Rückblick Biersommelier JHV in Lingen – ein perfekter Gastgeber

Rückblick Biersommelier JHV in Lingen – ein perfekter Gastgeber

Lingen, Lingen… Lingen? Wo liegt eigentlich Lingen? Das habe ich mich dieses Jahr schon einmal gefragt, als ich nämlich zum ersten Mal bei der jährlich stattfindenden Lingener Bierkultur teilnehmen wollte und gerade das Netz nach geeigneten Verkehrsmitteln durchsuchte.

Seit diesem Besuch, soviel sei gesagt, ist Lingen für mich kein Fremdwort mehr, sondern richtet, in Person von Markus Quadt und vielen fleissigen Helfern mit das beste Bierfest dieses Landes aus. Somit bestand für mich auch keine Diskussion die Jahreshauptversammlung, dieses Jahr zum ersten Mal in Lingen veranstaltet, zu besuchen.

Tag 1: Weiterbildung
Weiterbildung an Tag 1 in Lingen
Weiterbildung an Tag 1 in Lingen

Ich sollte nicht enttäuscht werden… außer natürlich von der Bahn … aber das nur am Rande. Die Veranstaltung begann für mich, leicht verspätet, am Freitagmorgen mit einer interessanten Präsentation zum Thema Hopfen von der Barth-Haas Hops Academy durch Roland Novy. Referiert wurde über die Aromenvielfalt und Kategorisierungsmöglichkeiten des Hopfens. Hier wurden zudem Hopfenproben unter den Sommeliers und Gästen verteilt und um deren Einschätzung zum Aromenprofil gebeten. Eine spannende Angelegenheit.

Weiter ging es, mit der Mälzerei Weyermann, zum Thema Malz und dessen Geschmacksprofil im Bier, vorgetragen durch Karl-Ludwig Rieck. Hier war es uns in der Pause möglich, einzelne Malze zu verkosten. Der dritte Rohstoff, welcher uns durch Thomas Huber näher gebracht wurde, war die Hefe. Spannend zu sehen, welche Geschmäcker sie im Bier erzeugen kann, dies geht sogar bis hin zu schokoladigen Aromen.

Das letzte Thema, vielleicht etwas undankbar so knapp vor dem leckeren Mittagstisch, war das Wasser. Nicola Buchner führte jedoch sehr locker und entspannt durch den Vortrag, sodass auch jeder noch genug Aufnahmebereitschaft für dieses Thema aufbrachte. Wasser kann also wirklich mehr, bis hin zum Geschmack im Bier beeinflusst es außerdem das Wachstum der Hefe und hilft den Enzymen bei ihrer Arbeit. Ich fühlte mich nach dem Vormittag also bereits bestens informiert.

Nach dem guten Mittagessen gab es zum Thema „Bier und Frauen in Deutschland“ noch eine Präsentation von Irina Zimmermann, einer der ersten Absolventinnen des Institute of Masters of Beer, mit anschließender reger Diskussionsrunde.

Der Gastgeber erzählt und läutet einen launigen Abend ein

Ganz ohne Powerpoint betrat Markus Quadt im Anschluss die Bühne, erzählte in gewohnt sympathischer Art und Weise vom Aufbau seiner Gastronomien in Lingen, von deren Finanzierung bis hin zur weiteren, teilweise ungeplanten, Erweiterung ihrer Anzahl. Außerdem kündigte er einen Besuch seines neuesten Restaurants, dem „Sieben“, am folgenden Tage an.

Der Abend schloss sich, nach überstandener Schifffahrt mit Bierbegleitung zum Schepergerdes Hotel am Wasserfall, mit einem entspannten Miteinander und einem feinen Buffet. Hier konnte man gut ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.

Tag 2: Jahreshauptversammlung und Galaabend

Der Samstag stand zunächst im Zeichen der Jahreshauptversammlung. Neben der Vorstellung der neuen Geschäftsführerin Nicola Buchner sowie Berichten über das Wachstum der Anzahl von Biersommeliers weltweit waren auch kommende Versammlungstermine in der Schweiz und in Österreich wichtige Themen. So gibt es vom 25. – 27.4.2019 das „Fühjahrstreffen der Diplom Biersommeliers in Bern“ und im Oktober 2019 die Jahreshauptversammlung in Salzburg. Man darf gespannt sein.

