Honig Bräu Nürnberg – ein Mann, ein Bier, das passt!

Honig Bräu, mit Herz dabei

‚Honig Bräu, ist da Honig drin?‘, so ungefähr muss wohl die erste Frage fast jedes Menschen lauten, wenn er das Etikett der 0,33 Liter Flasche des Pale Ales, derzeit mit Ausnahme verschiedener kleinerer Sude für unterschiedliche Festivitäten die einzige Sorte Bier von Honig Bräu, betrachtet. Ist aber keiner drin, denn Honig so heisst der Brauer des Bieres, Christian Honig um genau zu sein.

Christian Honig und seine Braukessel
Christian Honig und seine Braukessel bei Honig Bräu

Entwickelt hat sich seine Leidenschaft für Bier, wie bei vielen kreativen Brauern, durch das sogenannte Homebrewing, d.h. Zuhause für und mit Freunden kleine Mengen verschiedener Bierstile im kleinen Rahmen zu brauen. Seine Liebe zum Heimbrauen hat er auch heute nicht verloren, veranstaltet im Z-Bau beispielsweise Homebrewing Events. Die neueste Veranstaltung, in welcher er gemeinsam mit anderen Interessierten Gerätschaften zum Brauen herstellt und diese mit einem Raspberry Pi zur teilweisen Automatisierung verbindet, steht für die kommenden Tage schon in den Startlöchern.

Seine Brauerei ist im Z-Bau untergebracht, gelegen im Süden Nürnbergs. Hier braut er unter der Woche des Öfteren alleine, am Wochenende auch mal mit den Jungs von Z-Bräu, welche sich mit ihm die Kessel teilen, gemeinsam. Apropos Braukessel, diese sind teilweise umgebaute Milchbottiche und fassen circa 190 Liter pro Sud, Erweiterung nicht ausgeschlossen. Insgesamt treffe ich auf einen gut aufgelegten Brauer, früher 13 Jahre im Lehrerberuf an der Mittelschule tätig, der sich Zeit für mich nimmt. Man spürt Christian ist mit Herz bei der Sache und der bisherige Erfolg gibt ihm Recht.

Wie kommt das Bier in die Flasche und was ist drin?

Mittlerweile hat er seine Flaschenabfüllung nach Pottenstein zu Hufeisenbräu ausgelagert um der Nachfrage Herr zu werden. Kein leichter Schritt wie er mir erzählt, aber ein notwendiger. Eine Rückkehr zur eigenen Abfüllung ist ja immernoch möglich. Zur Zeit bietet er seine Flaschenbiere schon bei einigen bekannten Bars in Nürnberg an, darunter im Kater Murr und im Bierwerk.

Seine Rohstoffe bezieht er aus der Region, das Malz von der Mälzerei Gebr. Steinbach aus Zirndorf, den Hopfen aus Spalt, das passt. Auf sein Markenlogo angesprochen erklärt Christian mir, dass es aus einem echten Foto von ihm am Braukessel entstanden ist, welches digital am Computer bearbeitet wurde. Eine schöne Anekdote wie ich finde.

Qualität und Anspruch bei Honig Bräu

Die Qualitätsansprüche bei Honig Bräu sind übrigens, wenn auch noch im kleineren Maßstab, keineswegs geringer als bei größeren Brauereien. Jedes Bier welches die Brauerei in der Flasche oder im Fass verlässt, soll konstant so schmecken wie es der Brauer einmal ausgearbeitet und für gut befunden hat, so lob ich mir das.

Die Gemütlichkeit seiner Kleinbrauerei bleibt dabei keineswegs auf der Strecke, hier kann man es absolut aushalten, nicht nur beim Karten spielen mit den Z-Bräu Jungs im offen verbundenen Nebenraum, nein auch Zwischen Maischebottich und Whirlpool. ‚Hier wird der Whirlpool übrigens noch handgemacht‘ erklärt mir Christian und schwingt dabei das Maischepaddel im Kreis. Hier ist die Welt noch in Ordnung denke ich mir.

Visionen?

