Biervorstellung: Hopfenreiter 2018

Wer reitet so spät durch nacht und wind?

… es ist der Hopfenreiter und das geschwind. Seit 3 Jahren nun gibt es einen Gemeinschaftssud verschiedener Gastbrauer zusammen mit der Brauerei Maisel & Friends. Die Besonderheit ist, dass jeder eine andere Hopfensorte mit zum Sud beiträgt. So ist eines klar, kein Hopfenreiter wird dem Vorgänger gleichen und jeder wird den Gaumen der Bierfreunde auf einen neuen Ausritt quer durch den Hopfengarten führen..

Kommen wir nun also zum Bier und meinen Eindrücken dazu:

Biervorstellung hopfenreiter 2018

Name: Hopfenreiter 2018

Bierstil: IPA (Double-IPA)

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Die Hopfensorten sind diesmal die Folgenden:

Calypso von den SUPERFREUNDEN

Citra von Mikkeller

Styrian Golding von Duvel

Styrian Fox von BEVOG

Enigma von Frau Gruber

Mandarina Bavaria von Maisel & Friends

 

Alkohol: 8,5 %

IBU: 70

Beschreibung des Bieres:

Hopfenreiter 2018 im Glas
Hopfenreiter 2018 im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend golden im Glas präsentiert sich das Bier, die weiße Schaumkrone ist stabil und feinporig.

Geruch:

In der Nase wirkt ein bunter Fruchtcocktail auf mich ein, ich nehme Zitrusfrucht, Pfirsich, süße Beeren, sowie leicht florale Noten und eine allgemein feine Fruchtigkeit wahr.

Antrunk:

Der Antrunk ist ebenso fruchtig wie es meine Eindrücke des Geruchs andeuteten. Eine feine Minznote auf der Zunge unterstützt das sanfte Prickeln des Bieres. Die Fruchtnoten sind geprägt von Zitrusfrucht, Grapefruit, etwas tropischen Früchten und einer leichten fruchtigen Süß. Ergänzt wird dies alles durch grasige Aromen sowie eine noch im Hintergrund verbleibende Bittere.

 

Nachtrunk:

Hier spielt die Herbe des Hopfenreiters sich nach vorne, gibt dem Hopfenreiter sozusagen die Sporen und wird durch die Fruchtnoten von Grapefruit, Pfirsich und tropischen Früchten unterstützt.

Mein Fazit

Ein insgesamt feiner Ausritt über Hopfenfelder und Obstplantagen, ob zum Feierabend oder als Bierbegleitung zum Krimi, ich freu mich schon auf Hopfenreiter Nummer 4 im Jahre 2019.

 

Mehr Infos zu den beteiligten Brauereien gibt es übrigens hier:

Duvel

Mikkeler

Frau Gruber

Maisel & Friends

SUPERFREUNDE

BEVOG

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Biervorstellung: Weiherer / Fat Head’s – Hopferla

Franken und Amerika, des bassd scho

Wenn Franken und Amerika im Bierglas zusammentrifft wirds spannend. Die Brauerei Kundmüller aus Weiher (Weiherer Bier) hat zusammen mit der Fat Head’s Brewery aus Ohio ein Bier gebraut. Braumeister Matt Cole war übrigens sogar extra eingeflogen um mit Roland Kundmüller und seinem Team zu brauen.

Das geschah nicht zum ersten Mal, nein auch das zuvor gemeinsam gebraute Imperial IPA konnte bereits meinen und den Gaumen vieler anderer Bierkenner überzeugen. Ich war also umso gespannter, nun endlich die neueste Kreation der beiden im Glas zu haben. Dieses Mal ist es ein West Coast Style India Pale Ale geworden über das ich Euch gerne im Folgenden berichten mag…

Weiherer / Fat Head's Hopferla Etikett
Weiherer / Fat Head’s Hopferla Etikett

Name: Weiherer und Fat Head’s – Hopferla

Bierstil: India Pale Ale (West Coast Style)

Zutaten: Brauwasser, Malz (klassische und Karamell-Malze), Hopfen (Simcoe, Warrior, Centennial, Mosaic, Equinox, Citra und Chinook), Hefe

Alkohol: 7,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Weiherer / Fat Head's Hopferla, das Bier im Fokus
Weiherer / Fat Head’s Hopferla, das Bier im Fokus

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben liegt das Bier vor mir im Glas. Es hat eine natürliche Trübung und wird von einer feinporigen, weißen und stabilen Schaumkrone bedeckt.

