orca brau – 2 Jahre Kreativität, Vielfalt und geile Biere aus Nürnberg, das Geburtstagsinterview!

Orca brau – eine erfolgsgeschichte, Hoppy Birthday!

Schon bei meinem ersten Besuch zur Eröffnung von orca brau konnte man erahnen, dass hier etwas besonderes entstehen würde. Nicht nur besonderes Bier, wie sich herausstellen sollte, sondern auch eine durch unerschütterliche Kreativität und Tatendrang getriebene Entwicklung.

Ein Mann, der sich auch von Rückschlägen – einem ganzen Sud welcher in den Ausguss muss zum Beispiel oder Regularien des Reinheitsgebotes, die ihn innerhalb Bayerns vielleicht einschränken mögen – nicht unterkriegen lässt.

Auch beim 2 jährigen Geburstag, können sich die Besucher auf viele spannende Dinge freuen…

Mein erster Besuch der brauerei zur eröffnung 2017
orca brau – was bisher geschah

Zwei Jahre orca brau – bist Du zufrieden mit dem Erfolg der Brauerei?

Zufrieden bin ich eigentlich nie wirklich. Aber wenn ich mich probier mal „rauszunehmen“ und von außen reinzublicken, kann ich eigentlich schon sagen, dass ich zufrieden bin. Das was meine Frau und ich, mit der Hilfe der Familie und Freunden sowie mit unseren Möglichkeiten innerhalb von zwei Jahren geschaffen haben, ist schon eigentlich gar nicht so schlecht.

Gibt es ein Bier von Dir, welches unerwartet gut oder schlechter als erwartet angekommen ist?

Unerwartet gut, ganz klar, „Boomshakalaka“, mein Smoke Ale, auch als Porter Variante, mit Himbeeren und Habanero Chili. Das hat schon eine echte Fan-Gemeinde, trotz, oder vielleicht sogar wegen, der exotischen Zusammensetzung der Zutaten.

Ich bewundere die orca Sortenvielfalt, wieviele verschiedene Biere gab es denn bisher seit Gründung?
Also ich hab tatsächlich aufgehört offiziell zu zählen,  aber es sind wohl über 60 oder so.

Das schönste Kompliment, welches man Deinen Bieren machen kann?

„Davon könnt ich glatt noch eins trinken“.

 

Auch mein zweiter orca brau Besuch war ein Erlebnis – 3 Monate später

 

Felix‘ Lieblinge

Welche 3 Hopfensorten nimmst Du mit auf eine einsame (Brauerei-)Insel, sprich, was sind deine 3 Lieblingshopfen?

Mosaic, Citra und Hallertauer Blanc. Die ersten beiden sind einfach eine unschlagbare fruchtige Kombi und stehen auch alleine ziemlich geil da und „Hallertauer Blanc“ aus Deutschland bringt einfach immer eine gewisse Raffinesse und ist unglaublich vielseitig.

Hast du ein Lieblings- orca Bier und welches ist für Dich das perfekte orca brau Feierabendbier?

„wanderlust“ pale ale, das geht eigentlich immer. Nicht nur zum Feierabend!

orca brau - Wanderlust
orca brau – Wanderlust

Welche Zutaten findest Du am spannendsten im Bier bzw. welche würdest du gerne in Zukunft (mehr) einsetzen?

Sehr interessiert bin ich aktuell an verschiedenen Arten von „Kräutern“ und „Gemüse“, auch wegen der Lage der Brauerei mitten im „Knoblauchsland“ im Norden von Nürnberg, einer der größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebiete. Hier wächst quasi alles vor der Haustür.

Grundsätzlich sind alle natürlichen Zutaten spannend. Was für mich gar nicht geht sind Aromen oder Extrakte, das hat einfach nichts mehr zu tun mit der Begrifflichkeit „brauen“ und wirkt auch kontraproduktiv für eine Erweiterung des Reinheitsgebots. Sowas sollte meiner Meinung nach eher boykottiert werden als gefeiert werden

Hast Du Lieblingsbierstile?

Belgische Saisons. Diese sind einfach unglaublich vielfältig, elegant und, auch was das Thema „Geschmack“ und „Kreativität“ angeht, der Bierstil mit dem man am schönsten arbeiten kann.