Gibt es Zukunftsvisionen, frage ich ihn abschließend, vielleicht noch mehr verschiedene Sorten Bier? Visionen davon habe er schon, meint Christian, aber erst einmal möchte er gerne die eine Sorte, sein Pale Ale, weiter verbreiten. Über Nürnberg hinaus, in weiter entfernter Zukunft kann er sich auch einen eigenen Standort vorstellen, da darf man doch gespannt sein, oder nicht? Ich werde jedenfalls die weitere Entwicklung interessiert verfolgen und weiter für Euch über Honig Bräu berichten.

Falls Ihr nun noch mehr zum Bier wissen möchtet, hier folgt meine Verkostung des Honig Bräu – Pale Ale:

Honig Bräu - Pale Ale
Honig Bräu – Pale Ale

Name: Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Brauwasser, Gersten (Pale Ale und Karamellmalz) – und Weizenmalz, Hopfen (Spalter, Taurus, Mandarina Bavaria, Cascade), Hefe (obergärig)

Alkohol: 5,1 %

IBU: 31

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarbenes leicht naturtrübes Bier mit weißer, feinporiger und mittelfester Schaumkrone

Geruch:

In der Nase zeigen sich Noten von Grapefruit und Trockenfrucht. Dazu erlebe ich würzige, florale und brotige Aromen.

Antrunk:

Auf der Zunge erschmecke ich neben einer mild prickelnden Rezenz kräuterige, florale und würzige Aromenvielfalt. Hinzu kommt eine unaufdringliche Bittere mit feinen Grapefruit, leichent Zitrusnoten und einer schönen Fruchtigkeit.

Nachtrunk:

Im Abgang verstärkt sich die Zitrusaromatik und wird durch würzige, florale Einschläge ergänzt. Die Herbe ist noch in Nuancen wahrnehmbar und klingt langsam aus.

Fazit:

Das Bier in seiner Gesamtheit ist rund und stimmig, die unterschiedlichen Aromen ergänzen sich ohne dabei einander im Wege zu stehen. Ein ausgewogenes Pale Ale, welches mir sehr gut gefällt.

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Biervorstellung: Hanscraft & Co. – Steve Hops

Steve Hops, Steve Hops? Ich komm nicht drauf… wie auch immer, heute stelle ich Euch eine der neuesten Kreationen von Christian Hans Müller und seiner Brauerei Hanscraft & Co. aus Niedernberg vor. In einer kleinen handwerklichen Craftbrauerei entstehen hier immer wieder gute Biere, die es zu probieren lohnt.

Beschrieben wird es auf der Flasche als solides Bier für jeden Tag, ich bin gespannt und berichte Euch im Folgenden von meinen Eindrücken davon.

Name: Steve Hops

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, CaraAmber), Hopfen (Magnum, Summit, Celeia, Huell Melon), Hefe

Alkohol: 5,5

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Hanscraft & Co. - Steve Hops Nahaufnahme
Hanscraft & Co. – Steve Hops Nahaufnahme

 

Optischer Eindruck:

Golden-orange zeigt sich das Bier im Glas. Der feinporige, weiße Schaum verhält sich dabei stabil in seiner Konsistenz.

Geruch:

Geruchlich habe ich verschiedene Aromen in der Nase. Dazu gehören Kräuter sowie florale Noten und eine leichte Malzigkeit. Hervorzuheben ist außerdem ein schönes Zitrus und Grapefruit Aromenspiel, welches sich dort im ersten Eindruck entfaltet.

Antrunk:

Der erste Schluck weist eine gewisse Bittere und Malzigkeit, mit angenehmer Grapefruit-, Zitrus- und Kräuteraromatik auf, welche gut mit den floralen Noten des Bieres harmoniert. Das Verhältnis zwischen Bittere und fruchtig-floralen Eindrücken bleibt hier stets ausgewogen.

Nachtrunk:

Auch im Abgang sind weiter Kräuternoten zu erschmecken, eine hopfige Bittere und etwas Zitrus schwingt mit.

 

Fazit:

Das Etikett verspricht nichts was das Bier nicht auch halten könnte, ein gutes Pale Ale für den täglichen Genuss geeignet. Prost!

Mehr über die Brauerei Hanscraft & Co. erfahrt Ihr hier.

von meinem iPhone gesendet 😉

 

 

PS: Christian Hans Müller ist Mitglied des Vereins Deutsche Kreativbrauer e.V., über deren 1. Sud berichte ich hier.

