Hanscraft & Co. – Brauerinterview und 2 neue Biere, die unterschiedlicher nicht sein könnten!

Christian Hans müller im interview
Christian Hans Müller im Interview
Christian Hans Müller im Interview

Vor kurzem hatte ich die Ehre, im Büro von Christian Hans Müller ein Interview mit ihm zu führen. Dabei geht es um aktuelle Biere, die Vergangenheit aber vor allem die Zukunft seiner Hanscraft & Co. Brauerei in Niedernberg.

 

deine ersten brauversuche?

Lieber Christian, du hast in Deinem Leben schon einiges gebraut, doch welches war Dein erstes Selbstgebrautes und wie hat es denn geschmeckt?

Das war im Jahr 1996 ein ganz normales Helles. Das Rezept dafür habe ich in einem Buch über Bier in Deutschland in der Rubrik „Selber machen“ gefunden und mit 2 Freunden nachgebraut. Am Ende ist es irgendwie kein Bier geworden und die beiden anderen hatten dann auch keinen Bock mehr aufs Brauen. Ich aber schon, auf der Suche nach möglichen Fehlern beim letzten Versuch und besseren Rezepten habe ich mir weitere Literatur beschafft, für die Herstellung in kleinem Rahmen

 

die gegenwart – was schmeckt und gefällt dir besonders

Was ist denn dein Lieblingsbier von Dir selbst gebraut?

Das ist Tagesform-abhängig. Ich habe da unterschiedliche Favoriten. Vom Single Hop als Wegbier bis hin zum Bayerisch Nizza und dem Backbone Splitter im Glas. Generell bin ich, wenn ich etwas Neues gebraut habe, am aktuellen Bier am meisten interessiert und genieße diese Biere dann sehr gerne.

Hast du einen Lieblingshopfen?

Das kann man pauschal nicht sagen. Ich bin immer sehr an neuen Hopfensorten interessiert. Speziell neue deutsche Hopfenzüchtungen, wie der Hüll Melon mit dem wir schon öfter gebraut haben, machen mir Freude. Gerade die heimischen neuen Hopfen werden auch in Zukunft bei mir eine große Rolle spielen, natürlich verwende ich auch internationale Hopfensorten gerne. Spannend ist hier unter anderem die Sorte Cashmere.

Welche Besonderheiten zeichnen deine beiden neuen Biere „Vintage 2019“ und „Immaculata – Wheat Pale Ale alkoholfrei“ aus?

Beim Imperial Stout Vintage 2019 haben wir unser Black Nizza 11 Monate in einem von Portwein und einem anderen von Weinbrand vorbelegten Fässer reifen lassen. Dabei nimmt das Bier nicht nur Farbe und Fassnoten auf, sondern steigert durch die Spirituosen auch seinen Alkoholgehalt etwas.

Danach haben wir beide Biere miteinander verschnitten und 3 Wochen vor Ende der Reifephase mit Vanilleschoten gestopft.

Sommelieren für den Weltfrieden
Sommelieren für den Weltfrieden

Beim Immaculata haben wir herum experimentiert, bis die richtige Menge Earl Grey Tee ermittelt war. Das Bier sollte seinen Geschmack zwar annehmen, diesen aber nicht zu dominant und überlagernd wiedergeben. Es hat ein paar Versuche gebraucht bis die perfekte Balance zwischen Tee und Bier gefunden war, nun sind wir sehr zufrieden damit. Übrigens war der Hopfen hier nicht das Teuerste am Bier, der Bio Earl Grey Tee aus dem Teeladen war es! Wenn ich noch fahren muss ist das nun mein Favorit unter meinen Bieren.

Nachbarschaftliche beziehungen

Wie kommst du mit den mittelständischen und großen Brauereien in deiner Gegend aus?

Mit ein paar sehr gut. Es gibt aber auch eine gewisse Feindseligkeit, die ich bei anderen teilweise spüre. Man wird skeptisch betrachtet als Craft-Brauerei und mitunter negativ oder als Konkurrenz gesehen.

Dabei braust du doch eigentlich ganz andere Biere, als die ‚Konkurrenz‘ dies tut…

Das stimmt, man käme sich gar nicht ins Gehege und es gäbe ein friedliches Miteinander. Wir als Hanscraft sind für eine harmonische Nachbarschaft in der Region und so sind wir auch auf alle Brauereien zugetreten. Leider nicht immer mit entsprechend positivem Echo.

 

Die zukunft – was gibt es bald neues?

Wird es in Zukunft noch mehr fassgereifte Biere von Dir geben?

Frei nach der Devise „Nach dem Vintage ist vor dem Vintage“ wird es immer zur späteren Jahreszeit etwas Fassgereiftes von mir geben. Das muss jedoch nicht heißen, dass es immer ein Stout ist. Ich kann mir durchaus auch einen hellen Bock gut vorstellen oder einen Weizenbock.

Wie steht es bei Dir mit deiner eigenen Brauerei und einem Taproom in Niedernberg, gibt es schon Neuigkeiten?

Wir sind dran wie immer schon. Weiter als je zuvor!

Wird es in Zukunft denn auch mal ein normales Helles oder Weizen geben?

Na klar, eine Brauerei mit Gastronomie ist dafür da, um von vielen Leuten aus der Gegend besucht zu werden. Das Bier sollte, neben unseren Spezialsorten, die es selbstverständlich auch dort geben wird, den Menschen aus der Umgebung schmecken. Ein gutes Weizen fehlt mir hier sowieso in der Gegend. Ich liebe Weizen und ich kann und werde das auch brauen.

