Es ist Sommer, Herr Axolotl wurde von mir gesichtet!

Herr Axolotl, sommerlicher geht es kaum!

Bei tropischen Temperaturen über 30 Grad ist guter (Bier-) Rat teuer. Ich für meinen Teil mag es da gerne leicht und aromatisch im Glas, gerne auch fruchtig-sauer. Umso neugieriger hat mich die neueste Komposition von Alexander Himburg, gemeinsam mit der polnischen Craftbeer-Schmiede AleBrowar, gemacht. Der erste Sud „Herr Axolotl“ wurde in Deutschland gebraut, beim neuesten Schätzchen, welches ich nun im Glas habe, wurde die neu entstandene AleBrowar Brauerei in Polen mit ‚eingeweiht‘. Aber lest nun einfach selbst von meinen Eindrücken dieser feinen Berliner Weisse.

Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar - Herr Axolotl
Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar – Herr Axolotl
Biervorstellung Braukunstkeller & AleBrowar Herr Axolotl

Name: Herr Axolotl

Bierstil:  Berliner Weisse

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Himbeeren, Hopfen, Hefe

Alkohol:   3,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar - Herr Axolotl im Sonnenlicht
Himburgs Braukunstkeller & Ale Browar – Herr Axolotl im Sonnenlicht

Optischer Eindruck:

Leuchtend rötlicher, bis ins himbeerrote gehender Farbton, der Schaum sitzt rosa, feinporig und, nach kurzem Abklingen, in einer dünnen Schicht darüber.

Geruch:

Wow, fruchtig, intensive Himbeernoten, leichte Zitrusfruchtaromatik, rote Beeren sowie florale Anklänge. Wenn man noch nicht in Sommerstimmung war so ist man es nach der ersten Geruchsprobe bestimmt.

Antrunk:

Ein fein moussierendes, aber auch an Spritzigkeit in nichts mangelndes Bier präsentiert sich auf der Zunge. Die fein fruchtige Säure stimmt angenehm auf den Genuss ein und harmoniert mit den intensiven Himbeernoten, welche die Geschmacksknospen schon beim Erriechen neugierig werden ließen. Hinzu kommen Noten von roten Beeren und ein angenehm sommerlich leichter Alkoholgehalt, welcher kaum aufzufallen vermag.

Nachtrunk:

Der fruchtig-feinsaure und himbeerige Abgang beschließt das prickelnd, erfrischende Geschmackserlebnis und macht dieses Bier zum idealen Begleiter für die heissen Sommertage. Cheers!

 

Mehr über Himburgs Braukunstkeller erfahrt Ihr hier.

Mehr über AleBrowar gibt es hier zu finden.

Eine weitere sehr gute Berliner Weise / IPA – Hybrid Kreation von und mit Alexander Himburg könnt Ihr hier auf meinem Blog entdecken.

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Grenzerfahrungen im Bierreich, mein Besuch bei Schorschbräu

SOMMER IN FRANKEN – EIN GUTER TAG UM SCHORSCHBRÄU ZU BESUCHEN

Am Mittwoch letzter Woche war ich zu Besuch bei Schorschbräu in Gunzenhausen, Nähe des Altmühlsees. Die Temperaturen haben ihr Tageshoch von 32 Grad erreicht als ich um 15:30 Uhr ankomme. Zeit für einen erfrischenden Schorschbock 57, nicht wahr?

Schorschbräu - eine Brauerei mit internationaler Anhängerschaft
Schorschbräu – eine Brauerei mit internationaler Anhängerschaft

Georg Tscheuschner begrüßt mich herzlich und führt mich durch seine Brauerei. Angefangen bei den Holzfässern, die wie Schätze vor den Gär- und Lagertanks thronen. Allesamt sind sie belegt mit Bieren in unterschiedlichen Fassreifestadien. Schon ein sehr beeindruckendes Bild, finde ich, hier fühle ich mich als Bierfreund direkt wohl. Hier wird einigen seiner Biere der letzte Feinschliff verpasst, lagern sie doch ein halbes bis ganze 3 Jahre hier.

Die Treppenstufen zum Brauerglück
Die Treppenstufen zum Brauerglück
IMMER DEN ÜBERBLICK BEHALTEN, für schorsch kein problem

Die ersten Eindrücke sind noch nicht ganz verarbeitet, da geht es schon weiter auf seine, ich nenne sie mal liebevoll, „Braukanzel“. Hier hat man einen guten Überblick über die gesamte Anlage und in seine, zu diesem Zeitpunkt, leeren Braukessel. Alles ist in einem Verarbeitungskreislauf aufgebaut, von der Rohstoffanlieferung bis zur Treber-Entsorgung und der Abholung seiner Biere. Hier sind die Arbeitswege so kurz wie möglich angelegt. Schorsch muss kurz ans Telefon und ich darf die Zeit für Fotos nutzen. Trotz der doch relativ großen Hitze draußen und nicht eingeschalteter Belüftung herrschen doch angenehme Temperaturen hier oben bemerke ich.

gut bier will verköstigt werden, das world’s strongest lager vom fass!

Als Georg kurz darauf wieder zurückkehrt, geht unsere Reise direkt weiter zu den Lagerplätzen für Malz und seine fertigen Biere, sowie zur Abfüllung und Kühlung. Sie endet, stilecht, bei den Gär- und Lagertanks. Hier wird auch nicht gezögert, sondern direkt sein neuestes Baby, der 16-prozentige, eichenfassgereifte Bock (World‘s strongest Lager) gezwickelt. Eine, der Entnahme aus dem Tank geschuldete, kräftige Schaumkrone entwickelt sich, ebbt jedoch auch bald wieder ab und wir stossen an…

Wow, die Temperatur liegt laut Schorsch bei circa 20 Grad und das gibt den Aromen nochmal eine ganz eigene Intensität. Die Eiche ist deutlich wahrzunehmen, hinzu kommen Noten von Sherry, Frucht und Malz, der Antrunk hat eine ölige sanfte Konsistenz und auch hier ist deutlich die Eichenaromatik zu erschmecken, mit Anklängen von Trockenfrüchten und einer süßlichen Malznote, sogar feine Röstaromen kann ich erschmecken. Klasse!

 

fachsimpeln unter bier-Liebhabern

Um etwas mehr Ruhe zu haben bittet mich Georg dann in die ‚Brauerei-Küche‘, hier kommen wir ins Gespräch und es wurde nie langweilig…doch lest selbst:

In seiner bisherigen Brauer-Karriere hatte er teilweise mit hohen Hürden zu kämpfen, sowohl was die Akzeptanz als auch die langfristige Planungssicherheit seiner Brauerei angeht. Diese konnte er nur durch entsprechendes Durchhaltevermögen, Willen und auch entsprechenden Ehrgeiz überwinden.

Seit einiger Zeit hat sich Schorsch den Traum von einem eigenen Brauereigebäude erfüllt und mit diesen neuen Räumlichkeiten, in denen wir uns gerade befinden, auch expandiert. Eine Erlebnisgastronomie, wie es sie beispielsweise in Bayreuth oder Berlin gibt, strebt er jedoch nicht an. Dies würde, auch im heutigen Konzept seiner Brauerei, deutliche bauliche Veränderungen nach sich ziehen. Nein, Schorsch bleibt bei seinem Kerngeschäft: außergewöhnliche Biere zu brauen.

schorschbräu – international anerkannt und beliebt

Medienwirksame Inszenierungen sind ebenfalls nicht sein Ding, obgleich natürlich solch Aufmerksamkeit wichtig für die gesamte Craftbeerbranche sei, erzählt er mir.

Kunden hat Schorschbräu übrigens nicht nur in Deutschland, nein auch im fernere Ausland wie der USA, China, Vietnam, Spanien oder gar Australien sind seine Biere sehr gefragt.

