Stone Brewing Berlin – Start der UNIQCAN Special Release Serie + meine Brauereiführung bei Stone

Dosenbier ist nicht gleich Dosenbier, das beste Beispiel: Stone Berlin!

Bier aus der Dose haftete lange das Image von billigem Festivalbier an. Dies änderte sich spätestens mit den fast ausschließlich in Dosen angebotenen Stone Brewing Bieren von einem der Stars am Craftbeer-Himmel, Greg Koch aus den USA, welche seit ein paar Jahren auch direkt in Berlin gebraut werden.

Und da selbst das eh schon ziemlich schicke Dosen-Design von Stone Brewing auch mal einen zusätzlichen Kick erhalten darf, gibt es, beginnend im Juli eine neue Special Release-Serie in „einzigartiger und flexibler Verpackung“. Uniqcan ist ein zusammengesetzter Begriff aus „unique“ (einzigartig, einmalig) und, wie könnte es anders sein, „can“ (engl. für Dose).

Starten werden die neuen, streng limitierten Special Bier Releass mit dem Stone Tangerine Express IPA, welches ab 1.7.2018 in den Läden steht. Seit Beginn des Jahres 2017 wird es von Stone Brewing in den USA gebraut und wurde schnell zum Beststeller in Amerika.

Natürlich habe ich das Bier auch für Euch verkostet, damit Ihr einen ersten Eindruck darüber gewinnen könnt:

Bier – Vorstellung:
Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA... die Dose im Fokus
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA… die Dose im Fokus

Name:  Stone – Tangerine Express IPA

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Mandarine, Ananas, Orangenschale, Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA

Optischer Eindruck:

Die neue limitierte Dose sollte natürlich als erstes ins Blickfeld geraten, hier verzieren die Wappenfiguren von Stone, die Gargoyles, die gesamte Dose und machen sie zu einem besonderen Blickfang. Kommen wir nun aber zum Bier:

Bernsteinfarben steht das Bier vor mir im Glas, es hat eine natürliche Trübung und die Schaumkrone sitzt stabil darüber.

Geruch:

Der Geruch wird deutlich durch die beim Brauvorgang verwendeten Zutaten Mandarinen- und Ananaspüree bestimmt, hinzu kommen Noten von Zitrus, Orange und Grapefruit.

Antrunk:

Der Antrunk fällt knackig herb aus, wird jedoch durch die fruchtigen Mandarine-, Zitrus- und Grapefruitnoten ansprechend gekontert. Die Ananas schwingt im Hintergrund mit, unterstützt die Fruchtigkeit, spielt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Es ergibt sich ein angenehm fein moussierender Fruchtcocktail im Mund, der mich persönlich überzeugt.

Nachtrunk:

Auch der Nachtrunk bleibt fruchtig, die Zitrus- Grapefruit-, Ananas und Madarinaromen bilden ein rundes Finish, da darf es gerne eine Dose mehr sein, oder zwei?

Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA... Dosen-Rückseite
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA… Dosen-Rückseite
Stone Brewing Berlin – Brauereivorstellung

Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte ich bei Stone Brewing Berlin auch an einer Brauereiführung teilnehmen und mich durch Biere aus dem außergewöhnlich gut bestückten Fassbierausschank des „Stone Brewing Wordl Bistro & Gardens – Berlin“ probieren, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken….

Wenn man als Bier-Genießer in Berlin zu Gast ist, stellt sich zwangsläufig die Frage nach einer schönen Location um in entspannter Atmosphäre Biere probieren zu können, ja vielleicht sogar im Rahmen dessen eine Brauerei besichtigen kann.

Stone Brewing Brauerei & Restaurant Fassade (von hinten)
Stone Brewing Brauerei & Restaurant Fassade (von hinten)
Das Schlaraffenland für Craftbeer-Freunde

Und so führte mich mein erster Weg schnurstracks ins Schlaraffenland für Hopfen-Jünger, der Brauerei Stone Brewing  Berlin.  In einem von außen rustikal anmutenden ehemaligen Gaswerk in Berlin-Mariendorf entstand hier in den letzten Jahren Großes. Schon beim betreten des großen Innenbereiches komme ich mir vor wie in einer Parallelwelt, in der sich alles um Bier dreht.

