Biervorstellung: Weiherer / Fat Head’s – Hopferla

Franken und Amerika, des bassd scho

Wenn Franken und Amerika im Bierglas zusammentrifft wirds spannend. Die Brauerei Kundmüller aus Weiher (Weiherer Bier) hat zusammen mit der Fat Head’s Brewery aus Ohio ein Bier gebraut. Braumeister Matt Cole war übrigens sogar extra eingeflogen um mit Roland Kundmüller und seinem Team zu brauen.

Das geschah nicht zum ersten Mal, nein auch das zuvor gemeinsam gebraute Imperial IPA konnte bereits meinen und den Gaumen vieler anderer Bierkenner überzeugen. Ich war also umso gespannter, nun endlich die neueste Kreation der beiden im Glas zu haben. Dieses Mal ist es ein West Coast Style India Pale Ale geworden über das ich Euch gerne im Folgenden berichten mag…

Weiherer / Fat Head's Hopferla Etikett
Weiherer / Fat Head’s Hopferla Etikett

Name: Weiherer und Fat Head’s – Hopferla

Bierstil: India Pale Ale (West Coast Style)

Zutaten: Brauwasser, Malz (klassische und Karamell-Malze), Hopfen (Simcoe, Warrior, Centennial, Mosaic, Equinox, Citra und Chinook), Hefe

Alkohol: 7,5 %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Weiherer / Fat Head's Hopferla, das Bier im Fokus
Weiherer / Fat Head’s Hopferla, das Bier im Fokus

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben liegt das Bier vor mir im Glas. Es hat eine natürliche Trübung und wird von einer feinporigen, weißen und stabilen Schaumkrone bedeckt.

Geruch:

Ein Aromenfeuerwerk aus fruchtigen Noten wie Zitrusfrucht und Pfirsich sowie herbfruchtigen Aromen der Grapefruit. Hinzu kommen tropische Früchte, ich erlebe dort Mango, Maracuja und Melone. Ergänzt wird dieser fruchtig-frische Obstkorb durch harzige und grasige Nuancen.

Antrunk:

Der Antrunk weist eine schöne, knackig hopfige Bittere auf, welche mit den fruchtigen Aromen von Zitrusfrucht, Grapefruit einen gut aufgelegten Gegenspieler hat. Im Mund ist das Bier angenenehm karbonisiert, leicht spritzig und doch nicht zu viel.  Zusammen ergibt sich ein harmonisch fruchtig-herbes Ensemble aus Bittere und Fruchtigkeit. Doch damit nicht genug, es schwingen  auch kräuterige, grasige und harzige Aromen mit im Trunk.

Nachtrunk:

Im Nachhall bleibt die Herbe mit einer angenehmen Zitrus- und Grapefruitnote noch länger erhalten.

Mein Fazit

Von Collaboration Brews der Brauerei Kundmüller darf man, mit Recht, viel erwarten, man wird nicht enttäuscht! Ein sehr gutes West Coast IPA, welches sich vor keinem internationalen Vergleich zu scheuen braucht ist entstanden. Klasse!

Weiherer / Fat Head's Hopferla
Weiherer / Fat Head’s Hopferla

 

Mehr zur Brauerei Kundmüller könnt Ihr hier erfahren.

Zur Website der Fat Head’s Brewery gelangt Ihr hier (englischsprachig).

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Consumenta – Regionale Brauereien präsentieren sich

Meine Vorfreude war groß, las ich doch bereits im Vorfeld vom für „Süddeutschlands größte und erfolgreichste Einkaufsmesse“ meiner Meinung nach sehr üppigen Portfolio fränkischer Handwerksbrauereien, welche sich hier bei der Consumenta in Nürnberg präsentieren durften. Also rasch ein Ticket gekauft und eingetaucht ins Bierland Franken…

Original regional, nikl bräu
Stand der Nikl-Bräu Pretzfeld bei der Consumenta

Los ging es für mich im Bereich Original Regional mit der Nikl Bräu aus Pretzfeld, wo ich als erstes das Dorfbier, ein sehr interessantes Festbier, verkosten durfte. Bernsteinfarben liegt es im Glas mit feinporigem Schaum. In der Nase zeigt es sich fruchtig, eine feine Säure schwingt mit, dazu eine sanfte Rauchnote. Da wird man sofort neugierig auf den ersten Schluck! Dieser präsentiert sich mit ausgewogenem Raucharoma, malzig, mit feiner fruchtiger Säure und einer angenehmen Bittere. Im Abgang bleibt ein dezent rauchig, fruchtig-herber Nachhall. Ein Rauchbier ganz nach meinem Geschmack.

Nikl-Bräu – Dorfbier

Weil ich mich unter fachkundiger Bewirtung so wohl fühlte, blieb ich noch ein wenig und wurde nicht enttäuscht. Denn als nächstes folgte ein richtig edler Tropfen: Old Django, aus der Nikl Selection, gereift in Williamsbirne Fässern und mit fränkischem Williams-Edelbrand vergoren. Fruchtig und fein säuerlich in der Nase nach Zitrusfrucht waren meine ersten Eindrücke dieses Bocks, natürlich Birne und dazu eine feine Vanillenote. Im Antrunk wurden meine Eindrücke durch angenehme Säure, Zitrus, leichte Williamsnoten und im Abgang harmonischer Melange aus Frucht und ihrer Säure bestätigt. Toll, dieses Bier verkosten zu dürfen.

Nikl Bräu – Old Django Bockbier

Da passte auch wunderbar Djangos Bierbrand, ein destilliertes Produkt aus eben diesem Old Django Bockbier dazu, in Eichenfässern ausgebaut und von Johannes Haas (Edelbrennerei Haas, Pretzfeld) gebrannt.

Den Abschluss bei Nikl machte bei mir das Nikl-Festbier, laut Ankündigung eine echte „Rauchbombe“. In der Nase bestätigte sich dies auch, zusammen mit Cognac-Aromen ein sehr schönes Zusammenspiel. Im Mund hielt sich der Rauch bei mir eher bedeckt, Cognac, Fruchtigkeit, Trockenfrüchte harmonisierten sich schön mit ihm und auch im Abgang blieb für mich eine Mischung aus Frucht und eben Cognac.

Weiherer Bier, immer einen Besuch wert
Bier Sortiment der Brauerei Kundmüller aus Viereth-Trunstadt
Bier Sortiment der Brauerei Kundmüller aus Viereth-Trunstadt

Nach zwischenzeitlicher Stärkung abseits des flüssigen Brotes beim Heimatfoodtruck Goud mit dem Schäufele-Weggla begab ich mich zur Brauerei Gasthof Kundmüller, bekannt durch seine Weiherer Biere. Das erste probierte Bier, Bio-Zwickerla Dunkel genannt, ist ein bernsteinfarbenes, mit feinporigem Schaum bedecktes Kellerbier. Malzige sowie würzige Aromen kann ich wahrnehmen, im Mund ist das ausschließlich mit Rohstoffen aus biologischem Anbau gebraute Bier schön würzig, malzig, feinherb und etwas süßlich. Das gefällt mir.

Das Weiherer Schwärzla, mein folgendes Bier der Brauerei Kundmüller, ist die fränkische Interpretation eines Stouts, so wurde es mir beschrieben. Und tatsächlich, in der Nase tummeln sich Eindrücke von Bitterschokolade, Röstmalz und Kaffee, die Farbe ist stout-typisch schwarz wie die Nacht dunkel und der Schaum legt sich feinporig und cremefarben darüber. Im Mund enttäuscht das Schwärzla keineswegs, nach so imposantem erstem Eindruck, sondern ist intensiv röstaromatisch mit kräftigen Aromen von dunkler Schokolade, Kaffee und Toffee. Im Nachhall verbleibt herbe Würzigkeit.

hoch leben die Versuchs-Brettchen
Foto des Tastingboards der Braumanufaktur Hertl
Braumanufaktur Hertl – Tasting Board / Versuchsbrettchen

Bei der nächsten Brauerei, die Braumanufaktur Hertl, probierte ich mich durch ein Tastingboard 4 verschiedener Biere.