Der Blick fürs Wesentliche - von der "Braukanzel" sieht man gut die Gär- und Lagertanks
Der Blick fürs Wesentliche – von der „Braukanzel“ sieht man gut die Gär- und Lagertanks
direkt – ehrlich – herzlich – so empfinde ich den georg

Ich erlebe Georg als einen direkten, ehrlichen und sehr herzlichen Menschen, mit dem es Freude macht sich zu unterhalten und dabei gemeinsam ein Bier zu trinken.

Direkt und ehrlich ist zum Beispiel seine Meinung über ein paar alteingesessene Brauer, welche die Craftbeerszene stets mit Argwohn betrachten und sich kritisch dazu äußern. Jedoch müsse gerade dort auch auf moderne, gut zu reinigende Brautechnik gesetzt werden ohne (zu) lange an alten Gerätschaften festzuhalten. Tradition und Moderne mit festen Standard- und, so seine Idee, abwechselnden Monatsbieren wie sie beispielsweise die Brauerei Zwanzger braut müsse sich ja nicht ausschließen.

Herzlich kommt Georg ganz besonders bei seinen schmunzelnd vorgetragenen Anekdoten aus seiner Brauerkarriere rüber. Das er heute darüber lachen kann, dass ihm beispielsweise beim ersten Versuch sein stärkstes Bier der Welt (57 Prozent Alkohol) zu brauen gut ein Drittel des 55-prozentigen Ursprungssudes beim Einfrieren verloren gingen, spricht für ihn.

bier trinken heisst geniessen

Wichtig ist ihm, dass Bier verantwortungsvoll getrunken wird, der Fokus sollte immer auf dem Genuss liegen. Vor allem vor Alkohol in der Schwangerschaft und überhaupt in Fällen, bei denen Unschuldige durch eigenes Fehlverhalten in Gefahr gebracht werden können, hält Schorsch gar nichts. Das wird auch plakativ auf seiner Homepage durch Warnhinweise deutlich.

Achja, ein paar Fragen hatte ich ja auch noch vorbereitet und auch dafür war noch Zeit:

KLEINE FRAGESTUNDE – GEORG ‚SCHORSCH‘ TSCHEUSCHNER IM INTERVIEW
WARUM BIER BRAUEN UND WARUM SO STARKES?

Wie bist Du zum Brauen gekommen?

Ursprünglich wollte Georg Chemie und Sport studieren, jedoch war ihm das in der Schule vor Heften und Büchern sitzen zu langweilig. Ein Kumpel las ihm dann begeistert aus einer Studienbroschüre vor, man könne „saufen studieren“. Gemeint war das Studium zum Diplom-Braumeister in Weihenstephan.

Wie kamst Du allgemein auf die Idee, solch starke Biere zu brauen?

Ebenfalls trägt hier ein Kumpel Mitschuld. Es Begann mit einer kleinen Wette, wie stark man denn wohl Bier brauen könne, wenn man dies auf herkömmliche Art und Weise ohne zusätzliche Tricks macht.

Ein weiterer Grund für den Entschluss, sagt Georg, ist der Wunsch mit besonderen Bieren raus aus der Region zu kommen, also überregional anbieten zu können und sich von anderen in Qualität und Preis zu differenzieren.

Die Stärke seiner Biere sieht er auch als Alleinstellungsmerkmal, zudem hat es ihn einfach sehr interessiert, Grenzen auszuloten und diese vielleicht sogar hier und da zu überschreiten.

 

INSBIERATION?

Woher nimmst Du die Inspiration für Deine Biere?

Georg möchte forschen und erforschen, Gewohnheit soll möglichst nie einkehren und so denkt er sich immer neue Möglichkeiten und Rezepte für neue Kreationen aus. Inspiration findet er oft auch im Alltag, beispielsweise beim Genuss von Rosinenwein, welcher ihn zu noch höheren Stammwürzen inspiriert hat.

Hast Du Vorbilder in der Brauszene?

Nein, jedoch respektiert er einige Kollegen für gleichbleibende Qualität auf einem hohen Level.

 

PERSÖNLICHE BIERVORLIEBEN UND VERTRÄGLICHKEIT

Welches ist Dein Lieblingsbier von Dir selbst?

Derzeit ist es der 16-prozentige, eichenfassgereifte, Bock.

Wie viel von Deinem Bier verträgst du?

Da Schorsch generell eher der Geniessertyp ist, kann diese Frage auch nicht ganz eindeutig beantwortet werden. Eine gute Zeit hat er auf jeden Fall nach dem Genuss einer 40ml Flasche seines Schorschbock 57 oder einer Flasche 13-prozentigem (Eis-)Bock.

Schorschbock ICE 13 % (Bildquelle: schorschbraeu.de)
Schorschbock ICE 13 % (Bildquelle: schorschbraeu.de)
‚LEICHTBIER‘ VON SCHORSCHBRÄU?

Könntest Du dir auch vorstellen, vom Alkoholgehalt her gemäßigtere Biere zu brauen?

Bis zum Jahre 2006 hat Schorsch das so praktiziert, erst erschien ein Helles, dann ein Dunkles, später noch ein Weizen. Nun jedoch gilt seine volle Aufmerksamkeit, Kreativität und der kostbare Platz in der Brauerei den starken Schorschbräu-Bieren.

Sind Bier-Bewertungsportale für dich wichtig?

Schorschbräu braut selektives Bier das polarisiert und nicht jedermann gleichermaßen anspricht. Deshalb kann er derartige Bewertungen schwer werten, gleichwohl können diese, insofern sie schlecht sind, für eine Brauerei schädlich sein.

BESONDERHEITEN, ANTRIEB, ZUKUNFT

Was macht Deine Biere (neben dem starken Alkoholgehalt) besonders?

Das sie nach dem Reinheitsgebot gebraut sind, darauf ist er auch wirklich stolz. Nicht dass er ein Reinheitsgebotsverfechter wäre , aber die Einschränkung macht die Rekorde erst interessant.

Ist der Ehrgeiz da, ein noch stärkeres Bier als Deinen Schorschbock 57 zu brauen?

Die Veranlagung dazu, ihm gestellte Grenzen weiter auszureizen ist immer da, das wird auch in Zukunft so sein, also ja!

Was kann man in Zukunft noch von Dir erwarten?

Das SPA (Schorsch Pale Ale), gebraut am 20./21.02.18 mit 36° Plato , hellem Gerstenmalz, etwas Sauermalz, Spalter Select Hopfen, 3 Monate Gärung im Edelstahltank und abschließender Lagerung in amerikanischen Weißeiche-Fässern. Erscheinen wird dieses Bier ungefähr im Juni 2019.

Schorschbräu - starke Biere, starker Typ!
Schorschbräu – starke Biere, starker Typ!

Die Stammwürze bei neuen Kreationen möchte Georg in Zukunft auch über 36° Plato treiben. Man darf gespannt sein!

 

DER ABSCHLUSS EINES SCHÖNEN TAGES WIRD HOCHPROZENTIG

Abschließend war sogar noch Gelegenheit, den Weltrekord Schorschbock 57 zu probieren, in seiner Intensität in der Nase und am Gaumen unübertroffen, den stelle ich Euch beizeiten natürlich im Detail vor! Dann gab es noch ein paar feine Biergeschenke von Schorsch und mit vielen interessanten Eindrücken trat ich meine Heimreise an. Es war ein sehr kurzweiliger, unterhaltsamer und schöner Nachmittag. Auf bald!

 

Danke Georg! (Mit im Bild: Schorsch Pale Ale)
Danke Georg! (Mit im Bild: Schorsch Pale Ale, noch in der Fassreifung)

 

Mehr über Schorschbräu gibt es übrigens hier.

 

Einen kleinen Artikel von meinem Besuch bei der Drinktec und am Schorschbräu-Stand findet Ihr hier.