Viele Tore habe ich nicht erzielen können
Viele Tore habe ich nicht erzielen können

Es bleibt spannend… und wo wir grade beim Thema sind… hier erfahrt Ihr wie mir die beiden Neuen von Hanscraft & Co. geschmeckt haben:

 

Die bier reviews

Hanscraft & Co. – Vintage 2019 Oak Aged Imperial Stout

Bierstil: Imperial Stout

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Roggenmalz, Hafermalz, Hopfen (Chinook), Hefe

Alkohol: 10,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft - Vintage 2019, ein besonderer Genuss
Hanscraft – Vintage 2019, ein besonderer Genuss

Optischer Eindruck:

Das Vintage 2019 fließt sanft, kaum aufschäumend, ins Glas. Seine zarte Schaumschicht ist cremefarben und instabil, sie haftet schön am Glas. Das Highlight ist natürlich die tolle nachtschwarze Farbe des Imperial Stouts, die bereits seine innere Stärke ankündigt.

Geruch:

Der Duft lässt sich mit unterschiedlichen Eindrücken beschreiben. Intensive Röstmalz- und Bitterschokoladearomen sind mir sehr präsent und machen bereits Lust auf mehr! Spannend sind auch die Einflüsse, welche die Fasslagerung in den unterschiedlich belegten Fässern, dem Bier zusätzlich an Aromatik verschaffen konnten.

Das Bier wurde ja zum einen Teil in Weinbrand- der andere Teil im Portweinfass gelagert. Das kommt auch schön im Geruch durch, man kann die sich im Verschnitt beider Biere ergebenden Aromen von Portwein und Weinbrand einzeln differenziert wahrnehmen, sehr aufregend! Vanillenoten ergänzen das Spektrum ansprechend und so langsam wird es echt Zeit für den ersten Schluck…

Antrunk:

Geschmeidig, fein moussierend und weich, jedoch in seiner Aromenstärke hochintensiv,  so strömt das Vintage über die Zunge. Sofort setzen sich deutliche und sehr intensive Aromen von Röstmalz und auch Bitterschokolade frei und harmonieren perfekt.

Was mich auch begeistert sind die Holzfassnoten von Weinbrand und Portwein. Christian beschreibt es als eine Symphonie, dem ich nicht widersprechen kann. Beinahe orchestral wirken die unterschiedlichen Geschmäcker und Eindrücke aufeinander abgestimmt und im Einklang.

Der den Körper angenehm wärmende Alkoholgehalt von 10,5 Prozent ist für die Jahreszeit gern gesehen, Bier kann nicht nur Herzen erwärmen. Die Vanille wirkt wie der sanft Einfluss nehmende Dirigent, der sich hier und da pointiert einschaltet ohne sich aus seinem Ensemble in den Vordergrund spielen zu wollen.

Hanscraft - Vintage 2019 im Glas
Hanscraft – Vintage 2019 im Glas

Nachtrunk:

Auch der Abgang des neuesten Vintage Imperial Stout 2019 wirkt ebenso intensiv kakaoaromatisch und röstmalzig wie sein Antrunk. Die Vanille zeigt sich auch dort und wirkt mit Fassnoten des Bieres in einem stimmigen Gesamtbild der Aromen. Ein Bier, welches noch lange nachhält und seine Eindrücke am Gaumen hinterlässt. Richtig gut!

 

von 10,5 prozent alkohol auf 0,4… das gibts doch gar nicht? gibt es doch!

 

Hanscraft & Co. – Immaculata Wheat Pale Ale Alkoholfrei

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizenmalz, Pilsenermalz, Carahell),  Hopfen (Citra), Earl Grey, Hefe

Alkohol: 0,4 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Immaculata Wheat Pale Ale Alkoholfrei im Glas
Hanscraft & Co. – Immaculata Wheat Pale Ale Alkoholfrei im Glas

Optischer Eindruck:

Golden bei natürlicher deutlicher Trübung und mit einer stattlichen, weißen Schaumkrone, welche am Glas haftet. So ist der erste schmackhafte optische Eindruck, den das alkoholfreie Immaculata Wheat Pale Ale auf mich macht.

Geruch:

In der Nase sammeln sich zitrusfrische und sehr belebende und erfrischender Tee-Duft. Dazu die kräuterige und nicht zu stark hervortretende Bergamotte, welche durch den Einsatz des Earl Grey Tees beim Brauen ins Bier gebracht wurde.

Antrunk:

Dann mein erster Schluck. Prickelnd und wirklich erfrischend, mit feiner Earl Grey Aromatik und dem damit verbundenen Anklang von Bergamotte, so anregend fließt das Pale Ale über die Zunge. Die Tee- und Zitrusaromatik kann mich begeistern und lässt von der Präsenz der Geschmäcker nichts vermissen.

Brew with a View
Brew with a View

Nachtrunk:

Auch der Nachhall ist ebenso durch Earl Grey – und Zitrusnoten durchzogen und büßt keinen Deut der Leichtigkeit des Bieres ein. Nicht nur für Autofahrer, welche nicht auf den Biergenuss verzichten wollen ist das Immaculata eine tolle Alternative. Nein, auch für sommerliche Stunden als stilvoller Ersatz für so manches plump süßes Erfrischungsgetränk wenn die Wärme sich wieder einmal zu sehr ausbreitet.

Ein Bier, bei dem ich den Alkohol nicht vermisse, leicht, fruchtig, erfrischend. Das macht Lust auf mindestens ein weiteres, der Alkohol steigt einem hier ja nicht zu Kopf. Probieren lohnt sich!

Die beiden feinen neuen Hanscraft Biere vereint
Die beiden feinen neuen Hanscraft Biere vereint

Danke für die leckeren Biere und das Interview lieber Christian und eine entspannte Weihnachtszeit und guten Rutsch an dich und an alle Leser meines Blogs.

Lasst Euch ein gutes Bier schmecken, mit Hanscraft seid ihr definitiv auf der sicheren Seite.

 

Die Website von Hanscraft & Co. findet Ihr hier.

Auch Christian hat mich interviewt, dieses Interview könnt Ihr hier lesen.

Meinen letzten Bericht zu Hanscraft findet Ihr hier.