Die Einrichtung ist zeitgemäß, gemütlich, mit schönen schweren Holztischen, gepolsterten Bänken und bequemen Stühlen ausgestattet, ja sogar echte Bäume und Gestein wurden in das Design des Brauerei – und Erlebnisrestaurants mit eingebunden. Das verleiht dem ganzen eine natürlichen Look und lädt, neben dem Bier natürlich, zum verweilen ein. Es gibt sogar auf dem weiten Areal noch Möglichkeiten etwas für sich zu sein, gemütliche Sitzmöglichkeiten auf einer Art Treppe mit Lounge-Charakter, so würde ich es umschreiben. Oben auf der Empore lässt es sich beim Bier trinken sogar mit Aussicht auf das Geschehen entspannt aushalten.

Die Brauereiführung bei Stone

Nun aber zurück zu meinem Tag Stone Brewing… Ich hatte die Brauerei-Tour gebucht und wurde im angeschlossenen Fanshop freundlich empfangen, die Gruppe solle sich um 18:00 Uhr wieder an der Kasse des Shops einfinden und dann ginge es auch schon los.

Und so war es, geführt durch einen kompetenten Bierkenner wurden wir durch die einzelnen Bereiche der Brauerei geführt. Die großen Maischebottiche hinterließen Eindruck bei mir, ebenso die Lager- und Gärtanks, welche sich perfekt in die Optik des Restaurants einfügen und auch durch die große Glasfläche beim Bier trinken bewundert werden können.

Rauchmalz? Da kenn ich mich aus!

Zum Glück konnte ich, durch meinen fränkischen Wohnort, auch ein wenig mit Fachwissen rund um das Rauchmalz glänzen, als wir bei unserer Führung zum Thema Rohstoffe für Rauchbier kamen. Rauchbier, das kannten die anderen aus der Gruppe nur aus Erzählungen.

Spannend fand ich auch, dass es bei der Pilot-Series von Stone Berlin auch immer mal wieder ein Lehrlings-Sud an einen der begehrten Zapfhähne des Lokals schafft und, bei entsprechendem Zuspruch, auch gut und gerne mal wieder und in größerem Rahmen produziert werden kann.

Die Führung durch die Brauerei war wirklich kurzweilig und spannend, führte uns noch vorbei an Rumfässern für die Fasslagerung von ausgewählten Kreationen und der riesigen Hopfenkanone, wohl so groß wie meine Gärfasser daheim im Keller zusammen, mit dem die einzelnen Hopfengaben während des Brauvorgangs der Stone-Biere ausgeführt werden.

Abschließend wurden noch 3 verschiedene Biere an der Bar verkostet:

Craftbeer Tasting nach der Brauereiführung bei Stone Brewing Berlin
Craftbeer Tasting nach der Brauereiführung bei Stone Brewing Berlin
  • Die White Ghost Berliner Weisse mit 4,5 Prozent Alkohol
  • Das Stone IPA mit 6,9 %
  • Und das Stone Xocoveza Imperial Stout mit 8,1 % (mein Favorit mit toller Kaffee, Schoko, Vanille, Zimt, Toffee Aromatik)

Als Geschenk bekam jeder Teilnehmer der Führung noch ein kleines exklusives Glas und wurde in die Bierwelt von Stone entlassen, ich habe mich dort natürlich noch ausführlich durch die Taplist getrunken. Die Tastingboards, mit welchen man verschiedene Biere in kleinen Probiergrößen (zu je 4 x 0,1 Liter) probieren kann, sind für mich da unverzichtbar und können sogar individuell ausgewählt werden.

Mein Fazit:

Diese Brauerei mit Restaurant und mittlerweile 75 Bieren vom Fass sollte sich jeder Bierliebhaber einmal ansehen und einen bierigen Tag darin verbringen, Enttäuschung ausgeschlossen!

Cheers!

Weitere Infos zu Stone Berlin und den UNIQCANs gibt es hier.

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Ein Bier Brautag mit Willi Wohlfart in seiner bierwerk kreativbrauerei, das Werkbier entsteht

Brautag mit Willi Wohlfart in seiner ‚bierwerk kreativbrauerei‘

Es ist kurz vor 12 als ich vor der bierwerk kreativbrauerei stehe, Willi ist bereits seit circa 7 Uhr morgens dort aktiv. Sehr schöne, blankpolierte Kupferkessel und Edelstahl Lagertanks erwarten mich. So beeindruckend hatte ich mir das ehrlich gesagt nicht vorgestellt und staune doch ordentlich. Die Pläne für die Brauerei hat er übrigens selbst ausgearbeitet, gezeichnet und nach seinem Wunsch umsetzen lassen, da schwingt ein gutes Stück Stolz mit in seinen Worten, zu Recht wie ich finde.

Eingemaischt wurde natürlich bereits im Ein-Mann-Braubetrieb bei Wohlfarts, ein erstes Hindernis ist auch schon überwunden: Die Pumpe für die Nachgüsse mit heissem Wasser beim Brauen ist nächtens eingefroren. Zum Glück gibt es noch Plan B, das Wasser wird mit einem Gasbrenner erhitzt und dann mit einer kleineren Pumpe in den Kessel befördert. Dazu aber später mehr.

Kupferkessel wohin das Auge reicht, hier die Sudpfanne
Kupferkessel wohin das Auge reicht, hier die Sudpfanne
Die Biersorte des heutigen Tages und seine Eigenschaften

Was wird eigentlich gebraut? Eine neue Version des bereits etablierten Bierwerk Werkbiers, einem würzigen Märzenbier welchem diesmal eine neue, spezielle Zutat hinzugefügt wird um es noch etwas runder, vollmundiger im Geschmack zu machen: Hafermalz.

Die bierwerk kreativbrauerei, in welcher ich heute mitbrauen darf, ist übrigens die Experimentierbrauerei von Willi. Sude, welche sich im Geschmack und natürlich auch im Zuspruch der Kunden bewiesen haben werden anschließend in größeren, wirtschaftlich sinnvollen, Auflagen von 40hl in der befreundeten Dreykorn Brauerei in Lauf von ihm gebraut.

Seine Biere, ob in der Flasche oder im Fass sind übrigens stets unfiltriert und auch sonst nicht künstlich haltbar gemacht. Das macht es natürlich komplexer, die Biere in der Flasche an den Bierinteressenten zu bringen, sprich das Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum schlussendlichen Verkauf an den Kunden nicht zu überschreiten. Dennoch oder gerade deshalb finde ich das sehr lobend zu erwähnen, hier wird nicht gepanscht sondern ehrlich gebraut.

Läutern und Nachgüsse

Ich komme gerade Recht um beim Läutern dabei zu sein, gebraut wird übrigens im Infusionsverfahren, das heißt der gesamte Inhalt des Sudkessels wird erhitzt.  Hier ist in der Brauerei von Willi Wohlfart Übung gefragt, denn das Erhitzen wird mit heißem Wasser unter dem Kessel bewerkstelligt. Das man, im Gegensatz zu direkter Hitzeinwirkung die Wärmequelle nicht einfach unmittelbar abschalten kann, muss man sich an die jeweiligs im Brauvorgang nötigen Temperaturen vorsichtig herantasten um diese nicht zu überschreiten.

Beim Läutern hilft Willi sich mit einem mächtigen Rad, welches ihm erlaubt den Treber, welcher die Bierwürze durch seine filternden Eigenschaften von ungewünschten Schwebstoffen trennt, präzise und vorsichtig mit Hilfe eines Hackwerks einzuschneiden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Würze besser ablaufen kann.

Im Endeffekt läuft diese dann in einen Eimer, welcher dann von Willi in die Sudpfanne gelehrt wird, der Vorgang wiederholt sich an diesem Tage noch einige Male, auch als mit der eingangs erwähnten kleinen Pumpe die Nachgüsse hinzu geleitet werden. Die Zeit wird natürlich von mir für ein paar Fragen genutzt, welche mir auch in aller Ausführlichkeit und gerne beantwortet werden.

Die kleine Fragestunde

Seit wann gibt es diese Brauerei schon und was war zuerst da, die Idee zur Gastronomie, der Bierwerk Charakterbierbar oder das Bier?

Die Brauerei gibt es so schon seit kurz vor der Jahrtausendwende, Willi hat eine Ausbildung zum Brauer gemacht, danach ein paar Jahre als Brauer gearbeitet und schlussendlich auch den Braumeister bei Doemens. Die Idee zur Bar kam dann von Andreas Stempfle und das Bier dazu eben von Willi Wohlfart, so einfach ist das.

