Beer
Straßenbräu
Stone Brewing Berlin
Pirate Brew Berlin
Two Fellas Brewery
The Mash Pit
The Circus
The Sisters Brewery
Vagabund Brauerei

Persönlich probieren und als sehr zu empfehlen einzuschätzen konnte ich diese Biere:

BrewDog & Omnipollo Collaboration – I wanna be your Dog Barrel-Aged Imperial Stout:

Brewdog & Omnipollo I wanne be your Dog Barrel-Aged Imperial Stout
Brewdog & Omnipollo – I wanne be your Dog Barrel-Aged Imperial Stout

Matt, Chef bei BrewDog Berlin, brachte die brandneue Kollaboration zwischen BrewDog und der schwedischen Craftbrauerei Omnipollo mit aufs Festival. Ein fassgereiftes Imperial Stout, nachtschwarz im Glas, mit intensiven Aromen von Vanille, Karamell und Pekannüssen in der Nase. Im Antrunk bestätigt sich dieser Eindruck und wird durch ein angenehm cremiges Mundgefühl und eine alkoholische Wärme im Trunk abgerundet.

Alexander Himburgs erstes Bier Festival seit einem Jahr

Himburgs BrauKunstKeller – Men Who Stare At Goats

Alexander Himburg, Ulrike Genz (Schneeeule Berlin)
Mit Uli (Schneeule Berlin), Alexander & Leo

 

Farmhouse Ale mit 5,3 Prozent, goldgelb im Glas mit extra von Freunden importierter Hefe aus Finnland. Die Nase vermeldet fruchtig-würzige, feinsaure Noten, der Antrunk wiederum ist ebenfalls angenehm fruchtig säuerlich, etwas würzig und mit einem leichten Hefearoma versehen. Ein stimmiges und sehr angenehm zu trinkendes, fein karbonisiertes Ale mit einem harmonischen Zusammenspiel aus Fruchtigkeit und fruchtiger Säure mit würzigen Nuancen und das auch im Abgang.

Vagabunden brauen Bier, gutes Bier!

Vagabund Brauerei – Hey Now IPA und Lil Rascal

Vagabund Brauerei Stand beim GesundBrewing Craft Beer Fest
Vagabund Brauerei Stand beim GesundBrewing Craft Beer Fest

Strahlend gelb in der Färbung mit weißem, feinporigem Schaum. Beim Geruch nehme ich Zitrus sowie tropische Früchte wahr, welche sich auch im Antrunk und Abgang wiederspiegeln. Hinzu kommt eine wohl dosierte Hopfenbittere, welche den Trunk begleitet.

Vagabund Brauerei - Lil Rascal
Vagabund Brauerei – Lil Rascal

 

Das Lil Rascal ist eine neue Kreation der Brauerei und feierte beim GesundBrewing seine Premiere. Es ist ein fruchtig-saures American-Bretted Sour mit einer sehr ausgewogenen Aromatik und auch im Geruch bereits fruchtig-milchsauren Noten.

 

Two Fellas Brewery – Lake Michigan IPA

Goldgelb liegt das Bier im Glas, bedeckt von einer feinporigen weißen Krone. In der Nase sind deutlich Zitrus, florale und kräuterige Noten zu erleben. Der Antrunk ist leicht herb und zeigt viel eher ein fruchtiges, zitroniges Aromenspiel mit floralen Einschlägen.

 

Motel Beer und Bier aus Holland, all das gibts in der Hauptstadt

Motel Beer – Grand Banks Imperial Coffee Stout

Motel Beer - Grand Banks Imperial Coffee Stout
Motel Beer – Grand Banks Imperial Coffee Stout

Eine mit Kenyan SL-28 Kaffee gebrautes Imperial Stout mit, na Ihr ahnt es, sehr intensiver Aromatik von Kaffee, Bitterschokolade und Röstaromen.

The Sisters Brewery – Black

Ein 5 Jahre gelagertes Milk-Stout, gebraut von den Geschwistern Annamijn und Josefien sowie ihrem Vater, Wilfran Beijeman aus Utrecht in den Niederlanden, mit Karamell – und Vanillearomen im Geruch sowie im Antrunk, einem sehr sanften Mundgefühl und gut eingebundenem Alkohol.

Hobbybrauer aus Berlin? Ab zu Mash Pit!

