Neues von Hanscraft & Co.: Das Tropical Nizza ist ein tropisches Erlebnis!

Es wird fruchtig in Franken. Passend zum Sommer gibt es das neue Tropical Nizza von Hanscraft & Co. aus Niedernberg ins Glas. Was Ihr davon erwarten könnt, das habe ich hier für Euch getestet. Viel Spaß beim Lesen!

Hanscraft & Co. – Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizen, Pilsener, Wiener), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale im Glas

Optischer Eindruck:

Das Tropical Nizza hat eine betörende Bernsteinfarbe bei natürlicher, ungefilterter Trübung. Sein Schaum ist cremefarben und mittelfest. Im Glas ein wahrlich zum Trinken anregender Anblick!

Geruch:

In die Nase strömen mir Aromen von Pfirsich und Maracuja sowie eine feine süßliche Honignote. Auch Litschi, Grapefruit und florale Anklänge kann ich wahrnehmen. Das Bier macht einen tropisch fruchtigen und dabei mit feiner Weizenmalzaromatik ausgestatteten Eindruck. Ein kleines Feuerwerk in der Nase, welches mich bereits voller Freude auf den ersten Schluck warten lässt.

Antrunk:

Fein moussierend und weich, so lässt sich das Bier im Antrunk beschreiben. Es lässt seinen Fruchtnoten auf einem Bett aus Weizenmalz genügend Spielraum zur Entfaltung. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Pfirsiche und Maracujas. Aber auch eine angenehme Süße, die an Honigmelone erinnert. Herb wird das Bier nur ganz hintergründig, die tropischen Früchte stellen ganz klar die Hauptattraktion dar.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk bleibt der Eindruck der tropischen Früchte, der Aromen von Pfirsich, Zitrus und Maracuja. Zudem ist die leichte Süße ebenfalls noch präsent und eine feine fruchtige Säure ergänzt das Geschmackserlebnis.

Cheers
FAZIT

Ein Bier für Liebhaber tropischer Früchtecocktails, von komplexen fruchtigen Aromen und Bier trinken in der Sommersonne. So schmeckt Urlaub. Cheers!

 

PS: Mehr zu Hanscraft & Co. gibt es hier. Den Bericht zu den beiden Split Decision Bieren der Brauerei findet Ihr hier.

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Honig Bräu – MEGA Helles! Mega gut?

Christian Honig hat ein neues Bier am Start. Gebraut wurde es für und mit Thaifood 2, einem thailändischen Restaurant aus Nürnberg. Getestet wurde viel, sehr viel. Auch vor experimentellen Zutaten abseits des Reinheitsgebotes wurde hier nicht zurück geschreckt. Einfach mal proBieren, vielleicht schmeckt ja eine Zutat aus dem Kühlhaus des Restaurants auch vorzüglich im Bier?

Nachdem es unter anderem mit Zitronengras eher mäßig im Geschmack lief, besann man sich wieder zurück auf klassische Rezepturen. Mit dem gewissen Etwas selbstverständlich. Heraus kam das MEGA. Ein Bier welches nicht so stark ist, wie es der Elefant auf dem Etikett vielleicht vermuten lässt. Dieser jedoch ist auch im Logo von Thaifood 2 zu finden und somit schließt sich der Kreis.

Zurück zum Bier… dieses wurde abschließend mit Cascade während der Lagerung gestopft und nimmt damit dessen aromatische Bestandteile sehr schön an. Aber lest doch einfach mal selbst, wie mir das Bier geschmeckt hat.

Honig-bräu – Mega Helles

Bierstil: Vollbier (Hell)

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Karamell), Hopfen (Herkules, Spalter Select, Cascade), Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Honig-Bräu MEGA Helles im Glas
Honig-Bräu MEGA Helles im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb steht das MEGA vor mir. Seine feinporige und weiße Blume schmiegt sich relativ fest und am Glas haftend darüber. Das Bier hat eine natürliche Trübung und macht auf den ersten Blick schon mal einen guten Eindruck.

Geruch:

Der Duft des MEGA zeichnet sich durch erdige, kräuterige und florale Noten, welche gemeinsam ein schönes Aromenprofil ergeben, aus. Dazu kommt eine, der Kalthopfung durch Cascade geschuldete, feine Zitrusnote heraus, die ansprechend mit den malzigen Komponenten des Hellen harmoniert.

Antrunk:

Erfrischend strömt der erste Schluck über die Zunge, prickelt anregend und transportiert die Aromen des Bieres gut zum Geniesser. Hier kann ich sowohl eine fruchtige Zitrusnote, als auch würzige und herbe Anklänge wahrnehmen.

Dem ist jedoch noch nicht genug. Das malzig-würzige Helle besitzt zudem erdige und florale Nuancen, die mir gut gefallen.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall bleibt würzig und fruchtig, mit floralen und erdigen Einschlägen. Die Bittere nimmt gegen Ende zu, ohne zu dominant zu werden.