Stadtführung durch Lingen
Gespannt auf die Filmvorführung
Gespannt auf die Filmvorführung

Nach einem kleinen Mittagessen ging es, individuell in kleinen Gruppen, auf geführte Erkundungstour durch Lingen. Die Einteilung erfolgte im Kino der Stadt durch einen unterhaltsamen Kurzfilm mit Markus als Hauptdarsteller. Ich durfte mir als erstes den schicken Campus der Hochschule Osnabrück in Lingen ansehen.

Dort gab es ein spannendes Bier vs. Wein Tasting. Gereicht wurde Roastbeef mit gut gewürzter, eingelegter Paprika und Rucola Topping, ein Genuss! Jeder für sich konnte nun also bewerten, ob für ihn selbst der Rotwein oder das Rotbier zu den Speisen das beste Pairing ergab. Für mich war der klare Gewinner das Roter Kinker Rotbier von der Buddelship Brauerei, welches am besten mit dem Fleisch harmonierte. Der Rotwein machte bei der Paprika eine leicht bessere Figur.

Weiter ging es zum Kivelingshaus, einem der ältesten Gebäude in Lingen. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1548 wurde es 1583 wieder aufgebaut und 1981 nochmals renoviert. Es gehört dem Kivelingsverein der Stadt Lingen und dient Versammlungen und ist ein kleiner Star bei Stadtführungen.

Vor dem Kivelingshaus
Vor dem Kivelingshaus
Das Restaurant „Sieben“ und die Gala am Abend – einfach gut!
Markus Quadt in seinem neuesten Schätzchen "Sieben"
Markus Quadt in seinem neuesten Schätzchen „Sieben“ noch vor Eröffnung

Abschließend gab es noch das versprochene Stelldichein im neuen, erst am Dienstag darauf öffnenden, Restaurant „Sieben“. Das Konzept, nur sieben Hauptgerichte, vier Vorspeisen und drei Nachspeisen anzubieten, bis diese von den hoffentlich zufriedenen Kunden weggeputzt werden, finde ich interessant. Da würde ich auch mal gerne essen gehen!

Den Abschluss des Abends bot ein Galaabend in der Jahreshauptversammlungs-Location Wilhelmshöhe. Mit allerhand feinen Craftbieren von Axel Kiesbye, Kehrwieder Kreativbrauerei, der Brauerei Pott’s,  der Privatbrauerei Ernst Barre, der Brauerei Strate und einigen Gastbieren von anwesenden Biersommeliers, war die Basis gute Konversationen und ein gemütliches Beisammensein geschaffen. Abgerundet durch ein tolles Menü waren meinerseits keine Wünsche mehr offen.

 

Mein Fazit:

Lingen rockt! Markus und sein Team haben die Veranstaltung perfekt ausgerichtet und für mich ist auch die Lingener Bierkultur jedes Jahr ein fester Bestandteil meines Kalenders.  Herzlichen Dank auch für die tollen Gespräche mit Kollegen und Freunden, das hat Spaß gemacht!

 

Merci Markus, bis nächstes Jahr zur LBK!

 

Weitere Infos zum Thema Biersommeliers gibt es hier.

Das Restaurant Sieben ist hier zu finden.

 

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Zu Besuch bei Oliver Wesseloh, Inside Kehrwieder Kreativbrauerei

Oliver Wesseloh, Brauer bei der Kehrwieder Kreativbrauerei und seineszeichens erster Biersommelier Weltmeister, ist ein vielbeschäftigter Mann. Gerade deshalb bin ich froh, dass er sich für mich und ein lockeres Gespräch bei Wasser und (selbstgebrautem) Kaffee Zeit genommen hat. Seid also gespannt was er über Themen aus dem Craftbeer Markt im Allgemeinen und seiner Brauerei im Speziellen zu sagen hatte…

Woher bekommst Du denn die Ideen bezüglich der Namen deiner Biere?