Mash Pit – Cloud 9

Gründer Tim Hauke hat ein interessantes Konzept. Er möchte Hobbybrauern eine Plattform zum Bier brauen bieten und stellt hiefür sowohl die Rohstoffe als auch die Brauanlagen um rund 80 Flaschen selbstgebrautes Bier pro Brauvorgang zu erhalten. Zudem steht Anfängern wie Fortgeschrittenen auch immer ein Brauer mit Rat und Tat zur Seite. Eine schöne Idee wie ich finde und das mitgebrachte Session IPA kann sich auch durchaus sehen und schmecken lassen, kann es doch mit tropisch-fruchtigen und herben Aromatiken im Antrunk überzeugen.

Nobody Fucks with Pirates, nobody.

Freigeist Bierkultur  – Cannabis IPA

Christina Saez Martinez und ihr Mann Andreas Håkansson brauen nur dunkle Bierstile. Das Cannabis IPA welches die beiden neben Ihrem, mir bereits bekannten, sehr guten Crazy Bastard Chili Porter am Hahn hatten, stammt von Freigeist Bierkultur. Die Kombination Bier und Hanf hörte sich für mich spannend an und so war auch mein Eindruck vom Geschmack und Geruch des Bieres.  In meiner Nase kamen mir wirklich hanflastige, grasige Aromen entgegen, der Antrunk fiel herb und eben wieder grasig aus, dazu mit floralen Nuancen und einem grasig-herben Finish. Ein bisschen verrückt aber gelungen. In der Flasche und bereit zur Review mitgenommen habe ich einen Kollaborationssud von Pirate Brew mit H2Öl Brewing Co. aus Spanien, ein Smoked Rye Vanilla Stout, genannt ‚Vänilla Sunryes‘.

 

Fazit: Abschließend kann ich nur jedem den Besuch des GesundBrewing Craft Beer Festivals ans Herz legen, der Craftgedanke wird hier hochgehalten und die fast schon familiäre Nähe zu den Brauern versprüht gerade im kleineren Rahmen besonderen Charme. Ich für meinen Teil werde bestimmt wieder kommen. Cheers!

 

PS: weitere Berichte zu meinen Besuchen bei verschiedenen Berliner Brauereien wie Straßenbräu, Stone Brewing, BrewDog, Vagabund Brauerei uvm. bald hier auf diesem Blog.

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Von Berlin nach Nürnberg, die Schneeeule ist da!

Berlin, Berlin, wann kommt man aus Nürnberg denn mal nach Berlin? Wie gut, dass die Schneeeule flügge geworden und hinaus in die weite Bierwelt geflogen ist.

Probieren konnte ich 3 der Berliner Weisse Biere im Kater Murr in Nürnberg. Die Biere allesamt sind unter Verwendung von Brettanomyces-Hefe in Flaschengärung gereift und wurden durch Brauerin Ulrike Genz persönlich ins Frankenland gebracht.

Aber lange Rede, kurzer Sinn, hier kommt meine kleine Verkostungsschau…

Schneeeule Berlin – Yasmin

Bierstil: Bier nach Berliner Weisse – Art

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Jasminblüten, Saccaromyces, Brettanomyces, Lactobacillen, Saccarose

Alkoholgehalt: 3 % vol.

IBU: 5

Beschreibung des Bieres:

Die Farbe des Bieres ähnelt für mich hellem Bernstein, es hat eine natürliche Trübung im Glas und eine dichte, feinporige und weiße Schaumkrone tront über allem, ganz wie die Flügel der Schneeeule auf dem schönen roten Etikett.

In der Nase erreichen mich fruchtige Noten, dazu Zitrusfrucht, eine feine (Milch-)Säure und das ganze gepaart mit floralen Noten, welche die Jasminblüten mit sich bringen.

Der Antrunk ist leicht säuerlich, jedoch überwiegen die fruchtigen Aromen und ergeben ein harmonisches Zusammenspiel welches sich angenehm mit den floralen Eindrücken auf der Zunge ergänzt. Es prickelt erfrischend spritzig auf der Zunge.

Der Nachtrunk wird noch einen kleinen Deut saurer, ohne zu übertreiben. Die fruchtigen und floralen Aromen bilden ein harmonisches Gesamtbild und runden den Genuss ab. Klasse!