 

Frohe Weihnachten mit gutem Bier, was will man mehr?
Frohe Weihnachten mit gutem Bier, was will man mehr?
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Ein – zwei Weiherer? Die gönn ich mir! Rolator und Grünhopfen Pils der Brauerei Kundmüller im Test

Die Brauerei Kundmüller und ihr Braumeister Roland Kundmüller ist nicht nur mit ihren Sondersuden vielprämiert und kann auf ihre vielen Freunde und Fans zählen. Dass auch ich einer davon bin, soll meinen Bericht über die beiden saisonalen Biere, welcher nun folgt, nicht beeinflussen. Tut es auch nicht, denn diese sprechen definitiv für sich. Aber lest gerne selbst…

Teil 1, es grünhopft sehr…

Brauerei Kundmüller – Weiherer Grünhopfen Pils 2019

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Gebraut mit frischem Doldenhopfen aus der Brauerei ist dieses Bier jedes Jahr ein Highlight für Pilsfreunde.

Brauerei Kundmüller – Grünhopfen Pils im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend golden bei leichter Trübung mit einer stabilen, cremigen weißen Schaumkrone, welche sich partout nicht verflüchtigen will, eröffnet es bereits dem Auge des Geniessers ein appetitliches Bild.

Geruch:

In der Nase machen sich frische Zitrusfruchtnoten breit, ihnen zur Seite stehen grasige und ein Hauch von Getreide. Auch florale Aromen mischen mit und ergeben einen spannenden ersten Schnupper-Eindruck.

Antrunk:

Der erste Schluck ist grasig, strohig und mit erfrischenden Nuancen von Zitrusfrucht erfüllt. Dabei prickelt es fein moussierend auf der Zunge und macht immer Lust auf den nächsten Schluck. Das Grünhopfen Pils ist dabei nur leicht, eben fränkisch, bitter. Aber es spielt dadurch seine fruchtigen, floralen, feinmalzigen und leicht grasigen Aromen noch besser aus, da es ihnen mehr Platz auf der Geschmacksklaviatur einräumt.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall des Pilseners ist ebenso zitrusfruchtig wie grasig-strohig und aromatisch. Die Bittere steigt hier ein kleines Bisschen an. Ein wirklich gutes fränkisches Pils so wie es mir gefällt.

Es grünt so grün…

 

 

Vorhang auf zu Runde 2… der Doppelbock

 

Brauerei Kundmüller – Weiherer Rolator 2019

Bierstil: (Doppel-)Bockbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkohol: 8,8  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Ehemals zum 50. Geburtstag von Braumeister Roland Kundmüller von seinem Team gebraut kommt das Bier auch in seinen Folge-Editionen gut an, ich hatte es zum ersten Mal im Glas.

Brauerei Kundmüller – Weiherer Rolator 2019 im Glas

Optischer Eindruck:

Eine wunderschöne Bernsteinfarbe mit natürlicher Trübung im Glas, da lässt sich der relativ rasch zu einer schmalen Schicht schmelzende Schaum doch sehr gut verkraften. Dieser ist feinporig, cremefarben und haftet gut am Glasinneren.

Geruch:

Der Duft des Doppelbocks ist geprägt von Trockenfrüchten, Malzaromen, Sherry und etwas Honig. Auch feinwürzige und florale Anklänge kann ich riechen.

Antrunk:

Dann kommt es endlich zum ersten Schluck… und wow, der kommt direkt unglaublich weich, vollmundig und geschmeidig über die Zunge geschlichen, legt sich wie ein feiner malzig-würziger Schleier darüber und bringt puren Genuss mit sich. Starke Aromen von Trockenfrucht und malzige Süße dominieren. Leichte Eindrücke von Honig und einer im Verlauf etwas anziehenden Bittere komplettieren das ausgewogene Geschmackserlebnis, welches sogar noch durch leicht erdige Noten ergänzt wird.

Nachtrunk:

Der Abgang des Rolators ist malzig, fruchtig und feinherb, jedoch bleibt die Bittere weiter vornehm im Hintergrund. Die Bühne gehört dem Malz und seiner Aromenwelt. Die beim Trinken entstehende alkoholische Wärme passt zudem wunderbar zur Jahreszeit. Ein toller Doppelbock aus Weiher!

Ein Bier, gemacht für den Spätherbst und Winter, der Rolator aus Weiher!

Fazit:

Zwei richtig gute saisonale Biere habe ich verkostet, jedes für sich ist besonders und richtig gut. Es lohnt sich definitiv beide zu probieren, wenn die Chance dazu besteht! Prost.

 

 

Die Webseite der Brauerei Kundmüller gibt es hier zu sehen.

Das Weiherer Hopferla habe ich hier für Euch getestet.

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Hanscraft & Co. macht Ernst: Bohemia vs. Yakima, ein hopfiges Match!

Oh hoppy Day – Tschechien vs. USA

Heute teste ich im neuesten Hopfen-Match das Double Dry Hopped Pale Ale Bohemia Crown mit den tschechischen Hopfensorten Kazbek und Sladek mit seinem stilgleichen Vertreter Yakima River und den US-Hopfen Simcoe, Mosaic und Citra von der Partie.

Wenn sich Hopfen verschiedener Länder duellieren ist das immer eine aufregende Sache. Hanscraft aus Niedernberg ist darin bereits erprobt und hat bereits deutschen und amerikanischen Hopfen in einer Split Decision (hier nachzulesen) gegeneinander antreten lassen.

Ein Aufeinandertreffen aus dem oberen Regal der Aromen, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken der unterschiedlich gehopften Pale Ales.

Let the games begin…
Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Kazbek, Sladek), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown und Yakima River im Glas

Deutliche natürliche Trübung im Glas, sein Schaum ist fein bis mittelporig und thront äußerst stabil über dem Bier. Die Farbe des Bohemia Crown ist ein leuchtend helles gelbgold und der Schaum ist weiß wie Schnee.