  • Whiskey-Doppelbock (Nase: Whiskey, fruchtig, Zitrusfrucht, Cognac. Antrunk: Cognac- und Whiskey harmonisch vereint, dazu fruchtig)
  • Rote Hochzeit (fruchtig, feinsauer, mit Hibiskus gebraut)
  • Sommerkick (Zitrus, Ingwernoten, spritzig)
  • Gurkengose (salzig, nach Gurke, leichte Säure)
    Neues aus Uehlfeld, die Brauerei Zwanzger gibt mir eine exklusive Vorschau

    Foto von Brauer Christian Zwanzger und mir bei der Consumenta Nürnberg
    Christian Zwanzger und ich bei der Consumenta Nürnberg

Nach erneuter Stärkung ging es auf zum Zwanzger für mich, genauer gesagt zum Stand der Brauerei & Gasthof Zwanzger von und mit Brauer Christian Zwanzger. Für die Messe hatte Christian hauptsächlich seine Klassiker Landbier, Weizen, Pils, Festbier und Dunkel mit dabei, ich entschied mich jedoch für den für mich noch neuen Büchsenöffner, ein mit Honig gebrautes goldgelbes naturtrübes Bier.

Foto des Bieres Büchsenöffner der Brauerei Zwanzger aus Uehlfeld bei der Consumenta in Nürnberg
Brauerei Zwanzger Uehlfeld – Büchsenöffner

In der Nase nahm ich eine fruchtige Honigsüße wahr, dazu malzige und herbe Noten sowie Zitrusfrucht. Der Antrunk war dann mit intensiven Honignoten, einer daraus resultierenden Süße, Fruchtigkeit und leichter Herbe ein für mich gelungenes Zusammenspiel verschiedener Eindrücke.

Noch in einer Standard Bierflasche abgefüllt und als exklusive Preview bekam ich dann sogar noch ein neues Spezialbier von Christian eingeschenkt.

Foto des neuen Bieres Lady in Red der Brauerei Gasthof Zwanzger aus Uehlfeld
Brauerei Gasthof Zwanzger – Lady in Red

Lady in Red, die Farbe schon einmal beeindruckend, ein kräftiges Rot mit rosafarbenem, feinporigen Schaum und in der Nase Aromen von Brombeeren, Johannisbeeren und Himbeeren. Im Antrunk dann ist das Bier fruchtig, fein säuerlich, ein bunter Obstkorb bestehend aus Johannisbeere, Himbeere und Stachelbeere. Auch im Abgang bleibt eine fruchtige feine Säure. Klasse und herzlichen Dank für die Probe, Christian!

Diese Bierkreation soll es übrigens unter anderem bei der 3. Mainzer CraftBeerMesse kommendes Wochenende (Freitag und Samstag) zu probieren geben.

Hechtbräu und Kathi-Bräu, Franken pur

Den Abschluss bildeten zwei fränkische Klassiker für mich, bei Bernhard Hecht am Stand seiner Brauerei Hechtbräu aus Zimmern probierte ich sein Landbier Hell, golden im Glas, die Schaumkrone feinporig weiß und in der Nase Getreide, grasige und fruchtige Noten. Der erste Schluck beweist den Eindruck von Getreide, zusammen mit einer schönen Hefearomatik und einer stimmigen Würzigkeit.

Das Dunkle der Kathi-Bräu mit seiner fast nachtschwarzen Farbe im Glas, dem cremefarbenen stabilen Schaum und Kaffee, Trockenfrüchten und Malz in der Nase begleitete mich mit seinem malzbetonten Antrunk und seiner fruchtig, leicht würzig-erfrischenden Aromatik in die ebenso dunkle Nacht über Nürnberg. Bis nächstes Jahr bei der Consumenta, zum Wohl!

Foto des Dunklen Bieres der Kathi-Bräu bei der Consumenta Nürnberg
Kathi-Bräu – Dunkel

 

Weitere Infos unter: http://www.consumenta.de/

Mehr zu neuen Bieren aus Nürnberg erfahrt Ihr hier: http://domis-reviews.de/brauerstammtisch-bei-mrkennedy

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