 

Schneeule Berlin – Kennedy

Bierstil: Bier nach Berliner Weisse – Art

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, amerikanischer Hopfen (Summit), Saccaromyces, Lactobacillus, Brettanomyces

Alkoholgehalt: 3 % vol.

IBU: 15

Beschreibung des Bieres:

Das nächste Bier im Glas war das Kennedy, es präsentiert sich strahlend goldgelb, mit feinporigem, instabilem Schaum und einer natürlichen Trübung.

Der Geruch ist mit zitrusfruchtig (Zitrone & Grapefruit), einer in die Gattung der Berliner Weisse passenden feinsäuerlichen Note sowie einer leichten Hefenote zu beschreiben.

Im Antrunk ist der gute Kennedy fruchtig mit fein eingebunder Milchsäure, schön ausbalanciert mit einer angenehm unterschwelligen Bitternote des Hopfens.

Der Abgang hat für mich einen gewissen Touch von Koriander sowie der feinen Sauernote, welche sich auch hier leicht ansteigend präsentiert.  Ein gelungenes Bier mit dem gewissen Etwas.

 

Schneeeule Berlin und Braukunst Gebr. Wiestner – BrettyLup

Bierstil: Barrel-aged bretted sour IPA

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefen, Milchsäurebakterien, Saccarose

Alkoholgehalt: 6,5 % vol.

IBU: o/a

Beschreibung des Bieres:

Last but not least kommen wir zu einer Kollaboration von Schneeeule und der Braukunst Gebr. Wiestner, einem Cuvee aus LuckyLup von der Braukunst und einem speziell dafür ausgewählten Schneeeule Sauerbier, für 6 Monate im Chardonnay Weißweinfass gelagert und handbeschriftet.

Das Bier ist bernsteinfarben und hat einen feinporigen, weißen und stabilen Schaum. Der Geruch ist dann eine tropische Fruchtbombe mit Noten von Zitrus, Melone, Mandarine, Orange und wirkt in der Nase schon mal so gar nicht sauer.

Im Antrunk erlebe ich dann wiederum doch die Säure der Berliner Weisse, die fruchtig daher kommt und durch verschiedenste Fruchtaromen tatkräftige Unterstützung erfährt… so nehme ich Zitrusfrucht, leichte Nuancen von Grapefruit und Wassermelone wahr.

Das Geschmacksbild ergänzt wird durch eine leichte Milchsäure, welche im Abgang ein Zusammenspiel mit den fruchtigen Aromen erfährt.

Das handgeschriebene Etikett verleiht dem ganzen dann noch einen besonderen Charme, eine spannende Zusammenarbeit mit einem tollen Bier als Resultat!

 

Cheers und bis bald!

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Maisel & Friends – Juicy IPA… Winter? Ich fühl mich wie in der Karibik!

Die Brauerei Gebrüder Maisel aus Bayreuth hat mit ihrer Craftbeer Linie Maisel & Friends Erfolg und das meiner Meinung nach völlig zurecht. Den neuesten Vertreter, das Juicy IPA (kurz für India Pale Ale) stelle ich Euch nun heute vor…

Tropischer Winter? Mit dem Maisel & Friends – Juicy IPA kommt der Sommer zurück ins Glas

Es ist Winter, bitterkalt und seit gestern liegt in Franken Schnee aller Orten. Was trifft sich da besser als… ja genau ein IPA auf den Markt zu bringen und nein, kein vor Bittere strotzendes, ein extren fruchtiges soll es sein.

Maisel & Friends - Juicy IPA
Maisel & Friends – Juicy IPA… fühlt sich pudelwohl im Schnee

Gesagt getan und heute halte ich es in den Händen, gottseidank im Warmen aber warm wird mir auch beim Trinken, es versetzt mich im Geiste an einen warmen weißen Sandstrand mit Palmen, Kokosnüssen und Sonnenschein…

Die Informationen zum Bier, Verkostung und Optik

Aber der Reihe nach, hier die wichtigsten Infos zum Maisel & Friends – Juicy IPA:

Alkohol: 7,2 %

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hefe und eine ganze Menge Hopfen, nämlich Chinook, Citra, Amarillo, Simcoe, Mosaic und Mandarina Bavaria

Stammwürze: 14,8 °P

IBU (International Bitter Units): 50

Optischer Eindruck: Strahlend golden im Glas mit leichter Trübung, der Schaum weiß, feinporig und stabil.