Honig-Bräu MEGA Helles
Honig-Bräu MEGA Helles
Fazit

Ein Bier, welches zum Trinken anregt. Gefährlich süffig mit unterschiedlichen Aromen von fruchtig bis herb verfeinert, ohne jedoch den Gaumen zu überfordern. Gerade das Helle verzeiht beim Brauen keine Fehler, hier wurden aber auch keine gemacht. Da geht noch eins… oder zwei?

Prost!
Prost!

 

PS: Mehr Infos zu Honig Bräu gibt es hier. Meine Review zu den letzten Bieren der Brauerei könnt Ihr hier lesen.

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Hanscraft & Co. lässt zwei Biere aufeinander los: Ein Duell auf Augenhöhe!

We have a split decision – hanscraft lässt die bierigen fäuste sprechen

Hanscraft & Co. hat ein neues… nein, Moment… zwei neue Biere am Start! Und diese beiden haben es in sich. Der Name Split Decision, für mich eng verbunden mit dem Boxsport, ist hier eindeutig Programm, denn sie schenken sich im Ring wirklich nichts. Ein echtes Kopf an Kopf – Rennen, wer wird wohl der Gewinner sein? Am besten lest ihr das nun selbst und macht euch danach ein eigenes Bild, indem ihr beide Biere verkostet. Für mich war es ein Riesenspaß!

Hanscraft & Co. – Split Decision – Hallertau Style

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Weizen, Wiener, Hafer), Hopfen (Huell Melon, Hallertauer Blanc, Cascade), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Split Decision Hallertau Style im Glas
Hanscraft & Co. – Split Decision Hallertau Style im Glas

Optischer Eindruck:

Golden und natürlich trüb schimmert das Bier im Sonnenlicht, der weiße und feinporige Schaum krönt es stabil und anmutig. Bereit für einen Kampf… den Kampf der Hopfen!

Geruch:

Erst einmal eine Prise des Duftes einatmen. Wow, eine schöne Fruchtbombe voll mit Zitrusaromen. Von Limette bis Grapefruit, von Zitrus bis Mandarine passiert in der Nase so einiges. Aber auch florale und leichte Malzaromen nehme ich hier wahr. Aber nun Freunde, ab in den Ring!

Antrunk & Nachtrunk:

Dann wollen wir mal, mutig stelle ich mich diesem Infight der Hopfenkonkurrenten, der erste Schluck schmettert bereits fruchtig prickelnd nach vorne und trifft mich mit seiner Zitrus-, Pfirsich und Grapefruitaromatik und der Hopfenbittere schon unvorbereitet mit der rechten Geraden. Dann prasseln die Einschläge nur so auf mich ein… hier ein feinaromatischer Schlag Weißweinnote, dort ein Intensiver Bauchtreffer Kräuter. Eine Linke Melone, und das ganze abgeschlossen durch die stets präsente Bittere taumele ich auf die bretter… bereit für Runde 2 mit dem zweiten Konkurrenten? Aber klar!

 

 

 

Hanscraft & Co. – Split Decision – Yakima Style

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Weizen, Wiener, Hafer), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe 

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Split Decision Yakima Style im Glas
Hanscraft & Co. – Split Decision Yakima Style im Glas

Optischer Eindruck:

Auch dieser Kontrahent weist eine tolle goldene Farbgebung auf, der weiße und feinporige Schaum thront stabil über der naturtrüben Bierspezialität

Geruch:

Der Duft des Yakima Style erinnert an tropische Früchte und rote Beerenfrüchte. An einen Spaziergang durch die Blumenwiese mit seinen floralen Aromen sowie an Ananas, Zitrus, Brombeere, Pfirsich und Maracuja. Eine echte Fruchtexplosion, fast noch fruchtiger als Kontrahent 1.

Doch was kann das Bier im Ring, sprich im Glas?

Antrunk & Nachtrunk:

Eine Reihe aromatischer Schläge poltert auf mich ein. Grapefruit, Papaya, Maracuja und tropische Früchte bilden die Speerspitzen des ‚Angriffs‘ auf meinen Gaumen. Da gerate ich schon ins Wanken… doch weiter geht es in die Ringseile für mich, Zitrusfrucht, erdige, würzige und eine gut herbe Note sind toll abgestimmt und lassen auch, wie die anderen Fruchtnoten, bis über den Rundengong hinaus nicht nach.

Ein wirklich intensives Bier, fruchtig, toll gehopft und für mich, der unter dem Jubel der Massen diese Split Decision nicht zu treffen hat, der Gewinner. Aber eben nur knapp, 2:1 nach Richterstimmen.

 

Fazit:

Zwei würdige Gegner haben sich mir präsentiert und ich bin glücklich diesen geschmacklichen Fight gut überstanden zu haben. Mit sehr gutem Bier nämlich! Prost!

 

Mehr über die Brauerei erfahrt ihr übrigens hier.

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craftBee – Honig in seiner bierigsten Form

Vom Honig, den Bienen und dem Bier

Bienen sind zurzeit in Bayern in aller Munde. Das ihr Lebensraum erhalten werden sollte ist für mich ganz klar. Niemand kann ernsthaft ohne sie und all ihrer Vorteile, welche sie für unser Ökosystem bringen, leben wollen.