Die kommen in der Regel durch den direkten Bezug zum Bier, dort gewesen sein muss Olli dafür nicht. Die Skagen Sanddorn Gose zum Beispiel trägt ihren Namen, weil Skagen der Ort ist, an dem die Nordsee und die Ostsee ineinander fließen. Ja und was wäre für ein Bier, welches aus Zutaten von der Ostsee, hier kommt der Sanddorn her und der Nordsee, das Salz stammt von der Sylter Meersalzmanufaktur, wohl ein besserer Name als eben dieser Ort? Richtig, keiner!

Parma, das Rauch IPA erhält seinen Namen von der beliebten Geschmackskombination Schinken und Melone, hier wurde dem rauchigen Bier bei der Lagerung Hüll Melon Hopfen zugegeben, eine perfekte Kombination.

Bei der Elbe Gose schließlich, wurde Oliver beim Namen des Flüsschens Gose, welcher durch Goslar, den Ursprungsort der Gose, fließt inspiriert und benannte sie nach, na? Genau, dem ‚Flüsschen‘ Elbe, welches sich durch Hamburg zieht.

Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Wie sind deine Gedanken zu Bierfesten?

Nun, da bringt Olli wirklich interessante Konzepte ins Spiel, meist kommen diese aus dem Ausland wie Italien oder Skandinavien. Sie beinhalten zum Beispiel den Kauf der Biere durch den Veranstalter und die Anwesenheit der Brauer lediglich zum Ausschank und zur Beantwortung von Besucherfragen, was den Brauern selbst entsprechende Sicherheiten geben würde. Eine andere Variante ist es, einen festen Eintrittsbetrag zu erheben und den Besuchern für einen Zeitraum die Möglichkeit zu geben, alle Biere der jeweiligen Veranstaltung zu probieren. Klingt logisch für mich.

Allgemein ist der Charakter eines Straßenfestes, also einer offenen Veranstaltung bei der man Brauer, Atmosphäre und Biere sozusagen vor Bezahlung schon in freier Wildbahn erleben kann ein guter Ansatz, findet Oliver. Anschließend würde man dann z.B. für das Verkostungsglas und entsprechende Probiergrößen zahlen. Gerade die Laufkundschaft entfalle bei geschlossenen Veranstaltungen mit Eintritt fast vollkommen, auch das leuchtet mir ein.

Beliebte Bierfeste bei Oliver sind zum Beispiel die Lingener Bierkultur, die Lange Nacht der Brauereien in München oder eben das Straßenfest mit Craftbeer-Bezug um die Ecke.

Die Kollaboration Old Skool mit Sierra Nevada

Oliver und Scott Jennings, Brauer bei Sierra Nevada kennen sich schon eine lange Zeit, genauergesagt seit Scotts Studium an der VLB in Berlin, bei welchem man als internationaler Brauer die Möglichkeit hat, sich das Brauwesen aus deutscher Sicht mit Abschluss als „Certified Brewmaster“ lehren zu lassen. Daraus entstand eine Freundschaft, auch und gerade weil Oliver stets offen für ein gutes Gespräch und regen Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten ist und diese Offenheit bei Scott richtig gut ankam. Danach verlor man sich, berufsbedingt, erst einmal aus den Augen, doch traf sich durch Zufall wieder in der Sierra Nevada Brewery, wo Scott nun erster Braumeister ist und Olli zu dem Zeitpunkt im Vertrieb eines großen Anlagenherstellers beschäftigt war. Die Harmonie stimmte immernoch zwischen den beiden und so beschloss man, gemeinsam ein Bier zu brauen, auf die alte Freundschaft, Old Skool eben!

 

Die Kollaboration mit Birra Amarcord „Doppelbock A“

Die Welt ist klein, die Gemeinschaft der Craftbeer Brauer auf der Welt kennt sich und wenn nicht, dann kennt man eben jemanden der jemanden kennt, ganz einfach. So kam es auch zur Kollaboration mit Birra Amarcord aus Italien, einem eichenholzfassgereiften Doppelbock. Dieser reift in Rotweinfässern bis zur Perfektion und wird dann in sehr edle Flaschen abgefüllt. Vom wirklichen Endpreis des Produktes war dann selbst Olli etwas überrascht, jedoch ist auch für dieses Bier genug Interesse von deutschen Bierfreunden gegeben, sodass am Ende beide Seiten sehr zufrieden sein können.

 

Hast Du eigentlich ein Lieblingsbier aus deiner Brauerei?