Geruch:

Direkt zu Beginn fällt das schöne zitrusfruchtige Aroma des Bieres auf, welches sich mit floralen und leicht würzigen Anklängen bestens versteht. Diese Düfte ergeben gemeinsam ein stimmiges Zusammenspiel. Unterstützt werden sie durch eine erdige Komponente, welche zum vielfältigen Profil des Bohemia beiträgt.

Antrunk:

Weich fließt das Bier über die Zunge, fein moussierend prickelt es nur sanft aber dennoch anregend. Zitrusfrüchte sind in Form von Orange und Zitrus die Akteure mit der meisten Spielzeit in diesem Duell der (Hopfen-)Länder Tschechien gegen USA. Abgerundet wird der Trunk durch leicht erdige und während des Genusses intensiver hervortretende honigsüße Anklänge. Diese werfen sich mutig in die Geschmacks-Partie im Mund und harmonieren sogleich mit ihren Mitspielern.

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Diese spannende Komposition aus Orange, Zitrus, Honig und würzig-erdigen Komponenten ist eine, die sich bis zum Abgang hält und den Gaumen auch noch nachhaltig beschäftigt.

 

 

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Ein würdiges Duell – Tschechien vs. USA… Bohemia vs. Yakima

Golden und klarer in seiner Optik, so präsentiert sich das Yakima River im Glas. Sein Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Hallelujah, das knallt! So ist mein erster Eindruck, nachdem ich die erste Nase des Bieres genommen habe. Tropische Früchte treten mir in einer Intensität entgegen, der schwerlich zu widerstehen ist.

Hier ist von Grapefruit über Mango und Limette bis Maracuja ein buntes Treiben im Duft festzustellen. Bei genauerer ‚Untersuchung‘ fallen auch florale und erdige Zwischentöne auf.

Antrunk:

Der Antrunk kommt hier spritziger daher, es prickelt intensiver aber dennoch nicht aufdringlich auf der Zunge. Ein komplexes Aromenfeuerwerk entfaltet sich. Dieses wird durch Grapefruit und waldige Aromen (Kiefer, leicht harzig), sowie tropische Fruchtnoten von Mango und Maracuja befeuert. Die verschiedenen Geschmackseindrücke geben ihr Bestes um den Biergeniesser und dessen Sinne zu betören.

 

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Hinten heraus kommt zur tropischen Fruchtigkeit noch eine knackige Bitternote hinzu, welche für mich das Trinkerlebnis als Gegenspieler zu eben dieser tropischen Atmosphäre rund und vollkommen macht.

 

Fazit:

Beide Kontrahenten haben auf dem Platz alles gegeben und schenken sich nichts. Auf der einen Seite der unaufgeregt fruchtige Tscheche Bohemia, welcher die leisen Töne außerordentlich gut spielt und sich durch eben diese lang in Erinnerung bringt.

Auf der anderen Seite der Ami, landestypisch etwas mehr ‚in your Face‘, tropisch, intensiv, mit einem bitteren Finale.

Welcher hier nun am besten abschneidet, das bleibt im Endeffekt Euch überlassen. Für mich ist es um Haaresbreite und in der Verlängerung der tschechische Hopfenvertreter, da ich finde die Aromen seiner beiden Hopfensorten harmonieren wunderbar und sie stechen ihre Gegner ganz knapp aus. Ich habe beide Biere sehr genossen, weil jedes für sich seine Stärken hat. Chapeau und Cheers!

So knapp wie sie nebeneinander stehen, so war die Entscheidung auch im Finale

 

Die Biere kaufen könnt Ihr übrigens genau hier.

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Neues von Hanscraft & Co.: Das Tropical Nizza ist ein tropisches Erlebnis!

Es wird fruchtig in Franken. Passend zum Sommer gibt es das neue Tropical Nizza von Hanscraft & Co. aus Niedernberg ins Glas. Was Ihr davon erwarten könnt, das habe ich hier für Euch getestet. Viel Spaß beim Lesen!

Hanscraft & Co. – Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizen, Pilsener, Wiener), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale im Glas

Optischer Eindruck:

Das Tropical Nizza hat eine betörende Bernsteinfarbe bei natürlicher, ungefilterter Trübung. Sein Schaum ist cremefarben und mittelfest. Im Glas ein wahrlich zum Trinken anregender Anblick!

Geruch:

In die Nase strömen mir Aromen von Pfirsich und Maracuja sowie eine feine süßliche Honignote. Auch Litschi, Grapefruit und florale Anklänge kann ich wahrnehmen. Das Bier macht einen tropisch fruchtigen und dabei mit feiner Weizenmalzaromatik ausgestatteten Eindruck. Ein kleines Feuerwerk in der Nase, welches mich bereits voller Freude auf den ersten Schluck warten lässt.

Antrunk:

Fein moussierend und weich, so lässt sich das Bier im Antrunk beschreiben. Es lässt seinen Fruchtnoten auf einem Bett aus Weizenmalz genügend Spielraum zur Entfaltung. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Pfirsiche und Maracujas. Aber auch eine angenehme Süße, die an Honigmelone erinnert. Herb wird das Bier nur ganz hintergründig, die tropischen Früchte stellen ganz klar die Hauptattraktion dar.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk bleibt der Eindruck der tropischen Früchte, der Aromen von Pfirsich, Zitrus und Maracuja. Zudem ist die leichte Süße ebenfalls noch präsent und eine feine fruchtige Säure ergänzt das Geschmackserlebnis.

Cheers
FAZIT

Ein Bier für Liebhaber tropischer Früchtecocktails, von komplexen fruchtigen Aromen und Bier trinken in der Sommersonne. So schmeckt Urlaub. Cheers!

 

PS: Mehr zu Hanscraft & Co. gibt es hier. Den Bericht zu den beiden Split Decision Bieren der Brauerei findet Ihr hier.

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Honig Bräu – MEGA Helles! Mega gut?

