Biervorstellung: VEIT – Kellerbier

Achtung Achtung, jetzt kommt VEIT!

Noch nicht gehört? Kein Wunder! Das gemeinsame Projekt von Sebastian Sauer und Felix vom Endt ist brandneu, der erste Sud wurde erst vor kurzem eingebraut. Ich bin sehr froh den ersten Bericht darüber schreiben zu dürfen. Seid gespannt auf VEIT!

Felix vom Endt, der orca oben auf der Craftbeer-Welle

Felix vom Endts Bier-Karriere nahm ihren Anlauf als Hobbybrauer daheim, in Kanada, sowie bei Heidenpeters in Berlin, wo er ca. 2 Jahre arbeitete. Aus Berlin nahm er schlussendlich nicht nur viel Erfahrung mit nach Nürnberg, sondern auch die alte 5 Hektoliter Brauanlage von Heidenpeters. Hier in Nürnberg braut er mit vielerlei Ideen, Kreativität und teilweise ausgefallenen Zutaten Biere, welche polarisieren und begeistern. Handwerklich gebraut, abgefüllt und selbst etikettiert: orca brau!

Sebastian Sauer, kreativ auf mehreren wegen

Sebastian ist kreativer Brauer bei Freigeist Bierkultur, hat schon mit einigen Größen der Craftbeer-Szene in Kollaboration gebraut und seine bierige Karriere 2009 bei der Braustelle in Köln bei und mit Peter Esser gestartet. Seither belebt er, auch mit der „The Monarchy“-Brauerei (mit Fritz Wülfing), alte Bierstile wieder, scheut nicht vor Experimenten zurück und hat sich durch seine Kreationen, vom Lichtenhainer über die Berliner Weisse bis hin zu IPAs, einen Namen gemacht.

lasset das Bier sprechen, meine Biervorstellung

Kommen wir also zum Bier, einem Gemeinschaftsprojekt aus der German Classics – Serie von orca brau und Freigeist Bierkultur, welches es übrigens nur direkt im Brauereiverkauf von orca brau zu kaufen gibt.

Name: VEIT – Kellerbier

Bierstil: Kellerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mittelfrüh & Perle), Hefe

Alkohol: 4,9 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

VEIT Kellerbier im Glas
VEIT Kellerbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend goldgelb im Glas mit leichter Trübung, der Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

In der Nase machen sich fruchtige Noten, gepaart mit grasig-floralen, sowie leichten Getreidearomen bemerkbar.

Antrunk:

Das Bier ist angenehm mild würzig, hat sowohl fruchtige als auch getreidige Aromen. Es ist genau richtig karbonisiert, eine sanfte Spritzigkeit am Gaumen stellt sich ein. Zudem schwingt eine feine Bitternote mit.

Nachtrunk:

Im Nachhall verbleibt eine würzig-getreidige Note und eine leichte Bittere.

Ein wunderbar süffig ausgewogenes Kellerbier, da geht was! Prost!

Mehr über orca brau gibt es hier zu finden. Der Brauereiverkauf ist jeden Donnerstag von 16 – 19 Uhr.

Infos über Freigeist Bierkultur gibt es hier.

Meinen Bericht über orca brau findet ihr übrigens hier.

Brauerstammtisch bei Mr Kennedy oder auch: Neues aus Nürnberg

Am Dienstag war es soweit, Luke Kennedy hatte die Nürnberger Brauerszene versammelt um gemeinsam dem Gerstensaft zu huldigen, neue Bierkreationen vorzustellen und gemeinsam bei einem Bier (oder zwei) beim Brauerstammtisch in seinem Lokal Mr Kennedy zu fachsimpeln.

Gekommen ist nicht weniger als das who-is-who der Nürnberger Kreativ-Brauszene, Karsten Buroh von der Eppelein & Friends Craft Bier Manufaktur, Ralph Hertrich von Veto – Brauspezialitäten, Alejandro Gardelag von RavenKraft, Willi Wohlfahrt von der bierwerk – kreativbrauerei und nicht zu vergessen Felix vom Endt von Orca brau.

Mitgebracht wurden viele interessante Gesprächsthemen der Craftbeerszene, unterschiedlichste Spezialitätenbiere aus dem In- und Ausland für den reich gefüllten Bierkühlschrank zur allgemeinen Verkostung sowie viel gute Laune.

bierwerk kreativbrauerei – Kellerbier, neues vom Bierwerk!
bierwerk kreativbrauerei - Kellerbier Foto aus dem Mr Kennedy Nürnberg
bierwerk kreativbrauerei – Kellerbier

Willi Wohlfahrt brachte beispielsweise ein Fass des neuen bierwerk – kreativbrauerei Kellerbieres mit, die Farbe goldgelb, der Schaum weiß, feinporig und stabil. In der Nase leicht rauchig, malzig und sogar etwas fruchtig. Im Antrunk beweist sich der Eindruck aus der Nase, der Hauch von Rauch schwingt harmonisch und unaufdringlich mit, es breitet sich eine leichte Herbe gemeinsam mit fruchtigen Noten, einer feinen Säure und einer angenehmen Würzigkeit aus. Im Abgang bleibt es rauchig feinherb und ist für mich ein sehr süffiger, zu empfehlender Vertreter unter den Kellerbieren.