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Liebesbier Bayreuth, der Biertempel in Franken

Das Liebesbier Bayreuth als Paradies für Bierliebhaber zu bezeichnen ist mit Sicherheit nicht untertrieben, weist es doch mit über 100 verschiedenen Bieren, die meines Erachtens größte Bierkarte Frankens auf.

Liebesbier Bayreuth Fassade von Aussen, das Bierparadies ist nah
Liebesbier Bayreuth
Bier soweit das Auge reicht, die Auswahl im Liebesbier Bayreuth ist schier unerschöpflich

Des Deutschen liebstes Tier, der Zapfhahn, ist hier gleich 21-fach vorhanden und erfreut die durstigen Kehlen neben den eigenen Bieren der Brauerei Maisel mit wechselnden Spezialitäten aus Franken, Deutschland und der Welt. Hier gibt es teilweise echte Raritäten frisch gezapft.

Liebesbier Bierkarten, frisch gezapft, aus Liebe und Bier Raritäten
Die Liebesbier Bierkarten, frisch gezapft, aus Liebe und Bier Raritäten

Apropos Raritäten, hierfür gibt es im Liebesbier neben der Hauptbierkarte seit kurzem sogar eine eigene Karte. Woher bekommt man als Normalsterblicher sonst in einem Restaurant in Deutschland die äußerst begehrten Biere der Brouwerij De Sint-Sixtusabdij van Westvleteren? Das Liebesbier hat sie alle, Blond, 8 und das wohl bekannteste Westvleteren 12!

Die Speisekarte empfiehlt zu jeder Speise, alle bereits probierten kann ich ausnahmslos empfehlen, den passenden Trank und zudem äußert schmackhaftes Eis. Das Maisels Weiße Eis sei hier lobend zu erwähnen, die Variation Salz-Karamell, welche für mich den ultimativen Foodporn bedeutete, ist seit meinem letzten Besuch leider nicht mehr verfügbar.

Die feinen eigenen Craft-Biere der Brauerei aus der Maisel & Friends Serie, welche sicher in Zukunft noch von mir in diesem Blog vorgestellt werden, sind ebenfalls sehr zu empfehlen, besonders hervorheben würde ich folgende:

  • Hoppy Amber Ale Mosaic
  • Black IPA
  • Stefan’s India Ale (IPA)
  • Jeff’s Bavarian Ale (Weizenbock)
  • Marc’s Chocolate Bock
  • IPA
  • Citrilla (Weizen-IPA)

Sehr gut ist zudem die äußert freundliche Bedienung, welche auch bei Fragen zu Bieren auf der Karte bereitsteht, sowie kompetent bei der Auswahl berät. Hier wird jedem Gast in jedem Fall geholfen!

Gutes kommt selten allein, Kollaborationen von Maisel & Friends

Kollaborationen internatonaler Natur in den USA und anderswo sind geplant beziehungsweise bereits geschehen (Hopfenreiter, Kollaboration mit verschiedenen Brauerein) und weisen den Weg in eine mit Sicherheit rosige Zukunft der Maisel Kreativbiere, welche im Restaurant Liebesbier aus Fass und Flasche und beim angeschlossenen Biershop erhältlich sind.

Das Liebesbier Bayreuth als Event Location, Pflichttermine!

Besondere Highlights für mich sind immer wiederkehrende Craftbeer Events wie das CRAFT Brauer Festival, welches kommenden Freitag und Samstag wieder vor Ort veranstaltet wird. Hier lädt man befreundete Brauer ein ihre Biere in einem schicken Rahmen, verbunden mit kulinarischer Unterstützung durch Foodtrucks und die Liebesbierküche, einem breiten Publikum in Probiergrößen vorzustellen. Hier werden diesmal die neuen Kollaborationen mit der Christian Moerlein Brewing Company aus den USA, das Imperial Porter mit dem Namen „Teleporter“ und das Hoppy Wheat Ale „Spacetime“ präsentiert und ausgeschenkt. Auch entwickeln sich hier immer schöne Gespräche mit Brauern und Bierfreunden, für mich sind diese Veranstaltungen immer Pflichttermine.

Das Liebesbier in Bayreuth, eine der schönsten Locations in Franken um ein  frisch gezapftes Bier zu geniessen. Chapeau!

 

Mehr unter: http://www.liebesbier.de/

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