Geruch:

Ein Aromenfeuerwerk aus fruchtigen Noten wie Zitrusfrucht und Pfirsich sowie herbfruchtigen Aromen der Grapefruit. Hinzu kommen tropische Früchte, ich erlebe dort Mango, Maracuja und Melone. Ergänzt wird dieser fruchtig-frische Obstkorb durch harzige und grasige Nuancen.

Antrunk:

Der Antrunk weist eine schöne, knackig hopfige Bittere auf, welche mit den fruchtigen Aromen von Zitrusfrucht, Grapefruit einen gut aufgelegten Gegenspieler hat. Im Mund ist das Bier angenenehm karbonisiert, leicht spritzig und doch nicht zu viel.  Zusammen ergibt sich ein harmonisch fruchtig-herbes Ensemble aus Bittere und Fruchtigkeit. Doch damit nicht genug, es schwingen  auch kräuterige, grasige und harzige Aromen mit im Trunk.

Nachtrunk:

Im Nachhall bleibt die Herbe mit einer angenehmen Zitrus- und Grapefruitnote noch länger erhalten.

Mein Fazit

Von Collaboration Brews der Brauerei Kundmüller darf man, mit Recht, viel erwarten, man wird nicht enttäuscht! Ein sehr gutes West Coast IPA, welches sich vor keinem internationalen Vergleich zu scheuen braucht ist entstanden. Klasse!

Weiherer / Fat Head's Hopferla
Weiherer / Fat Head’s Hopferla

 

Mehr zur Brauerei Kundmüller könnt Ihr hier erfahren.

Zur Website der Fat Head’s Brewery gelangt Ihr hier (englischsprachig).

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Zu Besuch bei Oliver Wesseloh, Inside Kehrwieder Kreativbrauerei

Oliver Wesseloh, Brauer bei der Kehrwieder Kreativbrauerei und seineszeichens erster Biersommelier Weltmeister, ist ein vielbeschäftigter Mann. Gerade deshalb bin ich froh, dass er sich für mich und ein lockeres Gespräch bei Wasser und (selbstgebrautem) Kaffee Zeit genommen hat. Seid also gespannt was er über Themen aus dem Craftbeer Markt im Allgemeinen und seiner Brauerei im Speziellen zu sagen hatte…

Woher bekommst Du denn die Ideen bezüglich der Namen deiner Biere?

Die kommen in der Regel durch den direkten Bezug zum Bier, dort gewesen sein muss Olli dafür nicht. Die Skagen Sanddorn Gose zum Beispiel trägt ihren Namen, weil Skagen der Ort ist, an dem die Nordsee und die Ostsee ineinander fließen. Ja und was wäre für ein Bier, welches aus Zutaten von der Ostsee, hier kommt der Sanddorn her und der Nordsee, das Salz stammt von der Sylter Meersalzmanufaktur, wohl ein besserer Name als eben dieser Ort? Richtig, keiner!

Parma, das Rauch IPA erhält seinen Namen von der beliebten Geschmackskombination Schinken und Melone, hier wurde dem rauchigen Bier bei der Lagerung Hüll Melon Hopfen zugegeben, eine perfekte Kombination.

Bei der Elbe Gose schließlich, wurde Oliver beim Namen des Flüsschens Gose, welcher durch Goslar, den Ursprungsort der Gose, fließt inspiriert und benannte sie nach, na? Genau, dem ‚Flüsschen‘ Elbe, welches sich durch Hamburg zieht.

Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Wie sind deine Gedanken zu Bierfesten?

