Hanscraft & Co. macht Ernst: Bohemia vs. Yakima, ein hopfiges Match!

Oh hoppy Day – Tschechien vs. USA

Heute teste ich im neuesten Hopfen-Match das Double Dry Hopped Pale Ale Bohemia Crown mit den tschechischen Hopfensorten Kazbek und Sladek mit seinem stilgleichen Vertreter Yakima River und den US-Hopfen Simcoe, Mosaic und Citra von der Partie.

Wenn sich Hopfen verschiedener Länder duellieren ist das immer eine aufregende Sache. Hanscraft aus Niedernberg ist darin bereits erprobt und hat bereits deutschen und amerikanischen Hopfen in einer Split Decision (hier nachzulesen) gegeneinander antreten lassen.

Ein Aufeinandertreffen aus dem oberen Regal der Aromen, aber lest gerne selbst von meinen Eindrücken der unterschiedlich gehopften Pale Ales.

Let the games begin…
Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Kazbek, Sladek), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown und Yakima River im Glas

Deutliche natürliche Trübung im Glas, sein Schaum ist fein bis mittelporig und thront äußerst stabil über dem Bier. Die Farbe des Bohemia Crown ist ein leuchtend helles gelbgold und der Schaum ist weiß wie Schnee.

Geruch:

Direkt zu Beginn fällt das schöne zitrusfruchtige Aroma des Bieres auf, welches sich mit floralen und leicht würzigen Anklängen bestens versteht. Diese Düfte ergeben gemeinsam ein stimmiges Zusammenspiel. Unterstützt werden sie durch eine erdige Komponente, welche zum vielfältigen Profil des Bohemia beiträgt.

Antrunk:

Weich fließt das Bier über die Zunge, fein moussierend prickelt es nur sanft aber dennoch anregend. Zitrusfrüchte sind in Form von Orange und Zitrus die Akteure mit der meisten Spielzeit in diesem Duell der (Hopfen-)Länder Tschechien gegen USA. Abgerundet wird der Trunk durch leicht erdige und während des Genusses intensiver hervortretende honigsüße Anklänge. Diese werfen sich mutig in die Geschmacks-Partie im Mund und harmonieren sogleich mit ihren Mitspielern.

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Diese spannende Komposition aus Orange, Zitrus, Honig und würzig-erdigen Komponenten ist eine, die sich bis zum Abgang hält und den Gaumen auch noch nachhaltig beschäftigt.

 

 

Hanscraft & Co. – Yakima River DDH Pale ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Wiener, Weizen, Hafer), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 6,3  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Ein würdiges Duell – Tschechien vs. USA… Bohemia vs. Yakima

Golden und klarer in seiner Optik, so präsentiert sich das Yakima River im Glas. Sein Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

Hallelujah, das knallt! So ist mein erster Eindruck, nachdem ich die erste Nase des Bieres genommen habe. Tropische Früchte treten mir in einer Intensität entgegen, der schwerlich zu widerstehen ist.

Hier ist von Grapefruit über Mango und Limette bis Maracuja ein buntes Treiben im Duft festzustellen. Bei genauerer ‚Untersuchung‘ fallen auch florale und erdige Zwischentöne auf.

Antrunk:

Der Antrunk kommt hier spritziger daher, es prickelt intensiver aber dennoch nicht aufdringlich auf der Zunge. Ein komplexes Aromenfeuerwerk entfaltet sich. Dieses wird durch Grapefruit und waldige Aromen (Kiefer, leicht harzig), sowie tropische Fruchtnoten von Mango und Maracuja befeuert. Die verschiedenen Geschmackseindrücke geben ihr Bestes um den Biergeniesser und dessen Sinne zu betören.

 

Nachtrunk:

Hanscraft & Co. – Bohemia Crown DDH Pale Ale vor blumigem Hintergrund

Hinten heraus kommt zur tropischen Fruchtigkeit noch eine knackige Bitternote hinzu, welche für mich das Trinkerlebnis als Gegenspieler zu eben dieser tropischen Atmosphäre rund und vollkommen macht.

 

Fazit:

Beide Kontrahenten haben auf dem Platz alles gegeben und schenken sich nichts. Auf der einen Seite der unaufgeregt fruchtige Tscheche Bohemia, welcher die leisen Töne außerordentlich gut spielt und sich durch eben diese lang in Erinnerung bringt.

Auf der anderen Seite der Ami, landestypisch etwas mehr ‚in your Face‘, tropisch, intensiv, mit einem bitteren Finale.