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Biervorstellung: Hoppebräu Weissbier & Helles – aus Leidenschaft zum Gerstensaft

Hoppebräu, kreativ, regional und sau gut trinkbar

Hoppebräu aus Waakirchen, bekannt durch seine kreativen Sude in der handlichen 0,33er Flasche, hat sich nun an zwei echte Klassiker gewagt. Durch den Einsatz von vorwiegend regionalen Zutaten steht die Brauerei für gleichbleibend hochwertige Qualität und für Kreativität auch im Rahmen des Reinheitsgebots. Die von mir sehr geschätzten und oft genossenen Bierstile Helles und Hefeweizen bekommen von Brauer Markus Hoppe eine kreative Note verpasst, ohne sich zu weit von den Ursprüngen zu entfernen. Aber lest gerne selbst wie mir die beiden neuen Biere geschmeckt haben…

Biervorstellung Hoppebräu Weissbier

Name: Hoppebräu – Weissbier

Bierstil:  Hefeweizen

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

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Optischer Eindruck:

Goldgelb mit natürlicher Hefetrübung und weißer, stabiler Schaumkrone

Geruch:

Aromen von Zitrus und Banane, geprägt von einer fein fruchtigen Süße und Hefe, brotig sowie florale Nuancen.

Antrunk:

Ein sanftes Prickeln breitet sich auf der Zunge aus, direkt entfalten sich die fruchtigen Aromenkombinationen aus reifer Banane, Zitrusfrucht, Hefe und floralen Noten. Das Bier bringt eine Leichtigkeit mit sich, die mit jedem Schluck Lust auf den nächsten macht.

Nachtrunk:

Der Abgang ist geprägt von feinen Bananen- sowie Zitrusnoten und verhallt langsam, auch die Hefearomatik hält sich lang am Gaumen und es entsteht ein harmonisches Finish.

 

Biervorstellung Hoppebräu Helles

Name:  Hoppebräu – Helles

Bierstil:  Lagerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   4,9 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

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Optischer Eindruck:

Glanzfein bei goldener Farbe ist das Helle von Hoppe Bräu, der Schaum ist fein bis mittelporig und weiß.

Geruch:

In der Nase errieche ich fruchtige Aromen von Zitrusfrucht in einer harmonischen Mischung mit floralen, getreidigen Anklängen und einer ausgeprägt würzigen Note

Antrunk:

Das feine moussierende Prickeln auf der Zunge transportiert die in  perfekter Harmonie stehenden Aromenkombinationen aus Getreide- und Zitrusnoten. Diese werden gepaart mit floralen sowie grasigen Noten und einer ansprechenden Würzigkeit mit feiner Herbe.

Nachtrunk:

Der Abgang ist ebenso eine Kombination aus sowohl würzigen wie auch fruchtigen Noten, hinzu kommen getreidige Nuancen die das  Finish dieses Bieres komplettieren.

Fazit: Beide Biere haben definitiv eine gefährlich hohe Drinkability und jeder Freund dieser klassischen Bierstile, sollte sie unbedingt probieren!

 

Übrigens: Hoppebräu bildet auch aus und sucht für den Ausbildungsbeginn 01. September 2018 einen Azubi zum Brauer und Mälzer. Ein Angebot, dass man nicht ablehnen sollte..

 

Cheers!

 

Mehr zu Hoppebräu gibt es hier.

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Stone Brewing Berlin – Start der UNIQCAN Special Release Serie + meine Brauereiführung bei Stone

Dosenbier ist nicht gleich Dosenbier, das beste Beispiel: Stone Berlin!

Bier aus der Dose haftete lange das Image von billigem Festivalbier an. Dies änderte sich spätestens mit den fast ausschließlich in Dosen angebotenen Stone Brewing Bieren von einem der Stars am Craftbeer-Himmel, Greg Koch aus den USA, welche seit ein paar Jahren auch direkt in Berlin gebraut werden.

Und da selbst das eh schon ziemlich schicke Dosen-Design von Stone Brewing auch mal einen zusätzlichen Kick erhalten darf, gibt es, beginnend im Juli eine neue Special Release-Serie in „einzigartiger und flexibler Verpackung“. Uniqcan ist ein zusammengesetzter Begriff aus „unique“ (einzigartig, einmalig) und, wie könnte es anders sein, „can“ (engl. für Dose).

Starten werden die neuen, streng limitierten Special Bier Releass mit dem Stone Tangerine Express IPA, welches ab 1.7.2018 in den Läden steht. Seit Beginn des Jahres 2017 wird es von Stone Brewing in den USA gebraut und wurde schnell zum Beststeller in Amerika.

Natürlich habe ich das Bier auch für Euch verkostet, damit Ihr einen ersten Eindruck darüber gewinnen könnt:

Bier – Vorstellung:
Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA... die Dose im Fokus
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA… die Dose im Fokus

Name:  Stone – Tangerine Express IPA

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Mandarine, Ananas, Orangenschale, Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA

Optischer Eindruck:

Die neue limitierte Dose sollte natürlich als erstes ins Blickfeld geraten, hier verzieren die Wappenfiguren von Stone, die Gargoyles, die gesamte Dose und machen sie zu einem besonderen Blickfang. Kommen wir nun aber zum Bier:

Bernsteinfarben steht das Bier vor mir im Glas, es hat eine natürliche Trübung und die Schaumkrone sitzt stabil darüber.

Geruch:

Der Geruch wird deutlich durch die beim Brauvorgang verwendeten Zutaten Mandarinen- und Ananaspüree bestimmt, hinzu kommen Noten von Zitrus, Orange und Grapefruit.

Antrunk:

Der Antrunk fällt knackig herb aus, wird jedoch durch die fruchtigen Mandarine-, Zitrus- und Grapefruitnoten ansprechend gekontert. Die Ananas schwingt im Hintergrund mit, unterstützt die Fruchtigkeit, spielt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Es ergibt sich ein angenehm fein moussierender Fruchtcocktail im Mund, der mich persönlich überzeugt.

Nachtrunk:

Auch der Nachtrunk bleibt fruchtig, die Zitrus- Grapefruit-, Ananas und Madarinaromen bilden ein rundes Finish, da darf es gerne eine Dose mehr sein, oder zwei?

Stone Brewing Berlin - UNIQCAN - Stone Tangerine Express IPA... Dosen-Rückseite
Stone Brewing Berlin – UNIQCAN – Stone Tangerine Express IPA… Dosen-Rückseite
Stone Brewing Berlin – Brauereivorstellung

Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte ich bei Stone Brewing Berlin auch an einer Brauereiführung teilnehmen und mich durch Biere aus dem außergewöhnlich gut bestückten Fassbierausschank des „Stone Brewing Wordl Bistro & Gardens – Berlin“ probieren, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken….

Wenn man als Bier-Genießer in Berlin zu Gast ist, stellt sich zwangsläufig die Frage nach einer schönen Location um in entspannter Atmosphäre Biere probieren zu können, ja vielleicht sogar im Rahmen dessen eine Brauerei besichtigen kann.

Stone Brewing Brauerei & Restaurant Fassade (von hinten)
Stone Brewing Brauerei & Restaurant Fassade (von hinten)
Das Schlaraffenland für Craftbeer-Freunde

Und so führte mich mein erster Weg schnurstracks ins Schlaraffenland für Hopfen-Jünger, der Brauerei Stone Brewing  Berlin.  In einem von außen rustikal anmutenden ehemaligen Gaswerk in Berlin-Mariendorf entstand hier in den letzten Jahren Großes. Schon beim betreten des großen Innenbereiches komme ich mir vor wie in einer Parallelwelt, in der sich alles um Bier dreht.

Die Einrichtung ist zeitgemäß, gemütlich, mit schönen schweren Holztischen, gepolsterten Bänken und bequemen Stühlen ausgestattet, ja sogar echte Bäume und Gestein wurden in das Design des Brauerei – und Erlebnisrestaurants mit eingebunden. Das verleiht dem ganzen eine natürlichen Look und lädt, neben dem Bier natürlich, zum verweilen ein. Es gibt sogar auf dem weiten Areal noch Möglichkeiten etwas für sich zu sein, gemütliche Sitzmöglichkeiten auf einer Art Treppe mit Lounge-Charakter, so würde ich es umschreiben. Oben auf der Empore lässt es sich beim Bier trinken sogar mit Aussicht auf das Geschehen entspannt aushalten.