Nun, da bringt Olli wirklich interessante Konzepte ins Spiel, meist kommen diese aus dem Ausland wie Italien oder Skandinavien. Sie beinhalten zum Beispiel den Kauf der Biere durch den Veranstalter und die Anwesenheit der Brauer lediglich zum Ausschank und zur Beantwortung von Besucherfragen, was den Brauern selbst entsprechende Sicherheiten geben würde. Eine andere Variante ist es, einen festen Eintrittsbetrag zu erheben und den Besuchern für einen Zeitraum die Möglichkeit zu geben, alle Biere der jeweiligen Veranstaltung zu probieren. Klingt logisch für mich.

Allgemein ist der Charakter eines Straßenfestes, also einer offenen Veranstaltung bei der man Brauer, Atmosphäre und Biere sozusagen vor Bezahlung schon in freier Wildbahn erleben kann ein guter Ansatz, findet Oliver. Anschließend würde man dann z.B. für das Verkostungsglas und entsprechende Probiergrößen zahlen. Gerade die Laufkundschaft entfalle bei geschlossenen Veranstaltungen mit Eintritt fast vollkommen, auch das leuchtet mir ein.

Beliebte Bierfeste bei Oliver sind zum Beispiel die Lingener Bierkultur, die Lange Nacht der Brauereien in München oder eben das Straßenfest mit Craftbeer-Bezug um die Ecke.

Die Kollaboration Old Skool mit Sierra Nevada

Oliver und Scott Jennings, Brauer bei Sierra Nevada kennen sich schon eine lange Zeit, genauergesagt seit Scotts Studium an der VLB in Berlin, bei welchem man als internationaler Brauer die Möglichkeit hat, sich das Brauwesen aus deutscher Sicht mit Abschluss als „Certified Brewmaster“ lehren zu lassen. Daraus entstand eine Freundschaft, auch und gerade weil Oliver stets offen für ein gutes Gespräch und regen Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten ist und diese Offenheit bei Scott richtig gut ankam. Danach verlor man sich, berufsbedingt, erst einmal aus den Augen, doch traf sich durch Zufall wieder in der Sierra Nevada Brewery, wo Scott nun erster Braumeister ist und Olli zu dem Zeitpunkt im Vertrieb eines großen Anlagenherstellers beschäftigt war. Die Harmonie stimmte immernoch zwischen den beiden und so beschloss man, gemeinsam ein Bier zu brauen, auf die alte Freundschaft, Old Skool eben!

 

Die Kollaboration mit Birra Amarcord „Doppelbock A“

Die Welt ist klein, die Gemeinschaft der Craftbeer Brauer auf der Welt kennt sich und wenn nicht, dann kennt man eben jemanden der jemanden kennt, ganz einfach. So kam es auch zur Kollaboration mit Birra Amarcord aus Italien, einem eichenholzfassgereiften Doppelbock. Dieser reift in Rotweinfässern bis zur Perfektion und wird dann in sehr edle Flaschen abgefüllt. Vom wirklichen Endpreis des Produktes war dann selbst Olli etwas überrascht, jedoch ist auch für dieses Bier genug Interesse von deutschen Bierfreunden gegeben, sodass am Ende beide Seiten sehr zufrieden sein können.

 

Hast Du eigentlich ein Lieblingsbier aus deiner Brauerei?

Ich glaube, die Frage hört Olli nicht zum ersten Mal und dennoch musste ich sie stellen. ‚Ganz klar situations- bzw. jahreszeitbedingt‘ lautet seine Antwort. Im Winter darf es gerne mal ein dunkel und stark sein, zum Beispiel sein Imperial Black Prototyp gebraut mit denselben Zutaten wie das normale Prototyp, allerdings mit dunklem Malz. Dieses Bier gibt es jährlich zum Prototyp Geburtstag, dem Jubiläum seines ersten Prototyp-Bieres, als eine Sonderedition. Sonst darf es auch gerne mal eine Skagen Sanddorn Gose oder das überNormalNull, ein alkoholfreies IPA mit Hefe gebraut, welche Malzzucker nicht zu Alkohol vergären kann. Das geht immer sagt er.