Ich glaube, die Frage hört Olli nicht zum ersten Mal und dennoch musste ich sie stellen. ‚Ganz klar situations- bzw. jahreszeitbedingt‘ lautet seine Antwort. Im Winter darf es gerne mal ein dunkel und stark sein, zum Beispiel sein Imperial Black Prototyp gebraut mit denselben Zutaten wie das normale Prototyp, allerdings mit dunklem Malz. Dieses Bier gibt es jährlich zum Prototyp Geburtstag, dem Jubiläum seines ersten Prototyp-Bieres, als eine Sonderedition. Sonst darf es auch gerne mal eine Skagen Sanddorn Gose oder das überNormalNull, ein alkoholfreies IPA mit Hefe gebraut, welche Malzzucker nicht zu Alkohol vergären kann. Das geht immer sagt er.

 

Der Hamburger Senatsbock

Mittlerweile wurde ein Verein zur Erhaltung dieser Tradition gegründet. Ein Traum von Oliver, so verrät er mir, ist das eines Tages jede private Brauerei Hamburgs beim großen Senatsbockanstich ihre eigene Variante vorstellen kann. Dieses Jahr waren es bereits 3 verschiedene Editionen, er ist also zufrieden mit der Entwicklung. Seine Variante, die Franzböckchen Edition, ist angelehnt an das norddeutsche Kultgebäck ‚Franzbrötchen‘ und wurde von ihm und seinem befreundeten Biersommelierkollegen Reini Schenkemaier aus Österreich gebraut. Verfeinert wurde das Bier beim Brauvorgang durch von Reini mitgebrachte Kakaonibs aus der Zotter Schokoladenmanufaktur. Das Zusammenspiel aus Schokolade und Röstaromen findet Olli sehr spannend, natürlich hab ich mir da gleich eine Flasche aus Hamburg mitgenommen… Übrigens ist auch die Schokoladenmanufaktur sehr zu empfehlen meint er, wenn man bei all den Probiermöglichkeiten bei der Führung durch das Schokoparadies keine Angst vor einem Schokoladen-Fresskoma hat.

 

Craftbeer im Supermarkt

Findet Oliver generell gut, man müsse nur richtig über die Biere informieren. Diese Informationen findet er, müssen dann aber auch und gerade vom Brauer selbst kommen. Möglich sei dies zum Beispiel durch Flyer, QR-Codes auf den Flaschen oder kurzen und prägnanten Informationen zum Geschmack direkt am Verkaufsregal angebracht.

 

Untappd oder RateBeer?

RateBeer, da man hier noch gefordert sei, schriftlich zu begründen, warum einem das Bier nun miss- oder gefällt. Die reine Bewertung bei Untappd ist da weniger aussagekräftig und da stimme ich auch mit ihm überein. Problem ist natürlich, dass auch kurze negative Bewertungen bei Untappd zu negativen Kaufentscheidungen so manches Kunden führen können.

 

Der Verein Deutsche Kreativbrauer e.V.

Ist für gewerbliche Brauer gedacht, welche nicht in Konzernhand sind und kreativ brauen. Der erste Gemeinschaftssud hat Olli wie auch mir übrigens sehr gut geschmeckt, obwohl Kümmel aus purer Absicht nichts in seinem täglich (Abend-)Brot zu suchen hat. Weitere Sude sind derzeit bereits in Planung, man überlege sogar 2 Biere pro Jahr zu brauen. Natürlich geht mehr eben und natürlich werden dies auch jeweils unterschiedliche Biere sein.

Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Kehrwieder Kreativbrauerei Braukessel
Die eigene Brauerei

…stösst schon an ihre, bei Bezug noch nicht für möglich gehaltenen, Kapazitätsgrenzen und so muss teilweise schon zum Brauen nach Nittenau ausgewichen werden. Doch ich denke mal das wird Oliver verkraften können, heisst es doch nur dass er mit seinen Bieren den Geschmack der Menschen trifft und das auf eine wunderbar kreative Art und Weise.