Welcher hier nun am besten abschneidet, das bleibt im Endeffekt Euch überlassen. Für mich ist es um Haaresbreite und in der Verlängerung der tschechische Hopfenvertreter, da ich finde die Aromen seiner beiden Hopfensorten harmonieren wunderbar und sie stechen ihre Gegner ganz knapp aus. Ich habe beide Biere sehr genossen, weil jedes für sich seine Stärken hat. Chapeau und Cheers!

So knapp wie sie nebeneinander stehen, so war die Entscheidung auch im Finale

 

Die Biere kaufen könnt Ihr übrigens genau hier.

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Neues von Hanscraft & Co.: Das Tropical Nizza ist ein tropisches Erlebnis!

Es wird fruchtig in Franken. Passend zum Sommer gibt es das neue Tropical Nizza von Hanscraft & Co. aus Niedernberg ins Glas. Was Ihr davon erwarten könnt, das habe ich hier für Euch getestet. Viel Spaß beim Lesen!

Hanscraft & Co. – Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Weizen, Pilsener, Wiener), Hopfen (Simcoe, Mosaic, Citra), Hefe

Alkohol: 5,0  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. Tropical Nizza DDH Wheat Pale Ale im Glas

Optischer Eindruck:

Das Tropical Nizza hat eine betörende Bernsteinfarbe bei natürlicher, ungefilterter Trübung. Sein Schaum ist cremefarben und mittelfest. Im Glas ein wahrlich zum Trinken anregender Anblick!

Geruch:

In die Nase strömen mir Aromen von Pfirsich und Maracuja sowie eine feine süßliche Honignote. Auch Litschi, Grapefruit und florale Anklänge kann ich wahrnehmen. Das Bier macht einen tropisch fruchtigen und dabei mit feiner Weizenmalzaromatik ausgestatteten Eindruck. Ein kleines Feuerwerk in der Nase, welches mich bereits voller Freude auf den ersten Schluck warten lässt.

Antrunk:

Fein moussierend und weich, so lässt sich das Bier im Antrunk beschreiben. Es lässt seinen Fruchtnoten auf einem Bett aus Weizenmalz genügend Spielraum zur Entfaltung. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Pfirsiche und Maracujas. Aber auch eine angenehme Süße, die an Honigmelone erinnert. Herb wird das Bier nur ganz hintergründig, die tropischen Früchte stellen ganz klar die Hauptattraktion dar.

Nachtrunk:

Im Nachtrunk bleibt der Eindruck der tropischen Früchte, der Aromen von Pfirsich, Zitrus und Maracuja. Zudem ist die leichte Süße ebenfalls noch präsent und eine feine fruchtige Säure ergänzt das Geschmackserlebnis.

Cheers
FAZIT

Ein Bier für Liebhaber tropischer Früchtecocktails, von komplexen fruchtigen Aromen und Bier trinken in der Sommersonne. So schmeckt Urlaub. Cheers!

 

PS: Mehr zu Hanscraft & Co. gibt es hier. Den Bericht zu den beiden Split Decision Bieren der Brauerei findet Ihr hier.

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Honig Bräu – MEGA Helles! Mega gut?

Christian Honig hat ein neues Bier am Start. Gebraut wurde es für und mit Thaifood 2, einem thailändischen Restaurant aus Nürnberg. Getestet wurde viel, sehr viel. Auch vor experimentellen Zutaten abseits des Reinheitsgebotes wurde hier nicht zurück geschreckt. Einfach mal proBieren, vielleicht schmeckt ja eine Zutat aus dem Kühlhaus des Restaurants auch vorzüglich im Bier?

Nachdem es unter anderem mit Zitronengras eher mäßig im Geschmack lief, besann man sich wieder zurück auf klassische Rezepturen. Mit dem gewissen Etwas selbstverständlich. Heraus kam das MEGA. Ein Bier welches nicht so stark ist, wie es der Elefant auf dem Etikett vielleicht vermuten lässt. Dieser jedoch ist auch im Logo von Thaifood 2 zu finden und somit schließt sich der Kreis.

Zurück zum Bier… dieses wurde abschließend mit Cascade während der Lagerung gestopft und nimmt damit dessen aromatische Bestandteile sehr schön an. Aber lest doch einfach mal selbst, wie mir das Bier geschmeckt hat.

Honig-bräu – Mega Helles

Bierstil: Vollbier (Hell)

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Karamell), Hopfen (Herkules, Spalter Select, Cascade), Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Honig-Bräu MEGA Helles im Glas
Honig-Bräu MEGA Helles im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb steht das MEGA vor mir. Seine feinporige und weiße Blume schmiegt sich relativ fest und am Glas haftend darüber. Das Bier hat eine natürliche Trübung und macht auf den ersten Blick schon mal einen guten Eindruck.