 

Der Hamburger Senatsbock

Mittlerweile wurde ein Verein zur Erhaltung dieser Tradition gegründet. Ein Traum von Oliver, so verrät er mir, ist das eines Tages jede private Brauerei Hamburgs beim großen Senatsbockanstich ihre eigene Variante vorstellen kann. Dieses Jahr waren es bereits 3 verschiedene Editionen, er ist also zufrieden mit der Entwicklung. Seine Variante, die Franzböckchen Edition, ist angelehnt an das norddeutsche Kultgebäck ‚Franzbrötchen‘ und wurde von ihm und seinem befreundeten Biersommelierkollegen Reini Schenkemaier aus Österreich gebraut. Verfeinert wurde das Bier beim Brauvorgang durch von Reini mitgebrachte Kakaonibs aus der Zotter Schokoladenmanufaktur. Das Zusammenspiel aus Schokolade und Röstaromen findet Olli sehr spannend, natürlich hab ich mir da gleich eine Flasche aus Hamburg mitgenommen… Übrigens ist auch die Schokoladenmanufaktur sehr zu empfehlen meint er, wenn man bei all den Probiermöglichkeiten bei der Führung durch das Schokoparadies keine Angst vor einem Schokoladen-Fresskoma hat.

 

Craftbeer im Supermarkt

Findet Oliver generell gut, man müsse nur richtig über die Biere informieren. Diese Informationen findet er, müssen dann aber auch und gerade vom Brauer selbst kommen. Möglich sei dies zum Beispiel durch Flyer, QR-Codes auf den Flaschen oder kurzen und prägnanten Informationen zum Geschmack direkt am Verkaufsregal angebracht.

 

Untappd oder RateBeer?

RateBeer, da man hier noch gefordert sei, schriftlich zu begründen, warum einem das Bier nun miss- oder gefällt. Die reine Bewertung bei Untappd ist da weniger aussagekräftig und da stimme ich auch mit ihm überein. Problem ist natürlich, dass auch kurze negative Bewertungen bei Untappd zu negativen Kaufentscheidungen so manches Kunden führen können.

 

Der Verein Deutsche Kreativbrauer e.V.

Ist für gewerbliche Brauer gedacht, welche nicht in Konzernhand sind und kreativ brauen. Der erste Gemeinschaftssud hat Olli wie auch mir übrigens sehr gut geschmeckt, obwohl Kümmel aus purer Absicht nichts in seinem täglich (Abend-)Brot zu suchen hat. Weitere Sude sind derzeit bereits in Planung, man überlege sogar 2 Biere pro Jahr zu brauen. Natürlich geht mehr eben und natürlich werden dies auch jeweils unterschiedliche Biere sein.

Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Die eigene Brauerei

…stösst schon an ihre, bei Bezug noch nicht für möglich gehaltenen, Kapazitätsgrenzen und so muss teilweise schon zum Brauen nach Nittenau ausgewichen werden. Doch ich denke mal das wird Oliver verkraften können, heisst es doch nur dass er mit seinen Bieren den Geschmack der Menschen trifft und das auf eine wunderbar kreative Art und Weise.

Oliver Wesseloh und ich vor den Lager- und Gärtanks
Oliver Wesseloh und ich vor den Lager- und Gärtanks

Ein Besuch bei Oliver lohnt sich also immer, jeden Freitag beispielsweise ist Lagerverkauf von 10-18 Uhr. Dankbar bin ich für die Zeit, die Olli sich für mich genommen hat, obwohl an diesem Tag wieder seine Skagen Sanddorn Gose gebraut wurde. Ich jedenfalls kehre also bestimmt wieder… Cheers!

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Maisel & Friends – Juicy IPA… Winter? Ich fühl mich wie in der Karibik!