Das ehemalige Logo der Haus-Brauerei von Willi Wohlfart auf einem handgemachten Krug
Das ehemalige Logo der Haus-Brauerei von Willi Wohlfart auf einem handgemachten Krug

 

Welches ist dein Liebling unter den aktuellen Bierwerk Bieren?

Das Grufti Kellerbier, schön würzig, süffig und man kann es immer gut trinken. Zur Zeit jedoch nicht, Willi fastet und da wird auch streng auf Bier verzichtet. Da muss das gemeinsame Bierchen eben auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden.

bierwerk kreativbrauerei - Grufti Kellerbier im Glas
bierwerk kreativbrauerei – Grufti Kellerbier im Glas

 

Gibt es Biere oder Bierstile, die du gerne noch brauen möchtest?

In einer Ecke der Brauerei steht eine Schnapsbrennanlage, schick sieht sie aus. Hier hat er eine Zeit lang selbst gebrannt, aus Liebe zu seltenen, vom Aussterben bedrohten Apfelsorten des regionalen Bio Bauern. Soviel Apfelsaft wie da bei den Ernten entstanden ist könne ja auch keiner trinken sagt er lachend. Wenn also diese Brennanlage mal verkauft wird, kommt in die dann frei werdende Ecke der Brauerei eine kleinere Versuchsanlage, hier würde er dann auch obergärige Biere brauen. Für mich als großer Weizenfreund natürlich eine schöne Zukunftsaussicht.

Kalt wird es hier nicht, der Ofen sorgt für wohlige Wärme. Rechts daneben die Schnapsbrennanlage
Kalt wird es hier nicht, der Ofen sorgt für wohlige Wärme. Rechts daneben die Schnapsbrennanlage

Zudem möchte Willi in Zukunft auch mit Rauchmalz brauen, es könnte also durchaus mal einen Rauchbock geben. Auch die verschiedenen Einflüsse von Kräutern bei Malzherstellung auf eben das Malz und das fertige Bier sollen in Zukunft eine wichtige Rolle bei seinen Brauvorhaben spielen. Außerdem sind nussige, nutella-artige Aromen im Bier durch Zugabe von Nüssen beim Brauvorgang ein möglicher neuer Ansatz. Das alles macht Lust auf mehr, man darf also gespannt sein was sich da noch alles in den privaten Braukesseln im umgebauten Schweinestall tun wird.

 

Wie ist denn deine Einstellung zum Reinheitsgebot?

Generell offen, werden seine Biere doch nach diesem gebraut. Klar wird auch mal eine Sondergenehmigung vonnöten sein aber generell ist er ein Verfechter von natürlichen Zutaten im Bier, natürlich auch im Sinne von pflanzlich, das ist ihm sehr wichtig.

 

Wird es in Zukunft eine Erweiterung des Bierwerk Sortiments geben?

Ja und nein, das Winterwerk Bier, ein kräftig würziger Sud erstmals Ende letzten Jahres im Kleinversuch getestet, soll künftig in den kalten Monaten eine neue Stammsorte der Brauerei werden. Ansonsten konzentriert man sich darauf, die altbekannten Sorten in guter Qualität, jedoch mit der ein oder anderen Verbesserung weiterzubrauen.

Von Zeit zu Zeit wird es auch in Zukunft wieder fassgelagerte Varianten der Biere, vornehmlich stärkerer Brauart geben. So gab es in der Vergangenheit schon einen Testlauf mit fassgelagertem Kellerbier. Das Bier wurde im Chardonnay-Weißwein-, Havana-Club-Rum-, und im Bordeaux-Rotweinfass gelagert und in einem großen Tasting auf seine Aromatik hin auf einem Tasting Board verkostet.

Bourbon Bock Fass
Bourbon Bock Fass
Würzekochen und Hopfengabe, man macht Brauen durstig!

Nun brodelt die Würze schön in der Sudpfanne, ich darf auch mal probieren und schmecke schon die angenehme Malzigkeit des späteren Bieres. Manchmal, da brodelt es gar so stark, dass Willi mit dem Wasserschlauch das flüssige Gold bändigen und in seine Schranken, den Braukessel, weisen muss. Der dabei entstehende karamellig süßliche Geruch macht vor allem eines: einen heiden Durst!