Geruch: Tropische Früchte, Zitrus, Mango, Maracuja, Grapefruit, Mandarine und Birne, das macht Lust auf den ersten Schluck!

Antrunk: Die extreme Fruchtigkeit aus den ersten Eindrücken der Nase bewahrheitet sich, dieses IPA hat das gesamte tropische Fruchtspektrum parat und spielt es klasse aus. Ich erschmecke Zitrusfrüchte (Zitrone, Grapefruit, Orange), Ananas, Maracuja, sogar Birne umschmeichelt meinen Gaumen. Die Hopfenbittere bleibt dabei fast komplett aussen vor und überlässt dem karibischen Sandstrand im Glas das Feld.

Nachtrunk: Erst im Nachtrunk wird das IPA etwas herber, harmoniert aber weiterhin sehr gut im Zusammenspiel mit der ausgeprägten Fruchtigkeit.

Fazit: Ein klasse Vertreter eines fruchtigen IPA’s, das Juicy IPA von Maisel & Friends, auch und gerade zur Winterszeit eine gelungene fruchtige Abwechslung!

Mehr Informationen zur Maisel & Friends Gastronomie „Liebesbier“ in Bayreuth findet Ihr hier: http://domis-reviews.de/liebesbier-bayreuth

 

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Beery Christmas, mein Craftbeeradventskalender – Teil 1

Beery Christmas, ein Craftbeer hinter jedem türchen

Adventskalender, sind die nicht nur was für Kinder? Meine klare Antwort darauf: Nein, erst recht nicht, wenn es so eine tolle Auswahl an Craftbeer-Adventskalendern für jeden Geschmack on- und offline zu erwerben gibt.

Ich habe mich zum ersten Mal für einen solchen Kalender entschieden und wurde nicht enttäuscht. Der Beery Christmas Kalender von Saveur-Biere.com bietet eine große Auswahl verschiedenster Bierstile aus aller Herren Länder. 29 Brauereien haben teils exklusive Biere für diesen Kalender gebraut, diese kommen aus 21 Ländern und die Verpackung des Kalenders wurde von keinem Geringeren als Karl Grandin, dem Designer der Omnipollo Bieretiketten gestaltet.

bestens informiert, dank nfc und website

Insofern das eigene Smartphone die NFC (Near Field Communication) Technologie unterstützt, kann man dank eingebautem NFC-Chip sogar durch bloßes oben auf den Kalender tippen des Mobiltelefones Informationen zum jeweiligen Bier des Tages abrufen. Für die analogen Menschen gibt’s das natürlich auch als informative Website, inklusive Verkostungstemperatur- Empfehlung, Vorschlag zum Glas und Informationen zu Brauerei, Bier, Bierstil, Optik des Bieres im Glas, Geruch und Geschmack.

Verkostung der ersten 8 Biere des Beery Christmas Kalenders

Die folgenden kurzen, aber prägnanten Informationen habe ich aus eigenem Verkosten für Euch zusammengestellt. Vielleicht ist so ein Kalender ja die ideale Geschenkidee für die Vorweihnachtszeit im nächsten Jahr?

Teil 2 mit den restlichen 16 Bieren findet Ihr übrigens hier: http://domis-reviews.de/beery-christmas-mein-craftbeeradventskalender-teil2

 

Tag 1: Ninkasi – Smoky Oak Ale

 

Rauchbier aus Frankreich, genauer gesagt aus der Nähe von Lyon.

Optischer Eindruck: Rötlich kastanienfarben mit feinporigem, mittelstabilem, weißem Schaum.

Nase: Leichter Eindruck von Rauch, Whiskey, fruchtige Noten

Antrunk: Aromen von Whiskey, etwas Rauch schwingt mit, leichte Süße, torfig, nussige Noten, etwas Toffee

Nachtrunk: Fruchtig mit leicht bananiger Aromatik, feine Säure

 

Tag 2: Camden Brewing Company – Hols Tropical Pilsner

 

Die Brauerei befindet sich in London und braute dieses Bier exklusiv für den Beery Christmas Kalender

Optischer Eindruck: Strahlend gelb im Glas, der Schaum mittelporig und relativ stabil

Nase: Tropische Früchte, Zitrus, grasige Noten, Pfirsich, Mango, Maracuja

Antrunk: Deutliche Bittere,Zitrus, Grapefruit, Ananas

Nachtrunk: Lang nachhallende Bittere

 

Tag 3: Innis & Gunn – Bourbon Dark Ale

Gebraut in Schottland, exklusiv für den Kalender und gereift im Bourbon-Fass.