Die Brauerei Gebrüder Maisel aus Bayreuth hat mit ihrer Craftbeer Linie Maisel & Friends Erfolg und das meiner Meinung nach völlig zurecht. Den neuesten Vertreter, das Juicy IPA (kurz für India Pale Ale) stelle ich Euch nun heute vor…

Tropischer Winter? Mit dem Maisel & Friends – Juicy IPA kommt der Sommer zurück ins Glas

Es ist Winter, bitterkalt und seit gestern liegt in Franken Schnee aller Orten. Was trifft sich da besser als… ja genau ein IPA auf den Markt zu bringen und nein, kein vor Bittere strotzendes, ein extren fruchtiges soll es sein.

Maisel & Friends - Juicy IPA
Maisel & Friends – Juicy IPA… fühlt sich pudelwohl im Schnee

Gesagt getan und heute halte ich es in den Händen, gottseidank im Warmen aber warm wird mir auch beim Trinken, es versetzt mich im Geiste an einen warmen weißen Sandstrand mit Palmen, Kokosnüssen und Sonnenschein…

Die Informationen zum Bier, Verkostung und Optik

Aber der Reihe nach, hier die wichtigsten Infos zum Maisel & Friends – Juicy IPA:

Alkohol: 7,2 %

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hefe und eine ganze Menge Hopfen, nämlich Chinook, Citra, Amarillo, Simcoe, Mosaic und Mandarina Bavaria

Stammwürze: 14,8 °P

IBU (International Bitter Units): 50

Optischer Eindruck: Strahlend golden im Glas mit leichter Trübung, der Schaum weiß, feinporig und stabil.

Geruch: Tropische Früchte, Zitrus, Mango, Maracuja, Grapefruit, Mandarine und Birne, das macht Lust auf den ersten Schluck!

Antrunk: Die extreme Fruchtigkeit aus den ersten Eindrücken der Nase bewahrheitet sich, dieses IPA hat das gesamte tropische Fruchtspektrum parat und spielt es klasse aus. Ich erschmecke Zitrusfrüchte (Zitrone, Grapefruit, Orange), Ananas, Maracuja, sogar Birne umschmeichelt meinen Gaumen. Die Hopfenbittere bleibt dabei fast komplett aussen vor und überlässt dem karibischen Sandstrand im Glas das Feld.

Nachtrunk: Erst im Nachtrunk wird das IPA etwas herber, harmoniert aber weiterhin sehr gut im Zusammenspiel mit der ausgeprägten Fruchtigkeit.

Fazit: Ein klasse Vertreter eines fruchtigen IPA’s, das Juicy IPA von Maisel & Friends, auch und gerade zur Winterszeit eine gelungene fruchtige Abwechslung!

Mehr Informationen zur Maisel & Friends Gastronomie „Liebesbier“ in Bayreuth findet Ihr hier: http://domis-reviews.de/liebesbier-bayreuth

 

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Batbrew, aus Niedersachsen, ein Herz für Heimbrauer

Als gelegentlicher Hobbybrauer schlägt mein Herz natürlich auch für die kleinen, in Haus- und Heimarbeit gebrauten Sude, welche sich oft bei weitem nicht vor den Craftbrauereien des Landes verstecken müssen. So habe ich jüngst freundlicherweise ein Kehrpaket von Stefan Schulz aus Achim bei Bremen bekommen, 6 Flaschen Selbstgebrautes, BATBREW,  4 verschiedene Sorten und, wie ich finde, sehr schicke Etiketten. Da steckt Liebe drin, das merkt man direkt beim Auspacken.

Reichhaltiges Sortiment, 10 Sorten Homebrew

Stefan braut nicht nur 4 Sorten, nein, sein auf der Website www.batbrew.de vorgestelltes Sortiment umfasst je nach Verfügbarkeit ganze 10 verschiedene Biere, Batman wäre stolz… aber nun von der trockenen Vorstellung hineingesprungen ins flüssige Gold.