Christian Honig hat ein neues Bier am Start. Gebraut wurde es für und mit Thaifood 2, einem thailändischen Restaurant aus Nürnberg. Getestet wurde viel, sehr viel. Auch vor experimentellen Zutaten abseits des Reinheitsgebotes wurde hier nicht zurück geschreckt. Einfach mal proBieren, vielleicht schmeckt ja eine Zutat aus dem Kühlhaus des Restaurants auch vorzüglich im Bier?

Nachdem es unter anderem mit Zitronengras eher mäßig im Geschmack lief, besann man sich wieder zurück auf klassische Rezepturen. Mit dem gewissen Etwas selbstverständlich. Heraus kam das MEGA. Ein Bier welches nicht so stark ist, wie es der Elefant auf dem Etikett vielleicht vermuten lässt. Dieser jedoch ist auch im Logo von Thaifood 2 zu finden und somit schließt sich der Kreis.

Zurück zum Bier… dieses wurde abschließend mit Cascade während der Lagerung gestopft und nimmt damit dessen aromatische Bestandteile sehr schön an. Aber lest doch einfach mal selbst, wie mir das Bier geschmeckt hat.

Honig-bräu – Mega Helles

Bierstil: Vollbier (Hell)

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Karamell), Hopfen (Herkules, Spalter Select, Cascade), Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Honig-Bräu MEGA Helles im Glas
Honig-Bräu MEGA Helles im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb steht das MEGA vor mir. Seine feinporige und weiße Blume schmiegt sich relativ fest und am Glas haftend darüber. Das Bier hat eine natürliche Trübung und macht auf den ersten Blick schon mal einen guten Eindruck.

Geruch:

Der Duft des MEGA zeichnet sich durch erdige, kräuterige und florale Noten, welche gemeinsam ein schönes Aromenprofil ergeben, aus. Dazu kommt eine, der Kalthopfung durch Cascade geschuldete, feine Zitrusnote heraus, die ansprechend mit den malzigen Komponenten des Hellen harmoniert.

Antrunk:

Erfrischend strömt der erste Schluck über die Zunge, prickelt anregend und transportiert die Aromen des Bieres gut zum Geniesser. Hier kann ich sowohl eine fruchtige Zitrusnote, als auch würzige und herbe Anklänge wahrnehmen.

Dem ist jedoch noch nicht genug. Das malzig-würzige Helle besitzt zudem erdige und florale Nuancen, die mir gut gefallen.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall bleibt würzig und fruchtig, mit floralen und erdigen Einschlägen. Die Bittere nimmt gegen Ende zu, ohne zu dominant zu werden.

Honig-Bräu MEGA Helles
Honig-Bräu MEGA Helles
Fazit

Ein Bier, welches zum Trinken anregt. Gefährlich süffig mit unterschiedlichen Aromen von fruchtig bis herb verfeinert, ohne jedoch den Gaumen zu überfordern. Gerade das Helle verzeiht beim Brauen keine Fehler, hier wurden aber auch keine gemacht. Da geht noch eins… oder zwei?

Prost!
Prost!

 

PS: Mehr Infos zu Honig Bräu gibt es hier. Meine Review zu den letzten Bieren der Brauerei könnt Ihr hier lesen.

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Hanscraft & Co. lässt zwei Biere aufeinander los: Ein Duell auf Augenhöhe!

We have a split decision – hanscraft lässt die bierigen fäuste sprechen

Hanscraft & Co. hat ein neues… nein, Moment… zwei neue Biere am Start! Und diese beiden haben es in sich. Der Name Split Decision, für mich eng verbunden mit dem Boxsport, ist hier eindeutig Programm, denn sie schenken sich im Ring wirklich nichts. Ein echtes Kopf an Kopf – Rennen, wer wird wohl der Gewinner sein? Am besten lest ihr das nun selbst und macht euch danach ein eigenes Bild, indem ihr beide Biere verkostet. Für mich war es ein Riesenspaß!

Hanscraft & Co. – Split Decision – Hallertau Style

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Weizen, Wiener, Hafer), Hopfen (Huell Melon, Hallertauer Blanc, Cascade), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Split Decision Hallertau Style im Glas
Hanscraft & Co. – Split Decision Hallertau Style im Glas

Optischer Eindruck:

Golden und natürlich trüb schimmert das Bier im Sonnenlicht, der weiße und feinporige Schaum krönt es stabil und anmutig. Bereit für einen Kampf… den Kampf der Hopfen!

Geruch:

Erst einmal eine Prise des Duftes einatmen. Wow, eine schöne Fruchtbombe voll mit Zitrusaromen. Von Limette bis Grapefruit, von Zitrus bis Mandarine passiert in der Nase so einiges. Aber auch florale und leichte Malzaromen nehme ich hier wahr. Aber nun Freunde, ab in den Ring!

Antrunk & Nachtrunk:

Dann wollen wir mal, mutig stelle ich mich diesem Infight der Hopfenkonkurrenten, der erste Schluck schmettert bereits fruchtig prickelnd nach vorne und trifft mich mit seiner Zitrus-, Pfirsich und Grapefruitaromatik und der Hopfenbittere schon unvorbereitet mit der rechten Geraden. Dann prasseln die Einschläge nur so auf mich ein… hier ein feinaromatischer Schlag Weißweinnote, dort ein Intensiver Bauchtreffer Kräuter. Eine Linke Melone, und das ganze abgeschlossen durch die stets präsente Bittere taumele ich auf die bretter… bereit für Runde 2 mit dem zweiten Konkurrenten? Aber klar!

 

 

 

Hanscraft & Co. – Split Decision – Yakima Style

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Weizen, Wiener, Hafer), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe 

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Split Decision Yakima Style im Glas
Hanscraft & Co. – Split Decision Yakima Style im Glas

Optischer Eindruck:

Auch dieser Kontrahent weist eine tolle goldene Farbgebung auf, der weiße und feinporige Schaum thront stabil über der naturtrüben Bierspezialität

Geruch:

Der Duft des Yakima Style erinnert an tropische Früchte und rote Beerenfrüchte. An einen Spaziergang durch die Blumenwiese mit seinen floralen Aromen sowie an Ananas, Zitrus, Brombeere, Pfirsich und Maracuja. Eine echte Fruchtexplosion, fast noch fruchtiger als Kontrahent 1.