Nun habe ich bei der Braukunst Live Michael Hertweck vom Team von craftBee aus Kassel wieder getroffen und mir ein paar ihrer Biere sichern können. Seit Ende 2015 wird im schönen Hessen gebraut, mit Honigen aus den Jahreszeiten Frühling und Sommer. Das dritte, ein Tripel, kommt ganz ohne Honig aus, ist jedoch nicht minder geschmackvoll.

Warum ich das craftBee No.2 vor dem No.1 teste? Das ist einfach der höheren empfohlenen Trinktemperatur geschuldet.

Aber lest nun gerne einfach selbst wie mir die Biere von craftBee geschmeckt haben….

Die craftBee Sorten
Die craftBee Sorten

 

craftBee – Golden Honey (craftBee No.2)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Ahorn, Wiener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 32

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Golden Honey im Glas
craftBee – Golden Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein strahlend dursterregendes Goldgelb im Glas mit leichter Trübung und einer stabilen, weißen und feinporigen Schaumkrone sind meine ersten Eindrücke dieses Bieres,

Geruch:

Spannendes, das erwarte ich mir im Geruch des Bieres, welches mit Frühlingshonig gebraut wurde und tatsächlich, das wird es auch! Der Honig zeigt sich intensiv aromatisch in der Nase. Dazu kommen florale und fruchtige Aromen und ein Hauch Karamell.

Antrunk:

Fein prickelt das Golden Honey auf der Zunge, die feinen Honignoten umspielen gekonnt die Geschmacksknospen und auch die floralen Anklänge würden wohl jede Biene frohlocken lassen. Weiter erschmecke ich eine geschmeidige Bittere und ihren harmonisierenden Gegenpart, die malzige Süße im Trunk.

Nachtrunk:

Auch im Abgang bleibt es ausgewogen zwischen Honig, Malz und der Bitternote, welche das Bier nicht zu (honig-)süß werden lässt, sondern ausgesprochen fein und genussvoll macht.

 

 

Craftbee – Amber Honey (craftBee no.1)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: 90% Vollbier aus Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Mahagoni Caramel, Münchener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 30

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Amber Honey im Glas
craftBee – Amber Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein dunker naturtrüber Bernsteinton gibt farblich im Glas die Richtung vor, das Amber Honey wurde, anders als das Golden Honey, mit Sommerhonig gebraut. Darüber hält sich eine mittelfeste, feinporige und cremefarbene Schaumschicht.

Geruch:

Die empfohlende Trinktemperatur von 12 Grad lässt den Honig sehr stark in den Vordergrund treten, das gefällt mir wirklich gut! Außerdem kann ich florale, malzige und karamellige sowie kräuterige Anklänge erschnuppern.

Antrunk:

Was mich wohl im Antrunk erwarten wird? Ich verrate es Euch! Der Sommerhonig zeigt sich von seiner intensiv aromatisch-herben Seite. Unterstützt wird er durch sowohl blumige Anklänge als auch kräuterige und karamellartige Noten. Ein komplexes und aufregendes Aromenspiel, welches das Bier zu einem besonderen Genuss macht.

Nachtrunk:

Im Nachhall ist es noch lange nicht vorbei mit den floralen, honigsüßen- und herben sowie kräuterig-würzigen Noten. Das Bier bleibt an den Geschmacksknospen ‚kleben‘ wie Honig und, noch wichtiger, in sehr guter Erinnerung.

 

 

craftBee – Tripel

Bierstil:  Triple

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Munich), Weizenflocken, Haferflocken, Hopfen (Saaz, Styrian Goldings), Hefe, Koriandersaat

Alkohol:  7,7  %

IBU: 15

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Tripel im Glas
craftBee – Tripel im Glas

Optischer Eindruck:

Golden und natürlich trüb steht das Bier vor mir im Glas, sein Schaum ist von beeindruckender Masse und hält sich auch ziemlich lange stabil.

Geruch:

Im Geruch nehme ich Aromen von Ingwer, Koriander,  Zitrusfrucht sowie grasige, kräuterige und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der erste Schluck des Bieres streicht fast ölig über die Zunge, ein intensives Aromenbett aus Kräutern, Koriander, Ingwer und Würzigkeit begleitet meine erste geschmackliche Berührung mit dem Bier. Was ich noch erschmecken kann sind feine florale, fruchtige und malzige Facetten.

Nachtrunk:

Auch der Abgang ist beim Tripel nachhaltig erlebbar. Die kräuterigen, floralen, würzigen Aromen verhallen erst langsam und erzählen von einem überzeugenden Bier.

 

Fazit:

Das Honig ein tolles Lebensmittel ist wusste man. Das es auch im Bier schmecken kann beweist craftBee für mich eindrucksvoll mit seinen spannenden und intensiven Geschmacksbomben. Die sollte man unbedingt probieren! Cheers.

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Wacken Brauerei – der Walküren Schluck eis’bockt mich richtig!

Wacken – eine kurze Erklärung

Die Wacken Brauerei braut Biere im Epizentrum des Hardrock und Heavy Metal, des rund 1800 Einwohner fassenden Dorfes Wacken. Man kann diesen Ort auch als eine Art gallisches Dorf der Bierszene bezeichnen, über den vielleicht gerne mal hinweg gesehen wird, der aber sehr wohl Beachtung verdient hat. Weil Wacken eben rockt und das Wacken Bier auch!