Die Brauereiführung bei Stone

Nun aber zurück zu meinem Tag Stone Brewing… Ich hatte die Brauerei-Tour gebucht und wurde im angeschlossenen Fanshop freundlich empfangen, die Gruppe solle sich um 18:00 Uhr wieder an der Kasse des Shops einfinden und dann ginge es auch schon los.

Und so war es, geführt durch einen kompetenten Bierkenner wurden wir durch die einzelnen Bereiche der Brauerei geführt. Die großen Maischebottiche hinterließen Eindruck bei mir, ebenso die Lager- und Gärtanks, welche sich perfekt in die Optik des Restaurants einfügen und auch durch die große Glasfläche beim Bier trinken bewundert werden können.

Rauchmalz? Da kenn ich mich aus!

Zum Glück konnte ich, durch meinen fränkischen Wohnort, auch ein wenig mit Fachwissen rund um das Rauchmalz glänzen, als wir bei unserer Führung zum Thema Rohstoffe für Rauchbier kamen. Rauchbier, das kannten die anderen aus der Gruppe nur aus Erzählungen.

Spannend fand ich auch, dass es bei der Pilot-Series von Stone Berlin auch immer mal wieder ein Lehrlings-Sud an einen der begehrten Zapfhähne des Lokals schafft und, bei entsprechendem Zuspruch, auch gut und gerne mal wieder und in größerem Rahmen produziert werden kann.

Die Führung durch die Brauerei war wirklich kurzweilig und spannend, führte uns noch vorbei an Rumfässern für die Fasslagerung von ausgewählten Kreationen und der riesigen Hopfenkanone, wohl so groß wie meine Gärfasser daheim im Keller zusammen, mit dem die einzelnen Hopfengaben während des Brauvorgangs der Stone-Biere ausgeführt werden.

Abschließend wurden noch 3 verschiedene Biere an der Bar verkostet:

Craftbeer Tasting nach der Brauereiführung bei Stone Brewing Berlin
Craftbeer Tasting nach der Brauereiführung bei Stone Brewing Berlin
  • Die White Ghost Berliner Weisse mit 4,5 Prozent Alkohol
  • Das Stone IPA mit 6,9 %
  • Und das Stone Xocoveza Imperial Stout mit 8,1 % (mein Favorit mit toller Kaffee, Schoko, Vanille, Zimt, Toffee Aromatik)

Als Geschenk bekam jeder Teilnehmer der Führung noch ein kleines exklusives Glas und wurde in die Bierwelt von Stone entlassen, ich habe mich dort natürlich noch ausführlich durch die Taplist getrunken. Die Tastingboards, mit welchen man verschiedene Biere in kleinen Probiergrößen (zu je 4 x 0,1 Liter) probieren kann, sind für mich da unverzichtbar und können sogar individuell ausgewählt werden.

Mein Fazit:

Diese Brauerei mit Restaurant und mittlerweile 75 Bieren vom Fass sollte sich jeder Bierliebhaber einmal ansehen und einen bierigen Tag darin verbringen, Enttäuschung ausgeschlossen!

Cheers!

Weitere Infos zu Stone Berlin und den UNIQCANs gibt es hier.

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App-Vorstellung: Kalea Beer Tasting App – die deutschsprachige App zur Bierbewertung

Post von Kalea Beer Tasting – eine hopfige Überraschung!

Vor gar nicht allzu langer Zeit erreichte mich ein Päckchen von Kalea. Ich hatte gar nichts bestellt, also war ich umso neugieriger was sich wohl darin verbergen würde… und ich wurde nicht enttäuscht!

Kalea Beer Tasting Club - ProBier-Paket
Kalea Beer Tasting Club – ProBier-Paket

Im Päckchen befanden sich 10 feine Bierspezialitäten aus dem In- und Ausland, 2 Kalea Beer Tasting Gläser und ein Hinweis auf die hauseigene App, welche ich Euch nun gerne vorstellen möchte.

Warum und wie? Die App im Test:

Bierbewertungs-Apps oder Portale gibt es ja einige, Untappd, Ratebeer und Co. sind jedoch allesamt englischsprachig und somit sucht das Biertrinker-Herz doch  nach etwas ‚regionalem‘. Hier kann die Kalea Beer Tasting App Abhilfe schaffen. Doch wie benutzt man sie?

Kalea Beer Tasting – App: Schritt für Schritt erklärt
  1. Account erstellen: Benötigt wird die E-Mail Adresse, Name und ein Passwort
Kalea Beer Tasting App - Startbildschirm
Kalea Beer Tasting App – Startbildschirm
  1. Bier scannen: In der Fußzeile der App mittig befindet sich ein Scan-Button, hier gelangt man zum Beerscan, auf Start klicken und schon geht’s los!
Bereit für den Beerscan?
Bereit für den Beerscan?
  1. Bier fotografieren: Es öffnet sich ein Kamera-Fenster, nun das Etikett in Position vor die Handykamera bringen, abdrücken, fertig! Das Bier wird in der Datenbank von Kalea gesucht und, insofern es dort vorhanden ist, direkt angezeigt.
Einfach Flaschenetikett in die Kamera halten, Foto machen, den Rest macht die Beer Tasting App von Kalea von selbst!
Einfach Flaschenetikett in die Kamera halten, Foto machen, den Rest macht die Beer Tasting App von Kalea von selbst!
Genuss ist wichtig!
  1. Bier genießen: Geachtet werden sollte natürlich auf die richtige Trinktemperatur, ein entsprechendes Glas (gibt es auch bei Kalea) und eine entspannte Stimmung. Bier sollte genossen und nicht bloß die Kehle hinuntergekippt werden. So macht es auch am meisten Spaß!
Wie hat es geschmeckt?
  1. Bier bewerten: Es stehen zwei Optionen zur Verfügung, bewerten und rezensieren. Beim Bewerten kann der Nutzer anhand von Sternen eine Gesamtbewertung abgeben, welche sich aus den Einzelwertungen für
  • Etikett
  • Farbe/Schaum
  • Geruch
  • Geschmack

zusammensetzt. Für ‚Faule‘ gibt es natürlich auch die Option, einfach direkt eine Gesamtwertung anzugeben.

Einfach Flaschenetikett in die Kamera halten, Foto machen, den Rest macht die Beer Tasting App von Kalea von selbst!
Einfach Flaschenetikett in die Kamera halten, Foto machen, den Rest macht die Beer Tasting App von Kalea von selbst!
  1. Bier rezensieren: Für Bier-Enthusiasten besteht außerdem die Möglichkeit, Bieren eine detaillierte Rezension, also Bewertung hinzuzufügen. Dies kann sowohl aus eigenem Interesse, aber auch als Information für andere interessierte Menschen, welche gerade vor einer schweren Entscheidung vor dem Bierregal des lokalen Getränkemarktes stehen, geschehen.
Mein Fazit zur Beer Tasting App von Kalea

Natürlich hat man bereits ab Erstellung eines eigenen Accounts die Möglichkeit, auf Rezensionen und Bewertungen anderer Nutzer zuzugreifen. Der Informationsgehalt ist, dank tausender Nutzer und Bewertungen auch als Quelle für die Auswahl des nächsten Feierabendbieres sehr gut zu benutzen.

Alles in allem kann ich die Kalea Beer Tasting App nur empfehlen und den Machern viel Erfolg wünschen, ich nutze diese sehr gerne.

und es geht weiter... Cheers!
und es geht weiter… Cheers!

 

Cheers!

 

Mehr Infos zu Kalea und dem BeerTasting.Club, mit angeschlossenem Biershop bekommt Ihr hier.

 

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Gemeinnützige Projekte durch Bier trinken unterstützen? Das ist Quartiermeister!

Quartiermeister – noch nichts davon gehört? Was sind denn deren Ziele?