Geruch:

Der Duft des MEGA zeichnet sich durch erdige, kräuterige und florale Noten, welche gemeinsam ein schönes Aromenprofil ergeben, aus. Dazu kommt eine, der Kalthopfung durch Cascade geschuldete, feine Zitrusnote heraus, die ansprechend mit den malzigen Komponenten des Hellen harmoniert.

Antrunk:

Erfrischend strömt der erste Schluck über die Zunge, prickelt anregend und transportiert die Aromen des Bieres gut zum Geniesser. Hier kann ich sowohl eine fruchtige Zitrusnote, als auch würzige und herbe Anklänge wahrnehmen.

Dem ist jedoch noch nicht genug. Das malzig-würzige Helle besitzt zudem erdige und florale Nuancen, die mir gut gefallen.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall bleibt würzig und fruchtig, mit floralen und erdigen Einschlägen. Die Bittere nimmt gegen Ende zu, ohne zu dominant zu werden.

Honig-Bräu MEGA Helles
Honig-Bräu MEGA Helles
Fazit

Ein Bier, welches zum Trinken anregt. Gefährlich süffig mit unterschiedlichen Aromen von fruchtig bis herb verfeinert, ohne jedoch den Gaumen zu überfordern. Gerade das Helle verzeiht beim Brauen keine Fehler, hier wurden aber auch keine gemacht. Da geht noch eins… oder zwei?

Prost!
Prost!

 

PS: Mehr Infos zu Honig Bräu gibt es hier. Meine Review zu den letzten Bieren der Brauerei könnt Ihr hier lesen.

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Biervorstellung: VEIT – Kellerbier

Achtung Achtung, jetzt kommt VEIT!

Noch nicht gehört? Kein Wunder! Das gemeinsame Projekt von Sebastian Sauer und Felix vom Endt ist brandneu, der erste Sud wurde erst vor kurzem eingebraut. Ich bin sehr froh den ersten Bericht darüber schreiben zu dürfen. Seid gespannt auf VEIT!

Felix vom Endt, der orca oben auf der Craftbeer-Welle

Felix vom Endts Bier-Karriere nahm ihren Anlauf als Hobbybrauer daheim, in Kanada, sowie bei Heidenpeters in Berlin, wo er ca. 2 Jahre arbeitete. Aus Berlin nahm er schlussendlich nicht nur viel Erfahrung mit nach Nürnberg, sondern auch die alte 5 Hektoliter Brauanlage von Heidenpeters. Hier in Nürnberg braut er mit vielerlei Ideen, Kreativität und teilweise ausgefallenen Zutaten Biere, welche polarisieren und begeistern. Handwerklich gebraut, abgefüllt und selbst etikettiert: orca brau!

Sebastian Sauer, kreativ auf mehreren wegen

Sebastian ist kreativer Brauer bei Freigeist Bierkultur, hat schon mit einigen Größen der Craftbeer-Szene in Kollaboration gebraut und seine bierige Karriere 2009 bei der Braustelle in Köln bei und mit Peter Esser gestartet. Seither belebt er, auch mit der „The Monarchy“-Brauerei (mit Fritz Wülfing), alte Bierstile wieder, scheut nicht vor Experimenten zurück und hat sich durch seine Kreationen, vom Lichtenhainer über die Berliner Weisse bis hin zu IPAs, einen Namen gemacht.

lasset das Bier sprechen, meine Biervorstellung

Kommen wir also zum Bier, einem Gemeinschaftsprojekt aus der German Classics – Serie von orca brau und Freigeist Bierkultur, welches es übrigens nur direkt im Brauereiverkauf von orca brau zu kaufen gibt.

Name: VEIT – Kellerbier

Bierstil: Kellerbier

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mittelfrüh & Perle), Hefe

Alkohol: 4,9 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

VEIT Kellerbier im Glas
VEIT Kellerbier im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend goldgelb im Glas mit leichter Trübung, der Schaum ist weiß, feinporig und relativ stabil.

Geruch:

In der Nase machen sich fruchtige Noten, gepaart mit grasig-floralen, sowie leichten Getreidearomen bemerkbar.

Antrunk:

Das Bier ist angenehm mild würzig, hat sowohl fruchtige als auch getreidige Aromen. Es ist genau richtig karbonisiert, eine sanfte Spritzigkeit am Gaumen stellt sich ein. Zudem schwingt eine feine Bitternote mit.

Nachtrunk:

Im Nachhall verbleibt eine würzig-getreidige Note und eine leichte Bittere.

Ein wunderbar süffig ausgewogenes Kellerbier, da geht was! Prost!

Mehr über orca brau gibt es hier zu finden. Der Brauereiverkauf ist jeden Donnerstag von 16 – 19 Uhr.

Infos über Freigeist Bierkultur gibt es hier.

Meinen Bericht über orca brau findet ihr übrigens hier.

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