Wie Ihr gleich lesen werdet hat sich die Wacken Brauerei dazu entschlossen, von einem ihrer Verkaufschlager, dem Walküren Schluck Strong Ale, einen Eisbock herzustellen. Ich habe beide Biere für Euch verkostet. Ob das Ergebnis zu überzeugen weiß? Lest doch gerne einfach selbst… viel Spaß!

Wacken Brauerei – Walküren Schluck

Bierstil:  Strong Ale

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  7,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck im Glas

Kastanienbraun mit einer mittelfesten, feinporigen Schaumkrone macht bereits der erste Blick aufs Bier Lust aufs Probieren.

Geruch:

Malzige Toffeearomen, gepaart mit feinen Orangen sowie Zitrusanklängen und schönem floralen Duft, ich bin gespannt was mich beim ersten Schluck erwartet.

Antrunk:

Den Mund füllt ein fein moussierendes, malzig-würziges Ale mit leichter Karamellnote und einer ansprechenden Bittere. Dazu kommt eine milde malzig Süße und eine alkoholische Wärme, wobei der Alkohol gut eingebunden ist. Das Ganze wird im Geschmacksbild ergänzt durch Zitrus sowie Grapefruit und blumige Aromen. Es ergibt sich ein geschmeidig, malzbetonter Trunk mit feinen Hopfeneinschlägen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang vermag das Bier mit seiner würzig-herben Hopfenaromatik und dem karamellig-malzigen Körper zu überzeugen und verhallt erst langsam, nicht ohne etwas von seiner Fruchtigkeit einzubüßen.

 

 

Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition

Bierstil:  Eisbock

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  11,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas

Dunkelbraun, ja fast schwarz liegt der Walküren Schluck in seiner Eisbock Edition vor mir im Glas, der Schaum ist cremefarben und relativ stabil.

Geruch:

Direkt beim Einschenken schon strömen mir kräftige Sherry- und Portweinaromen in die Nase, ergänzt durch kräftige Malznoten. Der Alkoholgehalt ist wahrnehmbar, hält sich aber noch in angenehmen Grenzen

Antrunk:

Ein weiches, moussierendes, fast öliges Bett aus Malz und Sherryanklängen breitet sich auf der Zunge und am Gaumen aus. Ich erschmecke Holz-, leichte Rosinen- und Toffeearomen. Der Alkohol vermag sich geschickt zu verstecken und ist doch in seiner Wärme omnipräsent. Es ergibt sich ein komplexes weil spannendes Ensemble aus Karamell, Würze, Hopfenbittere und Bitterschokolade.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso intensiv wie der gesamte Trunk, Eindrücke von Malz, Karamell, herben und holzigen Noten sowie die ausgeprägte alkoholische Wärme wissen den Genießer zu begeistern und ergeben ein rundes Gesamtbild.

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett

Mein Fazit:

Die Wacken Brauerei braucht sich beileibe mit ihrem Eisbock, gemacht aus dem Walküren Schluck, nicht zu verstecken. Ein rundum stimmiges, geiles Bier, ich hoffe auf eine Neuauflage. Heavy Metal im Glas eben!

 

 

 

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Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation – Wuchtige Wilma. Wuchtig, fruchtig, gut!

Tradition und craft? das geht!

Die Stadtbrauerei Spalt hat sich schon zum zweiten mal die Craft-Brauerei New Beer Generation (kurz: NBG) aus Nürnberg eingeladen, um gemeinsam ein Craftbeer zu brauen. Neue Einflüsse bringen auch neue Aromen und Ideen mit sich, wie zum Beispiel das fruchtig-aromatische, kaltgehopfte Märzen, welches ich Euch nun vorstellen möchte.

Die wuchtige Wilma, Namensgeberin ist die mir bisher unbekannte Hopfensorte Willamette, ist mir erst neulich in die Hände und kurz darauf ins Glas ‚gefallen‘.

Ich sollte es nicht bereuen, aber lest doch einfach selbst!

Die Wuchtige Wilma im Glas!
Die Wuchtige Wilma im Glas!

 

New Beer Generation & Stadtbrauerei Spalt – Wuchtige Wilma

Bierstil:  Märzen

Zutaten: Wasser, Malz (Wiener Malz), Hopfen (Willamette, Citra, Spalt-Spalter), Hefe

Alkohol:  5,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation - Wuchtige Wilma
Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation – Wuchtige Wilma

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb im Glas, die Schaumkrone sitzt fest und feinporig darüber, hinzu kommt eine feine natürliche Trübung.

Geruch:

Grasig-florale Aromen des Hopfens kommen deutlich zum Vorschein, dazu eine feine Zitrusnote, tropische Früchte sowie Blutorange, Grapefruit und feine Getreideanklänge.