Glücklicherweise werde ich bestens mit Bier versorgt, dem bierwerk kreativbrauerei – Grufti Kellerbier nämlich, aus der Flasche. Ein bisschen leid tut mir der fastende Willi Wohlfart da ja schon, muss es aber nicht sagt er. Ein paar Wochen ohne Bier tun auch mal gut und halten fit.

 

Was folgt sind die Hopfengaben, die erste zeitlich relativ in der Mitte des Würzekochens, eine später, die letzte folgt bei der Reifung. Eine davon darf ich auch ausführen, ich kann also auch ein ganz klein wenig von ‚meinem‘ Bier sprechen.

Die erste Hopfengabe
Die erste Hopfengabe

 

Die anschließende Messung der Stammwürze erfolgt mit Hilfe der Spindelstation. Die hat Willi erst vor kurzem erstanden und aufwändig in 40 Arbeitsstunden restauriert. Erst wird ein bisschen von der Würze in den Messzylinder abgefüllt. Ist dieser dann in der Station, wird er seitlich über kleine Löcher der Halterung mit kaltem Wasser umspült und somit die Würze heruntergekühlt. Praktisch und sieht auch noch gut aus! Über Hinweise in welcher Brauerei diese zuvor im Einsatz war, würde er sich übrigens sehr freuen.

Ab in den Whirlpool, das Eiswasser wartet

Ist dieser Vorgang abgeschlossen wird die Würze über eine Rohrleitung, welche sich gegen Ende immer weiter verjüngt in den Whirlpool geleitet, nein nicht den zum Baden… hier entsteht eine Rotation und im Bier ungewollte Bestandteile setzen sich kegelförmig in der Mitte des Gefäßes ab.

Im Whirlpool wird es stürmisch
Im Whirlpool wird es stürmisch

Abgekühlt wird die Würze dann über einen Plattenkühler, mit Wasser aus dem mit Eis bedeckten Gartenteich. Fische sind da übrigens keine drin.

Abschließend kommt Willi mit einem kleinen Fässchen gefüllt mit Bierhefe wieder, durch intensives Schütteln wird diese ‚aufgeweckt‘ und zusammen mit der nun erkalteten Würze in den Gärtank geleitet. Puh, geschafft, der Brautag ist beendet!

Zeit für ein Bier nach getaner Arbeit ist aber natürlich noch, das lasse ich mir nicht nehmen:

verkostung Bierwerk – Havana Rum Bock

Bierstil: Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe

Alkohol: 8,3 % vol

IBU: o/A

bierwerk kreativbrauerei - Havana Rum Bock im Glas
bierwerk kreativbrauerei – Havana Rum Bock im Glas

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Nachtschwarz präsentiert sich das Bier im Glas, der Schaum legt sich feinporig, cremefarben und stabil darüber.

Geruch:

Intensive Rum Aromatik gepaart mit fruchtigen Noten, Trockenfrucht, Pflaume und etwas Sherry

Antrunk:

Angenehm weich moussierend fällt der Antrunk des Bieres aus, samtig ja fast ölig legt es sich über die Zunge. Die Aromatik des Rums bleibt erlebbar, jedoch dezenter als im Geruch, ein vielschichtiges Aromenspiel aus Rum, leicht fruchtigen Noten von Pfirsich und Zitrus entsteht.

Nachtrunk:

Im Nachhall verbleibt ein harmonischer Eindruck aus Rum- und Fruchtnoten.

 

Mein Fazit zum Brautag

Alles in allem war es ein kurzweiliger, aufschlussreicher und interessanter Besuch in Willi Wohlfarts bierwerk kreativbrauerei, welcher bestimmt nicht mein letzter gewesen sein wird. Vielen Dank für Deine Gastfreundschaft. Prost!

 

Mehr Informationen zur Bierwerk Kreativbrauerei bekommt Ihr hier.

 

 

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Meinel-Bräu in Hof zur 1. Flaschengeist Open Bottle, ich bin mopsfidel!

Die Meinel Bräu in Hof hat ein neues, monatlich wiederkehrendes Event, den Flaschengeist. Hier kann man jeweils das Bier des Monats der Brauerei verkosten und bei einer Brauereiführung mehr über die Herstellung erfahren.

Foto der Meinel-Bräu in Hof von Aussen
Meinel-Bräu in Hof
Mopsfidel – Das Bier

Dieses mal, am 18. November 2017 war es das Vier-Korn-Ale Mopsfidel, welches ursprünglich im Jahre 2014 zum 1. Geburtstag der Kneipe Mops von Gostenhof aus Nürnberg gebraut und dort ausgeschenkt wurde.

