Honig Bräu – MEGA Helles! Mega gut?

Christian Honig hat ein neues Bier am Start. Gebraut wurde es für und mit Thaifood 2, einem thailändischen Restaurant aus Nürnberg. Getestet wurde viel, sehr viel. Auch vor experimentellen Zutaten abseits des Reinheitsgebotes wurde hier nicht zurück geschreckt. Einfach mal proBieren, vielleicht schmeckt ja eine Zutat aus dem Kühlhaus des Restaurants auch vorzüglich im Bier?

Nachdem es unter anderem mit Zitronengras eher mäßig im Geschmack lief, besann man sich wieder zurück auf klassische Rezepturen. Mit dem gewissen Etwas selbstverständlich. Heraus kam das MEGA. Ein Bier welches nicht so stark ist, wie es der Elefant auf dem Etikett vielleicht vermuten lässt. Dieser jedoch ist auch im Logo von Thaifood 2 zu finden und somit schließt sich der Kreis.

Zurück zum Bier… dieses wurde abschließend mit Cascade während der Lagerung gestopft und nimmt damit dessen aromatische Bestandteile sehr schön an. Aber lest doch einfach mal selbst, wie mir das Bier geschmeckt hat.

Honig-bräu – Mega Helles

Bierstil: Vollbier (Hell)

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsener, Karamell), Hopfen (Herkules, Spalter Select, Cascade), Hefe

Alkohol: 4,9  %

IBU: o.A.

Beschreibung des Bieres:

Honig-Bräu MEGA Helles im Glas
Honig-Bräu MEGA Helles im Glas

Optischer Eindruck:

Strahlend strohgelb steht das MEGA vor mir. Seine feinporige und weiße Blume schmiegt sich relativ fest und am Glas haftend darüber. Das Bier hat eine natürliche Trübung und macht auf den ersten Blick schon mal einen guten Eindruck.

Geruch:

Der Duft des MEGA zeichnet sich durch erdige, kräuterige und florale Noten, welche gemeinsam ein schönes Aromenprofil ergeben, aus. Dazu kommt eine, der Kalthopfung durch Cascade geschuldete, feine Zitrusnote heraus, die ansprechend mit den malzigen Komponenten des Hellen harmoniert.

Antrunk:

Erfrischend strömt der erste Schluck über die Zunge, prickelt anregend und transportiert die Aromen des Bieres gut zum Geniesser. Hier kann ich sowohl eine fruchtige Zitrusnote, als auch würzige und herbe Anklänge wahrnehmen.

Dem ist jedoch noch nicht genug. Das malzig-würzige Helle besitzt zudem erdige und florale Nuancen, die mir gut gefallen.

Nachtrunk:

Auch der Nachhall bleibt würzig und fruchtig, mit floralen und erdigen Einschlägen. Die Bittere nimmt gegen Ende zu, ohne zu dominant zu werden.

Honig-Bräu MEGA Helles
Honig-Bräu MEGA Helles
Fazit

Ein Bier, welches zum Trinken anregt. Gefährlich süffig mit unterschiedlichen Aromen von fruchtig bis herb verfeinert, ohne jedoch den Gaumen zu überfordern. Gerade das Helle verzeiht beim Brauen keine Fehler, hier wurden aber auch keine gemacht. Da geht noch eins… oder zwei?

Prost!
Prost!

 

PS: Mehr Infos zu Honig Bräu gibt es hier. Meine Review zu den letzten Bieren der Brauerei könnt Ihr hier lesen.

Gerne kannst du mir auf folgenden Social Media Plattformen folgen:
error

Honig Bräu – auch Kellerbier ist sexy!

Honig bräu, honig bräu? da war doch was!

Ja, richtig aufgepasst. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich schon über Christian Honig, seine kleine aber feine Brauerei im Z-Bau Nürnberg und das erste Honig Bräu Bier, ein Pale Ale, berichtet. Das hat mir damals – wie heute – sehr gut geschmeckt. Natürlich habe ich die Entwicklung von Honig Bräu danach auch weiter mit Spannung verfolgt und bin froh, einen ganz kleinen Teil zum Bekanntheitsgrad der Brauerei beigetragen zu haben.

Besonders gefreut habe ich mich, als ich neulich die Gelegenheit bekam an zwei brandneue Biere zu gelangen, die ich Euch gerne heute vorstellen möchte. Viel Spaß beim Lesen und guten Durst…

Biervorstellung Honig bräu Probesude

 

Honig Bräu – Z-Wickel

Bierstil:  Kellerbier / Zwickel

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener. Wiener, Pilsener, Karamellmalz), Hopfen (Hallertauer Taurus), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU:  23

Beschreibung des Bieres:

Honig Bräu - Z-Wickel
Honig Bräu – Z-Wickel

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarben im Glas mit feinporigem, mittelfestem, weißem Schaum, so steht das Bier vor mir.