Antrunk:

Im Antrunk prickelt die wuchtige, vollmundige Wilma fruchtig auf der Zunge und transportiert ihre fruchtigen Zitrusaromen wuchtig an meinen Gaumen. Hinzu kommen feine Grapefruit-, Limetten- und tropische Fruchtnoten. Die Bittere ergänzt das Aromenprofil sehr gut und wirkt der Fruchtigkeit als feinherber Gegenpart gut entgegen, ohne diese zu unterdrücken.

Nachtrunk:

Die fruchtig-tropische Aromenkombination weiß mit ihrer im Abgang ansteigenden Herbe auch noch lange am Gaumen für Action zu sorgen. Ein erfrischend, hopfig, prickelndes Vergnügen aus Spalt, Cheers!

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Schoppebräu lässt die Bären los und die sind richtig gut!

Die Bio-Bären sind los

Dass Thorsten Schoppe in Berlin unter dem Namen Schoppebräu gute Biere braut ist längst kein Geheimnis mehr. Dass er dies mit Bio-Hopfen und Bio-Malz tut, ist eine lobend zu erwähnende Neuigkeit. Seine Craftbiere mit Bio-Zertifizierung wollte ich unbedingt einmal probieren und habe sie für Euch getestet. Mit, soviel sei verraten, hervorragendem Ergebnis. Viel Freude beim Lesen!

Schoppebräu - Schoppes BÄR - die Bärenbande
Schoppebräu – Schoppes BÄR – die Bärenbande
Schoppes BÄRen im Test
English Porter, Please!

Schoppebräu – Brauner Bär (Englisches Porter)

Bierstil:  Porter

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Weizenmalz, Roggenmalz), Hopfen (Perle, Tradition), Hefe

Alkohol:  5,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Brauner Bär im Glas
Schoppebräu – Brauner Bär im Glas

Dunkelbraun, fast nachtschwarz, im Glas, der Schaum ist bräunlich und instabil und haftet am Glas.

Geruch:

Feine Röstaromen strömen mir als erstes in die Nase, ich nehme Kaffee-, Bitterschokolade- und Toffeenoten wahr. Hinzu kommt eine fein fruchtige Note nach Trockenfrucht.

Antrunk:

Der Antrunk ist schön malzbetont, leicht herb, etwas süßlich mit Aromen von bitterer Schokolade, Kaffee und Espresso. Dazu hat das Bier etwas fein karamelliges im Geschmack und prickelt fein moussierend auf der Zunge.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso kaffee- und röstaromatisch malzig wie der gesamte Trunk und hallt noch lange nach. Ein wirklich gutes Porter!

Der braune Bär in freier Wildbahn
Der braune Bär in freier Wildbahn

 

 

Schoppebräu – Blauer Bär (IPA)

IPA in Bio? Klar geht das!

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Cascade, Perle, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkohol:  6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der blaue Bär stellt sich vor
Der blaue Bär stellt sich vor

Bernsteinfarben mit beeindruckender, fester, weißer und feinporiger Blume steht das Bier vor mir im Glas. 

Geruch:

Die Nase vermeldet Eindrücke von Zitrusfrucht, Cassis, Grapefruit, Mandarine sowie florale Anklänge.

Antrunk:

Der Antrunk ist ein erfrischend, prickelndes Erlebnis, die fruchtigen Aromen wie die Grapefruit, Zitrone und Mandarine sind deutlich erlebbar. Dazu gesellen sich kräuterige, malzig-würzige Noten und eine knackige Bittere, welche trotzdem genug Spielraum für die Fruchtigkeit des IPAs lässt.

Nachtrunk:

Im Abgang glänzt der Blaue Bär ebenfalls mit seiner stimmigen Mischung aus Bitterkeit und malziger Würze, sowie der tollen Fruchtigkeit. Das schmeckt einfach gut!

 

 

Schoppebräu – Gelber Bär (Pilsner)

Pils muss nicht langweilig sein, der Gelbe Bär beweist es

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Perle, Saphir), Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Gelber Bär im Glas
Schoppebräu – Gelber Bär im Glas

Goldene Farbe mit leichter Trübung und darauf eine feinporige, weiße und relativ stabile Schaumkrone.

Geruch:

Schön fruchtig nach Zitrus, Orange, leicht Pfirsich. grasig und mit feiner Getreidenote macht der Geruch schon neugierig auf den ersten Schluck.

Antrunk:

Im Mund kommt eine ordentliche Portion Hopfenbittere hinzu, die von den fruchtigen Aromen aus Zitrus und einem Hauch Orange gut ausbalanciert wird. Ergänzt wird der Geschmack zudem von einer angenehmen Würze und Malznote.

Nachtrunk:

Der Abgang des gelben Bären ist würzig, herb und zitrusfruchtig, eine runde Sache das Bio-Pils aus Berlin.

Schoppebräu - Gelber Bär, das Bier im Fokus
Schoppebräu – Gelber Bär, das Bier im Fokus
Mein Fazit:

Die Bio Craft Biere aus dem Hause Schoppebräu sind allesamt gut bis sehr gut und werden definitiv auch Euren Geschmack treffen, weil man die Leidenschaft zum Bier schmecken kann!

 

Cheers!

 

Mehr über die Schoppe Bio Biere findet Ihr hier.

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Honig Bräu – auch Kellerbier ist sexy!