Orca brau goes Pumpkin: big mama

Von Orca brau gab es das neu gebraute Big Mama, ein Pumpkin Ale gebraut mit mit geröstetem Kürbis, Zimt, Ingwer, Muskat und Nelke. Die fruchtige Noten überwiegen hier für mich, in der Nase nehme ich den Kürbis deutlich wahr, Nelke und Muskat schwingen mit und unterstützen den aromatischen Gesamteindruck. Im Antrunk dann wieder Kürbis, Malz, Nelke, schön ausgewogen und angenehm fruchtig präsentiert sich dieses Bier, Pardon, alkoholhaltige Malzgetränk, der Ingwer hält sich im Hintergrund.

Eppelein & Friends – Carte BLANCHE WIT? da trink ich gern eins mit!

Karsten Buroh brachte mit dem Carte Blanche sein Witbier mit in die Bar. Aromen von Zitrusfrucht (Orange, leicht Zitrone) und Koriander breiten sich in der Nase aus. Im Antrunk vermag das ‚Bier‘ diese Eindrucke zu bestätigen, Orange und Koriander dominieren den Eindruck, eine leicht würzige Herbe rundet es hervorragend ab. Im Abgang verbleibt eine harmonische Mischung aus Herbe und Fruchtigkeit. Vom fruchtigen Kürbisbier Scary Pumpkin mit aromatischer Kürbisnote in Nase und Antrunk, welche nicht zu dominant aber doch merklich vorhanden ist, konnte ich ebenfalls etwas probieren. Weiterhin hat es zitrusfruchtige sowie florale Noten und ist beim Trinken doch so gar nicht zum Fürchten, ein Glück!

Der gastgeber tischt auf, hop pop, die neue hopfenbombe aus nürnberg
New Beer Generation - Hop Pop Craftbeer
New Beer Generation – Hop Pop

Von New Beer Generation gab es, als Gastgeber der Veranstaltung, selbstverständlich auch ein Bier. Hop Pop heisst die Kreation, fast nagelneu und doch für mich schon ein Highlight der hopfigen Natur. In der Nase bietet es eine Variation unterschiedlichster Früchte, vor allem exotischer Art. So nehme ich hier unter anderem Mango, Zitrusfrucht (Limette und Orange), aber auch erdige, florale sowie erfrischende (minzige?) Aromen wahr. Im Antrunk wieder Zitrusfrucht, Mango, Maracuja, Grapefruit, fruchtige Süße und eine nicht überschwängliche Hopfenbittere. Der tropische Obstkorb unter den Craftbieren aus Nürnberg.

Veto, Kampf gegen die Massenbierhaltung, es gibt Schokobär

Hmmm, hab ich noch jemanden vergessen? Achja, Ralph Hertrich und mit ihm sein, beim Meininger Craftbeer Award Platin prämiertes, Schokobär Stout waren auch mit von der Partie beim Brauerstammtisch. Schwarz im Glas und mit braunem, äußerst bärigem Schaum, in der Nase röstige Aromen von Bitterschokolade, Kaffee und Espresso. Im Antrunk dann eine cremige, Kaffee- und Bitterschokolade Komposition die sich wie ein Schleier über die Zunge legt. Wenn Zeit für den Abgang zwischen den Schlucken bleibt so erschmeckt man hier wieder Röstaromen, Kaffee sowie eine nicht zu dominante Bittere.

Der bierkühlschrank beim Brauerstammtisch war gut gefüllt
Auswahl der Biere von Alejandro Gardelag aus Mexico
Auswahl der Biere von Alejandro Gardelag

Weitere Highlights waren zweifelsohne die von Alejandro Gardelag aus seiner Heimat Mexico mitgebrachten Biere, unter anderem das Minerva ITA (Imperial Tequila Ale) der Cerveceria Minerva, ein mit Aromen von Tequila, Eichenholz, Hopfen und Vanille daherkommendes Strong Ale.

Der Abend verblieb kurzweilig, mit interessanten Gesprächen über Bewertungsportale bis zur Fasslagerung von Bier, neuen Kreationen und (nach Reinheitsgebot verbotenen) Zutaten, Veröffentlichungen von Rankinglisten deutscher Brauer und Bierlokale sowie einigen sehr guten, von Teilnehmern der Veranstaltung bereitgestellten, Bieren. Ich werde bestimmt wieder zum Brauerstammtisch kommen. Cheers!

Mehr unter: http://www.newbeergeneration.de/

Weitere regionale Brauereien, bei der Consumenta in Nürnberg: http://domis-reviews.de/consumenta2017