Optischer Eindruck: Nachtschwarz im Glas, mit feinporigem, cremefarbenem und instabilem Schaum

Nase: Bourbon, Röst – und Bitterschokoladearomen, Pflaume

Antrunk: Fruchtig, voller Körper mit Noten von Toffee und Bourbon

Nachtrunk: Leichte Sherrynoten, würzig, etwas süßli

 

Tag 4: Baird Brewing – Wabi Sabi Japan Pale Ale

Südwestlich von Tokyo mit Wasabi gebrautes Pale Ale.

Optischer Eindruck: Bernsteinfarben mit natürlicher Trübung, der Schaum fein- bis mittelporig und stabil

Nase: Zitrus, florale sowie grasige Aromen

Antrunk: herb, erdig mit Noten von Zitrusfrüchten (Grapefruit und etwas Zitrone)

Nachtrunk: Deutliche Bittere im Abgang

 

Tag 5: Oppigards and Gänstaller – Bockbier

Oppigards und Gänstaller - Bockbier im Glas
Oppigards und Gänstaller – Bockbier

Kollaboration der Oppigards Bryggeri aus Schweden mit Andreas Gänstallers Gänstaller Bräu aus Franken.

Optischer Eindruck: Kastanienfarben, leicht rötlicher Einstich, der Schaum feinporig, relativ instabil

Nase: Zitrus, Grapefruit, leicht süßlich (Toffee) und grasig

Antrunk: Malzbetont, feine Herbe, würzig, dazu Toffee, Vanille, brotige Aromen, Grapefruit und Trockenfrüchte

Nachtrunk: würzig, Zitrusfrucht und etwas kräuterig

 

Tag 6: White Frontier – Speculoos Sweet Stout

Gebraut in der Schweiz für diesen Kalender und das mit, wie der Name schon sagt, mit Spekulatius.

Optischer Eindruck: Nachtschwarz ist dieses Bier im Glas, vom Licht undurchdringbar, der Schaum ist cremefarben und instabil

Nase: Bitterschokolade- und Röstaromen unterschwellig wahrnehmbar

Antrunk: Deutliche Bitterschokolade- und Röstaromen, Kaffee, malzig, Toffee und eine leichte Süße, vom Spekulatius sind nur geringe Auswirkungen zu erschmecken

Nachtrunk: Kaffee, Röstmalz und eine leicht süßliche Bittere bilden das Finale

 

Tag 7: Tiny Rebel – Juicy

Gebraut in Süd-Wales ist diese tropische Fruchtbombe.

Optischer Eindruck: Strahlend golden im Glas, mit feinporigem, mittelfestem weißen Schaum

Nase: Tropischer Obstkorb, Mango, Zitrus und Grapefruit

Antrunk: Sehr herb, die Fruchtigkeit tritt in den Hintergrund, man schmeckt dennoch Zitrusfrüchte wie Grapefruit und Zitrone heraus

Nachtrunk: Lang anhaltende Bittere im Abgang

 

Tag 8: To Øl – Winter Wonderland

Die To Øl Brauerei braut in Copenhagen kreative Biere, dieses exklusiv für Beery Christmas.

Optischer Eindruck: Goldgelb und mit fein- bis mittelporigem Schaum

Nase: Zitrone, Grapefruit, dazu grasige Aromatik

Antrunk: Zitrusfrucht, grasige Noten sowie eine ansteigende Hopfenbittere

Nachtrunk: Feinherb und zitronig hallt dieses Bier nach.

 

Cheers und bis bald!

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Meinel-Bräu in Hof zur 1. Flaschengeist Open Bottle, ich bin mopsfidel!

Die Meinel Bräu in Hof hat ein neues, monatlich wiederkehrendes Event, den Flaschengeist. Hier kann man jeweils das Bier des Monats der Brauerei verkosten und bei einer Brauereiführung mehr über die Herstellung erfahren.