Doch was kann das Bier im Ring, sprich im Glas?

Antrunk & Nachtrunk:

Eine Reihe aromatischer Schläge poltert auf mich ein. Grapefruit, Papaya, Maracuja und tropische Früchte bilden die Speerspitzen des ‚Angriffs‘ auf meinen Gaumen. Da gerate ich schon ins Wanken… doch weiter geht es in die Ringseile für mich, Zitrusfrucht, erdige, würzige und eine gut herbe Note sind toll abgestimmt und lassen auch, wie die anderen Fruchtnoten, bis über den Rundengong hinaus nicht nach.

Ein wirklich intensives Bier, fruchtig, toll gehopft und für mich, der unter dem Jubel der Massen diese Split Decision nicht zu treffen hat, der Gewinner. Aber eben nur knapp, 2:1 nach Richterstimmen.

 

Fazit:

Zwei würdige Gegner haben sich mir präsentiert und ich bin glücklich diesen geschmacklichen Fight gut überstanden zu haben. Mit sehr gutem Bier nämlich! Prost!

 

Mehr über die Brauerei erfahrt ihr übrigens hier.

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craftBee – Honig in seiner bierigsten Form

Vom Honig, den Bienen und dem Bier

Bienen sind zurzeit in Bayern in aller Munde. Das ihr Lebensraum erhalten werden sollte ist für mich ganz klar. Niemand kann ernsthaft ohne sie und all ihrer Vorteile, welche sie für unser Ökosystem bringen, leben wollen.

Nun habe ich bei der Braukunst Live Michael Hertweck vom Team von craftBee aus Kassel wieder getroffen und mir ein paar ihrer Biere sichern können. Seit Ende 2015 wird im schönen Hessen gebraut, mit Honigen aus den Jahreszeiten Frühling und Sommer. Das dritte, ein Tripel, kommt ganz ohne Honig aus, ist jedoch nicht minder geschmackvoll.

Warum ich das craftBee No.2 vor dem No.1 teste? Das ist einfach der höheren empfohlenen Trinktemperatur geschuldet.

Aber lest nun gerne einfach selbst wie mir die Biere von craftBee geschmeckt haben….

Die craftBee Sorten
Die craftBee Sorten

 

craftBee – Golden Honey (craftBee No.2)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Ahorn, Wiener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 32

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Golden Honey im Glas
craftBee – Golden Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein strahlend dursterregendes Goldgelb im Glas mit leichter Trübung und einer stabilen, weißen und feinporigen Schaumkrone sind meine ersten Eindrücke dieses Bieres,

Geruch:

Spannendes, das erwarte ich mir im Geruch des Bieres, welches mit Frühlingshonig gebraut wurde und tatsächlich, das wird es auch! Der Honig zeigt sich intensiv aromatisch in der Nase. Dazu kommen florale und fruchtige Aromen und ein Hauch Karamell.

Antrunk:

Fein prickelt das Golden Honey auf der Zunge, die feinen Honignoten umspielen gekonnt die Geschmacksknospen und auch die floralen Anklänge würden wohl jede Biene frohlocken lassen. Weiter erschmecke ich eine geschmeidige Bittere und ihren harmonisierenden Gegenpart, die malzige Süße im Trunk.

Nachtrunk:

Auch im Abgang bleibt es ausgewogen zwischen Honig, Malz und der Bitternote, welche das Bier nicht zu (honig-)süß werden lässt, sondern ausgesprochen fein und genussvoll macht.

 

 

Craftbee – Amber Honey (craftBee no.1)

Bierstil:  Honigbier

Zutaten: 90% Vollbier aus Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Mahagoni Caramel, Münchener), Hopfen (Tettnanger), Hefe und 10% Erfrischungsgetränk aus Wasser und Honig.

Alkohol:  5,0  %

IBU: 30

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Amber Honey im Glas
craftBee – Amber Honey im Glas

Optischer Eindruck:

Ein dunker naturtrüber Bernsteinton gibt farblich im Glas die Richtung vor, das Amber Honey wurde, anders als das Golden Honey, mit Sommerhonig gebraut. Darüber hält sich eine mittelfeste, feinporige und cremefarbene Schaumschicht.

Geruch:

Die empfohlende Trinktemperatur von 12 Grad lässt den Honig sehr stark in den Vordergrund treten, das gefällt mir wirklich gut! Außerdem kann ich florale, malzige und karamellige sowie kräuterige Anklänge erschnuppern.

Antrunk:

Was mich wohl im Antrunk erwarten wird? Ich verrate es Euch! Der Sommerhonig zeigt sich von seiner intensiv aromatisch-herben Seite. Unterstützt wird er durch sowohl blumige Anklänge als auch kräuterige und karamellartige Noten. Ein komplexes und aufregendes Aromenspiel, welches das Bier zu einem besonderen Genuss macht.

Nachtrunk:

Im Nachhall ist es noch lange nicht vorbei mit den floralen, honigsüßen- und herben sowie kräuterig-würzigen Noten. Das Bier bleibt an den Geschmacksknospen ‚kleben‘ wie Honig und, noch wichtiger, in sehr guter Erinnerung.

 

 

craftBee – Tripel

Bierstil:  Triple

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Munich), Weizenflocken, Haferflocken, Hopfen (Saaz, Styrian Goldings), Hefe, Koriandersaat

Alkohol:  7,7  %

IBU: 15

Beschreibung des Bieres:

craftBee - Tripel im Glas
craftBee – Tripel im Glas

Optischer Eindruck:

Golden und natürlich trüb steht das Bier vor mir im Glas, sein Schaum ist von beeindruckender Masse und hält sich auch ziemlich lange stabil.