Quartiermeister besteht aus einem Verein und einem Unternehmen, deren Ziel es ist, mit den Gewinnen aus seinem Bierverkauf, Projekte zu unterstützen. Im Einzelnen kann man diese Intentionen an den folgenden sechs Grundwerten festmachen:

Social Profit – Gewinne direkt in lokale Projekte und Initiativen fließen lassen

Unabhängig –  von Investoren um selbst frei entscheiden zu können

Transparent – Einnahmen und Ausgaben werden öffentlich bekannt gemacht

Regional – Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten

Partizipativ – Jeder kann mit entscheiden, welche Projekte unterstützt werden

Politisch – Mit bewusstem Konsum die Welt von morgen selbst mitgestalten

 

„Regional trinken. Lokal Helfen“

Quartiermeister-Biere sind nur regional erhältlich. Das liegt ganz einfach daran, dass die kurzen Wege von Erzeuger zum Genießer kurz gehalten werden sollen. Gebraut wird derzeit in zwei Brauereien zusammen, die eine sitzt in der Oberlausitz (Stadtbrauerei Wittichenau), die andere in der Region München (Brauerei Gut Forsting). In der östlichen Region erhältlich sind 2 Pils- und eine Rotbiersorte, im Süden werden zwei Helle gebraut. Klingt gut oder?

Für die Projekte kann übrigens online abgestimmt werden, na wenn das nicht vorbildlich ist?!

Quartiermeister sucht den (Super-) Brauer

Übrigens werden derzeit in West- und Norddeutschland unabhängige (nicht zu kleine) Brauereien, welche nach Quartiermeister-Rezepten brauen möchten, gesucht.

Nun aber genug geredet, es folgen die Sinneseindrücke meiner Verkostung, der mir zugesandten Biere:

Bierverkostung
Quartiermeister - Bier für den Kiez - Sortiment
Quartiermeister – Bier für den Kiez – Sortiment
Bio Helles

Name:  Quartiermeister – Bio-Helles (Privat-Brauerei Gut Forsting)

Bierstil:  Lagerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strohgelb im Glas steht das Bier vor mir, der Schaum feinporig und stabil.

Geruch:

Fruchtig nach Zitrus, dazu eine feine Getreide- sowie grasige Note.

Antrunk:

Deutliche Zitrusaromatik im Antrunk, dazu ein erfrischendes Prickeln auf der Zunge. Würzig, etwas Getreide, grasige Eindrücke und eine feine Herbe.

Nachtrunk:

Wie der Antrunk verhallt das Bier mit seinen Zitrusnoten, den grasigen und getreidigen Aromen und leichter Bittere langsam am Gaumen.

 

Pils

Name:  Quartiermeister*in – Pils (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil: Pilsner

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strohgelb im Glas, der Schaum feinporig, weiß und mittelfest steht das Bier vor mir.

Geruch:

In der Nase wirds fruchtig. Zitrusnoten steigen auf, dazu würzige, getreidige sowie leicht grasige Aromen.

Antrunk:

Erfrischend prickelnd auf der Zunge wirkt das Pils. Mit Zitrusnoten, einer harmonischen Kombination aus Getreide- und mild würzigen Noten. Die Bittere bleibt dezent im Hintergrund, steigt aber im Verlauf des Trunks leicht an.

Nachtrunk:

Zitrusnoten, eine feine Getreidearomatik und eine feine Herbe begleiten den Abgang.

 

Bio-Rotbier

Name:  Quartiermeister*in – Bio-Rotbier (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil: Rotbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Kupferfarben mit rötlichem Einstich im Glas, der Schaum ist feinporig, stabil und weiß.

Geruch:

Die Nase vermeldet fruchtige Aromen von Trockenfrucht und etwas Zitrus. Dazu kommen würzig-malzige Eindrücke.

Antrunk:

Würzig erfrischend im Antrunk mit angenehmem Prickeln im Mund und auf der Zunge. Fruchtige Noten nach roter Beerenfrucht sowie malzige Eindrücke und eine feine Bittere ergänzen sich sehr gut und werden durch eine angenehm erdige Note unterstützt.

Nachtrunk:

Der Abgang des Rotbieres gestaltet sich wiederum ebenso fruchtig-malzbetont, prickelnd, mit harmonisierenden sowohl würzigen als auch leicht herben Anklängen.

 

Bio-Pils

Name:  Quartiermeister*in – Bio-Pils (Stadtbrauerei Wittichenau)

Bierstil:  Pilsner

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 5,0 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelb im Glas mit feinporigem und stabilem Schaum präsentiert sich das Bio-Pils für mich.

Geruch:

Geruchlich überwiegt ein fruchtiges Aromenspiel aus Zitrusfrucht und Grapefruit, ergänzt durch grasigen Duft.

Antrunk:

Die Zitrusnote setzt sich auch beim angenehm prickelnden Antrunk fort, welcher erfrischend die Kehle hinunter rinnt. Es kommt zu einem Zusammenspiel aus eben diesem Zitrusfruchtaroma und einer feinen Würzigkeit, moderater Bittere, sowie grasigen Tönen.

Nachtrunk:

Der Abgang ist ebenfalls eine Kombination aus grasig-würzigen, herb-fruchtigen Aromen und wirkt angenehm stimmig auf mich.

 

Mein Fazit

Regionale Projekte unterstützen und das mit einem guten Bier? Das lohnt sich für beide, den Biertrinker und die Menschen, in deren Projekte das Geld fliesst. Cheers!

 

Mehr über Quartiermeister und wo ihr das Bier bekommt, könnt ihr hier erfahren.

 

Ebenfalls Gutes tut die JOSEFS-Brauerei, meinen Artikel hierzu könnt ihr hier finden.

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Bier trinken und dabei Gutes tun? Die JOSEFS-Brauerei machts möglich!

Josefs-bier – trink gutes!

Ob man es großen Brauereien nun abgenommen hat, dass sie Regenwälder retten und man dadurch mit etwas leichterem Gewissen mal einen Kasten aus dem Getränkemarkt entführt, sei dahingestellt. Bei der JOSEFS-Brauerei in Olsberg-Bigge im Sauerland kann man jedoch reinen Gewissens zugreifen.

JOSEFS-Brauerei Biersortiment
JOSEFS-Brauerei Biersortiment
Hier tut man, mit jeder gekauften Flasche Gutes. Aber wie?

Ganz einfach: Die JOSEFS-Brauerei ist eine sogenannte Integrationsfirma. Hier arbeiten 8 Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Menschen ohne Beeinträchtigung und das Hand in Hand. Begonnen hat das soziale Engagement mit der neu entstandenen Brauerei im Jahre 2000.

Auch weit über die Grenzen der Brauerei hinaus bietet beispielsweise das dazugehörige Josefsheim, Menschen mit Behinderung die Möglichkeit aktiv am Berufsleben teilzunehmen. Hier wird aktiv Unterstützung und Integrationsarbeit geleistet und somit etwas für die Menschheit getan. Warum sollte man dies nicht auch mit einem guten Feierabend-Bierchen aus der angeschlossenen Brauerei unterstützen? Eben, warum also nicht!

Wie schmeckt soziales engagement? LEST SELBST:

Nun bin ich in der glücklichen Lage, Euch die bierigen Erzeugnisse einmal vorstellen zu dürfen, darüberhinaus gibt es natürlich auch alkoholfreie Getränke (JOSY) im Sortiment. Seid also gespannt wie das JOSEFS-Bier schmeckt und vielleicht probiert Ihr es ja auch einmal. Es lohnt sich!

 

 

Name:  JOSEFS Pils

Bierstil: Pils

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe Farbe im Glas, die feinporige weiße Schaumkrone sitzt beständig auf dem Bier

Geruch:

Sowohl würzige, als auch malzige Aromen steigen mir in die Nase, hinzu kommen angenehm fruchtige Getreidenoten sowie florale Eindrücke

Antrunk:

Die Getreidenoten bestimmen den ersten Eindruck im Mund, das Bier wirkt fruchtig, würzig, mit floralen und fein herben Anklängen. Ein erfrischendes Prickeln begleitet den Trunk.