Honig bräu, honig bräu? da war doch was!

Ja, richtig aufgepasst. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich schon über Christian Honig, seine kleine aber feine Brauerei im Z-Bau Nürnberg und das erste Honig Bräu Bier, ein Pale Ale, berichtet. Das hat mir damals – wie heute – sehr gut geschmeckt. Natürlich habe ich die Entwicklung von Honig Bräu danach auch weiter mit Spannung verfolgt und bin froh, einen ganz kleinen Teil zum Bekanntheitsgrad der Brauerei beigetragen zu haben.

Besonders gefreut habe ich mich, als ich neulich die Gelegenheit bekam an zwei brandneue Biere zu gelangen, die ich Euch gerne heute vorstellen möchte. Viel Spaß beim Lesen und guten Durst…

Biervorstellung Honig bräu Probesude

 

Honig Bräu – Z-Wickel

Bierstil:  Kellerbier / Zwickel

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener. Wiener, Pilsener, Karamellmalz), Hopfen (Hallertauer Taurus), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU:  23

Beschreibung des Bieres:

Honig Bräu - Z-Wickel
Honig Bräu – Z-Wickel

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben im Glas mit feinporigem, mittelfestem, weißem Schaum, so steht das Bier vor mir.

Geruch:

In meine Nase strömen würzige, malzige, ja (kurz nach dem Einschenken) sogar leicht rauchige sowie torfige Aromen und  Anklänge von getrockneten Früchten.

Antrunk:

Beim Antrunk  verhält es sich auf der Zunge unaufgeregt fein moussierend und ist somit gefährlich süffig. Das Z-Wickel ist malzbetont, würzig, mit einer feinen unaufdringlichen Bitternote und erdigen, fruchtigen Noten.

Honig Bräu - Z-Wickel... das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Z-Wickel… das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Im Abgang verhallt das Bier so angenehm würzig, erdig, feinherb, dass man sich im Kopf schon auf das nächste Z-Wickel freut. Ein Bier mit dem man den Abend verbringen möchte, weil es einfach gut ist. Der Franke würde ‚bassd scho‘ sagen, bekanntlich das höchste Lob welches ihm entgleiten kann.

 

Honig Bräu – Ale

Bierstil:  Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener, Wiener, Karamellmalz, Weizenmalz), Hopfen (Spalter Select, Hallertauer Taurus, Spalter Perle), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU: 19

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Honig Bräu - Ale im Glas
Honig Bräu – Ale im Glas

Strahlend golden im Glas, der feinporige, weiße Schaum steht stabil über den Dingen. In diesem Falle über dem Bier!

Geruch:

Aromen von Zitrusfrucht, Mandarine, fruchtige Süße, Orange und Beerenfrüchte sowie florale Noten sind meine verheißungsvollen Eindrücke aus dem Geruch des Bieres.

Antrunk:

Das Ale prickelt spritzig-erfrischend auf der Zunge und sofort wird’s aromatisch.  Noten von Zitrusfrucht, ein Hauch Honigmelone, Trockenfrüchte, florale, grasige, würzige, feinsaure und malzige Anklänge bilden ein rundes, durch eine dezente Bittere unterstütztes, Aromenspiel.

Honig Bräu - Ale, das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Ale, das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Die fruchtig-florale Leichtigkeit begleitet den Trunk bis zum Ende und macht das Bier, auch im Herbst, zu einem erfrischend leichten Durstlöscher für Geniesser.

 

Mein Fazit

Es ist immer noch kein Honig im Honig Bräu Bier, aber ganz viel Geschmack! Wer es probieren kann, sollte das unbedingt tun. Sofern noch Restbestände vom Z-Wickel nach dem heutigen (2.10.2018)  Z-Bau Geburtstag übrig sind, werden diese beim Hobbybrauerstammtisch am 12.11. unters Volk gebracht. Ansonsten gibts das Bier kommendes Jahr auch als Fassbier. Das Ale wird voraussichtlich auch nächstes Jahr mehr in Erscheinung treten. Man darf gespannt sein und weiterhin viel Erfolg wünschen!

 

Mehr über Honig Bräu könnt Ihr hier erfahren.

Meinen ersten Beitrag über die Brauerei und Christian Honig könnt ihr hier lesen.

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Ein Brautag bei der Hausbrauerei Schober – klein aber fein!

Bier brauen live erleben, mein Brautag geht los

Mein Besuch bei der Hausbrauerei Schober war eigentlich überfällig. Schon seit ein paar Jahren schätze ich die Biere, vor allem aufgrund ihrer Süffigkeit und der Qualität. Hier macht man nichts verkehrt. Highlight für mich waren und sind natürlich die großen 1 Liter Bügelverschlussflaschen mit ihrer ganz eigenen Form. Diese wurden jedoch, dank einer neueren Abfüllanlage fast gänzlich durch die handlicheren und beim Pfand wesentlich günstigeren (1 Euro pro Flasche zu 9 Euro pro Literflasche) Halbliter Bügelflaschen getauscht.