Welches ist Dein Lieblingsbierfest?

Fränkisches Bierfest im Burggraben in Nürnberg auf der „traditionellen Seite“, einfach eine geile Stimmung in einer tollen Location. Auf der „modernen“ Seite bisher eines meiner Lieblingsbierfeste sicherlich das „Festival der Bierkulturen“ in Köln.

Hast Du Vorbilder unter Brauern oder Brauereien, deren Biere du gerne trinkst?

Vorbilder keine direkten aber viele Brauereien die mich inspirieren. Diese sind querbeet aus aller Welt und jede einzelne hat ihre Besonderheiten die ich spannend finde.

 

orca brau – Biernamen, Beruf(ung), Veranstaltungen

Wie kommst Du eigentlich auf die Namen deiner Biere?

Das ist meist ein Prozess über einige Zeit zusammen mit meiner Frau Susa. Zunächst steht das Bier. Daraus entwickelt sich dann der Name, manchmal an das Bier angelehnt, manchmal völlig frei. Manchmal „themenspezifisch“, eigentlich völlig unterschiedlich.

Ist Brauer (D)ein Traumberuf?

Nein, auf gar keinen Fall. Brauer sein ist großartig aber auch unglaublich anstrengend. Bier ist äußerst komplex und mit „Brauen“ ja auch nicht getan. Brauen ist eine Leidenschaft, die ich nun zum „Beruf“ für mich gemacht habe.

orca geflüster und bieriges yoga

Unter dem Namen „Schluckgeflüster“ hältst Du geführte Verkostungen in deiner Brauerei ab, was kann man dort erleben?

Grundsätzlich gibt es einen intensiven Einblick hinter die Kulissen der Brauerei und auch meiner Person. Dabei gibt’s eine ausführliche Brauereiführung. Ich erkläre den Brauprozess, erzähle über meinen bisherigen Werdegang, die Craft Beer Kultur und vieles mehr.

Natürlich verkosten wir auch einige Biere! Aktuell bieten wir das „Schluckgeflüster“ für 19,- Euro an, quasi ein „Kennenlern-Angebot“.

orca brau - Schluckgeflüster
orca brau – Schluckgeflüster

Auch Bier Yoga findet in den heiligen orca brau Hallen statt, machst Du da gelegentlich selbst mit oder hast gar schon Übungen zuhause nachgemacht?

Wenn ich Zuhause bin mache ich alles andere als Sport, sondern verbringe eher entspannt Zeit mit meiner Familie. Selber habe ich natürlich auch schon BierYoga bei uns in der Brauerei gemacht. Ich kann nur sagen, dass es zum einen echt viel Spaß macht aber auch echt anstrengend ist – was auch gut ist! Kerstin, unsere Yoga-Lehrerin, ist zwar auch begeisterte Bier-Trinkerin aber am Ende dann doch „Sportlerin“. Aber genau diese Mischung machts auch aus. Einfach mal ausprobieren, wir bieten immer wieder „offene Termine“ an. Aber auch individuelle Termine, z.b. für Firmen, sind sehr stark nachgefragt. Anscheinend trifft Bier trinken und Sport machen genau den aktuellen Zeitgeist 😉

orca brau - BierYoga in der Brauerei!
orca brau – BierYoga in der Brauerei!

Was inspiriert dich zu Ideen für neue Biere?

Ach eigentlich alles. Vieles kommt tatsächlich von der Seite des „kochens“, was ich ebenfalls sehr gerne mache. Ich mag es einfach, wenn spannende Zutaten miteinander kombiniert werden um eine geschmackliche Einheit zu finden. In Bier lassen sich so unglaublich viele Zutaten kombinieren, dass es eigentlich eine unendliche Fülle an Vielfalt und Kreativität gibt.

 

 

Ein Sprung in die Zukunft

Planst du in Zukunft weitere Kollaborationen? Wenn ja, kannst du vielleicht einen kleinen Ausblick geben?

Ach ja, Kollaborationen plant man ständig und mit vielen. Das Schwierige für uns 1-Personen-Brauereien ist es dann, diese Kollaborationen auch in die Wirklichkeit umzusetzen. Aktuell habe ich mit der Erlanger Hobbybrauergruppe „Goaf Beer“ ein zweites Mal gebraut. Als „Nachfolger“ des „Nightmare In Paradies“ dürfen wir uns auf ein Sour Milkshake IPA freuen, das mit ner ordentlichen  Menge Hopfen gestopft ist, sowie auf drei verschiedenen Früchten nachvergoren wird. Ach, Vanille kommt auch noch dazu.