Nachtrunk:

Der Abgang gestaltet sich ebenso feinherb-würzig mit feiner Getreidearomatik.

 

 

 

Name:  JOSEFS Keller

Bierstil: Kellerbier/Zwickl

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Goldgelbe Farbgebung mit weißem, dichtem und feinporigem Schaum, welcher sich stabil präsentiert.

Geruch:

In der Nase nehme ich fruchtige Eindrücke von Zitrus sowie Getreide- und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der Antrunk des Bieres, mit einer mild-dezenten Karbonisierung gestaltet sich fein würzig, mit sowohl fruchtigen Zitrusnoten, als auch getreidigen Aromen. Ergänzt und abgerundet durch eine ansprechende harmonisch ins Gesamtbild passende Herbe sowie floralen Anklängen.

Nachtrunk:

Würzig und fruchtig, die Bittere vollendet mit gefühlt leichtem Anstieg im Finale des Trunks den Genuss.

 

 

 

Name:  JOSEFS Märzen

Bierstil: Märzenbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben mit feinporigem, relativ stabilem, weißem Schaum, so präsentiert sich das Bier dem Biertrinker im Glas.

Geruch:

Geruchlich verhält es sich würzig, malzbetont, mit fruchtigen Aromen von Zitrus, grasiger Note und Getreidearomatik.

Antrunk:

Malzbetont schon beim ersten Schluck, eine leichte Süße wird spürbar, dazu hat es einen würzigen wie fruchtigen Charakter, mit Zitrusnoten, einem grasig-getreidigen Aromenspiel sowie einer sich im Hintergrund haltenden Bittere.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt das Bier bei seinen malzigen Eindrücken, harmonisch durch eine Würzigkeit und feine Hopfenbittere unterstützt.

 

 

 

Name:  JOSEFS Dunkel

Bierstil: Dunkelbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  5,2%

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Dunkel, fast schwarz im Glas, der Schaum ist cremefarben, feinporig und mittelstabil.

Geruch:

Aromatisch wird es hier angenehm würzig mit harmonischer leichter Süße, fruchtigen Eindrücken sowie feinen Röstaromen.

Antrunk:

Ein leichtes Prickeln auf der Zunge begleitet den Antrunk, das Bier weist leichte Röstaromen auf, welche sich im Verlauf des Trinkgenusses verstärken, ist feinwürzig, malzig, dezent süßlich und besitzt eine ansprechende milde Bitternote.

Nachtrunk:

Im Abgang verbleibt eine Kombination aus würzigen- sowie Röstaromen und einer angenehmen Bittere.

 

 

Name:  JOSEFS Bockbier (Saisonal erhältlich)

Bierstil: Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:  7,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas mit feinporiger, stabiler Blume

Geruch:

Würzige, fruchtige, malzig-süßliche sowie florale Eindrücke wechseln sich in der Nase harmonisch ab.

Antrunk:

Relativ geringe Kohlensäure, daher weiches Mundgefühl. Süßlich, und malzbetont fällt der erste Schluck aus. Dazu gesellen sich sowohl leichte Bitternoten als auch würzig, florale und grasige Aromatiken. Bei 7,5 % Alkohol bleibt auch die angenehm alkoholische Wärme beim Trinken nicht aus.

Nachtrunk:

Sowohl würzig als auch feinherb geht es im Abgang des Bieres zu, fruchtig-grasige Nuancen ergänzen ein rundes Geschmackserlebnis.

 

Mein Fazit:

Bier trinken und Gutes tun muss sich nicht ausschließen und, wie man am Beispiel der JOSEFS-Brauerei sieht, schmeckt noch dazu.

 

Mehr über die JOSEFS-Brauerei und Bezugsquellen der Biere erfahrt Ihr hier.

 

Eine weitere Möglichkeit, durch Bier trinken gutes zu tun, bietet Quartiermeister, meinen Bericht dazu findet ihr hier.

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Kreativ, schmackhaft und aufschlussreich – Ein Brautag mit Karsten Buroh von Eppelein & Friends

Der Prolog oder: wie kamst du eigentlich zum Brauen, Karsten?

‚Mit einem Braukurs vor ca. 7 Jahren hat alles begonnen‘, erählt mir Karsten Buroh, Brauer der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur aus Nürnberg, als ich mit Ihm vor seiner Sondersud-Anlage stehe. „und seit Anfang 2015 einigermaßen professionell“. Zwei Speidel Braumeister 50 stehen vor mir, das Malz hat er bereits geschrotet, ein NEIPA soll es werden. Mit seinem ersten NEIPA (New England IPA), dem „Hazy Chick“ hatte er in der fränkischen Bierszene 2017 bereits Pionierarbeit für diesen Bierstil geleistet sagt er. „Da war ich meiner Zeit in Nürnberg voraus“. Das Bier war echt gut, wenn ich selbst mich so zurück erinnere.

Die beiden Speidel Braumeister bei der Arbeit
Die beiden Speidel Braumeister bei der Arbeit
Doppelt maischen hält besser

Aber wieder zum Thema zurück… die Braukessel laufen schon heiß, das erste Einmaischen findet gerade statt. Das erste? Ja richtig, heute wird zweimal eingemaischt. Dies geschieht, um die notwendige Stammwürze zu erreichen. „Mit dieser Anlage bekomme ich sonst alkoholstarke Biere kaum hin“, meint Karsten Buroh.

Genug Zutaten zum Brauen sind da ;-)
Genug Zutaten zum Brauen sind da 😉

Gut riecht es schon. So ähnlich muss das damals auch bei seiner ersten Brauerfahrung, damals im Braukurs geduftet haben. Jeder Teilnehmer bekam sogar einen eigenen Teil des Sudes zur Vergärung im Kühlschrank mit nach Hause, erinnert er sich. Und während wir nun vor den beiden ‚Braumeistern‘ stehen und uns sein Hop!Hop!Hop!‘ IPA, das Anfang 2015 als einer der ersten Sude bis heute mit unveränderter Rezeptur angeboten wird, schmecken lassen, kommen wir ins Gespräch:

 

Eppelein & Friends - Hop! Hop! Hop! IPA
Eppelein & Friends – Hop! Hop! Hop! IPA
inspiration, bierbewertungsportale, Kollaborationen – das interview mit karsten buroh

Woher nimmst du eigentlich die Inspiration für deine Biere und Rezepte?

Karsten sieht sich Bierstile und deren Rezepte genauer an und untersucht diese dahingehend, welche Variationen man daraus hervorzaubern, und welche Hopfensorten man außer den angegebenen alternativ noch verwenden kann, um eine besondere Note ins Bier zu bekommen. Wichtig bei all seinen Bieren ist jedoch die gute Trinkbarkeit. „Ich braue nicht für Hardcore-Hopheads“, sagt er, „weil die hierzulande immer noch eine Minderheit stellen. Biere mit 100 IBU und mehr braucht kein Mensch.“

Was denkst du über Bier-Ratingportale?

Ganz einfach: So weit es geht ignorieren, denn die zunehmende „Badge-Geilheit“ und zu subjektive Bewertungen lassen in der Regel keine seriösen Schlüsse zu. „Viele Rater sind in Wirklichkeit Jäger und Sammler, aber keine wirklichen Experten.“ Besser sind da Live-Bewertungen in Podcasts (z.B. Real Ale Guide, der größte Videoblogger der Bierszene). Wenn eine Entscheidung, ob sie gut oder schlecht ausfällt, jedoch fundiert begründet wird, so kann er sich auch mit dieser Variante anfreunden. „ich bin nicht aus Zucker und nehme fachlich fundierte  Kritik natürlich ernst“.

Wird es auch mal Brau-Kollaborationen geben?