Oliver Wesseloh und ich vor den Lager- und Gärtanks
Oliver Wesseloh und ich vor den Lager- und Gärtanks

Ein Besuch bei Oliver lohnt sich also immer, jeden Freitag beispielsweise ist Lagerverkauf von 10-18 Uhr. Dankbar bin ich für die Zeit, die Olli sich für mich genommen hat, obwohl an diesem Tag wieder seine Skagen Sanddorn Gose gebraut wurde. Ich jedenfalls kehre also bestimmt wieder… Cheers!

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Biervorstellung: Deutsche Kreativbrauer e.V. – Kreativsud #1

Der Verein Deutsche Kreativbrauer e.V., eine kurze Erklärung

Der Verein Deutsche Kreativbrauer e.V. ist ein Zusammenschluss von kreativen und unabhängigen Brauern, die mit natürlichen Zutaten Bier brauen und das auch mit vor dem aktuellen Reinheitsgebot gängigen Zutaten wie Kräutern, Früchten und Gewürzen. Da auch das 1993 erlassene Vorläufige Biergesetz von 1993 ohne vorherige Genehmigung keine dieser Zutaten in einem als Bier deklarierten Produkt erlaubt, hat der Verein sich auf die Fahnen geschrieben nach dem selbst entwickelten Natürlichkeitsgebot zu brauen.

Da dieses Natürlichkeitsgebot eben diese schmackhaften Zutaten erlaubt, kann der Verein und seine Mitglieder beim Brauen kreativ und experimentierfreudig sein. Neben dem Eintreten für die Verwendung natürlicher unbehandelter Rohstoffe beim Brauvorgang bei Veranstaltungen und in sozialen Netzwerken stehen die Mitglieder des Vereins sowohl in ihren eigenen Brauereien als auch ab und zu gemeinsam am Kessel um kreative Biere zu kreieren.

Der erste Sud entsteht

So entstand Ende April 2017, genauer gesagt am Tag des Bieres, dem 23.04., an welchem im Jahre 1516 das Reinheitsgebot verkündet wurde ein erster gemeinschaftlicher Sud, der Kreativsud #1.

Dieser erste Sud ist ein untergäriges Weizenbier, welches so in Deutschland nach dem Gesetz gar nicht existieren dürfte. Die verwendeten Zutaten aus einem alten Bierrezept sind dabei angelehnt an die Braulandesverordnung aus dem Jahre 1616 und werden im Detail gleich noch von mir vorgestellt. Gebraut wurde es in einem historischen Brauhaus mit Kühlschiff in welchem der Braukessel noch mit Holz befeuert wird.

Deutsche Kreativbrauer e.V. – Kreativsud #1

Kommen wir also zur Vorstellung des Bieres:

Name: Kreativsud #1

Brauer des ersten Sudes:

Andreas Seufert (Pax Bräu), Oliver Wesseloh (Kehrwieder Kreativbrauerei), Simon Siemsglüß (Buddelship), Kolja Gigla (Mashsee), Johannes Heidenpeter (Heidenpeters), Fritz Wülfing (Ale-Mania)

Bierstil: Weizenbier (untergärig)

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Kümmel, Wacholder, Salz und Hefe

Alkohol: 5,8 % Vol.

IBU: 40

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Das Bier ist bernsteinfarben im Glas mit einer leichten Trübung und einer cremefarbenen, relativ stabilen und feinporigen Schaumkrone.

Geruch:

Im Geruch nehme ich würzige, leicht pfeffrige Aromen, gepaart mit einer feinen Rauchnote und Kümmel wahr.

Antrunk:

Der Antrunk ist würzig, etwas herb, harmonisch vereint mit einer leicht rauchigen Note. Kümmel und Wacholder kommen für meine Begriffe gut durch ohne zu dominant zu sein. Auch eine gewisse, nicht übertrieben wirkende Schärfe stellt sich am Gaumen ein. Ergänzt wird diese durch eine minimale Säure und Salzigkeit.

Nachtrunk:

Der Nachtrunk ist würzig mit rauchigen, scharfen Noten.

Fazit:

Ein interessantes und vielschichtiges Bier, auf welches es sich aber einzulassen lohnt. Die Aromenkombination ist spannend und harmoniert doch wirklich gut. Mir gefällts, Prost!

 

 

Das Rezept zum Bier gibt es übrigens hier.

Mehr über den Verein Deutsche Kreativbrauer e.V.

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