Ebenso wird es dieses Jahr wieder etwas zusammen mit Sebastian Sauer, Freigeist Bierkultur, geben und auch mit Tilmans Biere plane ich gerade ganz aktuell, etwas zu machen.

Aber nicht nur mit Brauereien arbeite ich zusammen, sondern auch aktuell mit dem Restaurant „SoSein“, sowie mit meinen guten Freunden Nico Olinger, was die Wein-Seite angeht, und Markus Gaibel von der Kaffeewerkstatt Kucha, was die Kaffee-Seite angeht.

Sowas ist auch immer sehr spannend und inspirierend. Ebenso habe ich mit David Fitz (Fifteen Sixteen aus Nürnberg) ein Farmhouse Cider eingebraut, das es nun auch zu kaufen gibt.

Collaborationen –  wie man merkt – finde ich großartig und gerne würde ich da noch viel viel mehr machen.

 

Wird es in Zukunft weitere fassgelagerte orca Biere bzw. Vintages deiner Wildfang-Serie geben?

Aber ganz sicher und nicht gerade wenige! Unser „Fassbier Programm“ wollen wir auf jeden Fall ausbauen, aber an sich läuft es eher nebenbei, da es schon viel Zeit und Geduld kostet und davon haben wir wenig.

Die erste Version Deines Boomshakalaka war schärfer als seine Nachfolger, wird es eines Tages vielleicht ein Comeback der alten Schärfe geben?

Auch hier wird’s einiges spannendes geben. Wir arbeiten jetzt in Zukunft mit der „4/20 Chilli Company“ aus Nürnberg zusammen – echte Chilli Freaks –  und da werden wir sicherlich ein paar „XXX-Versionen“ machen. Wobei ich nun mit dem aktuellen Schärfegrad echt glücklich bin, genau richtig.

 

Craft und taproom – vorfreude & locationsuche

Du bist in Nürnberg bei der ersten CRAFT (-Biermesse) im Ofenwerk als Aussteller dabei, wie sehr freust du dich schon darauf?

Ich finds echt super, dass es ein etwas größeres „Craft Beer Festival“ in Nürnberg geben wird. Das Ofenwerk ist eine tolle Location. Ich hoffe wirklich sehr, dass das Festival gut angenommen wird und die Besucher eine gute Zeit haben werden.

Kommt vielleicht mal ein orca Taproom in Nürnberg?

Jap, das wird es geben! Wir sind aktuell dran da etwas zu planen und in die Tat umzusetzen. Größte Hürde wird wohl eine bezahlbare und gute Location sein. Vorzugsweise Nürnberg-Nord, also falls jemand was hat?

 

Welche Schlagzeile würdest Du gerne bei deinem 1. runden Jubiläum in 3 Jahren über orca brau lesen?

Keine Ahnung, soweit denke ich nie in die Zukunft J

Kannst Du uns einen kleinen bierigen Ausblick der nahen orca Zukunft geben, auf welche neuen Biere darf man sich freuen?

Auch hier ist es gar nicht so einfach, da es grundsätzlich kaum einen „Plan“ gibt, der mehr als zwei oder drei Monate voraus geht, was die Biere betrifft. Aber ganz sicher kann ich sagen, dass  demnächst als weiteres – „dauerhaftes“ Bier – im Sortiment bei mir ein „Kellerpils“ an den Start gehen wird. Schön herb, leicht und bisschen hopfiger als sonst. Da freu ich mich sehr drauf.!

Danke dir!!!

…. und danke Dir, Felix, für zwei spannende Jahre und viele tolle Biere auf die hoffentlich noch viele folgen werden!

 

Cheers!

 

 

Mehr über orca brau und den Biershop der Brauerei erfahrt Ihr hier.

Mein erster Besuch bei orca brau ist hier zu finden.

 

 

Die verwendeten Fotos sowie die Bierbeschreibungen unter den Fotos stammen von mir und der orca brau Facebook Seite.