Geruch:

Im Geruch nehme ich Aromen von Ingwer, Koriander,  Zitrusfrucht sowie grasige, kräuterige und florale Noten wahr.

Antrunk:

Der erste Schluck des Bieres streicht fast ölig über die Zunge, ein intensives Aromenbett aus Kräutern, Koriander, Ingwer und Würzigkeit begleitet meine erste geschmackliche Berührung mit dem Bier. Was ich noch erschmecken kann sind feine florale, fruchtige und malzige Facetten.

Nachtrunk:

Auch der Abgang ist beim Tripel nachhaltig erlebbar. Die kräuterigen, floralen, würzigen Aromen verhallen erst langsam und erzählen von einem überzeugenden Bier.

 

Fazit:

Das Honig ein tolles Lebensmittel ist wusste man. Das es auch im Bier schmecken kann beweist craftBee für mich eindrucksvoll mit seinen spannenden und intensiven Geschmacksbomben. Die sollte man unbedingt probieren! Cheers.

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Wacken Brauerei – der Walküren Schluck eis’bockt mich richtig!

Wacken – eine kurze Erklärung

Die Wacken Brauerei braut Biere im Epizentrum des Hardrock und Heavy Metal, des rund 1800 Einwohner fassenden Dorfes Wacken. Man kann diesen Ort auch als eine Art gallisches Dorf der Bierszene bezeichnen, über den vielleicht gerne mal hinweg gesehen wird, der aber sehr wohl Beachtung verdient hat. Weil Wacken eben rockt und das Wacken Bier auch!

Wie Ihr gleich lesen werdet hat sich die Wacken Brauerei dazu entschlossen, von einem ihrer Verkaufschlager, dem Walküren Schluck Strong Ale, einen Eisbock herzustellen. Ich habe beide Biere für Euch verkostet. Ob das Ergebnis zu überzeugen weiß? Lest doch gerne einfach selbst… viel Spaß!

Wacken Brauerei – Walküren Schluck

Bierstil:  Strong Ale

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  7,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck im Glas

Kastanienbraun mit einer mittelfesten, feinporigen Schaumkrone macht bereits der erste Blick aufs Bier Lust aufs Probieren.

Geruch:

Malzige Toffeearomen, gepaart mit feinen Orangen sowie Zitrusanklängen und schönem floralen Duft, ich bin gespannt was mich beim ersten Schluck erwartet.

Antrunk:

Den Mund füllt ein fein moussierendes, malzig-würziges Ale mit leichter Karamellnote und einer ansprechenden Bittere. Dazu kommt eine milde malzig Süße und eine alkoholische Wärme, wobei der Alkohol gut eingebunden ist. Das Ganze wird im Geschmacksbild ergänzt durch Zitrus sowie Grapefruit und blumige Aromen. Es ergibt sich ein geschmeidig, malzbetonter Trunk mit feinen Hopfeneinschlägen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang vermag das Bier mit seiner würzig-herben Hopfenaromatik und dem karamellig-malzigen Körper zu überzeugen und verhallt erst langsam, nicht ohne etwas von seiner Fruchtigkeit einzubüßen.

 

 

Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition

Bierstil:  Eisbock

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Cascade, Summit), Hefe

Alkohol:  11,6 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition im Glas

Dunkelbraun, ja fast schwarz liegt der Walküren Schluck in seiner Eisbock Edition vor mir im Glas, der Schaum ist cremefarben und relativ stabil.

Geruch:

Direkt beim Einschenken schon strömen mir kräftige Sherry- und Portweinaromen in die Nase, ergänzt durch kräftige Malznoten. Der Alkoholgehalt ist wahrnehmbar, hält sich aber noch in angenehmen Grenzen

Antrunk:

Ein weiches, moussierendes, fast öliges Bett aus Malz und Sherryanklängen breitet sich auf der Zunge und am Gaumen aus. Ich erschmecke Holz-, leichte Rosinen- und Toffeearomen. Der Alkohol vermag sich geschickt zu verstecken und ist doch in seiner Wärme omnipräsent. Es ergibt sich ein komplexes weil spannendes Ensemble aus Karamell, Würze, Hopfenbittere und Bitterschokolade.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso intensiv wie der gesamte Trunk, Eindrücke von Malz, Karamell, herben und holzigen Noten sowie die ausgeprägte alkoholische Wärme wissen den Genießer zu begeistern und ergeben ein rundes Gesamtbild.

Wacken Brauerei - Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett
Wacken Brauerei – Walküren Schluck Eisbock Edition Rückenetikett

Mein Fazit:

Die Wacken Brauerei braucht sich beileibe mit ihrem Eisbock, gemacht aus dem Walküren Schluck, nicht zu verstecken. Ein rundum stimmiges, geiles Bier, ich hoffe auf eine Neuauflage. Heavy Metal im Glas eben!

 

 

 

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Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation – Wuchtige Wilma. Wuchtig, fruchtig, gut!

Tradition und craft? das geht!

Die Stadtbrauerei Spalt hat sich schon zum zweiten mal die Craft-Brauerei New Beer Generation (kurz: NBG) aus Nürnberg eingeladen, um gemeinsam ein Craftbeer zu brauen. Neue Einflüsse bringen auch neue Aromen und Ideen mit sich, wie zum Beispiel das fruchtig-aromatische, kaltgehopfte Märzen, welches ich Euch nun vorstellen möchte.

Die wuchtige Wilma, Namensgeberin ist die mir bisher unbekannte Hopfensorte Willamette, ist mir erst neulich in die Hände und kurz darauf ins Glas ‚gefallen‘.

Ich sollte es nicht bereuen, aber lest doch einfach selbst!

Die Wuchtige Wilma im Glas!
Die Wuchtige Wilma im Glas!