Bestimmt, meint Karsten. Teilweise sind diese bereits vorhanden, arbeitet er doch schon seit einiger Zeit mit der Museumsbrauerei im Gewerbemuseum Kulmbach zusammen („manchen gelungenen Sud teilen wir uns dann“), teilweise sind diese noch in Planung.

„nicht zu abgespaced – das ist wichtig“

Gibt es Bierstile, die du noch brauen möchtest, aber es bisher (aus welchen Gründen auch immer) noch nicht getan hast?

Die gibt es, sagt er, allen voran einige belgische Stile wie z.B. ein Tripel oder Lambic. „Aber es gibt so viele Möglichkeiten, da fehlt einem manchmal die Zeit“.

Bier brauen braucht Zeit und Muße
Bier brauen braucht Zeit und Muße

Was macht deine Biere denn aus?

„Sie sind in der Regel gut trinkbar, nicht ganz so abgespaced, dass sie einem im Hals stecken bleiben“. Seine Biere sind halt an den Gaumen des fränkischen Bierpublikums angepasst und das soll, zumindest was die Drinkability angeht, auch so bleiben. „Sicher gibt es auch mal was Spezielles, aber wichtig ist, dass die Leute das Bier gerne trinken, und damit auch öfter“ meint er.

zukunftsaussichten und des brauers Lieblinge

Was wird man in Zukunft noch flüssiger Natur von dir hören?

Wichtig ist das „Timing“ neuer Veröffentlichungen,  z.B. die verschiedenen Jahreszeiten – und situationsbedingt sollten neue „Releases“ immer passen. Generell kann man sich auf traditionelle Bierstile freuen, die von Karsten Buroh anders interpretiert und den Gaumen der (Craft-) Bierfreunde kitzeln werden. Ein Beispiel wäre hier ein rotes Pils. Man darf gespannt sein…

Hast du ein Lieblingsbier, von dir selbst gebraut?

Eigentlich ist dies immer das aktuell Neueste. Klingt Logisch für mich, wenn so viel Herz und Ideen in ein neues Craftbeer eingeflossen sind. Saisonal gibt es freilich Vorlieben, so schmecken ihm zur Herbst- und Winterzeit die dunklen-malzigen, und wenn die Sonne sich länger wieder zeigt, die hellen fruchtigen Bierstile am Besten.

Aktuell ist, der Neuveröffentlichung vor wenigen Wochen geschuldet, übrigens der ‚Schwarze Prinz‘ sein Liebling, den ich gleich noch für Euch vorstellen werde.

Dein Lieblingsbierstil

Flexibel, der kann sich durchaus wöchentlich ändern.

Karsten Buroh, Brauer bei der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur
Karsten Buroh, Brauer bei der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur
„Die kreativbrauer machen einen super job“

Hast du Vorbilder in der Brauszene?

„Wenn ich nun einen nenne, den ich gut finde, ist ein anderer vielleicht beleidigt“, so Karsten. Die Entwicklung der Kreativbrauszene in Deutschland sieht er aber durchweg positiv. „Die Kreativbrauer machen einen super Job“, sagt er und fügt an, dass man sich selbst vor Enttäuschungen bewahrt, indem man sich niemand zum Vorbild nimmt. „Es kommen schließlich nicht von jedem Brauer durchgängig exzellente Biere. Auch von mir nicht. Aber meistens schütte ich das dann schon vorher weg“ grinst er.

Welches war dein erstes selbstgebrautes Bier und wie ist es dir gelungen?

Ein bernsteinfarbenes Kellerbier, welches überraschenderweise sowohl bei ihm selbst, als auch beim (freiwilligen) Testpublikum geschmacklich durchweg überzeugen konnte. Trotzdem würde er in nächster Zeit kein Kellerbier auf den Markt bringen. „Davon gibt es in Franken schon genug davon“ Er lächelt.

Könntest du dir vorstellen, mal ein stinknormales Helles oder Weizen zu brauen?

Nicht ganz, bei den Zutaten würde er immer Variationen mit einbringen, jedoch dem Bierstil stets möglichst treu bleiben, das ist ihm wichtig. Sollte es ihn mit der Kreativität überkommen und das Bier vom Stil abweichen, so würde er es klar auf dem Etikett der einzelnen Bierflasche ausweisen (z.B. ein kaltgehopftes Helles, oder einen Weizenbock mit einer speziellen Hopfenvariation).

Wie kommst du auf die Namen deiner Biere?

Meistens ganz spontan „aus der Hüfte geschossen“ (O-Ton Karsten Buroh), oft steht der Name auch bereits vor dem Rezept fest, wie zum Beispiel bei seinem ‚Camp Fire‘ Smoked Brown Lager, oder dem „Hazy Chick“, dem ersten NEIPA aus Nürnberg vom Sommer 2017. „Aber das aktuelle NEIPA wird anders heißen.“, meint er.

Wie würdest du deine neueste Kreation, den ‚Schwarzen Prinzen‘, ein Imperial Stout, beschreiben?

„Schwarz – Stark – Kräftig  – Malzig – Espresso – Bitterschokolade – gut trinkbar – Geil!“

the final countdown – schön war es!

Es folgen die Nachgüsse, „zubereitet“ in einem Glühweinerhitzer, der die Größe meines eigenen, für das Bier brauen verwendeten hat und doch ziemlich klein aussieht, neben den beiden 50 Liter Kesseln. Ist dies geschehen, entfernt Karsten die Malzeinsätze wieder um nur wenig später die für das zweite Einmaischen vorbereitete Mischung einzufüllen. Das Entfernen aus dem Braukessel erfordert schon Muskelkraft, das darf ich beim zur Hand gehen am eigenen Leib erfahren. Nicht so viel jedoch, wie beim nächsten Durchgang, meint Karsten grinsend und deutet auf die beiden größeren Einsätze auf dem Nebentisch. Nach meinem aktuellen Zustand mit nur einem Frühstücksei intus machen die verwendeten Haferflocken in der Malzmischung ganz schön hungrig, es ist ja schon nachmittags, aber sie werden ja noch fürs Bier gebraucht.

Marmelade mit Eppelein-Bier? Aber klar: Papalade... die hätte ich Morgens schon essen sollen...
Marmelade mit Eppelein-Bier? Aber klar: Papalade… die hätte ich Morgens schon essen sollen…

Meist braut Karsten seine Sondersude übrigens im manuellen Modus des Braumeisters, da hat man mehr Kontakt zum Produkt in seinen unterschiedlichen Stadien. Die größeren Bierprojekte realisiert er bei der Gasthausbrauerei Hufeisen in Pottenstein und der Brauerei des Gewerbemuseums in Kulmbach. Die Etiketten der Eppelein-Biere erfahren derzeit eine Überarbeitung. Angefangen beim neuesten Bier, dem „Schwarzen Prinzen“ über das „Hop!Hop!Hop!“ IPA sollen nach und nach alle Sorten dem neuen Stil angepasst werden.

Nachdem der 2. Einmaischprozess des New England India Pale Ale abgeschlossen ist und der Sud langsam an Temperatur gewinnt, probieren wir dann gegen Ende auch sein neues Schätzchen, den „Schwarzen Prinz“. Ein lehrreicher Brautag mit einem entspannten und unprätentiösen Brauer Karsten Buroh geht für mich zu Ende, und auf das fertige Bier bin ich jedoch jetzt schon gespannt.

 

Es folgt die Bierverkostung „Schwarzer Prinz“:

Name: Eppelein & Friends Craftbier Manufaktur – Schwarzer Prinz

Bierstil: Imperial Stout

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Fuggles, Perle), Hefe

Alkohol: 7,3 %

IBU: ca. 30

Beschreibung des Bieres:

Eppelein & Friends - Schwarzer Prinz
Eppelein & Friends – Schwarzer Prinz

Optischer Eindruck:

Dunkel aber nicht ganz schwarz präsentiert sich das Bier im Glas, im Sonnenlicht lässt sich ein rötlicher Farbton erkennen. Der Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Im Geruch bemerke ich Kaffeenoten, Bitterschokolade und fruchtige Aromen sowie leicht Minze und Toffee.