Stefan bei der Arbeit
Stefan bei der Arbeit

Nun aber zu meinem Brautag bei Familie Schober, welcher für mich früh beginnt. Nicht früh genug jedoch wie sich herausstellt, denn der erste Sud wurde bereits eingemaischt als ich ankomme. Stefan, Sohn von Brauer Klaus Schober begrüßt mich am Braukessel, um den herum es schon gut nach Maische duftet.

Ich stehe, eingetreten durch das Garagentor, in einer kleinen aber feinen Hausbrauerei. Gebraut wird in dieser Kleinbrauerei übrigens seit über 10 Jahren. Hier gibt es von nichts zuviel aber doch von allem genug zum brauen, so würde ich es umschreiben. Zwei Braukessel, zwei Lagertanks, ein paar weitere Gefäße, ein steriler Bereich für die Anschlüsse und die Klimaanlage ist das weit geöffnete Tor und die Hintertür. Gebraut wird heute übrigens ein Rotbier.

Hier wird gebraut
Hier wird gebraut

Ein Glück ist es nicht zu warm, denke ich mir. „Das wird es auch sonst beim Brauen nicht“, erklärt mir Stefan. Alles gut also, das Rührwerk tut seinen Job und die Maische wird langsam erhitzt. Währenddessen kann ich auch ein paar Fragen loswerden.

Fragerunde, ein Überblick über Sortiment und Brau-Häufigkeit

Wieviele Biersorten braut Ihr denn?

Vier feste Stammsorten, Hopfengold, Helles, Dunkel, Rotbier und saisonal Weizen (im Sommer). Dazu kommt der ein oder andere Spezialsud mit der Bierothek in Fürth.

Wie oft wird in der Hausbrauerei Schober gebraut?

Pauschal kann man das gar nicht sagen, wenn größere Anfragen kommen oder der Biervorrat zuneige geht gerne spontan, sonst circa alle 2-3 Wochen.

Besucht Ihr Bierfeste um Eure Brauerei zu präsentieren?

Eher weniger, regional in Zirndorf gibt es Festivitäten, welche 2 mal im Jahr aufgesucht werden. Sonst nur der Schmankerlmarkt in Nürnberg am Hauptmarkt.  Für größere Bierfestivals fehlt schlicht die Kapazität um mehr zu brauen.

Ist im Winter auch mal ein Bock geplant?

Vielleicht gibt es sogar mal etwas fassgelagertes, wieder in Kollaboration mit der Bierothek, mal sehen.

Wieviel Bier braut ihr an einem Tag?

300 Liter, aufgeteilt aufgeteilt auf zwei Sude sind normal, für Sondersude weniger.

Was macht Eure Brauerei besonders?

Dass Liebe fürs Detail und das fertige Bier drin steckt, welches handwerklich gebraut wird. Das wissen leider nicht mehr alle Menschen zu schätzen.

Hopfengabe und Brauanekdoten, wer hätte das gedacht?

Mittlerweile ist auch Brauer Klaus Schober zu uns gestossen und erzählt, nachdem der Hopfen dem ersten von zwei Suden des Tages zugegeben wurde, interessante Anekdoten aus seinem (Brauer-) Leben. Familiär geteilt wird hier auf jeden Fall schon einmal die Arbeit, den ersten Sud macht heute Stefan, den zweiten Klaus.

Der Treber, welcher nach einer gewissen, sich wiederholenden, Filterung und den Nachgüssen, ausgeführt durch Stefan, abgesetzt hat, wird hier übrigens auch nicht verschwendet, sondern kommt einem regional ansässigen Bauernhof und seinen Kühen zugute.

‚Ist der Antrieb des Rührwerks da oben echt ein Scheibenwischermotor?‘, frage ich Klaus in der Hoffnung noch ein bisschen mehr darüber zu erfahren, nachdem ich zuvor bei Stefan schon auf das Teil zur Sprache gekommen war. ‚Ja klar‘, erzählt er mir, die Standardsysteme wären ihm schlichtweg total überteuert angeboten worden. Die Zahlen schwirren geradezu in meinem Kopf herum, für so viel Geld hätte sich Klaus wohl einen ganz neuen Braukessel anschaffen können. Aber er ist findig und weiß, wen man da fragen könnte. So kommt er auf einen befreundeten Ingenieur, welcher ihm nach kurzer Überlegungszeit die rettende Idee und deren Umsetzung gleich mit angedeihen lässt.

Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Alles in Aktion, oben links auf dem Braukessel kann man den Motor erkennen
Der Charme steckt im Detail

Alles ist hier natürlich etwas anders als in von Grund auf fest geplanten Brauereien, hier eine ausgediente Stahlwanne, dort ein geschweißter Milchbottich, der Kühler ebenfalls in Zweitverwertung, vormals ein Milchkühler. Das hat Charme finde ich, vor allem wenn man Klaus Schober so voller Energie mit dem Equipment brauen sieht

Die Hefe hat sich Klaus von der Brauerei Kitzmann geholt, nicht jeder ist ihm so freundlich gesonnen und es gibt, trotz der geringen Größe der Brauerei von einem der größten Player der fränkischen Brauszene sogar Konkurrenzdenken, eigentlich kann sowas ja nur schmeicheln..