Das erste Bier, welches ich probiert habe ist das Leprechaun Amber Ale, auf dem Label der Namensgeber aus der irischen Mythologie, hierzulande als Kobold bekannt:

Golden füllt es das Glas, der Schaum ist fein- bis mittelporig und fest. In der Nase machen sich Aromen von Zitrus, Mango, Nadelhölzern, florale sowie Noten von Weißwein breit, ich bin gespannt auf den ersten Schluck…

Dieser hat die bereits in der Nase zu erspürenden Aromensphären in sich, von Zitrusfrüchten wie Zitrone und Grapefruit bis hin zu tropischen und Trockenfrüchten, Mango sowie Beeren. Die Rezenz also die Kohlensäure ist sehr fein.

Im Abgang steigt die Bittere dem Gefühl nach sogar an und wird weiterhin von fruchtigen Noten begleitet. Lecker!

Steckbrief:

Name: Leprechaun

Bierstil: Amber Ale

IBU (International Bitter Units): 35
SPLISH SPLASH, die IPA’s kommen!

Das zweite Bier, ein India Pale Ale (kurz: IPA), heisst Splish und das auf dem Label eine Mischung aus Frau und Tintenfisch, na da bin ich gespannt..

Die Farbe ist kastanienbraun, der Schaum mittelporig und stabil, hält sich also länger im Glas.

In der Nase Zitrone, grasige und fruchtige Aromen von Maracuja und Pfirsich. Auch spüre ich, dass es beim Antrunk sicherlich bitter werden wird..

… und ich werde nicht enttäuscht, moderat zwar aber doch bitter läuft es über die Zunge, erdige, grasige sowie Getreidenoten, die Zitrusfrucht kommt auch nicht zu kurz.

Im Abgang nimmt die Herbe dann sogar noch etwas zu, hinzu kommen florale sowie fruchtige Nuancen.

Steckbrief:

Name: Splish

Bierstil: India Pale Ale (IPA)

IBU: 60

Bier 3 oder wer Splish sagt muss auch Splash sagen, ein Brown IPA und was würde hier besser passen als eine Meerjungfrau auf dem Etikett? Richtig, nichts!

Auch dieses Bier ist braun, noch etwas dunkler als das Splish aber immernoch kastanienartig, der Schaum ist fein bis mittelporig.

Der Geruch ist fruchtig nach Zitrusfrucht und Trockenobst.

Im Mund dann ein Zusammenspiel aus knackiger Hopfen-Bittere, prickelnder Rezenz (Kohlensäure) auf der Zunge und komplexer Aromatik von Rosinen, Grapefruit sowie einem Schuss Röstnote.

Noch im Abgang verbleibt die kernige Herbe und klingt erst langsam aus.

Steckbrief:

Name: Splash

Bierstil: Brown IPA

IBU: 60
Batbrew – Mord Fustang, König der Wortspiele

Last but not least gab es das Mord Fustang zu verkosten, ich mag ja Wortspiele und das Label mit dem dicken Kühlergrill mit springendem Pferd weckt männliche Gefühle. Der Bierstil ist ein India Pale Lager, kurz IPL.

Goldgelb mit feinporigem Schaum kann ich mich mit dem ersten Schluck nicht gedulden, aber vorher nehm ich doch noch eine Nase… fruchtig kommt es mir entgegen, Zitrus um genau zu sein, dazu nehme ich florale sowie grasige Aromen wahr.

Der erste Schluck kommt cremig und angenehm daher, es wechseln sich Bittere und Zitrusfrucht ab. Weiterhin erschmecke ich eine wohltuende Würzigkeit und erdige Noten, im Abgang verbleibt es erdig-herb.

Steckbrief

Name: Mord Fustang

Bierstil: India Pale Lager (IPL)

IBU: 40

Auf Grundlage der probierten Sorten kann ich wirklich eine Empfehlung aussprechen, leider sind Stefans Biere käuflich nicht zu erwerben, doch sie sind auf jeden Fall alle sehr ansprechend gestaltet und natürlich lecker! Prost.

Mehr unter: https://www.batbrew.de/

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Liebesbier Bayreuth, der Biertempel in Franken

Das Liebesbier Bayreuth als Paradies für Bierliebhaber zu bezeichnen ist mit Sicherheit nicht untertrieben, weist es doch mit über 100 verschiedenen Bieren, die meines Erachtens größte Bierkarte Frankens auf.