Foto der Meinel-Bräu in Hof von Aussen
Meinel-Bräu in Hof
Mopsfidel – Das Bier

Dieses mal, am 18. November 2017 war es das Vier-Korn-Ale Mopsfidel, welches ursprünglich im Jahre 2014 zum 1. Geburtstag der Kneipe Mops von Gostenhof aus Nürnberg gebraut und dort ausgeschenkt wurde.

Das Bier Mopsfidel der Meinel-Bräu aus Hof im Glas
Meinel Bräu Hof – Mopsfidel im Verkostungsglas

Was ist nun also ein Vier-Korn-Ale?

Wie der Name schon sagt, wurde hier mit 4 verschiedenen Körnern, sprich Malzen gebraut:

  • Gerste
  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel

Hinzu kommen die Hopfensorten Spalter und Mosaik, Wasser, Hefe und fertig ist der Genussmoment.

Wie es schmeckt?

Im Glas ist es naturtrüb und bernsteinfarben, der Schaum feinporig und recht stabil. In der Nase Noten von Zitrus, Grapefruit, Maracuja, ja ich meine sogar eine reife Banane wahrzunehmen. Im Antrunk präsentiert sich der Mops malzig und fruchtig, mit Zitrus, Trockenfrüchten, Grapefruit. Hinzu kommt eine leichte, harmonisch zum Gesamtbild passende Herbe, welche auch im Abgang noch gemeinsam mit Zitrus und Grapefruit nach- und langsam verhallt. Ein schönes Bier, nicht nur für den Winter finde ich.

Brauereiführung bei Meinel-Bräu, unterhaltsam und informativ

Dies war aber nur Teil eins meines Besuchs der Brauerei, denn ich wollte auch gerne mehr erfahren, sehen wo der Meinel-Gerstensaft der kreativen Köpfe, Brauerinnen Moni und Gisi Meinel-Hansen entsteht.

Also schloss ich mich der im Anschluss stattfindenden Brauereiführung an, welche uns in die verschiedenen Bereiche der Brauerei führte.

Der äußerst entspannte und bisweilen launige Ausflug durch die Brauerei startete für mich im Sudhaus. Hier erfahren wir, wie das Meinel-Bier gebraut wird. Von der Zugabe des Malzes also dem Maischen, den unterschiedlichen Erhitzungsvorgängen des Sudes, der Trennung von Würze und Malz (Läutern) bis zum Würzekochen mit Hopfengabe und der abschließenden Abkühlung.

Der zurückbleibende Treber wandert natürlich nicht in den Müll, die örtliche Gastronomie und natürlich die Schweinchen in Hof freut das, dient es doch als ‚Futter‘ für Mensch (Treberbrot, Schnitzelpanade) und Tier.

Der Hopfen, bei den Kreativbieren fast schon verschwenderisch hoch dosiert, gelangt in einem großen Magazin in den Braukessel. Der Klügere lädt nach, ist hier doch Platz für fünf verschiedene Hopfen, welche einzeln in den Sud dosiert werden können. Neben den größeren Kesseln befindet sich zudem noch eine kleinere Brauanlage (siehe Foto oben), in welcher neue Rezepturen ausprobiert werden können.

Ein gutes Bier braucht Zeit

War das schon alles? Nein!

Nachfolgend ging es zu den Gär- und Lagertanks der Brauerei. Die Hefe für die Gärung wird hier nicht nur einmal, sondern mehrmals genutzt. Auch der Lagerung gönnt man hier mehr Zeit als anderswo, es werden auch keine Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) Kügelchen zugesetzt und später mit Toleranz wieder herausfiltriert um die Haltbarkeit zu steigern, ein Glück!

Filtriert wird das Bier trotzdem, hier durch Kieselgur also Urgestein, welches die restliche Hefe aus dem fertigen Erzeugnis filtert, damit in der Flasche keine ungewollte Nachgärung und einhergehende Geschmacksveränderung auftritt. Den unfiltrierten Zwickl gibt es bei Meinel nur vom Fass. Die Haltbarkeit der Meinel-Biere ist dennoch kürzer als bei bekannten Fernsehbieren, es wird eben nicht künstlich eingegriffen um diese zu verlängern, was ich sehr sehr positiv finde.

Eine insgesamt wirklich gelungene Veranstaltung ging dann in der Flaschenabfüllung zu Ende, abschließend gab es Weißwürste zur Verpflegung, es soll mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch gewesen sein. Prost!

Mehr über die Meinel-Bräu unter: http://www.meinel-braeu.de/

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