Das Bier Mopsfidel der Meinel-Bräu aus Hof im Glas
Meinel Bräu Hof – Mopsfidel im Verkostungsglas

Was ist nun also ein Vier-Korn-Ale?

Wie der Name schon sagt, wurde hier mit 4 verschiedenen Körnern, sprich Malzen gebraut:

  • Gerste
  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel

Hinzu kommen die Hopfensorten Spalter und Mosaik, Wasser, Hefe und fertig ist der Genussmoment.

Wie es schmeckt?

Im Glas ist es naturtrüb und bernsteinfarben, der Schaum feinporig und recht stabil. In der Nase Noten von Zitrus, Grapefruit, Maracuja, ja ich meine sogar eine reife Banane wahrzunehmen. Im Antrunk präsentiert sich der Mops malzig und fruchtig, mit Zitrus, Trockenfrüchten, Grapefruit. Hinzu kommt eine leichte, harmonisch zum Gesamtbild passende Herbe, welche auch im Abgang noch gemeinsam mit Zitrus und Grapefruit nach- und langsam verhallt. Ein schönes Bier, nicht nur für den Winter finde ich.

Brauereiführung bei Meinel-Bräu, unterhaltsam und informativ

Dies war aber nur Teil eins meines Besuchs der Brauerei, denn ich wollte auch gerne mehr erfahren, sehen wo der Meinel-Gerstensaft der kreativen Köpfe, Brauerinnen Moni und Gisi Meinel-Hansen entsteht.

Also schloss ich mich der im Anschluss stattfindenden Brauereiführung an, welche uns in die verschiedenen Bereiche der Brauerei führte.

Der äußerst entspannte und bisweilen launige Ausflug durch die Brauerei startete für mich im Sudhaus. Hier erfahren wir, wie das Meinel-Bier gebraut wird. Von der Zugabe des Malzes also dem Maischen, den unterschiedlichen Erhitzungsvorgängen des Sudes, der Trennung von Würze und Malz (Läutern) bis zum Würzekochen mit Hopfengabe und der abschließenden Abkühlung.

Der zurückbleibende Treber wandert natürlich nicht in den Müll, die örtliche Gastronomie und natürlich die Schweinchen in Hof freut das, dient es doch als ‚Futter‘ für Mensch (Treberbrot, Schnitzelpanade) und Tier.

Der Hopfen, bei den Kreativbieren fast schon verschwenderisch hoch dosiert, gelangt in einem großen Magazin in den Braukessel. Der Klügere lädt nach, ist hier doch Platz für fünf verschiedene Hopfen, welche einzeln in den Sud dosiert werden können. Neben den größeren Kesseln befindet sich zudem noch eine kleinere Brauanlage (siehe Foto oben), in welcher neue Rezepturen ausprobiert werden können.

Ein gutes Bier braucht Zeit

War das schon alles? Nein!

Nachfolgend ging es zu den Gär- und Lagertanks der Brauerei. Die Hefe für die Gärung wird hier nicht nur einmal, sondern mehrmals genutzt. Auch der Lagerung gönnt man hier mehr Zeit als anderswo, es werden auch keine Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) Kügelchen zugesetzt und später mit Toleranz wieder herausfiltriert um die Haltbarkeit zu steigern, ein Glück!

Filtriert wird das Bier trotzdem, hier durch Kieselgur also Urgestein, welches die restliche Hefe aus dem fertigen Erzeugnis filtert, damit in der Flasche keine ungewollte Nachgärung und einhergehende Geschmacksveränderung auftritt. Den unfiltrierten Zwickl gibt es bei Meinel nur vom Fass. Die Haltbarkeit der Meinel-Biere ist dennoch kürzer als bei bekannten Fernsehbieren, es wird eben nicht künstlich eingegriffen um diese zu verlängern, was ich sehr sehr positiv finde.

Eine insgesamt wirklich gelungene Veranstaltung ging dann in der Flaschenabfüllung zu Ende, abschließend gab es Weißwürste zur Verpflegung, es soll mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch gewesen sein. Prost!

Mehr über die Meinel-Bräu unter: http://www.meinel-braeu.de/

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