Argentinien und Franken verbunden in einem heissen Tanz in der Flasche: Chamamè IPA

Chamamè, ein fränkisch-argentinischer Tanz auf dem Hopfenfeld

Als mich vor einigen Tagen die Nachricht von Eber Andriuolo, Head-Brewer bei Lindenberg in Argentinien, erreichte, war mir eines sofort klar:

Das ist eine Kollaboration, die es wert ist vorgestellt zu werden. Kooperiert wird mit der fränkischen Kronprinz Brauerei aus Bamberg und es kommt allerlei Spannendes in den Sudkessel. Grapefruitschalen zum Beispiel oder auch Bio Rote-Bete-Saft, dazu eine ganze Menge hocharomatischer Hopfen.

Anfängliche Skepsis weicht Begeisterung

Dass es bei der ersten Annäherung da erstmal Skepsis aufkam, liegt auf der Hand. Befindet Bamberg sich doch mitten im Reich des Reinheitsgebots und Bayern ist für seine strenge Umsetzung dessen bekannt. Doch schnell wird Braumeister Tobias Seidel von der Kronprinz Brauerei klar, dass dieses Abenteuer sich lohnen wird. Allein schon des Geschmackes wegen.

Hopfen aus Deutschland, Zitrusfrüchte aus Argentiniens Nordosten, die Brücke war geschlagen.

Namensfindung

Doch wie nennt man diesen Trunk nun? Hier leistete der „Chamamè“, ein Tanz aus ebendiesem Nordosten Argentiniens die Namenspatenschaft. Importiert wurde dieser von Wolgadeutschen.
Ein wirklich spannender Tanz der Bierelemente ist auch in diesem IPA zu finden, welches ich Euch nun natürlich sehr gerne vorstellen möchte…

Kronprinz Bamberg & Lindenberg (Argentinien) – Chamamè ipa

Bierstil: India Pale Ale

Zutaten: Gerstenmalz, Weizenmalz, Bio Rote-Bete-Saft, Bio Grapefruit, Hopfen (Chinook, Hallertauer Saphir, Spalter Select, Cascade), Grapefruit-Schalen.

Kronprinz & Lindenberg - Chamamè IPA, die Zutaten auf dem Flaschenboden
Kronprinz & Lindenberg – Chamamè IPA, die Zutaten auf dem Flaschenboden

Alkohol: 6,7  %

IBU: 63

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Schon beim ins Glas einschenken fällt die schöne Farbe des Bieres auf. Ein kräftiger Rotton welcher sich im Sonnenlicht in tollen unterschiedlichen Farbgebungen präsentiert. Der Schaum des IPA ist feinporig, am Glas haftend, relativ stabil und rosafarben.

Geruch:

Nach diesem aufreizenden Farbspiel bin ich auf den Geruch gespannt. Vordergründig ist der Duft von Grapefruit und Zitrus zu erleben, doch damit nicht genug. Kräuterige und würzige Aromen sind ebenfalls deutlich wahrnehmbar, ebenfalls hat der Geruch etwas von Orange und Schwarztee.

Antrunk:

Anregend und trotzdem geschmeidig prickelt das Chamamè IPA am Gaumen und kann eine ordentliche, aber nicht zu dominante, Bittere entsenden. Es kommt zu einem Spiel zwischen eben erwähnten herben Noten auf einer und den aromatischen Zitrus- und Grapefruitaromen auf der anderen Seite. Dass dieses Spiel so funktioniert, erlebt man bereits beim ersten Schluck. Die malzigen Aromen bleiben weitestgehend im Hintergrund. Sie unterstützen nur den gewaltigen fruchtigen Eindruck aus Hopfen und den bei der Kalthopfung zugegebenen Grapefruitschalen. Weiter gesellen sich noch Anklänge von Kräutern sowie florale Geschmacksnuancen und tropische Früchte dazu.

Nachtrunk:

Bereits im Antrunk begeisternd, mögen die positiven Eindrücke auch im Nachgang nicht aufhören. Ein spannender Mix aus Zitrusfrüchten und Bittere, welchen die Grapefruit, gepaart mit Zitrus, aber für sich entscheiden kann. Daraus entsteht ein Bier welches einem Aperitif ähnlich ist. Und als solches kann man das Bier ebenso genießen, wie zu besonderen Augenblicken oder zur Belohnung nach getaner Arbeit.

Mi cumplido! (Mein Kompliment!)

¡Salud

 

Mehr Infos zur Kronprinz Brauerei erhaltet Ihr hier.

Die Lindenberg Brauerei ist hier zu finden.

Gerne kannst du mir auf folgenden Social Media Plattformen folgen: