Wenn Bierbrauer auf den Hund kommen: ‚Das Dackel‘ – Bier aus Münster

Die Brauerei „Das Dackel“

Ich muss zum Anfang gestehen hier etwas befangen zu sein, wenn ich vom Dackel rede. Hatte ich doch selbst 16 Jahre lang einen treuen Begleiter in dem wunderbaren Familien-Dackel Franz. So bin ich, über das Internet, auch gleich auf eben diese Brauerei gekommen: Das Dackel, hier wird Bier im kleinen Rahmen, einem 5 Hektoliter Sudhaus, am Standort der ehemaligen Germania Brauerei in Münster gebraut. Nach über 30 Jahren wird hier wieder gebraut, im Zeichen des Dackels!

Dackel-Herrchen David Deilmann braut hier, angefangen als Heim- und Hobbybrauer, im mit voller Absicht klein und handlich gehaltenen gläsernen Sudhaus zwei verschiedene Sorten Bier. Das Dackel in naher Zukunft auch bereits eine Kollaboration mit der Gruthaus-Brauerei Münster am Hahn beziehungsweise in der Flasche.

Das Dackel Hausbier Untergärig, Hausbier Obergärig und Dackel Franz
Das Dackel Hausbier Untergärig, Hausbier Obergärig und Dackel Franz
Wie kam man denn auf die Idee mit dem Namen?

Auf den Namen kam er übrigens nicht unbedingt wegen des eigenen Dackels, nein aufgrund der früher eingesetzten Braudackel, welche früher oftmals treuer Begleiter der Bierbrauer waren, bei erhöhter und lebensgefährlicher Kohlenstoffdioxidkonzentration ohnmächtig umkippten und so den Brauern das Leben retteten. Selbst überlebten diese das zum Glück auch meist, konnte ich in Erfahrung bringen.

Dackel überall, sogar im Sudhaus

Bei den 5 Gär- und Lagertanks gehts übrigens auch dackelig zu, sind diese doch nach den Familiendackeln der an der Brauerei und dem Standort beteiligten Menschen benannt:

Emma, Molly, Tussi, Fiene und Fussel

Gebraut werden 5 Hektoliter pro Sud in den Sorten „Hausbier obergärig“ und „Hausbier untergärig“. Reifen darf dieses deutlich länger als bei den großen Brauereien, ganze 7 Wochen lang und wird auch direkt vor Ort in Flaschen abgefüllt.

Kommen wir also doch direkt mal zum Bier:

Die beiden Das Dackel Biere im Portrait
Die beiden Das Dackel Biere im Portrait
Biervorstellung der beiden Dackel Biere

Name: Untergäriges Hausbier

Bierstil:  Pilsener

Zutaten:  Wasser, Pilsener Malz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Opal, Hallertauer Tradition)

Alkohol:  5,1 %

IBU: 42

Beschreibung des Bieres:

Das Dackel - Untergäriges Hausbier im Glas
Das Dackel – Untergäriges Hausbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strohgelb und glanzfein steht das Bier vor mir im Glas, der feinporige weiße Schaum sitzt mit stabiler Krone darüber

Geruch:

In der Nase erkenne ich Getreidenoten sowie fruchtige, grasige Aromen. Auch Zitrusfrucht und eine leichte Hefearomatik schwingt mit.

Antrunk:

Der Antrunk fällt würzig aus, eine feine Bittere gesellt sich dazu, mit ihr kommen fruchtige Zitrusnoten sowie grasige Aromen hinzu. Ein erfrischend prickelndes Bier.

Nachtrunk:

Im Abgang bleibt das Untergärige würzig, unterstützt von einer feinen Hopfenbittere.

 

 

 

Name: Obergäriges Hausbier

Bierstil: Altbier

Zutaten:  Wasser, Weizen Malz, Pilsener Malz, Wiener Malz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Mandarina Bavaria)

Alkohol:  5,0 %

IBU: 38

Beschreibung des Bieres:

Das Dackel - Obergäriges Hausbier im Glas
Das Dackel – Obergäriges Hausbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend goldgelb im Glas mit einer natürlichen Trübung und einer feinporigen, stabilen Blume.

Geruch:

Fruchtige Eindrücke überwiegen hier, Zitrus, etwas Pfirsich nehme ich wahr. Weiterhin kann ich getreidige und florale Aromen erschnüffeln (man stelle sich jetzt bitte einen Dackel am Bierglas riechend vor).

Antrunk:

Der Antrunk ist erfrischend prickelnd auf der Zunge, die Zitrusfrucht aus der Nase erschmecke ich auch. Allgemein ist das Obergärige eine schön fruchtig-getreidige Angelegenheit mit einer angenehmen Malznote.

Nachtrunk:

Der Abgang gestaltet sich ebenfalls fruchtig-erfrischend.

 

Mein Fazit

Ich finde die Idee an sich schon einmal sehr gut, dem besten Freund des Menschen ein Bier, oder gar eine ganze Brauerei zu widmen. Dass die Biere in ihrer Haltbarkeit nicht künstlich verlängert wurden, sondern rasch genossen werden sollten spricht mich ebenfalls an. Man kann der Brauerei „Das Dackel“ nur alles Gute wünschen und ich hoffe man wird noch lautes Gebell, sprich weitere Biere von ihr erleben können.

 

Mehr über Das Dackel erfahrt ihr übrigens hier.

Die Biere gibt es nur direkt ab Brauerei, der Verkauf dort findet an unregelmäßigen Terminen, z.B. wieder am 24.03.18, statt. Verkaufstermine und Adressen, wo das Bier getrunken werden kann, findet ihr auf der Homepage.

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