Meinel-Bräu in Hof zur 1. Flaschengeist Open Bottle, ich bin mopsfidel!

Die Meinel Bräu in Hof hat ein neues, monatlich wiederkehrendes Event, den Flaschengeist. Hier kann man jeweils das Bier des Monats der Brauerei verkosten und bei einer Brauereiführung mehr über die Herstellung erfahren.

Foto der Meinel-Bräu in Hof von Aussen
Meinel-Bräu in Hof
Mopsfidel – Das Bier

Dieses mal, am 18. November 2017 war es das Vier-Korn-Ale Mopsfidel, welches ursprünglich im Jahre 2014 zum 1. Geburtstag der Kneipe Mops von Gostenhof aus Nürnberg gebraut und dort ausgeschenkt wurde.

Das Bier Mopsfidel der Meinel-Bräu aus Hof im Glas
Meinel Bräu Hof – Mopsfidel im Verkostungsglas

Was ist nun also ein Vier-Korn-Ale?

Wie der Name schon sagt, wurde hier mit 4 verschiedenen Körnern, sprich Malzen gebraut:

  • Gerste
  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel

Hinzu kommen die Hopfensorten Spalter und Mosaik, Wasser, Hefe und fertig ist der Genussmoment.

Wie es schmeckt?

Im Glas ist es naturtrüb und bernsteinfarben, der Schaum feinporig und recht stabil. In der Nase Noten von Zitrus, Grapefruit, Maracuja, ja ich meine sogar eine reife Banane wahrzunehmen. Im Antrunk präsentiert sich der Mops malzig und fruchtig, mit Zitrus, Trockenfrüchten, Grapefruit. Hinzu kommt eine leichte, harmonisch zum Gesamtbild passende Herbe, welche auch im Abgang noch gemeinsam mit Zitrus und Grapefruit nach- und langsam verhallt. Ein schönes Bier, nicht nur für den Winter finde ich.

Brauereiführung bei Meinel-Bräu, unterhaltsam und informativ

Dies war aber nur Teil eins meines Besuchs der Brauerei, denn ich wollte auch gerne mehr erfahren, sehen wo der Meinel-Gerstensaft der kreativen Köpfe, Brauerinnen Moni und Gisi Meinel-Hansen entsteht.

Also schloss ich mich der im Anschluss stattfindenden Brauereiführung an, welche uns in die verschiedenen Bereiche der Brauerei führte.

Der äußerst entspannte und bisweilen launige Ausflug durch die Brauerei startete für mich im Sudhaus. Hier erfahren wir, wie das Meinel-Bier gebraut wird. Von der Zugabe des Malzes also dem Maischen, den unterschiedlichen Erhitzungsvorgängen des Sudes, der Trennung von Würze und Malz (Läutern) bis zum Würzekochen mit Hopfengabe und der abschließenden Abkühlung.

Der zurückbleibende Treber wandert natürlich nicht in den Müll, die örtliche Gastronomie und natürlich die Schweinchen in Hof freut das, dient es doch als ‚Futter‘ für Mensch (Treberbrot, Schnitzelpanade) und Tier.

Der Hopfen, bei den Kreativbieren fast schon verschwenderisch hoch dosiert, gelangt in einem großen Magazin in den Braukessel. Der Klügere lädt nach, ist hier doch Platz für fünf verschiedene Hopfen, welche einzeln in den Sud dosiert werden können. Neben den größeren Kesseln befindet sich zudem noch eine kleinere Brauanlage (siehe Foto oben), in welcher neue Rezepturen ausprobiert werden können.

Ein gutes Bier braucht Zeit

War das schon alles? Nein!

Nachfolgend ging es zu den Gär- und Lagertanks der Brauerei. Die Hefe für die Gärung wird hier nicht nur einmal, sondern mehrmals genutzt. Auch der Lagerung gönnt man hier mehr Zeit als anderswo, es werden auch keine Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) Kügelchen zugesetzt und später mit Toleranz wieder herausfiltriert um die Haltbarkeit zu steigern, ein Glück!

Filtriert wird das Bier trotzdem, hier durch Kieselgur also Urgestein, welches die restliche Hefe aus dem fertigen Erzeugnis filtert, damit in der Flasche keine ungewollte Nachgärung und einhergehende Geschmacksveränderung auftritt. Den unfiltrierten Zwickl gibt es bei Meinel nur vom Fass. Die Haltbarkeit der Meinel-Biere ist dennoch kürzer als bei bekannten Fernsehbieren, es wird eben nicht künstlich eingegriffen um diese zu verlängern, was ich sehr sehr positiv finde.

Eine insgesamt wirklich gelungene Veranstaltung ging dann in der Flaschenabfüllung zu Ende, abschließend gab es Weißwürste zur Verpflegung, es soll mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch gewesen sein. Prost!

Mehr über die Meinel-Bräu unter: http://www.meinel-braeu.de/

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