 

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Biervorstellung: VEIT – Kellerbier

Achtung Achtung, jetzt kommt VEIT!

Noch nicht gehört? Kein Wunder! Das gemeinsame Projekt von Sebastian Sauer und Felix vom Endt ist brandneu, der erste Sud wurde erst vor kurzem eingebraut. Ich bin sehr froh den ersten Bericht darüber schreiben zu dürfen. Seid gespannt auf VEIT!

Felix vom Endt, der orca oben auf der Craftbeer-Welle

Felix vom Endts Bier-Karriere nahm ihren Anlauf als Hobbybrauer daheim, in Kanada, sowie bei Heidenpeters in Berlin, wo er ca. 2 Jahre arbeitete. Aus Berlin nahm er schlussendlich nicht nur viel Erfahrung mit nach Nürnberg, sondern auch die alte 5 Hektoliter Brauanlage von Heidenpeters. Hier in Nürnberg braut er mit vielerlei Ideen, Kreativität und teilweise ausgefallenen Zutaten Biere, welche polarisieren und begeistern. Handwerklich gebraut, abgefüllt und selbst etikettiert: orca brau!

Sebastian Sauer, kreativ auf mehreren wegen

Sebastian ist kreativer Brauer bei Freigeist Bierkultur, hat schon mit einigen Größen der Craftbeer-Szene in Kollaboration gebraut und seine bierige Karriere 2009 bei der Braustelle in Köln bei und mit Peter Esser gestartet. Seither belebt er, auch mit der „The Monarchy“-Brauerei (mit Fritz Wülfing), alte Bierstile wieder, scheut nicht vor Experimenten zurück und hat sich durch seine Kreationen, vom Lichtenhainer über die Berliner Weisse bis hin zu IPAs, einen Namen gemacht.

lasset das Bier sprechen, meine Biervorstellung

Kommen wir also zum Bier, einem Gemeinschaftsprojekt aus der German Classics – Serie von orca brau und Freigeist Bierkultur, welches es übrigens nur direkt im Brauereiverkauf von orca brau zu kaufen gibt.

Name: VEIT – Kellerbier

Bierstil: Kellerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mittelfrüh & Perle), Hefe

Alkohol: 4,9 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

VEIT Kellerbier im Glas
VEIT Kellerbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend goldgelb im Glas mit leichter Trübung, der Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

In der Nase machen sich fruchtige Noten, gepaart mit grasig-floralen, sowie leichten Getreidearomen bemerkbar.

Antrunk:

Das Bier ist angenehm mild würzig, hat sowohl fruchtige als auch getreidige Aromen. Es ist genau richtig karbonisiert, eine sanfte Spritzigkeit am Gaumen stellt sich ein. Zudem schwingt eine feine Bitternote mit.

Nachtrunk:

Im Nachhall verbleibt eine würzig-getreidige Note und eine leichte Bittere.

Ein wunderbar süffig ausgewogenes Kellerbier, da geht was! Prost!

Mehr über orca brau gibt es hier zu finden. Der Brauereiverkauf ist jeden Donnerstag von 16 – 19 Uhr.

Infos über Freigeist Bierkultur gibt es hier.

Meinen Bericht über orca brau findet ihr übrigens hier.

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Erlangen Beer Market Ausgabe 3 im Kulturzentrum E-Werk, mein Bericht

Am Sonntag, den 03.09.2017 zwischen 14 und 22 Uhr war es wieder soweit, der in seiner 3. Auflage stattfindende Erlangen Beer Market bot, trotz gemischter Wetterverhältnisse und ebenso gemischtem Andrang mit seinen Bierständen der vielen verschiedenen eingeladenen Brauereien im In- und Outdoor Bereich eine reichhaltige Auswahl fränkischer sowie überreginaler und internationaler (Craft-)Biere.