Antrunk:

Der Antrunk präsentiert sich malzbetont und kaffeearomatisch. Hinzu kommen Noten von Bitterschokolade sowie eine erfrischende Komponente. Das Bier ist mild karbonisiert und legt sich angenehm sanft auf die Zunge. Der Alkohol ist gut eingebunden, wirkt jedoch bei 7,3 Prozent wärmend auf mich ein.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk verbleibt die Zartbitterschokoladenote mit feiner Kaffeenote und klingt dann langsam ab.

Fazit:

Ein idealer Speisebegleiter zu kräftigem Essen aber auch Desserts

 

Mehr zur Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur gibt es hier.

Karsten Buroh beim Brauerstammtisch, meinen Bericht findet ihr hier.

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Gutmann, Mahrs Bräu und Brauerei Kundmüller: Lieblings-Weizenböcke

Da ich ein großer Freund von Weizenböcken bin liegt es für mich nahe, Euch einmal drei Exemplare näher vorzustellen, welche mir besonders gut gefallen. Natürlich ist Geschmack noch immer Geschmackssache, aber mit diesen drei Kreationen, alle drei aus Bayern, zwei sogar aus Franken, macht man in meinen Augen nie etwas verkehrt. Im Gegenteil, hier schmeckt man die Liebe zum Bier von einem Schluck zum anderen.

 

der weisse bock von mahrs bräu ist der dunkelste

Name:  Mahrs Bräu – Weisser Bock (ehemals: Der Weisse Bock)

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer und Hersbrucker), Hefe

Alkohol: 7,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Mahrs Bräu - Weisser Bock im Glas
Mahrs Bräu – Weisser Bock im Glas

Optischer Eindruck:

Kastanienfarben und naturtrüb im Glas steht der Weisse Bock vor mir, seine Schaumkrone sitzt feinporig, relativ instabil und cremefarben darüber

Geruch:

In der Nase nehme ich deutlich Banane und etwas Birne wahr, allgemein eine schöne Fruchtigkeit ist zu spüren und wird durch eine leichte Nelkenaromatik ergänzt.

Antrunk:

Der Antrunk gestaltet sich erfrischend, sanft prickelnd bei einer angenehm alkoholischen Wärme.  Geschmacklich dominiert die Bananennote, fruchtige Aromen umspielen den Gaumen,  ergänzt durch eine leichte Süße und unaufdringliche Bittere.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist wiederum leicht herb, fruchtig und feinsüßlich und macht Lust auf den nächsten Schluck, oder gar den nächsten Weissen Bock!

 

 

 

Weiherer Weizenbock – eine fruchtige angelegenheit

Name:  Weiherer – Weizenbock

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Wasser, Weizenmalz (55%), Gerstenmalz (45%), Hopfen, Hefe

Alkohol: 6,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben präsentiert sich der Weiherer Weizenbock von der Brauerei Kundmüller in meinem Glas, hefetrüb, sein Schaum feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Reife Banane strömt mir geruchlich entgegen, Birne gesellt sich dazu und wird durch eine leichte, fruchtige Säure sowie Noten von Trockenfrucht und Karamell umwoben.

Antrunk:

Die reife Banane hält sich im Vordergrund und wird durch Noten von Pfirsich, Zitrusfrucht, fruchtiger Süße und Trockenfrüchten sowie einer leichten Hefenote unterstützt. Das auf der Zunge fein moussierende Bier wärmt durch seinen Alkohol auch von innen, jedoch ist dieser sehr gut eingebunden.

Brauerei Kundmüller - Weizenbock
Brauerei Kundmüller – Weizenbock

Nachtrunk:

Im Abgang klingt der Weizenbock mit fruchtigen, fein hopfig-herben und Toffee- Aromen aus.

 

 

Gutmann Weizenbock, seit jahren für mich ein muss

Name:  Gutmann – Weizenbock

Bierstil: Weizenbock

Zutaten: Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen und
obergärige Hefe.

Alkohol: 7,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der Gutmann Weizenbock ist bernsteinfarben mit Hefetrübung und einer einporigen weißen und festen Schaumkrone.

Geruch:

Im Geruch ist der Bock deutlich auf Seiten der reifen Banane, es kommen aber auch noch Trockenfrucht, Nelken sowie ein Hauch Birne hinzu.

Antrunk:

Die reife Banane bestätigt sich auch im Antrunk, wird fruchtig von der Birne assistiert und durch Hefearomatik wie auch angenehme Zitrusnoten am Gaumen ergänzt. Auch hier findet sich eine alkoholische Wärme im Empfinden beim Trunk wieder.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk nehme ich eine Mischung aus Fruchtnoten, einer hintergründigen Bittere und Hefe wahr.

 

 

mein fazit

Egal für welchen Bock man sich nun entscheidet, es bleibt fruchtig. Einen Sieger gibt es für mich nicht, weil jeder hier vorgestellte Weizenbock für sich ein ganz eigenes Spektrum abdeckt, sowohl aromatischer als auch, noch viel offensichtlicher, farblicher Natur. Drei Weizenböcke zum verlieben eben, stark, süffig und geschmackvoll. Prost!

 

 

Mehr zur Mahrs Bräu gibt es hier.

Mehr über die Brauerei Kundmüller erfahrt Ihr hier.

Der Weg zur Brauerei Gutmann führt hier entlang.

 

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Wit Wit, Hurra, der VETO Orangenfalter ist da!

Es ist Frühling, Orangenfalter-Zeit mit veto

Ralph Hertrich von der Hopferei Hertrich hat sich wieder einmal an den Sudkessel begeben, herausgekommen ist ein belgisches Witbier. Offizieller Release des Bieres ist diesen Freitag, den 20.4.2018 im Craft Beer Store Hamburg. Da mich seine Biere, von IPA bis Schoko-Stout, bisher immer überzeugen konnten, war ich umso mehr gespannt wie ein flüssiger Trip nach Belgien auf VETO Art schmeckt. Aber lest gerne selbst, wie ich den Orangenfalter geschmacklich erlebt habe…

Biervorstellung des Orangenfalters
Hopferei Hertrich - VETO Orangenfalter im Glas
Hopferei Hertrich – VETO Orangenfalter im Glas

Name: VETO – Orangenfalter

Bierstil: Witbier (belgisch)

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Weizenflocken, Haferflocken, Koriandersamen, Orangenschalen, Kamilleblüten, Hopfen (Saazer, Pacifica), Hefe

Alkohol: 4,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Das Bier ist farblich bei einem strahlend hellen gelb mit natürlicher Trübung, der Schaum ist, trotz des breiten Witbierglases relativ stabil und fein- bis mittelporig bei weißer Farbe.

Geruch:

In der Nase nehme ich deutlich Koriander wahr, auch die Fruchtigkeit der Orange zeigt sich und wird durch leiche Kamillenoten unterstützt. Allgemein wirkt das Bier im Geruch fruchtig und würzig zugleich und macht Lust auf den ersten Schluck.

Antrunk:

Im Antrunk ergibt sich ein angenehm erfrischendes, auf der Zunge prickelndes Bild von fruchtigen, würzigen und Hefenoten. Der Koriander ist omnipräsent ohne störend zu wirken, die Orangen- und Zitrusaromatik ist hier ein wunderbar aromatischer Begleiter des Trunks. Ich erschmecke zudem kräuterige, florale Nuancen sowie Kamille, welche sich aber im geschmacklich im Hintergrund hält.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Bieres ein, ein Aromenspiel von Koriander, Zitrusfrüchten und floralen Noten ergibt ein stimmiges Finish.

 

Mein Fazit

Der Ausflug nach Belgien ist Ralph Hertrich gelungen, gerade jetzt zur wärmeren Zeit ist der Orangenfalter der ideale Feierabendbegleiter. Cheers!

 

Mehr über die Hopferei Hertrich und ihr VETO Bier findet Ihr hier.

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