Liebesbier Bayreuth Fassade von Aussen, das Bierparadies ist nah
Liebesbier Bayreuth
Bier soweit das Auge reicht, die Auswahl im Liebesbier Bayreuth ist schier unerschöpflich

Des Deutschen liebstes Tier, der Zapfhahn, ist hier gleich 21-fach vorhanden und erfreut die durstigen Kehlen neben den eigenen Bieren der Brauerei Maisel mit wechselnden Spezialitäten aus Franken, Deutschland und der Welt. Hier gibt es teilweise echte Raritäten frisch gezapft.

Liebesbier Bierkarten, frisch gezapft, aus Liebe und Bier Raritäten
Die Liebesbier Bierkarten, frisch gezapft, aus Liebe und Bier Raritäten

Apropos Raritäten, hierfür gibt es im Liebesbier neben der Hauptbierkarte seit kurzem sogar eine eigene Karte. Woher bekommt man als Normalsterblicher sonst in einem Restaurant in Deutschland die äußerst begehrten Biere der Brouwerij De Sint-Sixtusabdij van Westvleteren? Das Liebesbier hat sie alle, Blond, 8 und das wohl bekannteste Westvleteren 12!

Die Speisekarte empfiehlt zu jeder Speise, alle bereits probierten kann ich ausnahmslos empfehlen, den passenden Trank und zudem äußert schmackhaftes Eis. Das Maisels Weiße Eis sei hier lobend zu erwähnen, die Variation Salz-Karamell, welche für mich den ultimativen Foodporn bedeutete, ist seit meinem letzten Besuch leider nicht mehr verfügbar.

Die feinen eigenen Craft-Biere der Brauerei aus der Maisel & Friends Serie, welche sicher in Zukunft noch von mir in diesem Blog vorgestellt werden, sind ebenfalls sehr zu empfehlen, besonders hervorheben würde ich folgende:

  • Hoppy Amber Ale Mosaic
  • Black IPA
  • Stefan’s India Ale (IPA)
  • Jeff’s Bavarian Ale (Weizenbock)
  • Marc’s Chocolate Bock
  • IPA
  • Citrilla (Weizen-IPA)

Sehr gut ist zudem die äußert freundliche Bedienung, welche auch bei Fragen zu Bieren auf der Karte bereitsteht, sowie kompetent bei der Auswahl berät. Hier wird jedem Gast in jedem Fall geholfen!

Gutes kommt selten allein, Kollaborationen von Maisel & Friends

Kollaborationen internatonaler Natur in den USA und anderswo sind geplant beziehungsweise bereits geschehen (Hopfenreiter, Kollaboration mit verschiedenen Brauerein) und weisen den Weg in eine mit Sicherheit rosige Zukunft der Maisel Kreativbiere, welche im Restaurant Liebesbier aus Fass und Flasche und beim angeschlossenen Biershop erhältlich sind.

Das Liebesbier Bayreuth als Event Location, Pflichttermine!

Besondere Highlights für mich sind immer wiederkehrende Craftbeer Events wie das CRAFT Brauer Festival, welches kommenden Freitag und Samstag wieder vor Ort veranstaltet wird. Hier lädt man befreundete Brauer ein ihre Biere in einem schicken Rahmen, verbunden mit kulinarischer Unterstützung durch Foodtrucks und die Liebesbierküche, einem breiten Publikum in Probiergrößen vorzustellen. Hier werden diesmal die neuen Kollaborationen mit der Christian Moerlein Brewing Company aus den USA, das Imperial Porter mit dem Namen „Teleporter“ und das Hoppy Wheat Ale „Spacetime“ präsentiert und ausgeschenkt. Auch entwickeln sich hier immer schöne Gespräche mit Brauern und Bierfreunden, für mich sind diese Veranstaltungen immer Pflichttermine.

Das Liebesbier in Bayreuth, eine der schönsten Locations in Franken um ein  frisch gezapftes Bier zu geniessen. Chapeau!

 

Mehr unter: http://www.liebesbier.de/

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