Craftbeer im Teku Pokal beim Erlangen Beer Market im Kulturzentrum E-Werk
Prost!
Mein Highlight beim Erlangen Beer Market: Gänstaller Bräu

Ein besonderes Highlight für mich war Andreas Gänstaller mit seiner Gänstaller Bräu, welcher 4 unterschiedliche Biere mit zur Veranstaltung brachte. Von seinen Bieren hatte ich bisher leider nur gelesen, da war die Vorfreue natürlich groß sie endlich probieren zu dürfen. Vom fruchtigen Zwickelpils, über das mit erstaunlich harmonisch-rauchigem Mundgefühl glänzende Franz Xaver Smoked Märzen Rauchbier, benannt nach seinem früh verstorbenen Vater, bis hin zu den Schwergewichten. Der Affumicator, ein rauchiger Bock mit 9,6 Prozent Alkohol, einer rauchigen sowie malzigen Note und der damit verbundenen Süße sowie sogar gewisser Fruchtigkeit ebenso ein Highlight, wie die Schwarze 90, ein Russian Imperial Stout, untergärig gebraut(!!!) mit 11,9 Prozent Volumen, Lakritz, Bitterschokolade sowie Kaffee- und Röstmalzaromen. Ein Klasse Einstieg für mich in dieses Fest. Das mir Andreas mit seiner freundlich sympathischen Art auch als Mensch positiv in Erinnerung bleibt ist für mich mehr als eine Randnotiz. Von ihm wird es hier demnächst auch mehr zu lesen geben…

Eppelein & Friends beim Erlangen Beer Market

Weiter ging es für mich bei Karsten Buroh, bekannt mit seinen feinen Bieren der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur aus Nürnberg. Karsten hatte sein neues Carte Blanche Witbier mit im Gepäck, auf das ich mich schon vorher gefreut habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Es ist sowohl fein orangig-fruchtig was dem Einsatz von Orangen und ihrer Schalen zu verdanken ist, präsentiert sich etwas kräftiger als ein geläufiges Witbier sowie mit einer harmonischen Säure und im Abgang leichter Bittere. Sehr gut!

Bei Felix vom Endt und orca brau gab es verschiedene Spezialitäten vom Fass, wie das neue Road Sip West Coast IPA oder das neu aufgelegte Boomshakalaka mit Chili gebraut, welches hier auf meinem Blog schon Erwähnung bei seiner Brauereivorstellung fand.

Diese findet Ihr hier: http://domis-reviews.de/orca-brau

Die Liste der Biere vom Fass der orca brau aus Nürnberg beim Erlangen Beer Market
orca brau Taplist Erlangen Beer Market

Die Hop Gaudi der Brauereien Yankee & Kraut aus Ingolstadt, Tölzer Mühlfeldbräu aus Bad Tölz sowie Blogger Kollegin Mareike Hasenbeck (Feiner Hopfen), eine äußerst fruchtige Weißbier-Interpretation war mit dem letzten Fass des Sudes ebenso vertreten, wie die Uetzinger Metzgerbräu mit ihrem würzig malzigen Lagerbier.

Die Brauerei Zwanzger aus Uehlfeld hatte für mich ebenfalls Neues zu verkosten, hier gab es beispielsweise das Pils Dirty Melly, mit dem Extra-Kick Zitrus durch selbst angebaute Zitronenmelisse aus dem Garten sowie den Hollodri. Verfeinert mit 7 Gramm Holunderblüten pro Flasche war dieser ein äußerst intensives fruchtig-herbes Geschmackserlebnis für mich, sehr interessant!

Sonnen-Bräu Schmitt aus Mürsbach, die können was!

Ein weiterer größerer Biererlebnis-Block kam im Anschluss am Stand der Sonnen-Bräu Schmitt aus Mürsbach auf mich zu. Hier gab es gleich 6 verschiedene Biere, welche ich alle noch nicht verkostet hatte, zu probieren. Angefangen beim würzig malzig-honigsüßen Kellerbier, über das schön bananig-fruchtige Hefeweizen ging es langsam aber sicher hopfiger zu. Das Hopfenblümla Session IPA, ein auf der Alkoholseite leichtes, jedoch dennoch schön tropisch fruchtiges Bier bereitete mich gut auf das Douple IPA mit selbem Namen vor, 9,5 Prozent Alkohol und man fühlt sich wie auf einer Südseeinsel mit einem Melonen-Tropic Cocktail in der Hand. Im Bourbonfass gereift kommt das Imperial Stout der Brauerei daher, ein Kaffee – und Espressoaroma Erlebnis. Last but not least kam noch der Doppelbock ins Glas, im Sherryfass gereift schmeckt man am Gaumen auch deutliche Sherry und leichte Zitrusnoten. Dies wird sicher nicht mein letzter ‚Besuch‘ der Sonnen-Bräu gewesen sein.