 

New Beer Generation & Stadtbrauerei Spalt – Wuchtige Wilma

Bierstil:  Märzen

Zutaten: Wasser, Malz (Wiener Malz), Hopfen (Willamette, Citra, Spalt-Spalter), Hefe

Alkohol:  5,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation - Wuchtige Wilma
Stadtbrauerei Spalt & New Beer Generation – Wuchtige Wilma

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb im Glas, die Schaumkrone sitzt fest und feinporig darüber, hinzu kommt eine feine natürliche Trübung.

Geruch:

Grasig-florale Aromen des Hopfens kommen deutlich zum Vorschein, dazu eine feine Zitrusnote, tropische Früchte sowie Blutorange, Grapefruit und feine Getreideanklänge.

Antrunk:

Im Antrunk prickelt die wuchtige, vollmundige Wilma fruchtig auf der Zunge und transportiert ihre fruchtigen Zitrusaromen wuchtig an meinen Gaumen. Hinzu kommen feine Grapefruit-, Limetten- und tropische Fruchtnoten. Die Bittere ergänzt das Aromenprofil sehr gut und wirkt der Fruchtigkeit als feinherber Gegenpart gut entgegen, ohne diese zu unterdrücken.

Nachtrunk:

Die fruchtig-tropische Aromenkombination weiß mit ihrer im Abgang ansteigenden Herbe auch noch lange am Gaumen für Action zu sorgen. Ein erfrischend, hopfig, prickelndes Vergnügen aus Spalt, Cheers!

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Schoppebräu lässt die Bären los und die sind richtig gut!

Die Bio-Bären sind los

Dass Thorsten Schoppe in Berlin unter dem Namen Schoppebräu gute Biere braut ist längst kein Geheimnis mehr. Dass er dies mit Bio-Hopfen und Bio-Malz tut, ist eine lobend zu erwähnende Neuigkeit. Seine Craftbiere mit Bio-Zertifizierung wollte ich unbedingt einmal probieren und habe sie für Euch getestet. Mit, soviel sei verraten, hervorragendem Ergebnis. Viel Freude beim Lesen!

Schoppebräu - Schoppes BÄR - die Bärenbande
Schoppebräu – Schoppes BÄR – die Bärenbande
Schoppes BÄRen im Test
English Porter, Please!

Schoppebräu – Brauner Bär (Englisches Porter)

Bierstil:  Porter

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz: Weizenmalz, Roggenmalz), Hopfen (Perle, Tradition), Hefe

Alkohol:  5,8 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Brauner Bär im Glas
Schoppebräu – Brauner Bär im Glas

Dunkelbraun, fast nachtschwarz, im Glas, der Schaum ist bräunlich und instabil und haftet am Glas.

Geruch:

Feine Röstaromen strömen mir als erstes in die Nase, ich nehme Kaffee-, Bitterschokolade- und Toffeenoten wahr. Hinzu kommt eine fein fruchtige Note nach Trockenfrucht.

Antrunk:

Der Antrunk ist schön malzbetont, leicht herb, etwas süßlich mit Aromen von bitterer Schokolade, Kaffee und Espresso. Dazu hat das Bier etwas fein karamelliges im Geschmack und prickelt fein moussierend auf der Zunge.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist ebenso kaffee- und röstaromatisch malzig wie der gesamte Trunk und hallt noch lange nach. Ein wirklich gutes Porter!

Der braune Bär in freier Wildbahn
Der braune Bär in freier Wildbahn

 

 

Schoppebräu – Blauer Bär (IPA)

IPA in Bio? Klar geht das!

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Cascade, Perle, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkohol:  6,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Der blaue Bär stellt sich vor
Der blaue Bär stellt sich vor

Bernsteinfarben mit beeindruckender, fester, weißer und feinporiger Blume steht das Bier vor mir im Glas. 

Geruch:

Die Nase vermeldet Eindrücke von Zitrusfrucht, Cassis, Grapefruit, Mandarine sowie florale Anklänge.

Antrunk:

Der Antrunk ist ein erfrischend, prickelndes Erlebnis, die fruchtigen Aromen wie die Grapefruit, Zitrone und Mandarine sind deutlich erlebbar. Dazu gesellen sich kräuterige, malzig-würzige Noten und eine knackige Bittere, welche trotzdem genug Spielraum für die Fruchtigkeit des IPAs lässt.

Nachtrunk:

Im Abgang glänzt der Blaue Bär ebenfalls mit seiner stimmigen Mischung aus Bitterkeit und malziger Würze, sowie der tollen Fruchtigkeit. Das schmeckt einfach gut!

 

 

Schoppebräu – Gelber Bär (Pilsner)

Pils muss nicht langweilig sein, der Gelbe Bär beweist es

Bierstil: Pilsener

Zutaten: Wasser, Malz (Gerstenmalz), Hopfen (Perle, Saphir), Hefe

Alkohol:  5,2 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schoppebräu - Gelber Bär im Glas
Schoppebräu – Gelber Bär im Glas

Goldene Farbe mit leichter Trübung und darauf eine feinporige, weiße und relativ stabile Schaumkrone.

Geruch:

Schön fruchtig nach Zitrus, Orange, leicht Pfirsich. grasig und mit feiner Getreidenote macht der Geruch schon neugierig auf den ersten Schluck.

Antrunk:

Im Mund kommt eine ordentliche Portion Hopfenbittere hinzu, die von den fruchtigen Aromen aus Zitrus und einem Hauch Orange gut ausbalanciert wird. Ergänzt wird der Geschmack zudem von einer angenehmen Würze und Malznote.

Nachtrunk:

Der Abgang des gelben Bären ist würzig, herb und zitrusfruchtig, eine runde Sache das Bio-Pils aus Berlin.

Schoppebräu - Gelber Bär, das Bier im Fokus
Schoppebräu – Gelber Bär, das Bier im Fokus
Mein Fazit:

Die Bio Craft Biere aus dem Hause Schoppebräu sind allesamt gut bis sehr gut und werden definitiv auch Euren Geschmack treffen, weil man die Leidenschaft zum Bier schmecken kann!

 

Cheers!

 

Mehr über die Schoppe Bio Biere findet Ihr hier.

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