Geruch:

In meine Nase strömen würzige, malzige, ja (kurz nach dem Einschenken) sogar leicht rauchige sowie torfige Aromen und  Anklänge von getrockneten Früchten.

Antrunk:

Beim Antrunk  verhält es sich auf der Zunge unaufgeregt fein moussierend und ist somit gefährlich süffig. Das Z-Wickel ist malzbetont, würzig, mit einer feinen unaufdringlichen Bitternote und erdigen, fruchtigen Noten.

Honig Bräu - Z-Wickel... das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Z-Wickel… das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Im Abgang verhallt das Bier so angenehm würzig, erdig, feinherb, dass man sich im Kopf schon auf das nächste Z-Wickel freut. Ein Bier mit dem man den Abend verbringen möchte, weil es einfach gut ist. Der Franke würde ‚bassd scho‘ sagen, bekanntlich das höchste Lob welches ihm entgleiten kann.

 

Honig Bräu – Ale

Bierstil:  Ale

Zutaten: Wasser, Malz (Münchener, Wiener, Karamellmalz, Weizenmalz), Hopfen (Spalter Select, Hallertauer Taurus, Spalter Perle), Hefe

Alkohol: 4,2 %

IBU: 19

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Honig Bräu - Ale im Glas
Honig Bräu – Ale im Glas

Strahlend golden im Glas, der feinporige, weiße Schaum steht stabil über den Dingen. In diesem Falle über dem Bier!

Geruch:

Aromen von Zitrusfrucht, Mandarine, fruchtige Süße, Orange und Beerenfrüchte sowie florale Noten sind meine verheißungsvollen Eindrücke aus dem Geruch des Bieres.

Antrunk:

Das Ale prickelt spritzig-erfrischend auf der Zunge und sofort wird’s aromatisch.  Noten von Zitrusfrucht, ein Hauch Honigmelone, Trockenfrüchte, florale, grasige, würzige, feinsaure und malzige Anklänge bilden ein rundes, durch eine dezente Bittere unterstütztes, Aromenspiel.

Honig Bräu - Ale, das Bier im Vordergrund
Honig Bräu – Ale, das Bier im Vordergrund

Nachtrunk:

Die fruchtig-florale Leichtigkeit begleitet den Trunk bis zum Ende und macht das Bier, auch im Herbst, zu einem erfrischend leichten Durstlöscher für Geniesser.

 

Mein Fazit

Es ist immer noch kein Honig im Honig Bräu Bier, aber ganz viel Geschmack! Wer es probieren kann, sollte das unbedingt tun. Sofern noch Restbestände vom Z-Wickel nach dem heutigen (2.10.2018)  Z-Bau Geburtstag übrig sind, werden diese beim Hobbybrauerstammtisch am 12.11. unters Volk gebracht. Ansonsten gibts das Bier kommendes Jahr auch als Fassbier. Das Ale wird voraussichtlich auch nächstes Jahr mehr in Erscheinung treten. Man darf gespannt sein und weiterhin viel Erfolg wünschen!

 

Mehr über Honig Bräu könnt Ihr hier erfahren.

Meinen ersten Beitrag über die Brauerei und Christian Honig könnt ihr hier lesen.

Gerne kannst du mir auf folgenden Social Media Plattformen folgen:
error

Honig Bräu Nürnberg – ein Mann, ein Bier, das passt!

Honig Bräu, mit Herz dabei

‚Honig Bräu, ist da Honig drin?‘, so ungefähr muss wohl die erste Frage fast jedes Menschen lauten, wenn er das Etikett der 0,33 Liter Flasche des Pale Ales, derzeit mit Ausnahme verschiedener kleinerer Sude für unterschiedliche Festivitäten die einzige Sorte Bier von Honig Bräu, betrachtet. Ist aber keiner drin, denn Honig so heisst der Brauer des Bieres, Christian Honig um genau zu sein.

Christian Honig und seine Braukessel
Christian Honig und seine Braukessel bei Honig Bräu

Entwickelt hat sich seine Leidenschaft für Bier, wie bei vielen kreativen Brauern, durch das sogenannte Homebrewing, d.h. Zuhause für und mit Freunden kleine Mengen verschiedener Bierstile im kleinen Rahmen zu brauen. Seine Liebe zum Heimbrauen hat er auch heute nicht verloren, veranstaltet im Z-Bau beispielsweise Homebrewing Events. Die neueste Veranstaltung, in welcher er gemeinsam mit anderen Interessierten Gerätschaften zum Brauen herstellt und diese mit einem Raspberry Pi zur teilweisen Automatisierung verbindet, steht für die kommenden Tage schon in den Startlöchern.