Zum Abschluss probierte ich noch das Art-Ale Citra Pale Ale der Pivovar Bizon Gastbrauerei aus Tschechien. Hier seien die Zitrusaromen auf der Zunge zu erwähnen, ein sehr harmonisch-erfrischender Abschluss dieses gelungenen Festes. Ich komme mit Sicherheit wieder!

Bierauswahl der Pivovar Bizon Brauerei beim Craft Beer Market Erlangen
Bierauswahl der Pivovar Bizon Brauerei beim Craft Beer Market Erlangen

Mehr unter: http://www.e-werk.de/t/b/2017/09/03/c/e///i/3-erlangen-beer-market.html

 

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Orca brau, Besuch beim Wal aus Nürnberg

Orca brau, der neue Wal im Haifischbecken Craftbierindustrie. In Nürnberg tut sich was, ja was genau? Autodidakt Felix vom Endt, ehemals bei der Brauerei Heidenpeters in Berlin, ist wieder in seine alte Heimat Franken zurückgekehrt.

Seine Frau Susa designt die Etiketten, welche ich selbst im reich an fantasievollen Etiketten befindlichen Craftbeer Markt als etwas besonderes empfinde, sind darunter doch sowohl schlichte Motive als auch Eindrücke aus gemeinsamen Reisen. Das Auge trinkt ja bekanntlich mit.

Experimentierfreude wird gross geschrieben bei Orca brau

Felix scheut auch nicht vor Experimenten zurück, jüngst musste ein etwas zu sauer geratenes Bier gar komplett in den Ausguss wandern, doch genau das ist es was seine Arbeit ausmacht. Der Mut zum Risiko, etwas auszuprobieren was eben nicht mit ganzer Sicherheit gelingen kann, aber doch könnte. Genau diese kreative Herangehensweise finde ich bemerkenswert, bemerkenswert mutig, sowie eine absolut richtige wie wichtige Herangehensweise. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Seine Brauerei am Steinacher Kreuz 24 in Nürnberg hat schon jetzt viele bemerkenswerte Biere hervorgebracht, obwohl sie doch erst seit Februar 2017 existiert.

Dennoch möchte er sich bisher nicht auf feste Sortimente eingrooven, sondern weiter kreativ sein.

In Zukunft sind beispielsweise zu Halloween ein Pumpkin Ale mit heimischen Kürbissen sowie zur Winterzeit ein Porter unter Einsatz von Minzblättern beim Brauvorgang geplant. Das klingt nicht nur spannend, das ist es auch. Aufregend für den Gaumen, anregend und somit herausfordernd für die alteingesessenen fränkischen Biertrinker, deren Geschmacksnerven Felix immer wieder aufs neue zu prüfen vermag.

Seine Biere polarisieren, zu nennen wäre hier Boomshakalaka, ein mit Habanero Chili gebrautes Rauchbier, welches von vielen als wunderbar, von anderen jedoch eher in die Kategorie sonderbar eingestuft wird. Mir gefällt das Aromenspiel zwischen Rauchmalz und der Schärfe des Cilis, welche inzwischen beim zweiten Sud etwas zurückgenommen wurde aber immernoch präsent ist.

Ausblick oder: Die Zukunft von Orca brau

Worauf kann man sich bei orca brau noch freuen? Auf jeden Fall auf Biere mit frischem Doldenhopfen gebraut, welche im Jahr 2018 den Biermarkt bereichern sollen, sowie auf viele weitere Experimentalsude, mit allerlei fränkischen sowie ausländischen Kräutern und Gemüse, welche bei Felix vom Endt derzeit immer direkt auf seiner Standard-Brauanlage mit 5 Hektoliter Fassungsvermögen gebraut werden. Diese bekam er von seiner alten Wirkungsstätte Heidenpeters für einen Obulus nach etwas Überredungskunst mit nach Franken geliefert und seither verwöhnt viel neues aufregendes Bier die fränkischen Biertrinker. Ein End(t)e ist nicht in Sicht!

Mehr unter: http://www.orcabrau.de/

Orca brau beim Brauerstammtisch in Nürnberg: http://domis-reviews.de/brauerstammtisch

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