Die Vorderwürze wird erst erhitzt, dann abgekühlt. Mit ihr wird die Hefe dann angefüttert. Dieser Vorgang war mir neu und wird wohl auch nicht mehr so oft angewandt, erklärt er.  Ein konkretes Lieblingsbier aus seiner Brauerei hat er so konkret eigentlich gar nicht, das meistverkaufte ist aber das Hopfengold. Brautechnisch ist dieses dem Hellen gleich, jedoch wird es anschließend im Fass hopfengestopft.

Das Malz – Herkunft und Einmaischen des 2. Suds

Auch das Malz der Schober Biere kommt übrigens aus regionaler Herkunft, nämlich von der Mälzerei  Gebr. Steinbach, ebenfalls aus Zirndorf. Dass dort gut gemälzt wird konnte ich bereits vom Bahnhof aus erschnuppern.

Zwischenzeitlich wird es doch etwas nebelig, als die Würze mit dem Hopfen zusammen gekocht wird und Dampf aufsteigt, zu warm wird es aber nie!

Beim Einmaischen des zweiten Sudes bin ich dieses Mal natürlich dabei, beim Anblick des ersten Eimerchens fällt mir als erstes das Wort ‚niedlich‘ ein, das sage ich natürlich nicht laut. Aber Klaus erkennt wohl meinen Blick und weiß aufzuklären: „Das ist der kleinste von Dreien“, grinst er und sollte Recht behalten…

Einmaischen mit Klaus Schober
Einmaischen mit Klaus Schober

Abschließend muss ich mich natürlich noch gebührend mit Bier eindecken, zum Glück sind alle Sorten vorrätig und ich verabschiede mich von den Schobers und ihrer Hausbrauerei.

Mein Fazit: Klein aber oho!

 

Cheers!

 

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Biervorstellung: Hoppebräu Weissbier & Helles – aus Leidenschaft zum Gerstensaft

Hoppebräu, kreativ, regional und sau gut trinkbar

Hoppebräu aus Waakirchen, bekannt durch seine kreativen Sude in der handlichen 0,33er Flasche, hat sich nun an zwei echte Klassiker gewagt. Durch den Einsatz von vorwiegend regionalen Zutaten steht die Brauerei für gleichbleibend hochwertige Qualität und für Kreativität auch im Rahmen des Reinheitsgebots. Die von mir sehr geschätzten und oft genossenen Bierstile Helles und Hefeweizen bekommen von Brauer Markus Hoppe eine kreative Note verpasst, ohne sich zu weit von den Ursprüngen zu entfernen. Aber lest gerne selbst wie mir die beiden neuen Biere geschmeckt haben…

Biervorstellung Hoppebräu Weissbier

Name: Hoppebräu – Weissbier

Bierstil:  Hefeweizen

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   5,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

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Optischer Eindruck:

Goldgelb mit natürlicher Hefetrübung und weißer, stabiler Schaumkrone

Geruch:

Aromen von Zitrus und Banane, geprägt von einer fein fruchtigen Süße und Hefe, brotig sowie florale Nuancen.

Antrunk:

Ein sanftes Prickeln breitet sich auf der Zunge aus, direkt entfalten sich die fruchtigen Aromenkombinationen aus reifer Banane, Zitrusfrucht, Hefe und floralen Noten. Das Bier bringt eine Leichtigkeit mit sich, die mit jedem Schluck Lust auf den nächsten macht.

Nachtrunk:

Der Abgang ist geprägt von feinen Bananen- sowie Zitrusnoten und verhallt langsam, auch die Hefearomatik hält sich lang am Gaumen und es entsteht ein harmonisches Finish.

 

Biervorstellung Hoppebräu Helles

Name:  Hoppebräu – Helles

Bierstil:  Lagerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol:   4,9 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

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Optischer Eindruck:

Glanzfein bei goldener Farbe ist das Helle von Hoppe Bräu, der Schaum ist fein bis mittelporig und weiß.

Geruch:

In der Nase errieche ich fruchtige Aromen von Zitrusfrucht in einer harmonischen Mischung mit floralen, getreidigen Anklängen und einer ausgeprägt würzigen Note

Antrunk:

Das feine moussierende Prickeln auf der Zunge transportiert die in  perfekter Harmonie stehenden Aromenkombinationen aus Getreide- und Zitrusnoten. Diese werden gepaart mit floralen sowie grasigen Noten und einer ansprechenden Würzigkeit mit feiner Herbe.

Nachtrunk:

Der Abgang ist ebenso eine Kombination aus sowohl würzigen wie auch fruchtigen Noten, hinzu kommen getreidige Nuancen die das  Finish dieses Bieres komplettieren.

Fazit: Beide Biere haben definitiv eine gefährlich hohe Drinkability und jeder Freund dieser klassischen Bierstile, sollte sie unbedingt probieren!

 

Übrigens: Hoppebräu bildet auch aus und sucht für den Ausbildungsbeginn 01. September 2018 einen Azubi zum Brauer und Mälzer. Ein Angebot, dass man nicht ablehnen sollte..

 

Cheers!

 

Mehr zu Hoppebräu gibt es hier.

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