Seine Brauerei ist im Z-Bau untergebracht, gelegen im Süden Nürnbergs. Hier braut er unter der Woche des Öfteren alleine, am Wochenende auch mal mit den Jungs von Z-Bräu, welche sich mit ihm die Kessel teilen, gemeinsam. Apropos Braukessel, diese sind teilweise umgebaute Milchbottiche und fassen circa 190 Liter pro Sud, Erweiterung nicht ausgeschlossen. Insgesamt treffe ich auf einen gut aufgelegten Brauer, früher 13 Jahre im Lehrerberuf an der Mittelschule tätig, der sich Zeit für mich nimmt. Man spürt Christian ist mit Herz bei der Sache und der bisherige Erfolg gibt ihm Recht.

Wie kommt das Bier in die Flasche und was ist drin?

Mittlerweile hat er seine Flaschenabfüllung nach Pottenstein zu Hufeisenbräu ausgelagert um der Nachfrage Herr zu werden. Kein leichter Schritt wie er mir erzählt, aber ein notwendiger. Eine Rückkehr zur eigenen Abfüllung ist ja immernoch möglich. Zur Zeit bietet er seine Flaschenbiere schon bei einigen bekannten Bars in Nürnberg an, darunter im Kater Murr und im Bierwerk.

Seine Rohstoffe bezieht er aus der Region, das Malz von der Mälzerei Gebr. Steinbach aus Zirndorf, den Hopfen aus Spalt, das passt. Auf sein Markenlogo angesprochen erklärt Christian mir, dass es aus einem echten Foto von ihm am Braukessel entstanden ist, welches digital am Computer bearbeitet wurde. Eine schöne Anekdote wie ich finde.

Qualität und Anspruch bei Honig Bräu

Die Qualitätsansprüche bei Honig Bräu sind übrigens, wenn auch noch im kleineren Maßstab, keineswegs geringer als bei größeren Brauereien. Jedes Bier welches die Brauerei in der Flasche oder im Fass verlässt, soll konstant so schmecken wie es der Brauer einmal ausgearbeitet und für gut befunden hat, so lob ich mir das.

Die Gemütlichkeit seiner Kleinbrauerei bleibt dabei keineswegs auf der Strecke, hier kann man es absolut aushalten, nicht nur beim Karten spielen mit den Z-Bräu Jungs im offen verbundenen Nebenraum, nein auch Zwischen Maischebottich und Whirlpool. ‚Hier wird der Whirlpool übrigens noch handgemacht‘ erklärt mir Christian und schwingt dabei das Maischepaddel im Kreis. Hier ist die Welt noch in Ordnung denke ich mir.

Visionen?

Gibt es Zukunftsvisionen, frage ich ihn abschließend, vielleicht noch mehr verschiedene Sorten Bier? Visionen davon habe er schon, meint Christian, aber erst einmal möchte er gerne die eine Sorte, sein Pale Ale, weiter verbreiten. Über Nürnberg hinaus, in weiter entfernter Zukunft kann er sich auch einen eigenen Standort vorstellen, da darf man doch gespannt sein, oder nicht? Ich werde jedenfalls die weitere Entwicklung interessiert verfolgen und weiter für Euch über Honig Bräu berichten.

Falls Ihr nun noch mehr zum Bier wissen möchtet, hier folgt meine Verkostung des Honig Bräu – Pale Ale:

Honig Bräu - Pale Ale
Honig Bräu – Pale Ale

Name: Pale Ale

Bierstil: Pale Ale

Zutaten: Brauwasser, Gersten (Pale Ale und Karamellmalz) – und Weizenmalz, Hopfen (Spalter, Taurus, Mandarina Bavaria, Cascade), Hefe (obergärig)

Alkohol: 5,1 %

IBU: 31

Beschreibung des Bieres:

Optischer Eindruck:

Bernsteinfarbenes leicht naturtrübes Bier mit weißer, feinporiger und mittelfester Schaumkrone

Geruch:

In der Nase zeigen sich Noten von Grapefruit und Trockenfrucht. Dazu erlebe ich würzige, florale und brotige Aromen.

Antrunk:

Auf der Zunge erschmecke ich neben einer mild prickelnden Rezenz kräuterige, florale und würzige Aromenvielfalt. Hinzu kommt eine unaufdringliche Bittere mit feinen Grapefruit, leichent Zitrusnoten und einer schönen Fruchtigkeit.

Nachtrunk:

Im Abgang verstärkt sich die Zitrusaromatik und wird durch würzige, florale Einschläge ergänzt. Die Herbe ist noch in Nuancen wahrnehmbar und klingt langsam aus.

Fazit:

Das Bier in seiner Gesamtheit ist rund und stimmig, die unterschiedlichen Aromen ergänzen sich ohne dabei einander im Wege zu stehen. Ein ausgewogenes Pale Ale, welches mir sehr gut gefällt.

Gerne kannst du mir auf folgenden Social Media Plattformen folgen:
error